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Vom Nacktsein und anderen Unsicherheiten

Seit einiger Zeit begleitet die Lektüre eines besonderen Buches meinen Alltag. Es ist mehr eine seh lange These als ein Roman, mehr erklärend als ausschmückend. Khola Maryam Hübsch erläutert in „Unter dem Schleier die Freiheit- Was der Islam zu einem emanzipierten Frauenbild beitragen kann“ ihre Wahrnehmung des Islam und hat mehr als einen interessanten Standpunkt auf Lager.

Eine Buchrezension von Celine Kempen

Ein Aspekt ihrer komplexen These hat mich am meisten beschäftigt, wobei ich nicht ausschließen kann, dass auf den verbleibenden Seiten noch etwas kommt, das mich ebenso stark zum Nachdenken bringt. Es geht dabei um die ständige Sexualisierung der Frau in der westlichen Gesellschaft und um ihr „Nacktsein“ in der Öffentlichkeit. Die Autorin stellt die Vermutung an, dass westliche Frauen durch ihre Kleidung ständige sexuelle Verfügbarkeit ausstrahlen würden. Zudem beschäftige sich der Großteil primär mit ihrem Aussehen: Haare, Make-up, Hosen, Shirts, usw. Hübsch stellt sich daher die Frage: „Wie frei von gesellschaftlichem Druck und von dem Wunsch, (Männern) gefallen zu wollen, sind diese Frauen eigentlich?“

Wenn ich mich mal in mich einfühle, bemerke ich, dass ich ganz und gar nicht frei bin, obwohl mich die Blicke der Männer eher anekeln und niemals das Ziel meines ‚Herausputzens’ sind. Trotzdem tu ich es – mich herausputzen. Diese gesellschaftlichen Zwänge, die niemals laut ausgesprochen aber dennoch unterbewusst angenommen werden können, halten uns nicht davon ab, dem Islam vorzuwerfen, er würde seinen Frauen vorschreiben, wie sie sich zu kleiden hätten und sie damit unterdrücken. Das „hijab“ (Kopftuch) sei ein Symbol der Herabsetzung, obwohl rund 92% (Ergebnis der Studie „Muslimisches Leben in Deutschland“, 2009) deutscher Muslima angeben, sie würden sich freiwillig bedecken. Hübsch beschreibt das Kopftuch als Symbol der Ergebenheit unter „Allah“ (Gott) und als Mittel, seine Reize vor der Öffentlichkeit zu verbergen, denn sie sind dem Partner vorbehalten. Außerdem trete man so als intellektuelles Individuum auf, das außerdem den Männern das Weggucken erleichtere.

Ich dachte mir, dass ich gerne freier wäre von dem Gefühl, gut aussehen zu müssen und gefallen zu wollen. Darum hat mich diese Ansicht irgendwie angesprochen. Dennoch möchte ich kein „hijab“ tragen und auch nicht zum Islam konvertieren. Demzufolge habe ich mir neue Fragen gestellt:

  • Gibt es einen Weg für mich, als modebewusste und nicht muslimische Frau, nicht nackt zu sein? Nicht als sexuelles Objekt und sexuell verfügbare Person umherzuwandeln?
  • Gibt es einen Weg, dass ich als Frau gleichwertig behandelt und akzeptiert werde als intellektuelles Wesen, dem nicht unterstellt wird, tagtäglich die halbe Männerwelt durch Reize verrückt machen zu wollen?

Wie steht Ihr dazu?

Hier ein Video für euch, das verdeutlicht, was ich meine:
Ein und dieselbe Frau spaziert durch Manhattan. Einmal westlich gekleidet, einmal als Muslima: Ein Vergleich.

 

Quelle:

Khola Maryam Hübsch: Unter dem Schleier die Freiheit- Was der Islam zu einem emanzipierten Frauenbild beitragen kann. Patmos, 2014

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Filmrezension „Rubinrot“

 

Titel: Rubinrot

Länge: 122 Minuten

Filmstart: 14.3.2013

Empfehlung: 5/5 Fernsehtürme

KreaTiefität: 5/5 Fernsehtürme

 

 

Schon 2009 erschien Rubinrot als erster Teil einer Trilogie – und nun wurde er endlich verfilmt!

