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Ungesunde Kurzschlüsse 

von Celine Kempen

 

Eines Schultages in einer Zehlendorfer Grundschule: Die Lehrerin fragt die Kinder, wer von ihnen mit Menschen mit Migrationshintergrund in Kontakt kommt.

Schüler 1 antwortet: “Also meine Putzfrau kommt aus Polen.”

Schülerin 2 bemerkt daraufhin: “Achso ja, meine kommt aus dem Kosovo.”

Schülerin 3: “Ich fahre mit Papa jeden Tag an einem Flüchtlingsheim vorbei und sehe die

Flüchtlinge.”

Die vierte Schülerin fragt daraufhin verwirrt die Lehrerin: ”Aber soviele Putzfrauen brauchen wir doch gar nicht, oder?”

Dieser kindliche Kurzschluss hat mich schockiert: Das Kind kennt Migranten nur als Putzkräfte und schließt daraus, dass jeder Migrant auch diese Funktion ausfüllt. Natürlich führt das zu Verwirrung bezüglich der benötigten Putzkräfte.

Ab hier wollte ich eigentlich den Wahrheitsgehalt dieser Aussage journalistsich aufdecken. Wieviele Hilfsjobs werden tatsächlich von Migranten ausgeführt? Wie verteilt sich die Konfrontation mit Flüchtlingen und Migranten auf die Bezirke? Und wie weit verbreitet ist dieses kurzschlussartige Denken bei Erwachsenen?

Bei meinem ersten Rechercheansatz tippte ich Folgendes eifrig in die Google-Leiste ein: “Wie viele Hilfsjobs werden in Deutschland von Ausländern verübt?”

Die Treffer, die sich dann auftaten, haben mich noch mehr erschüttert als die vorherige Anekdote:

 

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Einwanderer begehen öfter Verbrechen? Ausländerkriminalität? 

Ich google, wie viele Flüchtlinge Hilfsjobs annehmen und geboten wird mir das. So viel zu einer objektiven Suchmaschine. Die Logarithmen scheinen gepolt auf sehr spezielle Suchergebnisse.

Das ist für mich ungefähr genau so schlimm, wie die Presse, die vor einer “drohenden Flüchtlingswelle” warnt.

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Ich empfinde solch eine Wortwahl als Hetze. Die Basis des Journalismus wird hier verleugnet: die Neutralität. Meiner Meinung nach beschreibt der Titel “eine neue Flüchtlingswelle wird erwartet” den Artikel auf eine professionellere Art und Weise.

Sowohl diese Formulierung, die das Wort Bedrohung einschließt, als auch die Suchmaschine, die von Arbeit auf Kriminalität schließt, hat das Potenzial, Menschen negativ zu beeinflussen. Hier findet man in der Tat das Kurzschlussprinzip vom Anfang wieder. Es werden Terme miteinander assoziiert, bis sie zur Normalität werden. Dabei ist es doch gewollt und notwendig für die erfolgreiche Integration der Flüchtlinge, dass unter den Bürgern eine Stimmung herrscht, die dem „Wir schaffen das!“ von Kanzlerin Merkel entspricht.

Ich glaube, worum ich hier bitte, ist ein gewisses Maß an Reflektion. Im Besonderen liegt es mir am Herzen, dass sich die bisher durchaus positive Stimmung nicht unterkriegen lässt von der unneutralen Presse. Flüchtlinge gab es immer und wird es immer geben. Vielleicht sind es irgendwann Du und ich.

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Phänomenaler Unterricht

Finnland wird die landeseigenen Schulen reformieren. Dem Horrorwort Frontalunterricht wird in der Reform wenig Bedeutung zugemessen…

An dieser Stelle schreibt unsere Reporterin Genna-Luisa Thiele regelmäßig eine Kolumne über aktuelle Gedanken, die sie sich macht. Irgendwo zwischen Provokation, Schönmale und -Musikerei, Mitteilungswahn und Poesie sollen sich die Themen, Artikel und Dinge, die hier landen bewegen – von euch beurteilt und kommuniziert werden!

Finnland sagt nun hei hei! zur alten Schule        
Die Fächer von anno dazumal bleiben erhalten, werden jedoch nicht strikt voneinander getrennt. Die Inhalte sollen vielmehr aufeinander bezogen werden, um das Verständnis für Zusammenhänge über den Tellerrand hinaus zu ermöglichen. Unterrichtet wird weiterhin mit der Basis, die Schule seit jeher ausmacht, wobei die SchülerInnen verstärkt über die Fächergrenzen hinaus gestupst werden.

Die Bildungseinrichtungen, Lehrschaffenden und auch die finnische Bevölkerung sollen das Konzept positiv aufgenommen haben. Bereits 2016 sollen die Schulen reformiert unterrichten. An dem längeren Prozess der Reform sind jene Schulen und die Lehrerschaft ebenso beteiligt gewesen wie die Städteräte.

Über 300 Personen haben laut Ms Irmeli Halinen (Direktorin für die Weiterentwicklung des Bildungsplans) an dem neuen Lehrplan mitgewirkt. Ihre Hauptmotivation ist es, eine Umwelt zu schaffen, in der gerne und zukunftsorientiert gelernt wird.

Auf die Interessen setzen
„The Finnish National Board Of Education“ will den Interessen der SchülerInnen deshalb mehr Aufmerksamkeit widmen. Den Rahmen bilden praxisnahe Themen und nicht allein die typischen Fächer, die nur in den Grundlagen lebensverbunden sind. In diesem geplanten Teil des Konzepts bearbeiten die SchülerInnen gesonderte, auf aktuelle Phänomenen bezogene Aufgaben in größeren Gruppen.

Die Stärke, selbständig Lösungen für Probleme zu finden, rückt dabei zusammen mit anderen Kompetenzen in den Fokus. Moderne Herausforderungen wie Nachhaltigkeit, die voranschreitende Globalisierung und die Digitalisierung sind einige Beispiele für den roten Faden der Projektphase. Für den Anfang gilt der Rahmen, diesen Schwerpunkt einmal jedes Schuljahr umzusetzen.

