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YouTuber werden?

YouTube – kann auch ich da mitmischen?

YouTube ist bei jungen Menschen das Zauberwort für jugendgerechte Information und Unterhaltung. Es ist das Leitmedium für die Kids zwischen acht und 18. Wie aber funktioniert ein YouTube-Beitrag, was für Genre gibt es und kann man bei YouTube einfach so zum Star werden? Diese Fragen haben wir mit den Teilnehmer*innen diskutiert. Danach erstellten die Jugendlichen eigene Beiträge in ihrem jeweiligen Lieblingsgenre. Die beteiligten Medienpädagog*innen waren dabei nur beratend und unterstützend tätig. Dabei sind zehn statt fünf Beiträge unterschiedlichster Machart entstanden und die Jugendlichen waren kaum zu bremsen. Mit unglaublicher Begeisterung diskutierten, entwickelten und drehten alle Beteiligten Clips wie sie bei YouTube angesagt sind.

Ein Beitrag von Kulturhilfswerk e.v. für BerlinImPuls.

ASMR

ASMR – der neue Entspannungstrend?

Eine junge Frau sitzt vor ihrem Computer und spricht direkt in die Kamera. Für Youtube eigentlich ein ganz normales Szenario – wenn die Frau nicht im extremem Flüsterton auf den Zuschauer einreden würde. Am Anfang des Videos präsentiert sie ihre neue Bürste – mit der sie sich die restlichen 25 Minuten die Haare fährt. Ihre ruhige Stimme begleitet diese Aktion, durchgehend wird geflüstert. Was hat es mit diesem skurrilen Video auf sich? Ein Youtube-Troll? Nein, die Rede ist von der sogenannten „Autonomous sensory meridian response“ kurz „ASMR“.

von Julia Tilk

Umschreiben kann man den englischen Ausdruck auch als „Massage fürs Gehirn“ oder „Sinnesmassage“. Und genau dass soll ASMR bewirken: Eine entspannende Reaktion, ausgelöst durch bestimmte Laute und Gesten, wie zum Beispiel Haare kämmen, das sanfte Klimpern von Fingernägeln auf Gegenständen, es variiert stark von Person zu Person. Dabei muss auch nicht die Person selbst sich die Haare kämmen oder eine Massage bekommen, das alleinige Anschauen diverser Youtube-Videos zu diesem Thema kann den bekannten „Trigger-Effekt“ auslösen. In den USA ist das Phänomen durch Youtube-Videos schon 2010 bekannt geworden, 2014 gab es schon über 2 Millionen Videobeiträge zu diesem Thema. Seit 2013 rollt die Bekanntheitswelle auch nach Deutschland – und nun auch zu BerlinimPuls! Wir haben selbst ein ASMR-Video gedreht um dem Trend auf die Spur zu kommen. Überzeugt euch selbst, wenn Patricia und Janina in eine relaxte Traumwelt abtauchen:

Video: Patricia Neumann, Janina Wildermuth

Übrigens: Aktuell könnt ihr im Kunsthaus Bethanien in Kreuzberg eine Ausstellung zu dem Thema besuchen. Das Musikfestival Club Transmediale zeigt bis zum 22. Februar eine Installation zum ASMR-Trend.

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Lass mal über Schweine reden

Kürzlich wurde ich von Johannes mit einer expliziten Frage konfrontiert. Sie ist, bezogen auf den gesellschaftlichen „Ruf“, äußerst heikel. Es handelte sich um das Gerücht, ich sei unter die Veganer gegangen. Nicht mal strikt vegetarisch wie ich schlemme, habe ich bei der Antwort erstaunlich sorgfältig überlegen müssen.

An dieser Stelle schreibt unsere Reporterin Genna Thiele regelmässig eine Kolumne über aktuelle Gedanken, die sie sich macht. Irgendwo zwischen Provokation, Schön-Male-und Musikerei, Mitteilungs-Wahn und Poesie sollen sich die Themen, Artikel und Dinge, die hier landen bewegen – von Euch beurteilt und kommuniziert werden! 

Der „Oh, so cute!“-Faktor

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Auf dem Teller sieht dieses Ferkel meist nicht mehr so süß aus, eher saftig.

„Schweinchen Babe in der großen Stadt“: So lautet der Titel des Kinderfilmklassikers mit dem gleichnamigen Abenteuer-Schweinchen. Nutztiere, die nicht als Darsteller zu den tollsten Freunden des Menschen hochstilisiert werden, haben es in unseren Großstädten mitunter nicht ganz leicht bis quälend schwer. Die Umstände vergessen wir gerne. Bestes Beispiel: Lauter bewegende youtube-Videos, die Zuschauern ein verzücktes „Uiiiiiii“ entlocken. Wir sehen lieber uns also lieber einen Clip von wenigen Minuten Länge an, in dem winzig kleine Ferkel in zuckersüßem Rosa aufgeregt auf dem Wohnzimmerteppich durcheinanderwuseln, statt uns mit unserer Doppelmoral auseinander zu setzten. Wir teilen, liken und kommentieren die glorreiche erste Stunde kleiner Ferkel in millionenfach und quietschen dabei verzückt wie bei Familien-Filmen.