Ich selbst bin ein großer Fan der Reihe „Liebe geht durch alle Zeiten“, die sich aus den Teilen „Rubinrot“, „Saphirblau“ und „Smaragdgrün“ zusammensetzt. Doch für die, die die Bücher nicht gelesen haben, möchte ich die Story kurz zusammenfassen:

Die 16-jährige Gwendolyn Shepherd wächst in einer etwas sonderbaren Familie auf. Denn in ihrer Familie wird ein Gen vererbt, das dafür sorgt, dass der Träger dieses Gens in der Zeit reisen kann. Eigentlich war ihre Cousine Charlotte die „Auserwählte“ und wurde schon ihr ganzes Leben auf den Zeitpunkt vorbereitet, an dem sie zum ersten Mal in der Zeit springen würde. Das umfasste nicht nur das Lernen verschiedener Sprachen und der Verhaltensweisen in der Vergangenheit, sondern auch Fechten, Krav Maga und Gavotte tanzen. Doch dann stellt sich heraus, dass Gwendolyn die Genträgerin ist. Gwendolyn, die als ganz normales Mädchen aufgewachsen ist und somit völlig unvorbereitet an einer nicht ganz ungefährlichen Mission teilnehmen soll, die sich immer mehr verkompliziert.

Auf ihren Zeitreisen wird sie von dem arroganten, aber teuflisch gutaussehenden Gideon de Villiers begleitet, der ebenfalls in der Zeit reisen kann. Zwischen diesen beiden liegen Welten (Gideon wuchs wie Charlotte auf), weshalb es nicht verwunderlich ist, dass es zu einigen Reibereien kommt.

Es ist immer etwas schwerer, einen Film über eine Story zu drehen, zu der schon ein Buch erschienen ist – die Bücher haben meist eine große Fangemeinde, die ihre gefeierte Story so genau und überzeugend umgesetzt haben will wie möglich, die sich die Personen in Gedanken schon vorgestellt hat und die Kulisse vor Augen hat. Doch wie es bei Büchern nun mal so ist, können die Vorstellungen dort ziemlich weit auseinander gehen.

Meine Vorstellung der Charaktere wurde jedenfalls gut getroffen. Gwendolyn ist einfach liebenswert, ihre Cousine Charlotte ist genauso eingebildet, wie ich sie mir ausgemalt habe und in Gideon habe ich mich natürlich auf der Stelle verliebt…

Beim Film „Rubinrot“ findet man einige Veränderungen und Neuerungen, andere Sachen wurden weggelassen. Ich finde allerdings, dass das der Story nicht geschadet hat. Sie ist genauso spannend und lustig wie im Buch.

Wenn man vom Film eine exakte Verbildlichung des Buches erwartet hat, findet man sicherlich einige Kritikpunkte (vor allem beim Ende wurde etwas dazu erfunden), aber als eigenständiger Film betrachtet, war er echt klasse.

Ich werde ihn mir jedenfalls demnächst ein zweites Mal ansehen!

Eure BerlinImPulserin Katja

 

Quelle Artikelbild: Facebookseite von Rubinrot

 

 

Pressebild IBERIA

Die Alternative der Woche… mit IBERIA

Schule ist Stress. Stress weil alles so anstrengend ist. Anstrengend heißt, man muss irgendwie mal entspannen. Heißt nach der Schule: Hirn ausschalten und gute Musik genießen.  Im meinem Beispiel funktioniert immmer: Bässe – die einem das Hirn wehämmern.

Genau so’ne Musik haben wir heute. Denn IBERIA aka Maja Mathé Milner & Alexander Palmestål aus Gotheburg machen beide leicht psychodelisch anmutenden Electro. Ja – ihr habt eben richtig gelesen: Sie kommen aus Gotheburg; auch wenn der Bandname nicht so klingt (Für alle, die nicht so super in Geo sind: Die iberische Halbinsel ist das Fleckchen Erde hinter den Pyrenäen, also Spanien & Portugal). Und mittlerweile leben beide in Berlin. Ist die Verwirrung perfekt?

Pressebild IBERIA

Machen wir einfach mit der Musik weiter. Ihre neue Single „Everyday“ ist einfach nur bester Schweden-Electro, was bedeutet, dass sofort faszinierenden klar gemacht wird, wie das Leben da draußen im Rampenlicht ist. Es macht einen irgendwie unruhig – reibt auf – schafft es aber trotzdem echt gut, einem das Hirn durchzupusten.

