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Kolumne: “Das ist das Ende – Vorbereitungen auf den Weltuntergang” – Teil 5: Nibiru

Was macht man im Matheunterricht, wenn man merkt, dass der Rechenweg nicht so funktioniert, wie man das gerne hätte? Richtig, man sucht nach einem anderen Weg.

Tja, so wie es für mich aussieht, haben das Esoteriker auch gemacht. Wenn das mit dem Durchqueren der Milchstraßenebene (darüber berichtete ich in meinem letzten Artikel) halt nicht funktioniert, bringen wir einfach einen neuen, unbekannten und noch dazu auf unsere Erde zusteuernden Planeten ins Spiel!

Nun werdet ihr euch vermutlich fragen, wie sie sich das vorstellen, weshalb ich in diesem Artikel etwas näher auf den Planten X, auch genannt Nibiru, eingehen möchte.

Zunächst einmal soll Nibiru größer als unsere Erde sein und eine rötliche Farbe sowie einen Meteoritenschweif besitzen (falls euch mal ein auf die Beschreibung passender Planet über den Weg laufen sollte, dann könnte es also Planet X sein…). Außerdem habe ich gelesen, dass er unsere Sonne auf einer ellipsenförmigen Umlaufbahn (angeblich zwischen Mars und Jupiter, aber warum das nicht stimmen kann, werdet ihr später noch mitbekommen) umkreisen soll, wofür er 3600 Jahre braucht. Dabei bewegt er sich nicht in die gleiche Richtung wie die anderen Planeten, sondern eben entgegengesetzt.

Darüber, seit wann er in unserem Planetensystem seine einsamen Kreise zieht, ist man sich anscheinend nicht einig. Auf einigen Seiten wird behauptet, er wäre irgendwann in unser Sonnensystem eingedrungen, die Gravitationskräfte der Sonne zogen ihn an und so wurde er ein Trabant der Sonne. Andere wiederum sind der Meinung, dass der Planet X schon immer da war. Einig scheint man sich jedoch darüber zu sein, dass Nibiru auf seiner Umlaufbahn unser Sonnensystem öfter mal verlässt. An dieser Stelle haben Wissenschaftler den Esoterikern aber wieder den Spaß verdorben.

Vielleicht habt ihr schon einmal von den keplerschen Gesetzen gehört. Laut dem ersten Gesetz bewegen sich Planeten auf sich nicht ändernden elliptischen Bahnen um die Sonne. Das würde für Nibiru aber Folgendes bedeuten: Seine Umlaufbahn müsste so gelegt sein, dass sie sowohl am Rand unseres Sonnensystems vorbeikommt, als auch in kleinster Distanz an unserer Erde – schließlich sollen wir ja im Jahre 2012 mit ihm kollidieren (Die Folgen erwähne ich an dieser Stelle nicht, das Wort „Katastrophe“ ist schließlich schon oft genug gefallen… :D).

Das würde aber bedeuten, dass er auf seiner Umlaufbahn die Bahnen der anderen Planeten kreuzt. Da es im Weltall wohl kaum Verkehrsregelungen wie Ampeln geben wird, hätte er eigentlich schon längst mit irgendeinem Planeten  – die Erde mit eingeschlossen – kollidieren bzw. ihm sehr nah sein müssen. Eine solche Nähe würde einen „Gravitationsstoß“ zur Folge haben, welcher durch die aufeinandertreffenden Gravitationskräfte der Planeten ausgelöst werden und einen der beiden Planeten aus unserem Sonnensystem herauskatapultieren würde.

Es gibt nun also 3 Möglichkeiten, auch wenn letztere so unwahrscheinlich ist, dass sie fast nicht mehr erwähnenswert ist:

1.)    Planet X wurde bei einer Kollision zerstört.

2.)    Er wurde aus unserem Sonnensystem herauskatapultiert (einer unserer bekannten Planeten kann es nicht sein, denn die sind ja noch alle da)

3.)    Der Glückspilz ist nie einem Planeten zu nahe gekommen und zieht immer noch munter seine Runden.

Angenommen, Möglichkeit Nummer 3 würde zutreffen, braucht ihr euch trotzdem keine Sorgen zu machen. Denn nun kommt das 2. Keplersche Gesetz ins Spiel: Ein von der Sonne zu einem Planeten gezogener Leitstrahl überstreicht in gleichen Zeiten gleich große Flächen. Da sich Planeten aber laut dem 1. Gesetz auf Ellipsenbahnen bewegen, bedeutet das, dass sich ein Planet in Sonnennähe schneller bewegt als in Sonnerferne.

