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So geht ESC in Finnland – Teil 1

In Deutschland schmeißt der vermeintliche Vertreter in der Finalshow hin während Finnland seinen Vertreter feiert… Übrigens, schon eine Woche früher als ihr Südlichter.

Jaja, die Finnen wollten nach langer Zeit auch mal wieder gewinnen und haben deswegen zurück geschaut: Wie haben wir es das letze Mal gemacht? Nun, mit Lordi. Das war nicht schwierig. Geile Show, lustige Band und das wars. Ach ja, und Lärm, den sie Musik nannten… Irgendsowas brauchte man ja.

Also, wie können die Finnen es dieses Jahr machen? Nun, wir schicken eine Punk-Band. Daraus kann man so geile Shows machen. Ach ja, und eine lustige Band. Die haben sie gefunden, denn unsere Vertreter sind mit so einem Eifer bei der Sache, dass das fast schon lächerlich wirkt. Aber Tatsache, sie meinen es ernst: sie lieben die Musik.

Die Musik klingt auch definitiv nicht schlecht, aber nicht der Grund, der uns europaweit in die Zeitungen gebracht hat. Nein, das lag daran, dass unsere Band komplett aus Musikern besteht, die Trisonomie 21 haben. Aber hört selber mal rein:

Definitiv nicht schlecht (auch nicht überragend, aber darauf kommt es bei  ESC eh nicht an). Da macht es Spaß zuzugucken und Europa kennt uns, wir sind speziell. Ziel erreicht.

Gut, auch Deutschland hat es in (zumindest die finnischen) Zeitungen geschafft. Als der, der die Nominierung abgelehnt hat und niemand weiß warum. Da finde ich uns schon besser… So gut, dass ich mit der restlichen Redaktion gewettet habe.

Ich habe gewettet, dass es Finnland definitiv unter die ersten Drei schafft. Wenn nicht, bekommt die Redaktion ein Paket voll mit Naschkram und anderen tollen finnischen Spezialitäten. Wenn nicht, bekomme ich ein deutsches Süßigkeiten-Paket. Top, die Wette gilt!

In diesem Sinne bis zum zweiten Teil, bei dem ich euch dann erzähle, wie die Finnen den ESC gucken. Insofern ich mich anschließend noch an etwas erinnere… Was ich damit meine? Das erfahrt ihr dann!

 

ROCKIT

They Will Rock You! Rock It! – das Musical

Vor fünf Jahren lief der deutsche Jugendfilm Rock It! in unseren Kinos an. Jetzt kommt in Berlin ein Musical.

Eine deutsche Variante der amerikanischen Teenie – Musical Filme, deren Beliebtheit High School Musical und Camp Rock zu verdanken ist. Junge, unbeschwerte Schauspieler brachten die zwei Kontrahenten Klassik und Rock in einem Film zusammen. Das diente dem Projekt TAMUTHEA + Friends als Anlass, um mit über 80 Kindern, Jugendlichen und jung gebliebenen Erwachsenen ein großes Musical aus der Filmvorlage zu basteln.

Ein Bericht von Janina Wildermuth und Julia Tilk

Man könnte jetzt annehmen, die Proben dazu finden in einem angemietetem großen Saal statt. Stattdessen führte uns der Weg in die Turnhalle eines Berliner Gymnasiums. Eine einfache Sporthalle, die genügend Platz für  das Schauspiel, sowie ein Zuschauerabteil bietet. Der provisorischen Bühne saßen Vertreter des TAMUTHEA, die Produktionsleitung, sowie der engagierte Regisseur Daniel Axt gegenüber. Als Hauptdarsteller Nick in der Filmfassung kann er genauestens sagen, wie was auszusehen hat. Haltung, Aussprache, Bewegung, Gestik und Mimik. Neben seinem Studium coached er die vier verschiedenen Gruppen und bringt sie als perfektes Zusammenspiel auf die Bühne.

„na logo – aber so was von 100pro!“, dachten sich wohl das Schostakowitsch-Orchester und der Kinder- und Jugendchor CANZONETTA, als sie dem jungen TanzMusikTheater TAMUTHEA bei der Umsetzung eines solchen Jugendprojektes im Herbst 2013 zusagten. 1 ½ Jahre ist es her, dass sich auch die Band ROCK IT aus echten Berliner Musikern zusammengestellt hat.

Musik und Liebe

Im Film, wie auch im Musical geht es um die 15-jährige Julia, die kurz vor der Aufnahmeprüfung am klassischen Musikinternat Amadeus steht. Als sie dann von dem Aufruf der Band ROCK IT zur Suche eines Keyboarders erfuhr, bewarb sie sich wagemutig bei ihnen. Nick, der Leadsänger wirkt auf Julia unglaublich anziehend, und so kommt es, dass sie sowohl den Jungen, als auch die Rockmusik der Klassik am Internat vorzieht. Doch neben der Geheimnistuerei vor ihren Eltern, gibt es noch ein Problem. Betty, ihre Duettpartnerin fürchtet um ihre Karriere und versucht Julia mit allem Mitteln auffliegen zu lassen.

„Vorhang auf, die Welt ist unsere Bühne“
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Man fragt sich jedoch, was unterscheidet das Musical vom Film? Wieso sollte man sich die Bühnenaufführung anschauen? Zusätzlich zu den bekannten Musikstücken werden neue sitautionsangepasste Songs präsentiert. Auch die Klassik soll mehr in den Fokus rücken. Während im Film vieles einfach geschnitten werden kann, muss dies beim Theater ohne Patzer hintereinander weg ablaufen.

