cultus

VAlternative der Woche: Cultus Ferox – Beutezug

Foto: Katja Gruber (elfenstaub82.de) (CasparJones at de.wikipedia)

Foto: Katja Gruber (elfenstaub82.de) (CasparJones at de.wikipedia)

 

Wie immer finden wir in dieser Kategorie Künstler und Bands, die man typischerweise nicht so häufig im Radio oder TV finden kann. Also eine wirkliche Alternative zu den Charts und Fahrstuhlgedudel der Formatradios. Diesmal wird es spannend, denn wir erleben einen Mix aus Mittelaltermusik und Rock.

Cultus Ferox – Beutezug

Cultus Ferox (lat. „wilde Lebensart“, „wilder Lebensstil“) ist eine Berliner Musikgruppe. Sie ist dem sogenannten „Dudelsack-Rock-Stil“ der Mittelalterszene-Musik zuzuordnen, wobei die Band sowohl die akustische, von Marktsackpfeife und Schlagwerk beherrschte Variante als auch die mit Rockinstrumenten angereicherte Variante dieser Musik (Mittelalterrock) spielt.
Die Lieder von Cultus Ferox sind teilweise instrumental, teilweise mit Gesang. Die Texte beschäftigen sich mit Themen aus der mittelalterlichen Lebensweise, aus Sagen und Mythen, aus heidnischer Religion und in jüngster Zeit verstärkt mit Piraterie und damit verwandten Themen… [weiter lesen]

 

Was ist zur Zeit Deine Alternative der Woche? Schreib uns und gewinne mit etwas Glück einen Auftritt bei BerlinImPuls: jugendredaktion@berlinimpuls.de

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Die Alternative der Woche… mit Knorkator

 

 

Heute mehr der ‚Insider der Woche‘, weil Leute die sich sich in der Szene auskennen, kennen auch diese Musik. Bezeichnen diese Band auch als Deutschlands meiste Band der Welt. Andere würden die Band ein Haufen Spinner nennen – und die Musik sinnfreies Rumgegröhle. Ich nenne es Einschlafmusik und die Band sehr merkwürdig.

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Denn wie eine Rockband liest sich die Biografie der Bandmitglieder nicht. „Stumpen“ ist klassischer Sänger und hat an Staatsoper Unter den Linden hier in Berlin gesungen – ganz nebenbei kann er auch beeindruckend hoch singen. Alf Ator ist das Kind einer deutsch-mongolischen Freundschaft. Er kommt 1966 in der Nähe von Govi-Altai (Mongolische Volksrepublik) zur Welt. Im Alter von 14 Jahren wird er mit einer jüngeren Mongolin verheiratet. Die Ehe wird in beiderseitigem Einverständnis gegen ein Entgeld von 240.000 mongolischen Tugriek annulliert. Das einzig rockige scheint zu sein, dass sie von Rod von Die Ärzte entdeckt wurden.

Nun aber zur Musik, zumindest irgendwie: Knorkators Markenzeichen sind ihre satirischen Texte, der schwer tätowierter Sänger Stumpen und die Live-Shows, bei denen das Publikum oft mit Gemüse und Toastbrot beschossen wird, gerne angekündigt als „vegetarische Flugverköstigung“. Ihr Song „Ick wer zun Schwein“ kam beim Vorentscheid 2000 nicht über die Vorrunde hinaus, aber der Auftritt der Band war geil… Kommentar der Bild: „Wer ließ diese Irren ins Fernsehen?“

Ich denke das beschreibt die Band genauso wie sie ist…vollkommen bescheuert bis heute. Aber ich habe mich mit einer guten Freundin unterhalten, die sich viel mit Musik beschäftigt, und sie beschreibt die Musik so: „Also es ist Metal mit Einflüssen aus Allem – keine Ahnung, aber die Texte sind sehr tiefgründig und poetisch; man muss nur versuchen das zu erkennen. Und ansonsten muss man sich das einfach anhören. Ist schwer zu beschreiben, weil das so alles ist…“.
KNORKATOR-Es-werde-nicht

