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Ein Schuh & eine Gemeinsamkeit!

An dieser Stelle schreiben unsere BerlinImPuls-Reporter von den kleinen Alltagsgeschichten, die das Leben in der Großstadt so wertvoll machen und die uns immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
 

Eines Morgens in Lichterfelde:

Mein Vater betritt ein Schustergeschäft mit einem hilfebedürftigen Schuh.

Der Schuster begutachtet das Stück mit dem abgelatschten Hacken und hätte ziemlich gerne den zweiten und intakten Schuh gesehen: „Wenn ich nicht weiß, wie der andere Hacken aussieht, dann wird sich dieser Schuh hier…  naja, anders laufen…“ Daraufhin erwidert mein Vater sichtlich entspannt: „Da haben sie wohl recht – aber keine Sorge, mein ganzes Leben ist irgendwie‚ naja,… anders gelaufen’“

Daraufhin blickt der Schuster meinen Vater lächelnd an: „Ach!! Ihres auch? Ich dachte ich wäre da ein Einzelfall!“

Beinahe hätte es hier einen Kaffeeklatsch gegeben, wenn die Leben der beiden Männer nicht doch so fatal anders wären.

Text von Celine Kempen

Bildquelle: epicantus/pixabay