Damit können sich SchülerInnen künftig nicht mehr auf die anleitende Stimme verlassen, die von der Tafel herüberschallt. Dafür gilt es, sich mehr denn je als Teil einer funktionierenden Gemeinschaft zu fühlen, in der jeder seinen Platz und seine Daseinsberechtigung hat.

Ein ganzeinheitliches Bildungsbild        
Frau Halinen sagt in ihrem Statementvideo klar, dass Können in Mathe und Co. essentiell ist. Aber es reiche eben nicht aus. Zur erfolgreichen Bildung eines jeden Bürgers in Finnland gehören ebenso Werte und eine gute Haltung, Willenskraft und die Fähigkeit,  sich das eigene Wissen und die Einzigartigkeit zu Nutze zu machen: im alltäglichen Leben, für die Gemeinschaft und um die Welt als Ganzen zu verstehen.

Die sieben Kernkompetenzen
Für die Reform haben sie gemeinsam sieben unverzichtbare Kernkompetenzen festgehalten:

  1. Über das Lernen nachdenken können und die eigene Lernkraft erkennen.
  2. Achtsam mit sich selbst umgehen.
  3. Den Alltag gut bewältigen können.
  4. Kulturelle Kompetenz und sich artikulieren können
  5. IT-Verständnis
  6. Unternehmertum
  7. Eine nachhaltige Umwelt schaffen

Kann man das ernst nehmen?
Man kann jetzt zweifeln, ob die das schaffen, auch wenn Testläufe viel versprechen. Kann sich bedroht fühlen von dem plötzlichen Aufschrei in den Medien. Kann auf andere Länder verweisen, wo alles noch soviel schlechter ist, auf Orte ohne Schulen oder dunkle Flecken auf der Landkarte, wo lernen in Gefahr leben bedeutet.

Man kann aber auch dankbar sein. Dankbar dafür, dass die obere Instanz der finnischen Bildung auf die Kritik hört, die an dem Schulsystem in ihrem Land laut geübt wurde. Diese Aktion formt mein das Gefühl: so eine aktive Bildungsministerin wünsche ich mir auch.

Es war nicht alles schlecht                                        
…doch mehr schlecht als recht, wenn ich mich an meiner Oberstufenzeit zurückerinnere. Eine Bildung, die ihre Wurzeln in dem industriellen 19. Jahrhundert schlägt, heute noch so strikt zu unterrichten – nur in verkürzter Zeit und in übervollen Klassen – ist keine Bildung, die sich die Mehrheit der Lernenden (und Lehrenden) wünscht. Dieser Eindruck entstand auch hierzulande mit dem Tweet einer siebzehnjährigen Schülerin über den mangelnden Nutzen ihrer Ausbildung. Bis auf die öffentliche Debatte aber ist davon noch nichts in die Praxis gelangt.

Vorreiter Europas: der skandinavische Norden                        
Manchmal habe ich mich schon gewundert, warum mich Skandinavien beeindruckt. Weshalb die Dänen Jahr für Jahr als die weltglücklichsten Menschen bezeichnet werden. Ich habe auch pflichtbewusst an mein rostiges Fahrrad im Keller gedacht, als Kopenhagen zur Hauptstadt der umweltbewussten Fahrradfahrer wurde.

Bewunderte im Studium die schwedische Bevölkerung dafür, gemeinschaftlich monatelangem Dunkel zu trotzen und staunte, dass mich ihre Sprache allein irgendwie entspannt. Habe stumm und andächtig registriert, dass ein dänischer Professor das Fach Pornografie an allen öffentlichen Oberschulen vorschlägt und wahrscheinlich durchsetzt. Ziel: Kindern als Aufklärung in der Schule Pornos zeigen, um so sagen: so geht echter Sex nicht.

Finnland auf dem Radar
Als ehemaliger Guide für Junggesellenabschiede war mein einziger finnischer Berührungspunkt bisher eine Gruppe à zwanzig Finnen in einem Steak&Strip-Restaurant. Nach diesem Abend habe ich mich mit diesem Land nicht weiter beschäftigt. Die Flüche meiner Mitstudis über die komplizierte finnische Sprache und Grammatik in den Nordeuropastudien haben mich in meinem Desinteresse eher weiter bestätigt.
Bis jetzt.

Der oben angeführte Artikel wurde nachträglich aktualisiert, nachdem sich die deutschen Medienquellen als fehlerhaft herausgestellt haben. An der Meinung der Autorin zu der Bildung in Deutschland und an dem Daumen hoch zu der Idee Finnlands hat sich jedoch nichts geändert.

Hier gehts zu Gennas facebook-Kolumne! 

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Penkkarit – Süßigkeiten am laufenden Band…

Heute ist ein besonderer Tag an unserer Schule – Penkkarit, der Tag, an dem die Abiturienten gehen. Ich halte euch hier auf dem laufenden, was das so alles heißt…

Von Benjamin Lewerenz / Helsinki

Aber zunächst, wo bin bin ich überhaupt? Ich bin für ein Jahr Schule in Finnland – genauer gesagt, in Helsinki. Und die Abiturienten haben heute ihren letzten Tag, und das wird natürlich gebührend gefeiert!

8:30 — die Schule beginnt ganz normal, nur eine Handvoll merkwürdig verkleideter Abiturienten läuft herum…

8:54 — die ersten Abiturienten stören den Kurs, indem sie an die Tür klopfen, um Süßigkeiten in den Raum zu schmeißen.

9:10 — die Abigaala beginnt. Die besten und interessantes Schüler des Jahrganges geehrt…

9:27 — relativ unspektakuläre Show. Eigentlich nur Name, danke, mit Süßigkeiten abwerfen, der nächste bitte.