Das aktuelle Album ist übrigens „Knorkator – Es werde Nicht“ (VÖ: 16.09.2011)

Ich hoffe damit ist euch ein wenig mehr geholfen als ich mit meinem kritischem Blick…

 

www.knorkator.de

In diesem Sinne bis zum nächsten mal
Euer Benny

heino

Pro & Contra: Das neue Heino-Album

Heino is back und zack auf Platz 1 der Deutschen Charts. Wer, wie, wo, was, warum? Was issen da los? Genau DAS fragen wir uns auch. Nur unter Erpressung war es möglich, zwei unserer engagierten BiP Redakteure auf das „verbotene“ Heino-Album anzusetzen. Sie haben es getan. Sie haben es gehört. Nur für euch. Was Doro und Benny davon halten… das lest ihr hier. Wir empfehlen die Hörproben erst danach. So ist der Spaß bedeutend größer :-)

PRO

Ein Kommentar von BiP Reporterin Doro

Wenn der Opa einen Text von Peter Fox hört, dann ist es vielleicht Heino zu verdanken. Der Gute hat es sich nämlich zur Aufgabe gemacht, die Zielgruppen einiger – meist nur in jugendlichen Sphären bekannter – deutscher Songs – ins fortgeschrittene Alter zu erweitern. Neue Instrumentalisierung und Heinos Gesangsstil – der sich manchmal an das Original annähert („Sonne“) manchmal entfernt („Songs für Liam“) tun sich neue Interpretationsmöglichkeiten der schon lange abgeschriebenen Texte auf. „Mit freundlichen Grüßen“ ist ein provokant augenzwinkernder Titel, der den Zuhörern schon angekündigt, dass nicht alles zu ernst nehmen ist – aber wenn, dann bitte ganz offen gegenüber dem Alten, dem Neuen, dem Heino sein.

CONTRA 

Ein Kommentar von BiP Reporter Benjamin

Musik ist schön. Sie sorgt für Gänsehaut. Sie sorgt für schöne Erinnerungen. Sie sorgt für Kopfkino. Sie lässt einen tanzen. Sie lässt dein Herz höher schlagen. Zumindest theoretisch. Mir ist es bei der Vorbereitung zu diesem Pro-Contra-Artikel das erste Mal in meinem Leben passiert, dass ich angefangen habe zu heulen. Wegen der Musik. Er hat einige meiner Lieblingssongs geschändet. Und dabei bin ich eigentlich extrem tolerant!

Aber über musikalische Qualität läst sich streiten, daher möchte ich mich lieber auf Fakten stützen, mit denen Heino selbst den Bock abschießt. Beispielsweise dem Fakt, dass Heino die Songs einfach so gecovert hat. Ohne die Bands mal anzufragen; ohne ein Demo; ohne auch nur mal Bescheid zu sagen, was er vorhat. Jede Schülerband weiß, dass das so nicht geht. Und spätestens seit YouTube-versus-GEMA weiß das echt auch der letzte Depp.

Und dann ist Heino auch noch so dreist und beleidigt die Bands die er covert.“Die Kollegen haben ein Händchen für volkstümliche Texte“ sagt er. Aber nein, damit meint er nicht Hansi Hinterseer, sondern Rammstein. Okay – aber nicht nur das ist böse. Außerdem sagt er, dass er selten „so leichte Lieder“ gesungen hätte. Ähhhh – hallo? Noch dreister geht´s wohl kaum, immerhin reden wir hier von dem Mann, der „Karamba, karacho, ein Whisky“, „Die Schwarze Barbara“ oder „Blau blüht der Enzian“ gesungen hat.

