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Sonntags neue Gefilde – die Ipse


BiP-Reporter Louis checkt für euch die Berliner Club-Szene. An diesem Wochenende war er für euch in der Ipse!

In Berlin wird der Sonntag ja zelebriert, wie in keiner anderen Stadt. Statt Katerfrühstück, Mittagsschlaf und Tatortabend dreht hier die Feierszene nochmals auf. Afterhour, Sonntagsschoppen, Montagskrankheit, dir werden zahlreiche Gründe an den Kopf geworfen, wenn man dich überzeugen will, Gottes Feiertag außerhalb deiner Komfortzone zu genießen.

Diesen Sonntag dürstete es uns nach angenehmen Ambiente, Outdoor Feeling und Mellow House. Ruhe statt raven hieß heute die Devise, die letzte Nacht war lang. Die Wahl zwischen dem Club der Visionäre und der Ipse gewann letztere schließlich durch den günstigeren Eintritt und die Möglichkeit, Neues zu entdecken.

Gegen 14 Uhr öffneten sich die Tore und da wir eh schon seit geraumer Zeit davor rumhingen, waren wir auch die ersten Gäste. Das bescherte uns nicht nur verbilligten Eintritt (3,-), sondern auch die Chance, direkt den besten Platz der Location ausfindig zu machen und zu belegen.

Sucht man einen Afterhour Platz zum Wohlfühlen, ist man hier sicherlich richtig, zumindest solange die Sonne scheint. Direkt am Seitenarm der Spree gelegen, hat man nicht nur die Gelegenheit, die Party im direkt gegenüberliegenden Club der Visionäre zu beobachten, sondern auch die von Samstag Nacht durchgetanzten Füße im Wasser zu kühlen. Generell überzeugt in der Ipse die liebevoll angebrachte Deko sowie der Fakt, dass quasi alles aus Holz ist. Das gibt dem Ganzen nicht nur einen gewissen Natur-Touch, sondern fühlt sich auch einfach gut an.

Einmal gründlich umgeschaut, springt mir auch direkt der Leder gewordene Traum eines jeden Sitzravers ins Auge: Ein schwarzes Sofa, irgendwie plattgedrückt, freischwingend, leer. Geil. Unnötig zu sagen, dass wir unsere neugewonnene Burg die nächsten 6 Stunden gegen die immer zahlreicher hereinströmenden Gäste verteidigen wollten und somit wenig Bewegung an den Tag legten. Muss man auch nicht, wenn man gepolsterte Perfektion bewohnt.

Gegen 20 Uhr war dann auch Schluss mit Genuss, die Tanze hatte sich moderat gefüllt, der Tatort ruft und auch der Schlaf möchte sich bald mal zu Wort melden. Alles in allem bin ich sehr überzeugt, die Ipse hat sich schnell zwischen dem Chalet und dem Club der Visionäre etabliert, die Leute sind nett und der Flair stimmt.

Wer treibende Beats und Vorwärtsbewegung sucht, muss sich eventuell wo anders umschauen, doch als Sonntagsoption mit Openair-Feeling hat mich die Ipse durchaus abgeholt. Top.

 

 

Club: [ipsə]

Event: Heat Facilities Open AIR

Eintritt: 3,-

https://www.facebook.com/ipse.offline

 

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Die Alternative der Woche! mit Miike Snow

Verzauberte Tanzschuhe, Klone mit Topfschnitt und eine Kettensägen-OP, bei der blutige Schinkenstreifen fliegen… wenn das nicht schräg ist!

Miike Snow, wohlbemerkt eine Band und kein Sänger, haben nicht nur eine Vorliebe für ausgefallene Musikvideos, bei denen man sich beim ersten Schauen denkt: „Schön! Aber was hat das denn jetzt bitte mit dem Text zu tun?“. Nein, sie bringen auch reichlich Erfahrung im Musikbusiness mit, und das hört man.

Obwohl die zwei Schweden der dreiköpfigen Formation schon als Duo Bloodshy & Avant das uns allseits bekannte „Toxic“ produzierten und mit Stars wie Madonna oder Depeche Mode zusammenarbeiteten, haben sie doch den unverwechselbaren Miike Snow-Sound geschaffen – feiner, harmonischer und extrem tanzbarer Electro Pop mit einer gut dosierten Prise Piano Pop.

Im März dieses Jahres erscheint nun ihre zweite Platte „Happy To You“, von dem ich euch diese Woche die erste Single „Paddling Out“ präsentiere, absolut empfehlenswert!

Miike Snow – Paddling Out from Furlined on Vimeo.

klingt für mich nach… exzessiver Party in einer Großstadt-Metzgerei

würden sich gut verstehen mit… Foster The People, Passion Pit und Miami Horror

am besten zu hören… von der Homeparty bis zur Party im Altersheim, Hauptsache tanzen! (Natürlich ohne Kettensäge)