9:35 — mittlerweile sind alle an der selben Stelle und machen Party. Video kommt später.

10:15 — wir müssen in unsere Klasse. Aussicht auf geregelten Unterricht gleich Null…

10:30 — die Lehrerin hat den Unterricht aufgegeben und ich spiele deutsche Musik vor und erzähle vom deutschen Karneval.

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Ausbeute von nur dieser Stunde ist hervorragend. Vorige Süßigkeiten sind noch nicht mal mit dabei…

11:46 — die Abis haben ihre LKWs bestiegen und machen sich jetzt auf dem Weg. Wohin? Keine Ahnung! Aber ich bleibe dran und Folge mit den öffentlichen!

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Vorweihnachtszeit in Finnland…

Der Weihnachtsmann ist keine Erfindung von CocaCola, sondern eine aus Finnland… Wie also wird man im Lande des Weihnachtsmannes auf Weihnachten eingestellt? Nun, um es vorweg zu nehmen, nicht so gut wie in Deutschland.
Denn die Deutschen sind die Weltmeister in der Vorweihnachtsstimmung. Auch wenn jetzt die Konsumkritiker wieder aufmucken: „Ja, aber das auch nur weil die Konzerne uns mit Weihnachtsspots drauf einstimmen und alles Verweihnachtet wird“. Durchaus richtig, deutsche Vorweihnachtszeit ist unglaublich konsumorientiert (z.B. Weihnachtsmarkt), verbunden mit einer Handvoll Traditionen für die ganze Familie.
Das mag jetzt mürrisch und knapp bringen, aber weil es jetzt nicht um Deutschland gehen soll, wollte ich mich auf das wesentliche konzentrieren. Soll am Ende nicht heißen, dass ich die Vorweihnachtszeit gerade in Deutschland nicht von ganzem Herzen liebe! Wirklich!
Die Finnen können den Deutschen in Sachen Vorweihnachtszeit auch nicht wirklich das Handtuch reichen, wir Deutschen sind einfach ungeschlagen. Obwohl die Finnen von Natur aus einen großen Vorteil haben: Schnee! Im Norden mehr, im Süden weniger. Aber immer mit Garantie.
Hier in Helsinki hatte ich diesen Winter zweimal deutschen Winter. Ich habe mich total gefreut, bis mich die Finnen auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt haben und meinten: Öhm, das war noch kein Winter. Das war ein bisschen Schnee. Winter gibt es schon im Norden – und mit Norden meine ich alles nördlich von Helsinki und ungefähr 100 Kilometer von der Küste entfernt. Denn da liegt schon sehr sehr viel Schnee und der Weg zur Schule wird auf Skiern zurückgelegt. Klingt komisch, ist aber so. Weckt einen am Morgen wohl auch gleich auf, was besonders wichtig ist, weil man hier ja kaum noch Sonne hat.

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Aber ja, wie bekommen die Finnen sonst noch Weihnachtslust? Im Prinzip kann man das auf Sachen runterbrechen: Musik, Kerzen und Pikkujoulut.
1. Musik Continue reading

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Das erste Viertel

Lokführer streiken in Deutschland- alles liegt lahm. Meine Freunde regen sich auf, bilden Fahrgemeinschaften. Lese ich in der Bahn in Richtung Innenstadt. Es wirkt irgendwie so weit weg. Dabei bin ich doch noch gar nicht lange hier. Nur zweieinhalb Monate. Aber immerhin ist damit das erste Viertel meiner Zeit hier schon vorbei…

… Leider, muss ich sagen. Denn ich möchte hier wirklich nicht mehr weg. Aber warum eigentlich? Ich weiß es nicht. Ja, gut – ich habe eine Vorliebe für Städte, die eigentlich nicht liebenswert sind. Meine erste große (Städte)Liebe war Berlin. Groß, anonym, gefährlich usw. Es gibt so viele negative Klischees über Berlin. Trotzdem ist diese Stadt meine Heimat.

Aber jetzt, hier in Helsinki, verhält es sich ganz ähnlich. Ich habe Helsinki bis jetzt nur im Herbst erlebt – also kalt und verregnet, grau. Helsinki ist unemotional wie seine Bewohner. Anonym. Jeder geht seine Wege, Kontakt mit anderen wird vermieden; man ist halt Finnisch. Selbst Linnanmäki, der Freizeitpark, liegt still und star neben der Eisenbahngleisen. Klar, wer würde bei diesem Scheißwetter denn auch in den Freizeitpark gehen?

Außer mir wahrscheinlich die ganzen anderen Bekloppten, die hier leben. Die Finnen sind, auch wenn sie es nie zugeben würden, total liebe Menschen. Sie wirken immer sehr kühl und abweisend auf den Rest Europas (ich übrigens auch schon), aber das auch nur, weil die Finnen sehr darauf bedacht sind, ihre Umgebung nicht mit ihrer schlechten Laune zu stören bzw. Menschen mit schlechter Laune nicht mit ihrer guten Laune zu belästigen. Es wird ja schließlich einen Grund für die schlechte Laune geben.

Nun sind die Finnen genau deswegen sehr schüchtern. Sie möchten keinen schlechten Eindruck machen – immer perfekt sein. Sie sprechen perfekt Englisch, hören einen anderen Finnen sehr gut Englisch reden und sind beeindruckt. Hat zur Folge, dass sie beim nächsten Gespräch, dass sie auf Englisch führen müssen, sich für ihr schlechtes Englisch entschuldigen. Vor mir, der im Englisch-Abi mit Ach und Krach eine Drei bekommen hat…

Finnen sind ungeheuer stolz auf ihr Land und darauf, Finnen zu sein – können aber nicht verstehen, warum man hierher kommen sollte. Finnland habe ja nichts, heißt es dann immer. Das denken ja auch die Deutschen, sonst würde man ja nicht immer so schockiert reagieren, wenn ich erzähle, ich bin in Finnland. Sicher hatte ich vorher auch meine Bilder im Kopf. Hier habe ich festgestellt, das ist es nicht.