Neu erfinden musste er sich für das neue Album übrigens nicht. Denn Heino klingt auch weiterhin einfach wie Heino. Er singt Pop von Westernhagen, Clueso, Nena oder Stephan Remmler, Hip-Hop von den Fantastischen Vier oder den Absoluten Beginnern oder Metal von Rammstein und Oomph!. Doch statt die Songs mit einem Remix zu seinen eigenen zu machen, beschränkt er sich auf das Plagiat. Gezwungenermaßen, denn eine offizielle Genehmigung der Plattenfirmen oder Bands hat er nicht. Heino singt Ton für Ton nach, um keinen juristischen Ärger zu riskieren. Zwischen den verschiedenen Musikstilen differenziert er nicht. „Wo ist der Unterschied, ob ich ‚Junge komm‘ bald wieder‘ von Freddy Quinn oder „Junge“ von Die Ärzte singe?“, sagt Heino selbst. Nur an seinem Rachen kommen die Lieder nicht ungeschoren vorbei. So wird aus „Ihr Name war Fräulein Meyer“ ein „Ihrrr Name warrr Frrräulein Meyer“.

Was sollen jetzt eigentlich die Bands mit dem Geld machen, dass sie durch die Gema für die Musik bekommen? Schließlich können Rammstein, die Sportfreunde Stiller oder die Fantastischen Vier nicht zugeben, dass sie sich über das Geld freuen. Es ist von Heino. Wie wäre es also damit, das Geld zu spenden? Vielleicht an eine Stiftung, die die Krebsforschung voran treibt. Besonders die Ohrenkrebsforschung…

In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal

Euer Benny

Foto: Dominik Balkow

Chords Among the Leaves

Foto: Dominik Balkow

Purer Blues-Rock umarmte die Menschen im gut gefüllten Konzertsaal des Frannz Clubs an dem Freitagabend des 9.12. Vor der Bühne tanzen und pogten wache Fans zu hölzernen Instrumenten. Drei neue Songs wurden vorgestellt, aber natürlich bekam man auch die alten beliebten Lieder, die schon vielen ans Herz gewachsen sind, zu hören. Darunter auch Coffee, Whisky, Cigarettes und Upper Class Boogie, welche schon am Anfang viel Jubel und Applause einholten. Zu Recht! Die neue EP namens Chords Among the Leaves hat es auch ganz schön in sich:

Nameless ist sehr melodisch und umgibt einen wohlig. Es ist auffällig ruhig als alle anderen Lieder, aber das instrumentale Zusammenspiel und vor allem auch die Mundharmonika runden das Gesamte zu einer entspannenden Form ab.

Foto: Dominik Balkow

Slide hat eine Extraportion Blues abbekommen. Gitarrentechnisch wirkt es sehr frisch, was wohl von de m Slidering stammt. Wie wir es von The Wake Woods gewohnt sind, erfüllt auch dieses Lied voll unsere Erwartungen. Slide vielleicht noch mehr als so nst.

Hello World ist gesungen von dem Schlagzeuger, welcher in diesem Song auch seine kräftige Stimme beweist. Auch die Gitarre zeigt hier wieder ein richtig fettes Solo und die Stimme von Ingo, dem eigentlichen Sänger, bleibt auch nicht lange weg.

Diesmal standen zur weiteren Besonderheit auch eine Gastsängerin, Chilli, und ein Keyboarder auf der Bühne. Nicht nur die neue EP gaben zum Besten, sondern auch das bemerkenswerte, experimentelle Gitarrenspiel mit Slide, von Helge Siara.

Foto: Agnes Molnar

Und um sich an den wunderbaren Abend zu erinnern, hab es noch genug Fanartikel zu kaufen, wie z.B. Buttons, Beutel und die EP selbst natürlich. Das Layout des EPs ist ganz besonders gut gelungen: Das Cover ist wieder gemalt vom Schlagzeuger höchstpersönlich und auch die CD ist im schwarzen Retro-Schalplatten-Stil.

Ein sehr gelun gener Abend. Es war einfach gewollt und vor allem gekonnt!