Manch einem mag das alles zu psychodelisch sein – aber gerade das macht es echt schön. Wenn man das vor einer Klausur, einer Arbeit oder einer Präsentation hört, kann anschließend gar nichts mehr schief gehen. Man ist angenehm wach – aber trotzdem entspannt. Scheinbar niemand kann einem mehr was.

Achso, solltet ihr jetzt mehr von der Band hören wollen und tippt einfach nur IBERIA in die Suchmaschine eurer Wahl ein – dann werdet ihr nichts finden, was mit Musik zu tun hat. Die ersten Seiten gehören alle zu einer spanischen Airline.

In diesem Sinne bis nächste Woche
Euer Benny

Step Up 4

Filmrezension „Step Up 4“

 

Titel: Step Up 4

Länge: 99 Minuten

Filmstart: 30.8.2012

Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=KZ6AoqdUGC8

Erst kürzlich, am 30.8.2012, erschien Step Up 4 – und ich als Tanzbegeisterte musste ihn mir natürlich sofort ansehen.

Wie in jedem Tanzfilm (oder gibt es Ausnahmen?^^) gibt es eine männliche und eine weibliche Hauptperson, in diesem Fall Sean und Emily. Sean leitet eine Gruppe namens „The Mob“, die es sich – wie der Name schon sagt – zur Aufgabe gemacht hat, sich durch eindrucksvolle Tanzflashmobs eine Stimme zu verleihen. Emily dagegen stammt aus einer ganz anderen Welt und möchte professionelle Tänzerin werden.

Wie nicht anders zu erwarten, treffen die beiden aufeinander und verspüren bereits beim ersten Mal die gegenseitige Anziehungskraft. Doch schnell wird klar, dass Probleme im Anflug sind. Überraschenderweise gibt es diesmal kein Battle, das gewonnen werden, kein Vortanzen, das schlussendlich erfolgreich gemeistert werden und keinen Abschlusstanz, der die Menge begeistern muss – diesmal muss ein ganzes Stadtviertel gerettet werden!

Denn das Viertel, aus dem „The Mob“ stammt, soll abgerissen und komplett neu aufgebaut werden. Dadurch müssten tausende Anwohner umziehen, die sich dort in teilweise jahrzehntelanger Arbeit ein Leben aufgebaut haben. Nun heißt es Protest! Und zwar auf ihre Art: Durch Tanz.

Ich muss sagen, dieser Tanzfilm hat mich wirklich umgehauen. Nicht nur, dass er tatsächlich eine gewisse Story hatte (das hätte ich ja nicht mal verlangt), die Tanzszenen waren auch absolut sagenhaft! Durch die Idee der Flashmobs fehlt es nicht an Kreativität, es wird sich immer wieder etwas Neues ausgedacht, um die Aufmerksamkeit der Leute zu erlangen. Ob dies nun mitten auf der Straße, auf den Dächern von Autos oder im Museum mit plötzlich lebendig werdender Kunst ist.

Zusätzlich zu den neuen Charakteren haben auch ein paar aus den vorhergehenden Filmen einen erneuten Auftritt – darunter auch Moose!

Wenn ihr also nicht vor einem überteuerten Kinopreis zurückschreckt, da auch dieser Film nur in 3D im Kino läuft (was mein Portemonnaie äußerst bedauerlich findet), dann kann ich euch Step Up 4 nur empfehlen!

Empfehlung: 5/5 Fernsehtürme

KreaTiefität: 6/5 Fernsehtürme 😀

Tipp: Auf dem YouTube-Channel von Step Up (StepUpMovie) findet ihr viele interessante Clips zu den Step Up-Filmen.

 

Eure BerlinImPulserin Katja

 

 

Quelle Artikelbild: stepup4.de

 

Streetdance 2

Filmrezension „Streetdance 2“

 

Titel: Streetdance 2

Länge: 88 Minuten

Filmstart: 7. Juni 2012

Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=StQTfkNTDUs

Heute, am 7.6.2012 erschien der Tanzfilm Streetdance 2 in den deutschen Kinos – und ich als begeisterter Tanzfan habe ihn mir natürlich sofort angesehen.

Wie auch schon bei den Step Up-Filmen sind die Hauptpersonen in diesem Film andere, als die im Teil davor. Allerdings tauchen einige schon bekannte Leute aus Teil 1 wieder auf: Eddie und die Tanzcrew „The Surge“.