Finnland ist unglaublich schön. Allerdings ist es eine versteckte Schönheit. Die man hier auch für sich behalten haben will… Deswegen verziehen sich die Finnen im Sommer (wenn die ganzen Touristen kommen) auch in ihre einsamen Sommerhäuser. Denn es gibt für Finnen exakt drei Gruppen von Menschen: enge Freunde, Freunde und den Rest. Mit dem Rest möchte man eigentlich nichts zu tun haben, der existiert nicht, wird ignoriert.

Landschaft

Man muss schon einen guten Grund haben, um mit einem Fremden Kontakt aufzunehmen. Die Standardfrage im ersten Gespräch war immer: warum Finnland? Nun, ich wusste es lange selber nicht. Es war einfach eine spontane Entscheidung aus dem Bauch heraus. Aber mittlerweile kann ich es euch erklären.

1) Die Natur

Auch wenn ich in Helsinki lebe, ist es nicht weit, bis ich in der Natur bin. Streng genommen muss ich nur den Bus nehmen und nach 30 Minuten bin ich im größten Dorf Finnlands (ja, sie sind stolz auf diesen Titel) und damit in der Natur. Und die Landschaften sind wirklich wunderschön. Aber seht selbst…

2) Das Wetter

Es ist Anfang November und ich habe in Helsinki(!) schon mehr Schnee gehabt als im gesamten vergangenen Winter in Deutschland. Und dabei kommt Helsinki immer recht schlecht mit Schnee weg. Eine Freundin, die ein Stück weiter im Norden lebt, schickte mir folgendes Bild… Einfach nur wunderschön…

3) Die Sauna

Damit meine ich echte Sauna, nicht die deutsche Interpretation. Besonders wenn es draußen kalt ist, gibt es nichts Schöneres als die Sauna. Manch einem scheint es ein wenig extrem, nachdem man draußen (-4 Grad) war direkt in die Sauna zu gehen (unter Umständen 90 Grad). Aber es hilft einem stark gegen den Herbst-Blues…

Finnland ist sicher kein klassisches Land, dass man wählt, für ein Auslandsjahr. Aus vielen Gründen. Es ist speziell, hat eine komplizierte Sprache und macht es Neuankömmlingen nicht besonders einfach. Dazu kommt, dass es nicht mal 2000 Kilometer von Deutschland ist.

Also, warum zur Hölle sollte man herkommen? Eben genau deswegen. Es ist anders. Komplett. Menschlich, landschaftlich und klimatechnisch. Eine Bastion der Unabhängigkeit inmitten einer einheitlichen Welt. Und darauf ist es stolz – und vollkommen zurecht. Denn auch wenn in Deutschland die Welt untergeht, tollen wir hier in Finnland noch im Schnee rum. Denn Deutschland ist so nah dran – aber so weit weg!

 

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WTF soll ich werden?

Schule fertig und kein Plan, was dann? Berufsorientierung mal anders – ein Knetfilm vom Medienkompetenzzentrum Medienetage in Berlin Treptow-Köpenick.

 

Wat macht n eijentlisch n Fußballer, wenn er mal nich mehr loofen kann? Berufe checken! Noch ein Knetfilm vom Medienkompetenzzentrum Medienetage in Berlin Treptow-Köpenick.

© Susie Knoll / SPD

“Die Jugend ist unsere Zukunft..” Was die SPD nach der Wahl mit uns so vor hat! Der BiP Parteien-Check!

 

Im September ist Bundestagswahl, dann dürfen alle ab 18 offiziell wählen, und alle Jüngeren bei der U18-Wahl ihre Stimme abgeben. Aber für wen? BerlinImPuls hat für euch gecheckt, was die großen Parteien für die Jugendlichen machen. Spielen wir eigentlich eine Rolle? Heute beschäftigen wir uns mal mit der zweiten großen Volkspartei – der SPD…

von Benjamin Lewerenz

Alle Signale auf Angriff – denn die Opposition will zurück an die Macht. Das bedeutet, die SPD sollte alles besser machen als die CDU/CSU. Und sich um uns (zukünftige) Wähler bemühen. Dementsprechend werden wir uns heute mal die SPD anschauen und überprüfen, was Peer Steinbrück  mit uns vorhat, wenn er Kanzler ist. Aber lest selbst:

CHECK NR. 1: Das Regierungsprogramm

© Susie Knoll / SPD

© Susie Knoll / SPD

Ich muss ehrlich zugeben: Ich war positiv überrascht vom Regierungsprogramm der SPD. Denn beginnen tut das Programm mit einer sehr allgemeinen Einleitung – die genauso viele (und fast dieselben) Floskeln enthält wie das Regierungsprogramm der CDU/CSU. ABER: dann kam Besserung!

So erklärt die SPD, dass man die „Gesamtstrategie für ein gutes Aufwachsen junger Menschen unter Einbeziehung aller relevanten Politikfelder und föderalen Ebenen entwickeln“ wolle. Im nächsten Satz wird auf Deutsch erklärt, dass das „Bundesjugendkuratorium 2009“ einen Plan ausgearbeitet hat, den die SPD umsetzen will. „Das sind Schutz- und Unterstützungspolitik, Befähigungspolitik, Teilhabepolitik und Generationenpolitik.“

Außerdem erklärt die SPD, dass man das Wahlalter auf 16 Jahre senken will, damit die „junge(n) Menschen als gleichberechtigte Partnerinnen und Partner“ anerkannt werden. Im selben Absatz wird dann zwar wieder abgefloskelt, dass man „diesen Dialog suchen und führen und hierfür entsprechende Strukturen zur Verfügung stellen“ wolle. Schade – die Idee war gut.

