Bildquelle: celine nadeau / flickr.com

Die Zukunft von iphone und Siri!

Wie wird es sein, das Leben in 10,20,40,50, 100 Jahren? Gibt es Siri noch? Und was kann unser iphone? Wer werden wir sein und was wird mit der Menschheit passieren? Zeit für einen amüsant abgedrehten Blick in die Zukunft.
Ein Gastbeitrag vom Radio Parkaue in Berlin-Lichtenberg!

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So erweckt man Ameisen zum Leben – meine Erlebnisse beim Girls’Day

Am 25. April 2013 war es wieder soweit: Mädchen hatten die Möglichkeit, beim 13. Girls‘Day in Berufsfelder reinzuschnuppern, die momentan noch eher „Jungsdomäne“ sind. Das sind z.B. Informatik, Naturwissenschaften oder Politik. Der Girls’Day soll dazu beitragen, dass sich mehr Mädchen für diese Gebiete interessieren. Auch dieses Jahr habe ich mir wieder eine Veranstaltung rausgesucht, die Mädchen an die Informatik heranführen soll: “Erwecke deinen Ameisenstamm zum Leben!“. Ich weiß, das hört sich eher nach Biologie an…aber was Ameisen mit Informatik zu tun haben, erläutere ich später.

Bevor ich irgendetwas zum Leben erwecken konnte, musste ich erst mal zum Veranstaltungsort, dem Hasso-Plattner-Institut, gelangen. Der Campus des vom SAP-Mitgründer Hasso Plattner gesponserten Privatinstituts liegt direkt neben dem S-Bahnhof Griebnitzsee. Die Fahrt von Hellersdorf dorthin war lang, aber unkompliziert und so stand ich dann um kurz vor 10 Uhr in der Empfangshalle – zusammen mit etwa 30 anderen Mädchen. Auf mein „Guten Morgen!“ wurde nu100_5123r leise geantwortet, wie das eben so ist: Man kennt keinen und traut sich auch nicht, jemanden anzuquatschen. Bis wir von ein paar Studenten abgeholt wurden, lag also eine unbehagliche Stille über der Halle. Und ich konnte natürlich gar nicht mehr aufhören zu grinsen, bei dem Gedanken daran, wie die Situation von außen wirken musste: 31 junge Mädchen, schweigend und darauf bedacht, bloß niemanden anzusehen.

Die Veranstaltung begann mit einer kurzen Einführung: Was ist das Hasso-Plattner-Institut (HPI)? Was muss man mitbringen, um hier studieren zu können? Was werden wir heute machen? Nachdem wir alles geklärt hatten und die wenigen Fragen (es dauerte eine Weile, bis alle auftauten) geklärt waren, wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt und getrennt.

Ameisen sind nicht gleich Ameisen!

Nun ging es richtig los: Immer 2 Mädchen wurden vor einen Computer gesetzt, an dem sie in den folgenden Stunden zusammen ihr Ameisenvolk zum Leben erwecken sollten. Mithilfe des Spiels „AntMe! – Die Ameisensimulation“ wurden wir an die objektorientierte Programmierung herangeführt. Erschaffen werden konnten 2 Arten von Ameisen: Kampfameisen und Ameisen, die Zucker oder Äpfel sammeln sollten. Das war jedoch nicht so einfach, denn man musste dem Computer irgendwie verständlich machen, wann genau die Ameisen was tun sollten. Zum Beispiel hat die Ameise, wenn sie Zucker gesehen hat, diesen nicht automatisch genommen. Man musste erst einen Befehl verwenden und dafür, dass sie dann den Zucker auch noch in den Bau trägt, einen weiteren.

Um es noch komplizierter zu gestalten, konnten die Ameisen dann auch noch ihren Freunden Bescheid sagen, dass sie Zucker gefunden haben. Diese konnten aber erst dann etwas mit der Information anfangen, wenn wir es ihnen gesagt haben. Alles in allem war es zwar nicht ganz leicht, aber lustig. Schon ein fehlendes Komma konnte jedoch den Erfolg wieder zerstören… Zur Stärkung ging es um 12 Uhr in die Mensa, wo uns ein leckeres Mittagessen spendiert wurde. Spätestens beim Essen gab es dann auch die ersten intensiveren Gespräche mit den anderen Mädchen und daher ging es danach auch viel entspannter an die Endarbeit.