Auch diesmal geht es – wie überraschend – um einen entscheidenden Battle gegen eine scheinbar unschlagbare Crew. Und natürlich braucht man auch dafür wieder eine leistungsstarke Gruppe, mit der man diese Crew doch schlagen könnte.

Die männliche Hauptperson von Streetdance 2 ist Ash, ein Streetdancer, der von der Gruppe „Invincible“ öffentlich gedemütigt wurde und nun eine Revanche will. Dafür reist er quer durch die Welt und sucht sich die besten Tänzer zusammen – unter ihnen auch die Salsa-Tänzerin Eva. (Ich schätze, dass Ash und Eva sich auch außerhalb des Tanzparketts näher kommen, aber das brauche ich erst gar nicht zu erwähnen^^.)

Im ersten Streetdance Teil wurde eine Kombination aus Street und Ballett angestrebt, in Streetdance 2 eine Fusion aus Street und Salsa.

Dass das nicht von vornerein glatt läuft und die Crewmitglieder nicht von Anfang an ein Herz und eine Seele sind, erklärt sich von selbst.

Alles in allem hat mir der Film gut gefallen. Die Story fand ich zwar etwas „hohl“ und Ash konnte ich nicht wirklich leiden, aber ich schaue mir ja keine Tanzfilme an, weil ich eine tiefgründige Story erwarte – schließlich geht es ums Tanzen. Und das kam wahrlich nicht zu kurz! Vor allem die Salsa-Szene zu Beginn des Filmes fand ich atemberaubend.

Wenn ihr also nur an guten Moves interessiert seid und eine seichte Story nicht ablehnt, kann ich euch Streetdance 2 nur empfehlen…aus Sicht des Geldbeutels ist der Film allerdings nicht die ideale Wahl, da er in 3D gezeigt wird und die Kinos damit wieder saftige Aufpreise verlangen.

Empfehlung: 4/5 Fernsehtürme

KreaTiefität: 5/5 Fernsehtürme

 

Eure BerlinImPulserin Katja

 

Bildquelle: streetdancethemovie.co.uk

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Buchtipp „Dämonenhunger“

Passend zu unserer Weltuntergangskolumne ist mir kürzlich das Buch „Dämonenhunger“ von Timothy Carter untergekommen. In meinen letzten Themen bin ich auf verschiedene Weltuntergangstheorien eingegangen – aber die Vernichtung der Menschheit durch hungrige Dämonen war nicht dabei.

Genau darum geht es aber in diesem Buch. Jede Spezies hat auf der Erde nur eine bestimmte Zeit zur Verfügung. Ist diese abgelaufen, öffnen sich überall auf der Welt Portale, die der dem Untergang geweihten Spezies die Möglichkeit geben, die Welt zu verlassen. Doch irgendwann schließen sich die Portale wieder und dann kommen die Dämonen, um die Welt zu reinigen…

Natürlich gibt es auch eine Hauptperson: Vincent. Seine Familie gehört einer Sekte an und predigt schon seit Jahren den Weltuntergang. Bei einem Projekttag in seiner Schule zum Thema Weltuntergangstheorien sieht er unter einem der Ausstellungstische ein seltsames Wesen mit spitz zulaufenden Ohren. Ehe er sich versieht, ist Vincent von Elfen, Feen und anderen Wesen umgeben und muss erfahren, dass die Vernichtung der Menschheit kurz bevorsteht.

Doch wo sind die Portale? Eigentlich hätte jeder Mensch ihren „Ruf“ hören müssen. Wer könnte etwas davon haben, die rettenden Portale vor der Menschheit zu verbergen? Vincent macht sich auf, die Welt zu „retten“ – sie vor noch größerem Schaden zu bewahren würde es wohl eher treffen – und nimmt den Kampf gegen die zerrinnende Zeit auf.

Das Buch ist mit einer Menge Humor geschrieben, was auch schon der Klappentext zeigt:

„Ein paar erläuternde Worte zum bevorstehenden Weltuntergang:

1.)    Bitte beachten Sie, dass entgegen anderslautenden Berichten nicht mit apokalyptischen Reitern zu rechnen ist.