Die SPD scheint in Feierlaune zu sein, legt noch einen drauf und erklärt anschließend auch noch, dass man „gesellschaftspolitisches Engagement in Vereinen und Verbänden bei der Bemessung der Förderzeiten im Rahmen des BAföG dem hochschulpolitischen Engagement gleichstellen“ wolle. Ob das jetzt bedeutet, dass man mehr BAföG bekommt wenn man neben dem Studium engagiert ist oder ob man für Engagement BAföG bekommt, steht leider nicht drin.

Besonders lobenswert finde ich den Gedanken der SPD, die Kinderrechtskonvention der UN im Grundgesetz zu verankern. Eine sehr gute Idee – das da noch keiner vorher drauf gekommen ist…

Damit verbunden ist auch die Forderung, „die strafrechtliche Verfolgbarkeit von Kindesmissbrauch durch Verlängerung der strafrechtlichen Ruhens- und Verjährungsfristen ausweiten“. Außerdem sollen Präventionskonzepte und -maßnahmen gefördert werden.

Unterm Strich bleibt mir nur zu sagen: Herzlichen Glückwunsch SPD, im Wahlprogramm habt Ihr schon mal sehr vieles richtig gemacht. Wenig Floskeln, viele konkrete Pläne, bleibt nur noch abzuwarten, was genau davon auch umgesetzt wird…

 CHECK NR.2: Die persönliche Stellungnahme

Zunächst einmal: HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH SPD! Ihr erkennt (Im Gegensatz zur CDU/CSU) wenn man euch zweimal die selbe Frage stellt. Juhu!

Genau wie beim Check der CDU/CSU habe ich auch der SPD per E-Mail drei Fragen gestellt. Alle drei Fragen beziehen sich auf das Regierungsprogramm und vertiefen noch mal bestimmte Aspekte. Und in der Mail der SPD antwortet man mir auf die Frage, was sie denn z.B. konkret für uns Jugendliche machen wollen, dieses hier:

  • Wir wollen Bildung von der Kita bis zur Hochschule gebührenfrei machen
  • Wir wollen Ganztagsschulen bedarfsgerecht und flächendeckend ausbauen und spätestens 2020 einen Rechtsanspruch auf einen Ganztagsschulplatz für alle Schulformen verwirklichen
  • Wir wollen das Wahlalter bei Kommunal-, Landes- und Bundestagswahlen auf 16 Jahre absenken
  • Wir wollen mit einer Berufsausbildungsgarantie jedem jungen Menschen eine klare und vollwertige Qualifizierungsperspektive geben
  • Wir wollen das Bafög bedarfsgerecht weiter entwickeln und mit einem leistungsfähigen Schüler-Bafög dafür sorgen, dass der Schulbesuch bis zum Abitur nicht am mangelnden Geld scheitert

Toll, oder? Die Sache hat nur einen Haken: Das alles stand schon im Regierungsprogramm genommen – gefragt hatte ich sie aber, was sie noch für Jugendliche machen wollen… Schade, hier hat die SPD ein wenig geschlafen. Und das zieht sich so durch die gesamte Stellungnahme. Auf explizite Verständnisfragen werden mir Textschnipsel aus dem Regierungsprogramm hingeschmissen – und ich bin genauso schlau wie vorher.

Unterm Strich macht die SPD in ihrer Stellungnahme genau da weiter, wo sie im Parteiprogramm aufgehört hat – nur ein paar kleine Fehler erlaubt sie sich.

FAZIT

Alles im Allen hat die SPD also eine Menge vor mit der Jugend und erklärt haargenau wie sie das umsetzen möchte. Gleichzeitig klingen die Versprechen sehr gut – ich werde aber das Bauchgefühl nicht los, das es alles nur lose Wahlversprechen bleiben… Aber das was auf dem Papier steht, ist ganz ohne Frage hervorragend und lässt die SPD sehr gut dastehen.

 

Der SPD-Check:

Umsetzbarkeit: Sehr gut
Hohle Phrasen-Dichte: Niedrig
Populismus: Stellenweise
Qualität der Ideen: Sehr gut
Regierungsprogramm: Beeindruckend
Reaktion der Partei: Mal so, mal so

bbroianigo  / pixelio.de

„Praktisches Praktikum“ – Mit Praktika zum richtigen Beruf

 

Immer wieder wird einem gesagt, dass man nicht für die Schule lernt, sondern für das Leben. Doch all das Lernen kann einen nur begrenzt auf das Berufsleben vorbereiten. Angehäuftes Wissen hilft einem nicht bei den zahlreichen Entscheidungen, die man auf dem Weg in den Beruf treffen muss. Praktika sind daher eine gute Gelegenheit, sich schon in der Schulzeit zu informieren und zu orientieren.

von Katja Niklas

Der Schulabschluss. Viele Jugendliche arbeiten darauf und auf einen guten Durchschnitt hin, damit sie bei der Arbeitssuche möglichst gute Chancen haben. Aber irgendwann hat man das Abitur in der Tasche und fragt sich „Und nun?“. Studieren. Aber was? Duales Studium oder Universitätsstudium? Oder doch lieber eine Ausbildung? Aber was? Und bei wem? Wie soll man all diese Fragen beantworten, wenn man bisher von keiner der Möglichkeiten einen Einblick bekommen hat?

Bildquelle: bbroianigo / pixelio.de

Praktika sind die Lösung, denn entgegen geläufiger Klischees bestehen sie nicht nur aus Kaffee holen, dem Kopieren von Dokumenten und dem Sortieren von Akten.

Hier also 3 gute Gründe für ein Praktikum:

1.) Man kann sich beruflich orientieren

Während einem Praktikum bekommt man Einblicke in ein Unternehmen, kann Gespräche mit Mitarbeitern und Auszubildenden führen und sich so ein Bild über den Arbeitsalltag machen.

