Magnetfeld der Erde

BiP-Kolumne: “Das ist das Ende – Vorbereitungen auf den Weltuntergang” – Teil 8: Der Weltuntergang…und der Polsprung

Uff… einige von euch haben vielleicht bemerkt, dass ich lange nichts mehr von mir hören lassen habe. Das lag daran, dass ich mit meinem eigenen kleinen „Weltuntergang“ beschäftigt war – dem MSA 😀

Nun ist aber die letzte schriftliche Prüfung geschrieben und ich kann mich wieder voller Motivation auf die Weltuntergangskolumne stürzen.

Wie jeder von euch weiß, gibt es auf der Erde den Nord- und den Südpol, welche auch als geographische Pole bezeichnet werden. Aus dem Physikunterricht ist aber auch bekannt, dass die Erde ein Magnetfeld besitzt, das ebenfalls einen Nord- und einen Südpol hat, welche jedoch nicht mit den geographischen Polen identisch sind.

Ein weiterer Weltuntergangsmythos behauptet nun, dass es 2012 einen Polsprung mit – natürlich – katastrophalen Ausmaßen geben wird. Doch was genau passiert bei einem Polsprung? Und was ist an dem Mythos dran?

Darüber, wie das Magnetfeld entsteht, ist man sich noch nicht 100%ig einig, jedoch ist die vorherrschende Meinung, dass durch Temperaturunterschiede zwischen dem flüssigen Erdkern und dem festen Erdmantel so genannte Konvektionsströmungen entstehen. Durch die Bewegung der Erde werden diese Strömungen verwirbelt und elektrischer Strom entsteht (wie bei einem Generator), welcher wiederum das Magnetfeld aufbaut.

 

Bildquelle: Wikipedia

 

Allerdings ist das Erdmagnetfeld Schwankungen unterworfen und somit nicht ständig konstant, weshalb sich die Position der Pole immer wieder etwas ändert. Ab und zu ist die Änderung aber etwas stärker und das Magnetfeld wird schwächer und schwächer, bis es sich nach einigen tausend Jahren in umgekehrter Polarität wieder wiederaufbaut. Ein solcher „Polsprung“ kommt im Durchschnitt alle 200.000 Jahre vor.

Anhand von Satellitenbildern haben Wissenschaftler gezeigt, dass die Intensität unseres Magnetfeldes seit 1979 weltweit durchschnittlich 1,7% verloren hat. Dies deutet auf eine Umpolung in den nächsten 2000 Jahren hin – natürlich ist auch das nur geschätzt.

 

 

Bildquelle: Wikipedia

Das Magnetfeld, was uns umgibt, reicht bis weit in das Weltall hinaus, was ihr auf dem Bild sehr schön sehen könnt, auch wenn der Abstand zwischen Sonne und Erde etwas untertrieben ist. Bei einer Umpolung rückt die Magnetopause (Grenzschicht zwischen dem zur Erde gehörigen Plasma und dem Plasma des Sonnenwindes) näher an die Erde heran – und das war´s auch schon. Die Katastrophen sollen durch die kosmische Strahlung kommen, der wir durch das schwache Magnetfeld „hilflos“ ausgesetzt sind. Tja, nur schützt uns das Magnetfeld auch in geschwächtem Zustand noch genügend und selbst wenn es weg wäre, hätten wir immer noch unsere Atmosphäre, die Strahlung abfängt.

Man braucht sich also keinerlei Sorgen wegen einem Polsprung machen – falls die Welt wirklich untergehen sollte, dann nicht deswegen.

Eure BerlinImPulserin Katja

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