2.)    Die ordnungsgemäße Entvölkerung des Planeten erfolgt durch Dämonen. Jeder Menge davon, um genau zu sein. Und sie haben viele scharfe Zähne.

3.)    Aus Gründen des Naturschutzes wird darauf verzichtet, die Meere in Blut zu verwandeln und das Höllenfeuer niederregnen zu lassen. Bitte stellen Sie sich aber auf schlechtes Wetter ein (und die in Punkt 2 angekündigten Dämonen).

4.)    Gerüchte, dass brave Kinder und mildtätige Erwachsene verschont werden, können nicht bestätigt werden.

Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Weltuntergang!“

Ich selbst hatte beim Lesen viel Spaß und kam stellenweise aus dem Lachen nicht mehr heraus. Daher kann ich „Dämonenhunger“ nur empfehlen :)

 

Eure BerlinImPulserin Katja

 

Bildquelle Titelbild: Gerd Altmann/pixelio.de



Tribute von Panem

Filmrezension „Die Tribute von Panem“

Titel: Die Tribute von Panem

Länge: 142 Minuten

Filmstart: 22. März 2012

Am Donnerstag war ich zusammen mit 7 Freunden im Kino und habe mir den Film „Die Tribute von Panem“ angesehen. Doch auch Doro hat sich diesen angesehen, weshalb wir diese Rezension zu zweit machen und euch somit zwei Sichtweisen bieten werden.

Die Tribute von Panem spielen in den USA der Zukunft, welche durch einen Aufstand besiegt wurden: Die Städte waren zerstört und viele Menschen getötet worden. Aus der Asche erhob sich das Land Panem, in welchem alljährlich die Hungerspiele veranstaltet werden, die die Bevölkerung unter Kontrolle halten und sie daran erinnern sollen, was passiert, wenn man nicht gehorcht.

Bei diesen unmenschlichen Spielen werden aus jedem District ein Mädchen und ein Junge ausgewählt, die zusammen mit den anderen „Tributen“ in eine Arena geschickt werden. Dort sind sie gezwungen, sich gegenseitig zu töten – denn nur einer darf überleben und somit gewinnen.

Als ihre kleine Schwester als Tribut ausgelost wird, meldet sich die weibliche Hauptperson Katniss freiwillig als Ersatz. Zusammen mit Peeta, dem männlichen Tribut aus ihrem District, rüstet sie sich für den grausamen Kampf…

Dass der Film Überlänge hatte, habe ich gar nicht bemerkt (von dem etwas teureren Eintritt mal abgesehen) – so gespannt habe ich auf die Leinwand gestarrt. Zusätzlich zu der ohnehin spannenden Story, wurde durch die unruhige Kameraführung die nie ganz abnehmende Nervosität von Katniss noch verstärkt. Was mich jedoch am meisten beeindruckt hat, war das Feuerwerk der Gefühle, das die Darsteller so überzeugend rübergebracht wurde. Liebe, Hass, Schmerz, Trauer, Wut…zum Glück hatte ein Freund Taschentücher mit –  bei mir flossen die Tränen in Strömen 😀

Was mir jedoch nicht ganz so gefallen hat, war die Brutalität des Gemetzels. Damit meine ich nicht, dass Jugendliche sich gegenseitig abschlachten, was man ja schlecht weglassen könnte, da das ja im Grunde das Hauptproblem der Geschichte darstellt. Vielmehr meine ich solche Szenen, in denen gezeigt wird, wie auf einen Jungen immer wieder eingestochen wird. Hätte ein Hieb nicht auch gereicht?

Auch ich, Doro, sehe die Gewalt als ein Problem des Films, allerdings auf eine andere Weise als Katja. Dadurch, das man den Film für eine großen Zuschauerraum bereitstellen wollte, wirken die Szenen, in denen Blut zu sehen ist, sehr gewollt chaotisch in der Kameraführung. Als Buchleserin empfand ich den Weg, den die Regie nahm sowie dessen Unterstützung durch die Kameraführung allgemein jedoch sehr gelungen – der Zuschauer wechselt ständig zwischen der überzogenen zukünftigen Vision eines Zuschauers einer Fernseh-Inszenierung namens Panem und dem Mädchen, was in das Spiel der Medien- und Regierungsmächte hinein geraten ist. Genau wie die Gewaltszenen sind diese Mittel kaum zu übersehen und sehr auffällig, könnten aber für jüngere Zuschauer genau richtig sein, um einen ersten Schritt in die Welt der Dystopien zu nehmen. „Die Tribute von Panem“ ist ein abwechslungsreicher Mix aus „1984“ „Battle Royale“ und für die jüngere Generation.