„Sie schnuppern in zukunftsorientierte Ausbildungs- und Studienberufe hinein. Sie packen selbst mit an erfahren so, ob Ihre Vorstellung von einem Beruf mit der Wirklichkeit übereinstimmt. Sie bekommen von Fachexperten oder Auszubildenden Infos aus erster Hand und finden ein offenes Ohr für alle Ihre Fragen. Sie können sich über Einstiegsmöglichkeiten bei uns informieren und erste Kontakte knüpfen.“

Mit diesen Angeboten wirbt Bosch für ein Schülerpraktikum im Unternehmen.

 

2.) Praktika bessern den Lebenslauf auf

Praktika zeigen, dass man sich bereits informiert hat und bereit ist, Zeit zu investieren, um ideal auf den Berufseinstieg vorbereitet zu sein.

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Bildquelle: lichtkunst.73 / pixelio.de

Praktika sind aus diesem Grund nicht nur für Schüler wichtig, sondern auch für die Unternehmen. Viele Unternehmen bieten Ausbildungen und Duale Studiengänge an und haben ein großes Interesse daran, dass die Schüler genau wissen, was sie von der Ausbildung/dem Studium zu erwarten haben und nicht nach kurzer Zeit abbrechen, weil ihre Erwartungen an den Fachbereich enttäuscht wurden. Von daher bieten immer mehr Unternehmen explizit Schülerpraktika an und versuchen, diese interessant und spannend zu gestalten und Schüler für ihr Unternehmen zu begeistern.

Auch Siemens wirbt auf seiner Webseite für ein Schülerpraktikum: „Im Rahmen eines Schülerpraktikums erlangen Sie einen ersten Einblick in die Arbeitswelt und können in die technischen bzw. kaufmännischen Arbeiten hineinschnuppern. Bei Aufgaben, die Sie zum Teil selbstständig lösen dürfen, sammeln Sie erste Erfahrungen in einem der zahlreichen Arbeitsgebiete der Siemens AG. Nutzen Sie das Praktikum als Ihre persönliche Chance, das von Ihnen bevorzugte Arbeitsgebiet vorab kennen zu lernen. Durch ein Praktikum zeigen Sie Ihrem zukünftigen Arbeitgeber, dass Sie bereits während der Schulzeit Interesse an der Praxis gezeigt haben und Engagement für das spätere Arbeitsleben mitbringen.“

 

3.) Ein Praktikum verbessert die Chancen auf eine Einstellung

Wenn ein Unternehmen in den Bewerbungsunterlagen sieht, dass man bei ihnen schon ein Praktikum absolviert hat, kann es davon ausgehen, dass man über das Unternehmen auch etwas weiß. Womöglich erinnern sie sich sogar an einen und den positiven Eindruck, den man hinterlassen hat. So weist die Sparkasse explizit darauf hin, dass ein Schülerpraktikum bei ihnen „Bessere Chancen bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz“ bringt.

 

Praktika erfüllen also viele Nutzen und sind  für beide Seiten, Schüler und Unternehmen, oftmals ein Gewinn. Man kann sich beruflich orientieren, eine schon getroffene Wahl überprüfen oder dem zukünftigen Arbeitseber einfach nur zeigen, dass man weiß, was man möchte. Praktisch, das Praktikum! Oder was sind eure Erfahrungen?

 

 

Quelle: Bundesregierung/ Guido Bergmann

„Die Jugend ist unsere Zukunft..“ Was die CDU/CSU nach der Wahl mit uns so vor hat! Der BiP Parteien-Check!

 

 

Im September ist Bundestagswahl, dann dürfen alle ab 18 offiziell wählen, und alle Jüngeren bei der U18-Wahl ihre Stimme abgeben. Aber für wen? BerlinImPuls hat für euch gecheckt, was die großen Parteien für die Jugendlichen machen. Spielen wir eigentlich eine Rolle? Den Anfang machen wir mit der CDU/CSU…

von Benjamin Lewerenz

Quelle: Bundesregierung/ Guido Bergmann

Quelle: Bundesregierung/ Guido Bergmann

Die CDU/CSU ist der größte Anwärter auf die neue Regierung, denn sie stellen mit Angela Merkel bereits seit 2005 die Kanzlerin (die laut DeutschlandTrend von Infratest dimap nebenbei auch noch die beliebteste deutsche Politikerin ist). Für uns ist das die spannendste Partei – denn wer weiß, vielleicht ist Merkel in der nächsten Legislaturperiode wieder Kanzlerin.

Für unseren CDU/CSU-Check haben wir uns zuerst das Regierungsprogramm angeschaut und anschließend bei der CDU nachgehakt, was sie konkret nach einem Wahlsieg für Jugendliche in Deutschland tun wollen. Und das kam dabei raus:

CHECK NR. 1: Das Regierungsprogramm

„CDU und CSU wollen weiter Anwalt der Jugend sein“ – das steht im Regierungsprogramm beider Parteien. Das klingt sehr gut, wird allerdings im Regierungsprogramm nicht weiter erklärt. Es wird insgesamt nur an wenigen Stellen auf die Jugendarbeit eingegangen – aber das wenige will ich euch nicht vorenthalten. Zunächst einmal erklärt die CDU/CSU folgendes:

„Wir wollen die Unterstützung für Kinder von seelisch oder körperlich chronisch kranken Eltern verbessern. Eine Möglichkeit kann hier in der Förderung von Patenschaftsprogrammen bestehen.“

Wie das konkret aussehen soll wird ebenfalls nicht erklärt.

Außerdem soll der „Kinderhilfe- und Jugendplan“ weiter gestärkt und ausgebaut werden. Im Regierungsprogramm heißt es hierzu:

„Wir werden auch in den kommenden Jahren die vielfältige Jugendarbeit in den Jugendverbänden, den Jugendringen der offenen Jugendarbeit, der kommunalen Jugendarbeit und den Jugendbildungsstätten sowie beim internationalen Jugendaustausch unterstützen.“

Damit wollen Sie das Interesse der Jugendlichen an der Politik/Demokratie wecken, da man sich in einer Jugendorganisation immer demokratisch organisieren kann. Jetzt wollt ihr wahrscheinlich mehr über den „Kinderhilfe- und Jugendplan“ erfahren? Das tut mir leid – mehr steht im Regierungsprogramm nicht, auch nicht wie diese Unterstützung (beispielsweise finanziell) aussehen soll.

