Was FRAU im Fussballstadion erlebt…

 

Um meinem Kultur-Banausen-Dasein ein Ende zu setzen, begleitete ich meinen Fußball-begeisterten Onkel am Sonntag zum Hertha-Spiel im Olympia-Stadion. Zum allerersten Mal suchte ich also in den Tiefen meines Kleiderschranks nach etwas Weiß-Blauem und fuhr gegen Mittag mit einem Hertha-Schal um die Schultern und einem Bier in der Hand in Richtung Fußball-Event…

Einige verwandelte Familien-Väter und Hooligans nickten mir sogleich kameradschaftlich zu und auf dem Weg zwischen S-Bahnstation und Stadion fühlte ich mich wie einer von den tausenden Fans. Auf meinem Platz sitzend musste ich erst mal alles detailliert betrachten und auf mich wirken lassen. Der Gegnermannschaft jubelten nur ein paar hundert Leute zu, während im Hertha-Block Massen an Fans Fahnen und Plakate schwangen. Unzählige Hände formten ein Ganzes und die verschiedensten Anfeuerungs-Lieder drangen tief in meine Ohren. In der ersten Halbzeit schien das Spiel unentschieden auszugehen, daher nahm ich mir vor, mir ein weiteres Spiel anzuschauen, um das richtige Feeling an einem anderen Tag mitbekommen zu können. Dies stellte sich als etwas voreilig heraus, da die zweite Halbzeit noch richtig spannend wurde. Hertha schoss 2 Tore und gewann haushoch, was es mir ermöglichte, doch noch laut „Ha ho he, Hertha BSC“ mit zu grölen und meinen Schal zu schwingen.

Meinem Onkel in die Arme fallend und mit irgendwelchen Fremden einschlagend, freute ich mich nach dem Spiel schon auf Bier und Bratwurst, welche im nahegelegenen Biergarten auf mich warteten. Mit dem Sieg und warmen Essen im Bauch ließ es sich super nach Hause fahren und ja, ich hätte schon Lust noch einmal einem solchen Fußballspiel beizuwohnen.

Also an all die Berliner-Prinzessinnen, die diesen Artikel hier lesen: Man muss mindestens einmal ein Fußball-Spiel, und vor allem das Olympia-Stadion, live gesehen haben und es kann auch, wenn man nicht unbedingt fußballbegeistert ist, absolut mitreißen.

Eure Lilly Jogwer

 

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