Krieg der Ameisen

Denn mit dem Programmieren unseres Ameisenstammes war der Spaß ja noch nicht vorbei: Nun wurden immer zwei Stämme ausgewählt, die gegeneinander antraten. Hatte die eigene Strategie bisher immer gut geklappt, stellte sich nun teilweise heraus, dass sie im Kampf gegen ein anderes Team nur wenig taugte – so auch bei mir. Hatten die Ameisen bisher die Äpfel einfach weggeschleppt, mussten sie sich plötzlich mit anderen Ameisen um sie streiten. Jedes Ameisenteam zog die Äpfel in die Richtung seines Baus, mit dem Erfolg, dass sie sinnlos in der Gegend rumtorkelten und nicht vom Apfelabließen.

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Quelle: girls-day.de

Schlimmer traf es aber ein anderes Team, dass kurz vor Ende noch etwas ausprobiert hatte und dann vergaß, das veränderte Zeichen zurück zu ändern. Nun mussten sie zusehen, wie ihre Ameisen chillig in der Gegend rumlungerten, allen ihren Freunden sagten, dass da Zucker und Äpfel sind, sie aber nicht einsammelten. Dieser Ameisenstamm verlor mit 0:6200… und das alles wegen einem „>“-Zeichen, das eigentlich ein „<“-Zeichen sein sollte. Denn genau das ist ja die Kunst des Programmierens.

Nachdem die Hälfte der Teams ausgeschieden war, trafen wir uns wieder mit der anderen Gruppe und veranstalteten mit deren Gewinnern das Finale. Das war dann leider auch schon das Ende des lehrreichen, aber unterhaltsamen Tages am Hasso-Plattner-Institut.

Mitgenommen habe ich nicht nur einen ersten Eindruck vom HPI und seinen sehr sympathischen Studenten, sondern auch einen etwas anderen Einblick in die projektorientierte Programmierung. Denn aus dem Unterricht war ich zwar mit dem grundsätzlichen Aufbau eines solchen Programms schon vertraut, aber es macht schon einen gewaltigen Unterschied, ob man mit englischen Begriffen einen Taschenrechner bastelt, oder mit größtenteils deutschen Begriffen ein lustiges Spiel! So versteht man viel leichter, wie man vorgehen muss und warum man bestimmte Dinge tut. Mit Spaß lernt es sich eben einfach leichter :)

Ich kann die Veranstaltung des HPI bzw. generell den Girls’Day nur weiterempfehlen!

Eure BerlinImPulserin Katja

Artikelbild: Angelika Koch-Schmid  / pixelio.de

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BerlinImPuls spricht über Berufsberatung

 

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Auf geht’s zum Fernsehen

Mein Praktikum findet in der Stiftung Demokratische Jugend statt. Catherina ist hier FSJlerin. Am ersten Arbeitstag war es ein angenehmes zusammen arbeiten und auf die nächsten Tage habe ich mich (Christine) schon sehr gefreut.

Zu unseren Aufgaben gehörte unter anderem die tägliche Aktualisierung des Internetportals jugendnetz-berlin.de. Wir erhalten viele E-Mails von Veranstaltungen, Vereinen und Workshops für Jugendliche. Als eine Mail von ZDF eintraf und darin stand das man kostenlose Eintrittskarten für ZDFlog in bekommen kann zum Thema „Ist unser Nachwuchs chancenlos?“, war ich begeistert und schlug vor dort hinzugehen. Wir beide waren der Meinung, es wäre interessant die Perspektiven der anderen jungen Erwachsenen zum Thema Studium und Beruf kennenzulernen. Die Journalismusbranche käme für uns selbst als Berufsrichtung in Frage. Darum dachten wir uns, es könnte nicht schaden sich einen Eindruck zu verschaffen wie es den wirklich „im“ Fernsehen läuft. Einen Tag nach unserer Zusage für die Sendung am 22.06.11, erhielten wir die Bestätigung. Wir werden auf einer Namensliste eingetragen sein und sollen unter Nennung unserer Namen je eine Eintrittskarte entgegennehmen können.

Nachdem Catherina und ich uns an der Friedrichsstraße getroffen haben und uns den 500 Meter langen Fußweg durch Regen und ohne Schirm entlangrasend erkämpfen mussten, haben wir das Hauptstadtstudio erreicht. Gegen 19.15 Uhr traten wir in eine luxuriös wirkende Lounge ein. Das ZDF Hauptstadtstudio in Berlin – Unter den Linden 38!