Unterm Strich bleibt zu sagen, dass das Regierungsprogramm 128 Seiten enthält mit… eigentlich nichts konkretem. Mein Eindruck: Viele Worte, nichts konkretes.

CHECK NR. 2: Die persönliche Stellungnahme

Cducsu_fraktion_logo_rgb.svgDa im Regierungsprogramm nichts genaues steht, habe ich mich mit einer E-Mail an die Parteizentrale der CDU gewendet und dort nachgehakt. Es kam auch eine Antwort – unter anderem auf die Frage was genau man für Jugendliche im Falle einer Wiederwahl tun möchte. Dabei erklärte man mir, dass CDU und CSU eine „Eigenständige Jugendpolitik“ verfolgt und dabei in den nächsten vier Jahren vier Schwerpunkte setzen möchte „. Ich habe die hier mal ein wenig umformuliert:

  1. Digitale Medien und Medienkompetenz
    Darauf liegt das Hauptaugenmerk der konservativen Parteien, die sich dafür einsetzen wollen, dass umfangreiche Informations- und Beratungsangebote für Jugendliche geschaffen werden. Dadurch soll Jugendlichen ein kompetenter Umgang mit (den neuen) Medien ermöglicht werden, aber auch vor den Gefahren und Risiken gewarnt werden.
  2. Kulturelle Bildung
    Auf diesen Punkt wurde zwar hingewiesen, was genau damit gemeint ist, wurde (natürlich) nicht weiter erläutert. Lediglich folgende Erklärung wurde mir gegeben: „Zudem werden wir ein „Praxishandbuch kulturelle Bildung“ erarbeiten lassen, das in den Städten und Gemeinden in der kulturellen Bildungsarbeit eingesetzt werden kann.“. Aha. Soso.
  3. Beteiligung Jugendlicher
    „Die Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung sind mittlerweile vielfältig und machtvoll, wie man an diversen Volksbegehren und Unterschriftenaktionen sehen kann. Allerdings möchte die CDU/CSU im Falle der Wiederwahl auch die Möglichkeiten stärken, mit denen sich Jugendliche beteiligen können – besonders bei Projekten, durch die Sie direkt betroffen sind.“ Schöne Phrase – was es bedeutet wurde mir auch hier nicht weiter gesagt.
  4. Eine eigenständige Jugendpolitik im nationalen und im europäischen Kontext
    Klingt zunächst einmal sehr komisch, ist aber einfach erklärt: Es gibt ja mittlerweile durch das Erasmusprogramm die Möglichkeit, Teile des Studiums im Ausland zu machen. Und Ziel der CDU/CSU ist es, so erklärte die Parteizentrale, auch „Teile der Ausbildung im Ausland zu verbringen“. Was daran neu ist und wie sich genau verbessern soll – keine Angabe.

Außerdem möchte die CDU/CSU nach einem Wahlsieg den Jugendlichen „einen guten Übergang von der Schule in die Ausbildung“ ermöglichen, indem man die Berufsorierntierung an den Schulen ausbaut. Auch sollen mehr Praktika während der Schulzeit angeboten werden. Ob das eine berechtigte Idee ist? Das Thema Schule ist ja bekanntermaßen Sache der Bundesländer, die Wahl bezieht sich aber auf die gesamte Bundesrepublik.

Übrigens, in der E-Mail habe ich dann doch noch eine konkrete Sache gefunden. So erklärte mir die CDU-Parteizentrale:

„Damit jeder Studierwillige nach der Schule einen Studienplatz bekommt, nehmen CDU und CSU sehr viel Geld in die Hand: Zwischen 2011 und 2015 werden 650.000 zusätzliche Studienplätze benötigt. Hierfür stellt die unionsgeführte Bundesregierung bis 2015 allein rund 7 Milliarden Euro zur Verfügung.“

Puh. Da haben sie aber Glück gehabt. So viele Ideen und kluge Worte – und wenigstens eine konkrete Ansage.

Unterm Strich kann stelle ich also auch beim Check Nr. 2 – der Stellungnahme fest, dass die CDU mehr mit Phrasen um sich wirft als konkrete Ideen vorzuschlagen.

FAZIT

Alles im Allen hat die CDU also eine Menge vor mit der Jugend, auch wenn sie nicht sagt, wie sie das machen wollen. Gleichzeitig klingen die Versprechen, die sie geben sehr gut und wären wahrscheinlich sogar umsetzbar… Aber wirklich gut und vertrauenswürdig sieht die CDU/CSU hierbei nicht aus.

 

Der CDU/CSU-Check:

Umsetzbarkeit: Keine Angaben
Hohle Phrasen-Dichte: Stellenweise sehr hoch
Populismus: So naja…
Qualität der Ideen: Ganz gut
Regierungsprogramm: Papierverschwendung
Reaktion der Partei: Miserabel

Bild dir deine eigene Meinung!

Webseite der CDU

Webseite der CSU

Das Regierungsprogramm der CDU/CSU

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Zeugnisse auf Wunsch – Einser ganz leicht gemacht

 

Wieder nur ne 3 in Mathe und in Deutsch bist Du auch nicht besser geworden?

Bald kommen die neuen Zeugnisse und dann kann es schnell passieren, dass es zu Hause Ärger gibt. BerlinImPuls hilft!