Nun bin ich mit einer Frage dran.

Irgendwo kommt die Wurst ja her…

Über Essen rede ich neuerdings mit einem moralischen Anspruch im Hinterkopf. Diese Einstellung, naja sie steigert nicht gerade den Beliebtheitsgrad. Aber  wem von uns taffen Fleischfressern wird nicht übel, sobald wir diese unschuldigen Wesen aus knuffig kurzen Videoclips in Verbindung mit der Massenware an Schweinekoteletts im Supermarkt bringen, oder der täglichen Scheibe Wurst auf unserem Brot?

Manchmal denke ich länger als ein paar Millisekunden über die durchsichtigen Flecken in meiner hauchdünnen Wurst nach, in deren Verpackung ich eingeschweißt acht andere identische gepresste Scheiben finde. Der Geruch von Leberwurst, der mir in die Nase steigt und in Kombination mit der grauen Streichmasse wirkt nicht mehr so appetitlich. In meinen Gedanken ploppen dann diverse Bilder wild durcheinander: Schweinebabys, Massenzuchtsgräultaten, McDonalds-Burger, Bio-Skandale, Tierschutzflyer, Tofu, Bullerbü, Schweinchen Bebe Teil eins, zwei und drei.

„Alles in Maßen“. Bei der Massenproduktion scheint das noch fern.

Steak & Co. essen: Eine Frage des Stils 

Ich bin auf Dates im Restaurant nicht zimperlich, Salat hebe ich mir für die sportlichen oder speckigen Tage auf, an denen mein Körper nach gesundem Futter schreit. Das Steak auf meinem Teller sieht in Kontrast mit meiner Weiblichkeit nun mal verdammt verwegen aus und schielt derart saftig zu mir hoch, das gänzlicher Verzicht auf ewig im Moment nicht möglich scheint. Ich ertappe mich dabei, wie das kleine Kind mit den großen Idealen in mir meckert:

Was ist aus deinem geliebten Filmstar Schweinchen Babe geworden? Du wolltest früher auf einem Bauernhof leben! Eine Tierauffangstation leiten!

Wo die Schweine ein Gesicht kriegen

Ob es möglich ist, guten Gewissens Fleisch zu essen? Bei der Suche nach Antworten bin ich an einem unerwarteten Ort fündig geworden: „Der Wurstladen“. In Berlin-Rudow, sonst nicht gerade ein Sinnbild für Fortschrittlichkeit. Der Laden verweist auf die dortigen Produkte: Eintopf, Zwiebelmett, Fleischallerlei. Nur die Gesichte ist etwas Besonderes: Der Laden wurde von drei Hausfrauen aus dem Boden gestampft. Sie waren sicher, dass ihre heimischen Kochkünste und die Fähigkeiten den Laden zu schmeißen erfolgversprechende Eigenschaften für ein Geschäft gegen Langeweile sind. Im Wurstladen sehe ich zum ersten Mal auch das Realität gewordene Engagement für „Meat on a mission“. Ja, richtig gelesen. „Fleisch mit Mission.“ Initiator ist der Verband „Meine kleine Farm“.

Meine kleine Farm oder: Wo Nutztiere ein Gesicht bekommen

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Die Bauern, Metzger und Schweine die hinter einer Wurst stecken, bekommen durch „Meine kleine Farm“ Gesichter, Namen, transparente Transportwege. Eine Produktion, wie sie bisher nur utopisch war. Aber Dennis Buchmann, Gründer des Projekts, studierte abroad ein Fach, dass sich den Lösungen zu gesellschaftlichen Problemen widmet. Die Lösung ist simpel. Um euch das zu veranschaulichen: Sagen wir, ich habe wieder diesen Jieper auf Leberwurst. Statt beim preiswerten Discounter um die Ecke besorge ich sie mir im „Wurstladen“ oder bestelle sie bei „Meine kleine Farm“ online. Das kostet mich mehr, klar, dafür erhalte ich ein hübsch aufgemachtes Döschen und sehe darauf mein Schwein. Also das zu Leberwurst verarbeitete Schwein, bevor es verarbeitet wurde, versteht sich. Mich strahlt dann die vom Schnüffeln dreckige Nase von so einem Schwein an, und das mag beim ersten Gedanken makaber sein. Aber das Tier, dass für meinen Appetit gestorben ist, bekommt so eine Identität. Der Respekt ist da, die Verfügbarkeit von Koteletts im Supermarkt relativiert sich und ich bin abgeschreckt davon, ohne Grenzen Fleisch zu fressen. Damit schone ich wieder meinen Geldbeutel. Fleisch wird das, was es eigentlich schon immer war: Luxus.