Mit diesen „Regeln für Planeten“ und den angeblichen Daten zu Nibiru sind Wissenschaftler in der Lage, zu berechnen, wo er sich der Planet X mittlerweile aufhalten müsste, damit er uns in diesem Jahr Unannehmlichkeiten bereiten kann. Diese Berechnungen haben ergeben, dass er sich schon fast im inneren Sonnensystem aufhalten müsste – warum sehen wir in aber trotzdem nicht? Da es unsichtbare Planeten nicht gibt, bedeutet das wohl, dass sich die für diese Idee Verantwortlichen einen neuen Plan zulegen müssen.

Soviel für heute… mehr dann im nächsten Teil.

Eure BerlinImPulserin Katja

Bildquelle Artikelbild: Gerd Altman / PIXELIO www.pixelio.de

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Kolumne: “Das ist das Ende – Vorbereitungen auf den Weltuntergang” – Teil 4: Unser Sonnensystem und die Milchstraße

Schön, hier wäre also unser nächster Teil der Weltuntergangskolumne. Ihr erinnert euch bestimmt, dass ich in meinem ersten Artikel dazu über die drei verschiedenen Kalender der Maya berichtet habe. Angeblich gibt es aber noch andere Faktoren, die auf einen Weltuntergang hinweisen bzw. ihn verursachen – das soll jetzt in keinster Weise pessimistisch klingen …

Einigen von euch ist bestimmt bekannt, dass am 21.12. der Winter beginnt, zumindest kalendarisch gesehen. Dieses Ereignis nennt man die Wintersonnenwende. „Sonnenwende“ daher, weil an diesem Tag die Sonne ihren niedrigsten Stand erreicht und danach wieder höher steigt, sozusagen „wendet“, womit die Tage danach wieder länger werden. Mit anderen Worten: Falls die Welt am 21.12.2012, entgegen meiner Erwartungen und somit überraschenderweise doch untergeht, kann euch zumindest eines trösten: Der Tag ist kurz – der kürzeste Tag des Jahres, um genau zu ein.

Aber an dieser Wintersonnenwende allein kann es ja nicht liegen, sonst wäre der Weltuntergang schon längst zum lästigen Alltag geworden, da Sonnenwenden schließlich (Ja, es gibt auch eine Sommersonnenwende!) zweimal im Jahr und schon seit Ewigkeiten stattfinden.

Euch allen ist sicherlich bekannt, dass die Erde ständig in Bewegung ist, was dafür sorgt, dass wir Tag und Nacht haben sowie die verschiedenen Jahreszeiten. Jedoch bewegt sich auch die Sonne – und die „an ihr hängenden Planeten“ werden dabei mitgenommen. Ebenfalls bekannt ist, dass die Sonne ein Stern ist, welcher sich zusammen mit Milliarden von anderen Sternen in der Milchstraße befindet (Wehe, einer denkt jetzt an Milky Way). Nun werdet ihr euch möglicherweise fragen, WO sie sich denn hinbewegt. Auch die Sonne hat einen Punkt, um den sie sich dreht – das Zentrum der Milchstraße. Allerdings bleibt sie dabei nicht auf einer „glatten“ Bahn, sondern führt eher eine Wellenbewegung aus, welche sie mal über die Ebene der Milchstraße führt und mal darunter. Im Internet habe ich diese hilfreiche Grafik gefunden, die das mal etwas verdeutlicht:

Wie ihr seht, steht an der mittleren Abbildung „2012“ dran. Und nun kommt der Aha-Effekt: Wenn unser Sonnensystem sich immer rauf und runter bewegt, ist es logisch, dass wir dabei die Ebene der Milchstraße auch mal schneiden müssen. Angeblich soll dies 2012 der Fall sein und verheerende Wirkungen nach sich ziehen. Was mit „verheerend“ gemeint ist, kann sich ja jeder selbst (aus-) denken, es werden vermutlich jedoch nicht nur ausgefallene S-Bahnen und verspätete Busse sein.

An dieser so einfach klingenden Katastrophe gibt es jedoch einen Haken. Anscheinend haben Esoteriker und Wissenschaftler verschiedene Quellen. Ich will euch ja nicht den Spaß verderben, muss aber trotzdem mal darauf aufmerksam machen, dass unsere Erde die Ebene der Milchstraße erst vor 1,5 Millionen Jahren gekreuzt hat und sie auch nur alle 30 bis 40 Millionen Jahre kreuzt. Und das zu erleben wird wohl eher schwer sein. Ich für meinen Teil bezweifel, dass es überhaupt irgendwelche katastrophenartigen Auswirkungen haben wird, wenn dann die Ebene der Milchstraße doch mal von uns gekreuzt wird – denn wer sich um mehrere Millionen Jahre verrechnet, wird sich garantiert auch bei von ihm vorausgesagten Auswirkungen vertan haben…

Genug für heute. Bis zum nächsten Teil von „Das ist das Ende – Vorbereitungen auf den Weltuntergang“

Eure BerlinImPulserin Katja