Wir haben uns gedacht: Da muss sich etwas ändern. Sofort! Also ist ein Team von BerlinImPuls auf die Straße, um schöne(re) Zeugnisse zu verteilen. Zeugnisse, die glücklich machen. Aber auch verwirren…

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Pornos gucken? Die Redaktion diskutiert…

Das mit den Pornos is ja so ne Sache. Alle kennen welche, aber irgendwie ist es ein Tabu. Oder doch nicht? Und: Sind Pornos Jungs-Sache oder genauso was für Mädchen? Unsere BerlinImPuls Reporter Tara, Patricia, Roberta, Caro und Djamal haben über Pornos diskutiert und wir haben einfach mal die Kamera mitlaufen lassen… Was denkt Ihr über Pornos?

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Wer abschreibt…wird Minister.

 

Artikelbild: Petra Bork  / pixelio.de

Artikelbild: Petra Bork / pixelio.de

Hach, wäre ich doch noch mal in der 6. Klasse! Da beschränkten sich die Probleme, die einen beschäftigten, noch auf das Umfeld. Heute, wo ich im ersten Jahr der Abiturphase bin, sieht die Welt schon ganz anders aus. Denn obwohl ich weiß, dass ich die Welt nicht groß verändern kann, fühle ich mich unter Druck gesetzt.

Wo soll ich anfangen, sobald ich mein Abitur habe? Soll ich einen Flughafen bauen, eine Oper renovieren, den S-Bahn-Verkehr organisieren oder lieber das Schulsystem überarbeiten? Schon der Gedanke an einige der Pannen kann einen in die Verzweiflung treiben.

Beim Schulsystem ist vermutlich noch am meisten zu retten. Am wichtigsten wäre es, hier bei Entscheidungen mal die zu fragen, die es auch betrifft: Schüler und Lehrer. Wen wundert es denn, dass viele Schüler so unmotiviert sind? Sie wissen genau: Die Rahmenpläne sind teilweise nicht zu schaffen, weil einfach zu viel in zu kurzer Zeit erwartet wird. Das Berliner Abitur ist nicht so viel wert wie ein Bayrisches. Von den Referendaren wird erwartet, dass sie größtenteils Gruppen- bzw. Partnerarbeit machen, obwohl uns Schülern die schon zum Halse raushängt.

Zu all dem kommen dann aber noch sogenannte „Vorbilder“: In der Wirtschaft sieht man, dass die, die den größten Mist bauen, oftmals mit am besten bezahlt werden und unter Politikern findet sich in letzter Zeit öfter mal jemand, dem „aus Versehen“ einige Plagiate in die Doktorarbeit gerutscht sind.,Der aktuellste und für mich als Schülerin empörendste Fall ist wohl die ehemalige Bildungsministerin Annette Schavan. Lasst euch das mal auf der Zunge zergehen: Die BILDUNGSministerin hat vermutlich ABGESCHRIEBEN……und uns Schülern gibt man eine 6, wenn wir die Hausaufgaben abschreiben – obwohl wir für gemachte Hausaufgaben nicht mal einen Titel bekommen. Obwohl man bei uns auch nicht immer sicher sein kann, dass wir abgeschrieben und nicht stattdessen zusammen zu dem Ergebnis gekommen sind, da man uns ja kein ausgiebiges Prüfungsverfahren zubilligt.

Andererseits hat man so ein Ziel vor Augen – wenn in der Welt alles perfekt wäre, würde das Leben langweilig sein. Vielleicht würde ich mich sogar etwas nutzlos fühlen 😀

 

Eure BerlinImPulserin Katja

Artikelbild: Petra Bork  / pixelio.de

doodle

„Ich hab kein Smartphone. Hast du eins oder hat es dich?“

Blackberry. Samsung. Apple. Motorolla. Sony Ericsson. Nokia. Du kannst telefonieren. Du kannst SMS schreiben. Du kannst ins Internet. Du kannst reinsprechen und es spricht zurück. Du kannst alles. Unterwegs.

Ist es nicht nervig, wenn du mit jemanden sprichst und er spielt Doodle Jump während du ihn bittest, dir die Chemiehausaufgaben zu erklären? Hast du dir schon mal überlegt, ob es nicht total unnatürlich ist, dein Leben von einem „Androiden“ steuern zu lassen?

In unserem Zeitalter machen wir nicht mehr so viel natürliches, aber übersteigt das Rumgematsche auf einer Plastikscheibe nicht deine eigene Persönlichkeit? Was machst du, wenn du es zu Hause vergisst? Ach nein, wie dumm von mir. Sowas würde dir doch nie passieren! Aber was wenn doch? Dann kannst du dich in der U-Bahn nicht mehr beschäftigen, weil du total verlernt hast, was du ohne Smartphone machst, wenn dir langweilig ist. Du kannst nicht mehr bei Facebook nachgucken wie das Mädchen links neben dir heißt, die doch auf deine Schule geht. Du kannst keine Musik mehr hören. Was machst du? Du steigst aus, gehst auf den anderen Gleis der U-Bahn, fährst nach Hause um dein iPhone zu holen und kommst zu spät zur Schule.

In der Pause würde gerne das Mädchen aus der U-Bahn die Chemiehausaufgaben erklärt haben, aber du spielst Doodle Jump und hörst ihr gar nicht zu. Als sie angepisst weggeht, merkst du erst, dass sie eigentlich ganz hübsch aussieht. Du würdest ihr gerne hinterherrufen, aber du kennst ihren Namen nicht. Währenddessen ist dein kleiner Doodle in den Abgrund gestürzt.

Ärgerlich… Jetzt musst du von vorne anfangen. Bei beidem :-)

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Was ist… Aufschieberitis?

Das kennen wir alle! Wir MÜSSEN etwas tun, WOLLEN aber nicht. Weg damit – später – morgen – nie! Und dafür gibt es einen Namen. BerlinImPuls hilft euch beim Verstehen und Bewältigen der immer aggressiver um sich schlagenden Erkrankung: Aufschieberitis! Ein Film von Doro und Caro!