person-768436_640

Ist das Kunst oder kriminell?

Wäre ich in der Kunstszene tätig, hätte ich von dem Künstler Richard Prince schon vor seinem jüngsten Skandalwerk gehört.

An dieser Stelle schreibt unsere Reporterin Genna-Luisa Thiele regelmäßig eine Kolumne über aktuelle Gedanken, die sie sich macht. Irgendwo zwischen Provokation, Schönmale und -Musikerei, Mitteilungswahn und Mittelfingermentalität sollen sich die Themen, Artikel und Dinge, die hier landen bewegen – von euch beurteilt und kommuniziert werden!
Prince hat sich nämlich Instagrambilder von privaten und semi-prominenten Personen aus dem Netz gefischt, sie nachträglich unter dem Usernamen richardprince1234 mit einem Kommentar versehen und auf Leinwand gezogen – ohne Erlaubnis der Abgebildeten.

Moralisch fragwürdig, sonst legal
Hätte ich mehr Kunstunterricht gehabt, wäre mir klar, dass Princes Werk tatsächlich Kunst ist. Diese zeitgenössische Kunstbewegung heißt Appropriation Art. Deren Verfechter nutzen einen schmalen Grad zwischen Fälschen und Kopieren, um aus imitierter Kunst neue Kunst zu schaffen. Prince macht also zum Beispiel Collagen, und verwendet dafür Ausschnitte aus den Werken fremder Fotografen. Weil er diese Ausschnitte aber um etwas Eigenes ergänzt und die Aussage in einen neuen Kontext stellt, ist das neue Werk trotz Abkupferung sein eigenes.

Obwohl Prince das Gericht definitiv von innen kennt und die Aktion einen medialen Moralschock hervorruft, ist Prince bisher im Recht. Das liegt nicht nur an dem Deckmantel der Kunst. Wer einmal in zehn Jahren wirklich die Datenschutz- und Nutzerrichtlinien der sozialen Medien liest, bevor er sie akzeptiert, weiß, weshalb er dabei ein mulmiges Gefühl hat.

Wem gehören unsere Bilder?
Prince drückt dieser Kunstgattung lange schon seinen eigenen Stempel auf, doch gerade jetzt ist sein Werk brisant. Kunst hat ja nicht selten eine Botschaft. Wo ich bei bunten Klecksen auf weißem Hintergrund noch nichts checke, ist die Kunst seiner kopierten Selfies ein bisschen simpler zu verstehen: sind unsere Bilder einmal im Netz, gehören sie nicht mehr zwangsläufig uns.

Selfies für 90.000 Dollar
Provokante Kunst also, die nebenbei die Schaulust von uns Menschen bedient. Käufer sollen für ein solches Bild 90.000 Dollar aus ihrem Geldbeutel ziehen (nicht in Scheinen, nehme ich an) und sich das Bild dann zu eigen machen. Ein Bild, das durchaus ein Bild von mir sein könnte, hätte ich einen Instagram-Account. In diesem Falle zeigt Prince plakativ, was für Folgen es hat, eigene Selfies unbedacht frei zur Verfügung zu stellen. Appropriation Art ist eben entweder eine Huldigung oder Kritik.

Ist das Kunst oder ist das kriminell?
Ich gestehe, ich neige dazu mein Profilbild monatlich bei Facebook zu ändern. Selbstdarstellung nennt man das wohl. Ich bin aufgewachsen damit, Spiegelbilder von oben rechts zu sehen und damit einen intimen Querschnitt aus fremden Badezimmern, Urlauben, Fotoshoots zu bekommen, von meinen Freunden, meiner Familie, aber auch von Fremden. Oft genug mahnt mich mein Selbsterhaltungstrieb davor wo meine Fotos landen könnten. Somit finde ich die Aktion genial darin, plastisch zu zeigen wie real www. sein kann.

Und hoffe, nie semi-prominent zu werden.

Hier geht’s zu Gennas facebook-Seite Subthieles! 

Foto: Lupo / pixelio.de

Blick in die Glaskugel – Unsere Potentiellen Sommerhits für 2013

 

Foto: Lupo / pixelio.de

Foto: Lupo / pixelio.de

Endlich wieder gutes Wetter! Leider sah es ja in den letzten Wochen da nicht so gut aus. Da kann man ja fast denken,dass der Liebe Gott da oben zu oft „Please don’t stop the rain“ von James Morrison gehört hat. Aber endlich wird es besser. Und was fehlt da noch? Genau! Ein paar richtig gute Sommerhits.

Mein absoluter Liebling ist grade von Macklemore & Ryan Lewis „And we danced„. Ich bin mir verdammt sicher, dass der ganz oben in den Charts sein wird.

Ein weiterer echt cooler Hit um in der schönen Sommernacht die Sterne anzuschauen ist von One Republic „Counting Stars“.

In der deutschen Musikszene gibt es auch ein paar gute Hits. Zum Beispiel sind die Sportfreunde Stiller zurück! Unzwar mit ihrer neuen Single „Applaus,Applaus„.

Leider folgt nicht jeder Künstler deren Beispiel. Zum Beispiel ist auch „Prince“ Kay One zurück mit seiner Single „V.I.P.„. Also mein Geschmack ist es auf keinen Fall.

Außerdem kommt auf jeden Fall diesen Sommer der Retro-Sound zurück. Super Singles für den Sommer aus der Kategorie von Robin Thicke ft. T.I. und Pharell Williams „Blurred Lines“. Ein absoluter Ohrwurm! Auch der Song von Daft Punk ft. Pharell Williams „Get Lucky“. Also in der BiP-Redaktion sind die Lieder sehr beliebt.

Und mitten in der Welttour von Beyoncé hat es die gute auch noch geschafft, was gutes aufzunehmen. „Standing on the Sun“ kann man aber gerade nur im H&M Werbespot hören.  Apropos Werbespots, bei Pro 7 kann man ja demnächst die Show „Got to dance“ sehen. Im Teaser der Serie ist im Hintergrund ein guter Song von den Newcomern Woodkid „Run Boy Run“ zu hören. Kann ein Sommerhit werden, muss aber nicht.

Ich hoffe das ihr mit meiner kleinen Prognose euch jetzt erst einmal ne gute Sommer-Playlist zusammenstellen könnt ;-). Was sind Deine größten die Sommerhit-Kandidaten ?

Patricia