Klug konsumieren ist edel

Es geht nicht darum, kein Fleisch zu essen. Sondern um den Anstand dabei.  Wahrscheinlich bin ich das erste Mal stolz bei dem Kauf einer Leberwurst. Diesmal bin ich mir sicher, wo mein Essen auf dem Teller herkommt. Das Kind in mir jubelt, und ich kann mit beruhigtem Gewissen wieder Ferkel-Videos teilen. Vielleicht möchten es mir Freunde gleichtun.

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Anarchie in der Türkei – oder doch nur Wahlen?

Im Moment sind Wahlen in der Türkei und Ankara, die Hauptstadt der Türkei, spielt hier natürlich eine besondere Rolle. Denn hier arbeitet Regierungschef Erdogan, der Hauptprotagonist in dieser Wahl. Denn er hat sich zuletzt nicht viele Freunde in der Bevölkerung gemacht, als er YouTube und Twitter sperrte. Aus Ankara berichtet für euch BerlinImPuls Reporter Benny.

von Benjamin Lewerenz

IMG_20140330_172240Der Reihe nach: Sicherlich gab es für den türkischen Regierungschef schwerere Wahlen wie die jetzige. Denn nach den Protesten im Istanbuler Gezi-Park und den Internet-Sperren hat Erdogan ein hartes Stück Arbeit vor sich, um wieder auf die von ihm veranschlagten 40% zu kommen. Gerade die junge Bevölkerung hat sich von ihm abgewandt.

Die türkischen Seiten von YouTube und Twitter sind aus der Türkei heraus nicht mehr zu erreichen, nachdem dort regierungskritisches Material aufgetaucht war. In Reaktion darauf lies Erdogan beide Sperren – wobei viele Türken vermuten, das es nach der Wahl wieder gelockert wird. Gerade deswegen gilt die Wahl hier als ein Test für Erdogan, um zu gucken, wie gut seine Macht noch in der Bevölkerung verankert ist. Dann erstmal geht es nur um die Kommunalwahl, bei der er nur als Werbegesicht für seine Partei herhalten muss. Der neue (alte) Präsident wird erst später im Jahr gewählt.

In der Türkei ist die Wahl ein wichtiges Ereignis, da hier Wahlpflicht besteht, weshalb Abends auch wirklich jeder Fernsehsender etwas zur Wahl zeigt und ab 20 Uhr alle Menschen vor den Fernsehgeräten sitzen, um die Wahlergebnisse zu betrachten und darüber zu diskutieren. Das Wahlergebnis lässt Erdogan (Stand: 23:30 Uhr Ortszeit) als Sieger hervorgehen, was ihn darin bestärkt, im Herbst erneut als Präsident zu kandidieren. Ein Ergebnis, dass das Land spaltet. Denn gerade die jungen Leute sind nicht begeistert davon, denn auch wenn die Twitter-/ Youtube-Sperren leicht zu umgehen sind, wollten sie schon aus Prinzip ein Zeichen gegen ihren Präsidenten, der nach und nach autoritärere Züge entwickelt, setzen.

Ich habe in diversen deutschen Nachrichten gelesen, dass hier angeblich Ausschreitungen gegeben haben soll. Um ehrlich zu sein: ich war heute in der Stadt Ankara unterwegs, und weder ich, noch meine Begleiter haben irgendetwas davon mitbekommen. Auch die Wahlen sind nicht anders als in Deutschland (du holst deinen Stimmzettel ab, gehst in deine stille Kammer, machst dein Kreuz, steckst dein Zettel in einen Briefumschlag und wirfst den in deinen durchsichtigen Kasten).
Ich kann also nichts ungewöhnliches berichten von hier, denn es gibt nur zwei Unterschiede zur deutschen Wahl:
1) die Wahl ist für die Menschen wichtig.
2) die Wahl wird von der Bevölkerung ernst genommen.

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Maxine Ashley & Pharrell Williams – Mehr braucht lässiger HipHop nicht

Maxine Ashley - Perpetual Nights

Maxine Ashley – Perpetual Nights

Frauen die wandelbar sind, eine authentische Lässigkeit ausstrahlen, die zeigen: „Die Meinung anderer schert mich nicht“. Ladys mit smoother Whiskey-Stimme. Die Sängerin Maxine Ashley ist Eine von dieser Sorte.