Wir wurden mit Soft Drinks empfangen, nachdem unsere Namen von einer Securityfrau auf der Liste abgestrichen wurden. Tasche und Jacke mussten an der Garderobe abgegeben werden, auf Nachfrage durften wir eine kleine Kamera mitnehmen. Nach einer halben Stunde Warten, gewährten uns die Sicherheitskräfte den Eintritt in das Studio für das ZDF-Morgenmagazin, welches gleichzeitig das Studio für „log in“ war. Der erste Eindruck des Studios auf uns: nicht so groß wie im Fernsehen!

Während die anderen Zuschauer an weiße Tische – die Stehplätze im Studio stürmten, haben wir auf den Stuhlplätzen Platz genommen, welche sich rechts, leider außerhalb des Bildes befinden.

Über unseren Köpfen waren unglaublich viele Scheinwerfer und ein paar Kameras, die von oben ausgefahren werden konnten. Skurril, aber interessant – die Hauptkameras Kameras standen im ganzen Studio verteilt!Während man vor dem Fernseher also überhaupt nichts von der Technik mitbekommt, sieht man im Studio, dass eigentlich jede Kamera ihren bestimmten Aufnahmewinkel einhalten darf und wenn dieser überschritten wird, wird das Bild vom Aufnahmeleiter ganz einfach gewechselt.

Kurz bevor die Sendung los ging bekamen wir im Publikum es mit der ungewohnten Scheinwerferhitze zu tun. Der Moderator Wolf-Christian Ullrich hat die Studioatmosphäre mit ein paar Späßchen auflockern wollen und uns in die Kunst des Klatschens eingewiesen.

Unnötig, denn dafür gab es den Benjamin.Der Mann, der stillschweigend lächelte, nachdem er vom Moderator nach seinem Namen gefragt wurde, erhielt von Catherina und mir den Spitznamen „der Klatscher“. Der Klatscher, weil er jedes Mal der erste war, der das ganze Publikum während der Liveaufnahme zum klatschen animierte.

Meine Meinung zum Thema der Sendung „Ist unser Nachwuchs chancenlos?“ Nein, in Zukunft können die sympathischen Menschen doch als Klatscher arbeiten!

Was mir noch aufgefallen ist: die beiden Moderatoren, Christian und Milena, waren so stark geschminkt, das man sich tatsächlich gefragt hat welcher Visagist sich da austoben durfte. In live geschminkt wie ein Clown, im TV-Beitrag total natürlich! Kennt Mensch eher andersrum, aber das Fernsehen hat anscheinend viele Tricks auf Lager.

Jedes mal wenn ein kurzer Videobeitrag eingespielt wurde, zum Beispiel eine Aufklärung zu einem Unterthema, schrie einer aus der Haupttechnikecke links neben uns wieviele Sekunden wir Zeit haben bis wieder das Studio im Fernsehen zu sehen ist.

Da ich in der Jugendredaktion „BerlinImPuls“ schon selbst bei einer Studioaufnahme mitgewirkt habe, war es aufschlussreich die Arbeit der Profis zu sehen. Von den technischen Mitteln her, würde ich sagen das unsere Jugendredaktion ähnlich wie beim großen Fernsehen viel zu bieten hat, aber die Professionalität bzw. die Fachkenntnis ist das entscheidende. Der Moderator war total locker und symphatisch, vor allem aber war er sehr schlagfertig und konnte das Gespräch wieder auf den richtigen Pfad leiten, sobald einer der vier „Stargäste“ zu weit abgeschweift ist. Die Kameraleute haben gute Perspektiven gewählt, nicht andere Kameras gefilmt und nicht gewackelt etc..

Warum die Karten kostenlos sind, darauf habe ich jetzt die Antwort. Im Studio werden Marionetten gebraucht die das Gesamtbild abrunden, die klatschen wenn „der Klatscher“ es vorgibt, Menschen die als Auffüller dienen.

Mein Fazit: in Zukunft sehe ich mir lieber Sendungen im Fernsehen an. Zwar weiß ich jetzt das Fernsehen eine Fakewelt ist, aber wenigstens diene ich nicht diesem Puppenspiel.

Habt auch ihr Lust mal in einer ZDF log in Sendung dabei zu sein?

Kostenlose Tickets gibt es auf der ZDF Seite, zerstörung der Moral beim Gedanke „Fernsehen“ all inclusive.

Eure BerlinImpulserin Chrissi