Empfehlung: 4,5/5 Fernsehtürme

KreaTiefität: 5/5 Fernsehtürme

Bildquelle:

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Filmtipp „Der Gott des Gemetzels“

Zugegeben, der Titel ist etwas irreführend – denn es handelt sich nicht, wie man beim Hören des Wortes „Gemetzel“ annehmen könnte, um einen Film der auf der gleichen Schiene wie Horror-Splatter-Reihen à la Saw oder Final Destination läuft, sondern um eine schwarze Komödie von Roman Polanski, in dem ein sehr kleines Ensemble von vier Personen auf geringem Raum miteinander agiert.

Vier Personen, geringer Raum – nun, das klingt jetzt schon etwas sanfter als der gedanklich schon abgelaufene „Gemetzelfilm“ aber der Film zeigt auf eine sehr schöne Weise, welch unterhaltendes Szenario entstehen kann, wenn man vier Charaktere mit einem offensichtlichen und vielen im Keller vergrabenen Problemen auf einen Haufen wirft.

Das Ganze beginnt mit einem Erziehungsproblem (worin sich hoffentlich nicht allzu viele Leser wiederfinden) – das Kind von Alan (gespielt von Christoph Waltz) und Nancy (Kate Winslet) hat das Kind von Penelope (Jodie Foster) und Michael (John C. Reilly) geschlagen, worauf sie sich in der Wohnung des letztgenannten Pärchens einfinden um den Vorfall zu klären. Mit dem nahezu ununterbrochen piependen Handy des Businessmanns Alas, einem 18-Jahre-lang-gereiften Single Malt Whisky und Dramadreiecken die sich nicht oft genug drehen können, wird die anfängliche Situation zu einem mentalen Gemetzel, dessen Einzelteile jeder mal in subtilerer Form im Alltag kennengelernt hat.

Auf einem Theaterstück von Yasmina Reza basierend, wurde das Schauspiel elegant für die Leinwand umgesetzt  und kann sich mit seinen dynamischen Darstellern und gewitzten Dialogen mehr als einmal sehen lassen. Ein idealer Film für einen unterhaltsamen Ausklang oder Einklang eines Abends, nicht zu sehr beschwerend, aber feine, intelligente Denkanstöße gebend.

Kurz im Überblick

Filmstart:                  24.11.2011

Länge:                       80 Minuten

FSK:                           12 Jahre

Einschätzung:        sehr wenig Elemente sehr kurzweilig sehr unterhaltend gemacht

 

Trailer:

Sherlock Holmes

Filmrezension „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“

 

Hallihallo :)

Ja, ich war mal wieder im Kino…eigentlich wollte ich mir Breaking Dawn ansehen, aber dann habe ich mich doch lieber für Sherlock Holmes entschieden – und ich bereue es nicht!

Der Film beginnt mit der unauffälligen Übergabe eines Pakets, einer schönen Frau, die es erhält, Sherlock Holmes, der sie verfolgt und einigen zwielichtigen Typen, die ebenfalls mit in die Situation verstrickt sind. Dann geschehen zwei Morde und schon ist man mitten im Geschehen, bei dem der angesehene Professor Moriarty die Fäden in der Hand zu halten scheint. Doch zu welchem Zweck? Was will er erreichen? Wer sind seine nächsten Zielpersonen? Könnte er ebenfalls hinter anderen unaufgeklärten Morden stecken, welche einflussreiche Personen betrafen, die jedoch keine Gemeinsamkeiten zu haben schienen? Und am wichtigsten: Wie kann er aufgehalten werden?

Sherlock Holmes fängt an zu ermitteln, um das größte Geheimnis in seiner gesamten Karriere zu lüften. Dafür braucht er jedoch die Hilfe von Dr. Watson, der allerdings gerade geheiratet hat. Das stellt den Meisterdetektiv vor einige Probleme, denn Professor Moriarty ist skrupellos und schreckt nicht davor zurück, ein frisch getrautes Ehepaar zu bedrohen bzw. zu töten, um sich Holmes vom Hals zu halten.