Von Genna Luisa

Spätestens seit vorgestern beweist sie das. Auf vielen Ebenen. Ästheten und Musikliebhaber kommen gleichermaßen auf ihre Kosten. Wer einen äußerst ansehnlichen Eindruck bekommen möchte, was Maxines Meinung nach das Gefühl in ewigen Nächten ausmacht, der genieße das von Tragik gedrehte Video zu ihrem von – Achtung! – keinem Genialeren als Pharrell Williams produziertem Song „Perpetual Nights“. Die youtube-User-Kommentare? Durchweg! positiv, anbetend.

Stilvolle Effekthascherei

Brillante Umsetzung allerhand spielerisch visueller Effekte. Da ist sogar nebensächlich, dass Pharrell Williams, everybodys Darling (und schon immer mein Favorit, siehe Gastbeitrag LizyyNet ) alles in allem nur 34 Sekunden in dem 3:34 Minuten kurzen [viel zu kurzen!] Video zu sehen ist. *Ja, ich habe gezählt und Strichliste geführt.

Kommt da etwas Großes auf uns zu?

Miss Maxine Ashley ziert hier, ähnlich eines sich stets wandelnden Chamäleons, die auf unserem Laptop komprimierte Leinwand in Looks, mal kompatibel mit Kleopatra, ein Hauch unnahbare 20ties-Dame, und wechselt zum hippen und wippenden Soho-Modefreak. Und mit besagtem Produzenten hat sie sich einen cleveren Ziehpapa mit an Bord geholt.

Euch ein Vergnügen mit einer ewig musikalisch gespielten Nacht des glanzvollen Teams:

BerlinImPuls Game

Wir ziehn dich mal an – Nilams Modeyoutube-Game

Erst waren da Prinzessinnen, dann It-Girls, dann Models. In Film und Fernsehen, in Magazinen.
Stunde um Stunde konnte man nach Lust und jugendlicher Laune vor Online-Spielen sitzen, Barbie und MyScene beispielsweise einen lässigen Look verpassen.

Von Genna-Luisa

Was Frauen auch jetzt noch in kleine Mädchen verwandeln kann: dressing up games, bei denen man irgendwelche virtuellen Modepüppchen einkleidet.
Was das kleine Mädchen in uns trotzdem an dressing up games stören mag:
Die Model sind nicht echt. Die Stimmen verzerrt nervig. Und die Klamotten waren auch nur vor Jahren ein Blickfang.

Exakt deshalb ist dieses Spiel Ihr zieht mich an – Making Choices! auf der mit  editorials überfüllten Plattform youtube,
bei dem man die leibhaftig echte Nilam (Bloggerin, Synchronsprecherin, Schauspielerin) einkleiden kann,
clever, neuartig und sehr privat – inklusive Suchtfaktor.

Nilam hält sogar einen Dialog zu der in drei Videos gewählten Auswahl, und das ist nicht hohl, sondern eine sehr coole  Art, den Voyeurismus gepaart mit der Liebe zu Stoffen, Schuhen, Accessoires Klick um Klick zu frönen 😉

Nilam kann man hierbei im Alltag kennenlernen, zu einer Party ausführen oder mit ihr casual chillen.
Aber Nilam ist kein Püppchen. Wenn sie sich in zusammengestellten Garderobe nicht wohlfühlt, gibt sie ganz ehrlich kontra – und dabei spielerisch Einblicke in mittlerweile ziemlich berühmtes Leben.

Wer trotz all dieser ästhetischen Argumente lieber gänzlich abtauchen will in seine vergangene Phase von verglitzerten 10 Jahren, klicke bitte hier: http://de.myscene.com/games/beauty_studio/beauty_studio.aspx

Aber seid gewarnt: Ihr werdet den Unterschied schnell merken. Warum ihr das Nilams-Kleider-Spiel ausprobieren solltet? Weil das 5000784634xte Mal Sims dann doch … naja nicht langweilt. Aber mal Pause haben kann.

:-)

Die YouTube Szene

Gastbeitrag: 600.000 Klicks im Monat – wir stellen einen YouTuber vor

 

300.000 bis 600.000 Klicks bekommt Klimo im Monat auf seinem YouTube Channel. Er produziert Rap und HipHop Videos und zählt damit zu den erfolgreichen YouTubern in Deutschland. Unsere Gastreporter von Medienkompetenzzentrum „Die Lücke“ in Lichtenberg haben den YouTuber getroffen und mal nachgefragt, wie das eigentlich so ist, ein „YouTuber“ zu sein und damit sogar sein Geld zu verdienen…

 

 

Hier geht zu es zum YouTube Channel von Klimo / Berliner Untergrund TV