VERSPAETUNGNERVT

Wir bitten um Entschuldigung…. NOT!

Manche Sachen nerven. Total. Und dann müssen sie raus.

Ein Kurzkommentar von Thea-Sophie Torsz

Bildquelle: Dirk Kruse, Pixelio

Bildquelle: Dirk Kruse, Pixelio

Jeder kennt es: Du stehst am Bahnhof, hast eigentlich gerade total Stress, weil Du zu einem Termin musst. Plötzlich passiert es:„Aufgrund technischer Probleme hat der folgende Zug (so und soviel) Minuten Verspätung. Wir bitten um Entschuldigung.“ oder auch „Wegen Probleme im Betriebsablauf hat der Zug (so und so viel) Minuten Verspätung. Wir bitten um Entschuldigung.“

Wenn man es aber absolut dringend hat, sogar schon zur Bahn gesprintet ist wie ein Wahnsinniger, dann passiert meist das: „ Der Zug fällt auf Grund technischer Störungen aus! Wir danken für Ihr Verständnis“. Und ich glaube absolut jeder hätte Verständnis dafür, wenn einmal eine Bahn 5-10 Minuten Verspätung hat, ja ok vielleicht kann man auch gerade noch so 20 Minuten Verspätung hinnehmen. Aber wenn das fast jede Woche passiert, hört das „Wir bitten um Entschuldigung.“ langsam auf.

Laut einer Statistik der Website www.news.de hatte die Deutsche Bahn 2014 ganze 7,2 Jahre Verspätung!!! Hallo ? Wie geht das denn bitte?
Aber hey, hätten wir die Deutsche Bahn nicht, würden wir nicht so einfach durch Berlin fahren. Klar es gibt auch die BVG, aber diese würde nicht ganz Berlin-Brandenburg abdecken. Außerdem feiert die Deutsche Bahn AG dieses Jahr 21. Jubiläum und durch sie wurden nach dem Mauerfall in Deutschland zwei Eisenbahnen- und damit zwei Schienennetze vereint.

Ach, aber wisst Ihr was? Das ist mir grade egal. Ich habe kalte Füße und mein Termin ist nun auch futsch. Danke Bahn!

Foto: about blank

Eine Nacht im Blank und was mich störte…

Als feierfreudiger Nachtmensch möchte ich ein paar Worte über meinen letzten Aufenthalt im Club ://about blank verlieren.

Foto: about blank

Foto: about blank

Von Louis

Club: ://about blank
Event: Soliparty
Eintritt: 10,-

Direkt am Ostkreuz beheimatet zählt das Blank zu meinen Lieblingslocations, ausgezeichnet durch eine faire, aber bestimmte Türpolitik, eine nette Aufmachung und ein bunt gemischtes Publikum. An sich ein Ort zum Wohlfühlen also, rein vom Flair. Als letztes Event stand eine Soliparty an, um das Leipziger Clubprojekt Institut für Zukunft (IfZ) zu beschleunigen, gehostet und gelabelt von der Berliner abyss-Partyreihe. Angekündigt war ein audiovisuelles Aufgebot des Technos, das Line-Up des Abends lockte mit Milton Bradley und anderen, eher der dunklen, treibenden Sparte der elektronischen Tanzmusik zugehörigen DJs. Ein guter Grund folglich, um dem Laden mal wieder einen Besuch abzustatten. Ankunft gegen 2 Uhr, Schlange 10 minuten lang, alles wie gewohnt. Doch prompt gabs den ersten Dämpfer; als wir auf Nachfrage des Türstehers nicht mehr den Namen der Party parat hatten, wurde uns nahegelegt, unser Glück heute abend nochmal „woanders zu probieren“. Das warf uns erst einmal aus der Bahn, da man diese Art der Türpolitik eigentlich nicht vom Blank kennt. Doch was hilft da alles klagen, wenn der Raver sich in den Kopf gesetzt hat, eine Party zu feiern, dann setzt er dies auch mit allen Mitteln durch. Also, 20 min warten, neu anstellen, Partynamen einprägen, problemlos reinkommen. 10 Euro für ein nettes Fleckchen Tinte am Handgelenk sind okay, da möchte man nicht meckern. Die beiden Floors gerammelt voll, überall leute am trinken, rauchen, tanzen, die Stimmung stimmt. Doch irgendwie will die Vorfreude nicht der eigentlichen Euphorie weichen. Die Bässe drücken zwar, das Bier auch, irgendwas fehlt. Ich fange an zu tanzen, werde aber nicht mitgerissen. Der DJ verhaut einen Übergang ganz grausam, ich hole mir ein Bier. 2 Euro Fuffzig, fairer Preis. Zeit für einen Raumwechsel. Auf dem zweiten Floor legt mittlerweile Milton Bradley auf, fieser Techno mit Acid Einflüssen. Eigentlich was für die ganz verschickten Stunden, doch der Beat verfehlt seinen Zweck, ich ermüde.

Bei einer Zigarette im Außenbereich merk ich, was mich stört. Die Musik.

Ich vermisse verspielte Harmonien, deepe Sounds, Abwechslung im Set; ein bisschen mehr als das stetige Knallen der Drums und die Absenz von Melodie. Auch Techno kann überraschen, entzücken und gleichzeitig kompromisslos vorantreiben. Ich versuche noch hier und da ein wenig zu tanzen, trinke ein paar Bier mit meinen Freunden und bestaune die Visual Effects bei einer Pause im Außenzelt. Gegen 6 machen wir uns heim, in der S-Bahn verfall ich dann in Sekundenschlaf. Es wäre sicher noch mehr drin gewesen. Ich bezweifel nicht, dass viele Leute heute einen wundervollen Abend gehabt haben, nur hat es halt nicht so ganz meiner sein sollen. Nichtsdestotrotz ist und bleibt das about blank einer meiner Lieblingsclubs, mit dem Potential, immer für eine gute Party offen zu sein und einem so unkomplizierten Publikum wie selten wo. Definitiv einen Besuch wert!

://about blank
Markgrafendamm 24c, Nähe S-Bhf Ostkreuz,  B-Friedrichshain
http://aboutparty.net/