Doch Sherlock Holmes wäre nicht Sherlock Holmes, wenn er nicht auch dafür eine Lösung hätte – und so gehen er und Dr. Watson auf Spurensuche durch ganz Europa, unterstützt durch die Zigeunerin Sim, deren verschwundener Bruder ebenfalls auf irgendeine Weise mit Moriarty in Verbindung steht oder stand.

Die Situation spitzt sich immer weiter zu, denn Professor Moriarty ist ein würdiger Gegner und verfügt ebenfalls über eine messerscharfe Intelligenz, die – gepaart mit seiner schon erwähnten Skrupellosigkeit und seinem Ehrgeiz – eine reale Gefahr darstellt.

Ich war von dem Film gefesselt, da die von Anfang an vorhandene Spannung niemals nachließ, im Gegenteil – sie baute sich immer weiter auf, bis sie sich kurz vor Ende des Films in dem scheinbaren, überraschenden Ende entlud. Unterstützt wurde diese Spannung von Schüssen, Explosionen und einer ordentlichen Portion Humor.

Das Einzige, was ich an „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“ zu bemängeln habe, ist Folgendes: Um zu zeigen, welche Details Holmes in seiner Umgebung wahrnimmt, und wie diese zu seinen Feststellungen führen, wurden immer wieder Rückblenden eingebaut. Diese zeigten eine von ihm gelesene Überschrift aus einer Zeitung, ein Gebäude mit einem Schriftzug, den er auf einem blutverschmierten Zettel gesehen hatte oder andere Einzelheiten wie Haarbüschel und Stofffussel. An sich ist das eine gute Idee, um dem Zuschauer zu zeigen, was man selbst alles nicht wahrgenommen hat. Allerdings liefen diese „Rückblenden“ so schnell ab, dass man mit dem Begreifen nicht immer hinterher kam, was wiederum verwirrte.

Dies tat der Spannung jedoch keinen Abbruch!

Kurz im Überblick

Filmstart:                  22.12.2011

Länge:                       128 Minuten

FSK:                           12 Jahre

Trailer:                         http://www.youtube.com/watch?v=7ZyVHxjokPY

Einschätzung:          spannend bis zum überraschenden Ende

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Filmrezension „Tim und Struppi – Das Geheimnis der Einhorn“

So, ich spare mir jetzt mal die übliche Einleitung, in welcher ich ja eh nur erzähle, dass ich im Kino war und mir Film xyz angesehen habe – ich sage euch damit schließlich nichts, was ihr nicht dem Titel entnehmen könntet.

Ich falle also mit der Tür direkt ins Haus: Ja, ich weiß, der Titel des Films klingt wie ein Kinderfilm nach dem Motto „Sophia auf spannender Entdeckungstour im Garten ihres Großvaters“…zumindest musste ICH daran denken, als ich diesen Titel las/hörte.

Aber spätestens als die ersten Maschinengewehre auftauchten und jemand niedergeschlagen wurde, musste ich meine Meinung revidieren.

Im Film geht es um den Journalisten Tim (und seinen Hund Struppi), welcher auf einem Trödelstand ein Modell der Einhorn kauft. Die „Einhorn“ ist ein wunderschönes Schiff, das einst die Weltmeere durchkreuzte und um das sich viele Geschichten ranken. Seltsamerweise scheint Tim nicht der Einzige zu sein, der sich für das Modell interessiert und als er in der Nachbildung der „Einhorn“ einen mysteriösen Hinweis entdeckt, wird ihm auch klar warum.

Es beginnt eine wilde Verfolgungsjagd, bei der es immer wieder zu Fluchten, Schlägereien und Schießereien kommt – selbstverständlich kinderfreundlich: Auch ein Fall aus 6 Metern Höhe führt nicht zu schwerwiegenden Verletzungen oder gar zum Tod.

All das wird unterstützt von humorvollen Kommentaren und ebenso amüsanten Stunts. Wer also nicht unbedingt darauf aus ist, dass Blut fließt, dem kann ich diesen Film durchaus empfehlen.

Soweit zum Inhalt…doch nun möchte ich noch etwas zur „Machart“ des Films sagen: Bei „Tim und Struppi – Das Geheimnis der Einhorn“ wurde das Performance-Capture-Verfahren verwendet. Dabei werden Animation und Realität verbunden, indem die Schauspieler beim Drehen der Szenen blaue Anzüge tragen. Ihre Mimik und Gestik wird dann auf die Animationen übertragen – die Figuren bewegen sich also wie echte Menschen, sehen jedoch nicht so aus.