 

The Wake Woods im Netz: http://www.thewakewoods.com/

 

The Wake Woods

The Wake Woods Record Release

 

Nach einer längeren Zeit stellen The Wake Woods endlich ihre neue EP am 9.12. im Frannz Club vor.  Drei brand neue Songs werden euch von den Meistern des Blues-Rocks energievoll zu Ohren geführt. Nicht nur gute Musik, sondern auch Fanartikel und eine Aftershowparty sind zu erwarten. Unter anderem sind auch Boys Next Door und Stereosign auf der Bühne zu sehen.

Im VVK macht der Spaß 6€. Ansonsten wären es vorort immer noch preiswerte 8€. Die Tickets sind im Vorfeld bei den Bandmitgliedern zu ergattern. Also freut euch auf ein riesen Spektakel der guten Musik und heiteren Gesellschaft!

Einlass: 19Uhr

Beginn: 20Uhr

Kosten: 6€ VVK, sonst 8€

The Subways im Ramones Museum

Vorhin war ich auf dem kleinen akustischen Auftritt von der britischen Indie-Rock Band, The Subways. Sie spielten in den kleinen Räumen des Ramones Museum  nähe der Oranienburger Straße: Eine größere Bar mit Fotos, T-Shirts, Schallplatten und Socken (für 39Euro) von der alten und legendären Punk-Rock Gruppe Ramones.

Es war heiß und stickig und die Leute tummelten sich drinnen und draußen wie ein riesiger Haufen Pinguine im Antarktischen Winter. Kein Wunder,  denn das Konzert war für Umme. Die eigentliche Anfangszeit war auf 21 Uhr gesetzt. Angefangen zu spielen haben sie aber erst um 22 Uhr. Uns allen war so warm, dass wir es fast nicht ausgehalten haben, während unsere Hosen zu einer zweiten Haut wurden.

Es wurde das neue Lied  „It’s a Party” von ihrem noch nicht im Handel erhältlichen Album, „Money and Celebrity“ gespielt, das euch schon als LP zum herunterladen  auf ihrer Webside zur Verfügung gestellt wurde.

Offizielle Webside: www.thesubwys.net

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Die Band Shaun

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In jeder BerlinImPuls-Sendung möchten wir eine Berliner Band vorstellen. Bei unserer ersten Sendung war es die Band SHAUN!

Schon die ersten Gespräche am Telefon mit ihnen waren angenehm und sie wirkten schlagfertig: Tim, der Gitarrist, ein junger Mann mit langen Haaren und originellem Musikgeschmack. Der Schlagzeuger, Richard, der keine Mühe scheute, sich die Location ganz genau unter die Lupe zu nehmen und gründlich nachzufragen. Jakob, der Bassist, der  seinen Viersaiterinstrument perfekt beherrschte und zum guten Schluss Alex, der Sänger, der unser Wohnzimmerstudio mit fabelhaften Klängen füllte.

Die Kooperation mit den musikalisch-kreativen Jungs war ein fabelhaft lustiges Erlebnis. Dazu schafften wir es gemeinsam, ihren Gig innerhalb von fast 24 Stunden zu planen und umzusetzen. Ihre Spontanität, Zuverlässigkeit und persönliche Vertrauenswürdigkeit überzeugte uns davon, ein Fan ihrer Stoner Grunge 70’s Rock Klänge zu werden. Mit schnellen Rhythmen  lassen sie es frisch klingen und der dazugehörige alte Sound macht einfach Spaß und animiert zum wach werden. In drei Adjektiven: authentisch, derbe, rockig.

Ihr Liveauftritt in unserer Fernsehsendung wurde zum Erfolg. Hier könnt Ihr sehen, wie der Auftritt war:

Im Internet sind sie rund um die Uhr zu erleben auf myspace.com/shaunausberlin

Bei uns seht ihr sie hier in der Sendung.

Und jetzt: Rocken!

Eure BerlinImPulserin

Ágnes