Mir persönlich hat dieses Verfahren sehr gut gefallen – meinen Freunden, die mit mir im Kino waren, erging es ebenso.

Was mir aber nicht so gefallen hat, war der Eintrittspreis. Ich war leider am Wochenende im Kino und habe zudem den Kinofilm noch in 3D gesehen. Dafür war ich dann 11€ los – und ich zahle noch den Schülerpreis, hatte meine 3D-Brille selbst mitgebracht und saß auf den „billigen“ Plätzen.

Außerdem muss ich eingestehen, dass ich von dem 3D-Effekt nicht wirklich etwas gemerkt habe. Meine Freunde dagegen waren total begeistert von dem Wüstensand, der einem entgegenwehte oder irgendwelchen anderen Gegenständen, die den Zuschauern entgegenkamen – zumindest den Zuschauern, die solche Effekte besser wahrnehmen als ich.

Trotzdem hat mir der Film gefallen – nachdem ich mich von dem Kinopreis erholt hatte :P.

 

Kurz im Überblick

Filmstart:                  27.10.2011

Länge:                       110 Minuten

FSK:                           6 Jahre

Trailer:                      http://www.youtube.com/watch?v=fQNfqUAhGWk

Einschätzung:         humorvoll, interessant bis zur letzten Minute, spannend

Aushilfsgangster

Filmrezension „Aushilfsgangster“

 

Am Montag dem 14.11.2011 war ich mit meiner Tante im Kino – wir haben uns Aushilfsgangster angesehen (Da seid ihr überrascht, hm? Das hättet ihr bei dem Titel nicht erwartet, oder?).

Im Grunde könnte ich meine Meinung über diesen Film in zwei Wörtern zusammenfassen: Absolut lustig!

Aber das kann ich natürlich nicht machen – das heißt, ich könnte schon, aber das würde vermutlich nicht allzu hilfreich sein, weshalb ich also etwas detailreicher werde.

Der Film beginnt mit dem Beginn des Arbeitstages von Josh Kovacs, welcher als Manager im sogenannten „Tower“ arbeitet, einem exklusiven Wolkenkratzer in New York. Und dieser Arbeitstag hat es in sich. Josh erfährt, dass sich Arthur Shaw, welcher im Penthouse des Towers wohnt, verspekuliert hat. Und dabei ist nicht nur dessen Geld flöten gegangen, sondern auch das von Josh und seinen Angestellten, deren Pensionsfonds von Arthur Shaw verwaltet wurden.

Einige werden sich jetzt vielleicht fragen, was daran bitte lustig sein soll. Nun, gar nichts – von einigen kleinen Witzen am Rande mal abgesehen. Die eigentliche Komik beginnt nämlich erst, als Josh beschließt, zusammen mit ein paar Freunden das Penthouse auszurauben.

Denn aus verlässlicher Quelle weiß er, dass Shaw vor seiner offiziellen Pleite sämtliche seiner Konten leergeräumt hat – wo hat er die 20 Millionen, die sich insgesamt darauf befanden jedoch versteckt? Für die Amateurverbrecher ist klar, dass sie sich im Tower befinden müssen, doch wie sollen sie dort hinein und wieder hinausgelangen, ohne dass jemand etwas bemerkt? Um das zu schaffen, holen sie den Verbrecher Slide gegen Kaution aus dem Gefängnis und beginnen mit dem Erstellen eines Plans.

Ich kann euch sagen, ab hier konnte ich stellenweise nicht mehr aufhören zu lachen. Denn seien wir mal ehrlich: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.

Schon während der Planung gibt es einige Probleme, die mich zum Lachen/Kichern brachten. Und bei der Umsetzung des Plans gab es für mich kein Halten mehr – vor allem, als sich unvorhergesehene Schwierigkeiten auftaten.

Ich kann euch den Besuch dieses Films wirklich nur empfehlen!

Kurz im Überblick

Filmstart:                  3.11.2011

Länge:                      105 Minuten

FSK:                          12 Jahre

Trailer:                      http://www.youtube.com/watch?v=HYLti1fpb6I

Einschätzung:         absolut lustig