„Momentan fehlt noch etwas der Flow“

Eine enorme Herausforderung ist die Koordination von Bühnenbild, Musik und der Szenerie. Die Sets sind noch etwas statisch, doch es wird daran gearbeitet, die Übergänge dynamischer wirken zu lassen.

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Ohne Casting zum Cast

Die Schauspieler des Musicals wurden nicht etwa, wie bei der Filmproduktion gecastet, nein das Angebot stand jedem offen, aber vor allem unter den Mitgliedern des TAMUTHEA wurde nach passender Besetzung gesucht.
Aus dem Gespräch mit den schulpflichtigen Mitwirkenden haben wir erfahren, dass der zusätzliche Lernfaktor ertragbar ist. Die Proben finden 2x die Woche statt, zur Endphase hin auch an den Wochenenden. Auch die jungen kommen mit der Mehrbelastung klar. „Normaler Schulalltag, und in den Pausen wird halt gelernt.“ – erklärt Kira Vanessa Hauß, Darstellerin der Julia.
„Lebe deinen Traum“ – lautet das Motto. So gibt es natürlich einige, die auch nach Rock It! eine Laufbahn als Schauspieler, Tänzer oder Sänger verfolgen wollen. Der 21-jährige zweit- Darsteller des Protagonisten Nick, Sebastian Kremkow, studiert beispielsweise Eventmanagement, und schaut, was nach Rock It! geschehen wird.

Unser Fazit? Ein super Musical-Konzept, mit talentierten Jugendlichen aus den Bereichen Tanz, Gesang und Schauspiel, was man sich definitiv ansehen sollte! Die Uraufführung ist am 27. März im Theater am Kurfürstendamm. Na dann, let’s rock it!

Klingt doch ziemlich cool oder? Wenn ihr Bock habt selber mal auf der Bühne zu stehen und euer Star-Potenzial zu beweisen, könnt ihr jeden Freitag von 17-20 Uhr zum Probetraining ins Tanzstudio „La Caminada“ in Kreuzberg vorbeikommen. Wenn du Spaß am Schauspielen hast und mal ins Showgeschäft reinschnuppern möchtest, ist das genau das Richtige für dich. The stage is yours!

Das Musical ist vom 27.03. bis 02.04.2015 jeweils 19 Uhr im Theater am Kurfürstendamm, Berlin zu sehen.

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Rock It! – Das Musical

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Vorweihnachtszeit in Finnland…

Der Weihnachtsmann ist keine Erfindung von CocaCola, sondern eine aus Finnland… Wie also wird man im Lande des Weihnachtsmannes auf Weihnachten eingestellt? Nun, um es vorweg zu nehmen, nicht so gut wie in Deutschland.
Denn die Deutschen sind die Weltmeister in der Vorweihnachtsstimmung. Auch wenn jetzt die Konsumkritiker wieder aufmucken: „Ja, aber das auch nur weil die Konzerne uns mit Weihnachtsspots drauf einstimmen und alles Verweihnachtet wird“. Durchaus richtig, deutsche Vorweihnachtszeit ist unglaublich konsumorientiert (z.B. Weihnachtsmarkt), verbunden mit einer Handvoll Traditionen für die ganze Familie.
Das mag jetzt mürrisch und knapp bringen, aber weil es jetzt nicht um Deutschland gehen soll, wollte ich mich auf das wesentliche konzentrieren. Soll am Ende nicht heißen, dass ich die Vorweihnachtszeit gerade in Deutschland nicht von ganzem Herzen liebe! Wirklich!
Die Finnen können den Deutschen in Sachen Vorweihnachtszeit auch nicht wirklich das Handtuch reichen, wir Deutschen sind einfach ungeschlagen. Obwohl die Finnen von Natur aus einen großen Vorteil haben: Schnee! Im Norden mehr, im Süden weniger. Aber immer mit Garantie.
Hier in Helsinki hatte ich diesen Winter zweimal deutschen Winter. Ich habe mich total gefreut, bis mich die Finnen auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt haben und meinten: Öhm, das war noch kein Winter. Das war ein bisschen Schnee. Winter gibt es schon im Norden – und mit Norden meine ich alles nördlich von Helsinki und ungefähr 100 Kilometer von der Küste entfernt. Denn da liegt schon sehr sehr viel Schnee und der Weg zur Schule wird auf Skiern zurückgelegt. Klingt komisch, ist aber so. Weckt einen am Morgen wohl auch gleich auf, was besonders wichtig ist, weil man hier ja kaum noch Sonne hat.

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Aber ja, wie bekommen die Finnen sonst noch Weihnachtslust? Im Prinzip kann man das auf Sachen runterbrechen: Musik, Kerzen und Pikkujoulut.
1. Musik Continue reading

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Premiere in Berlin: HOLI Night of Colours

Hellbunt durchströmt die Holi-Welle die Nacht vom 6. zum 7. September 2014 in der Hauptstadt. Holi ist ein aus der Hindu Überlieferung stammendes indisches Frühlingsfest. Dieses wird gemeinsam bunt gefeiert und erobert nun ganz Europa. Am Wochenende gab es das erste Holi Night of Colors mit speziellen fluoreszierenden UV-Licht Farben als Nacht-Event. BerlinImPuls Reporterin Caro war für euch dabei…

von Carolin Weiß

Das war TOP!

Ja, es war schön! Es waren die Farbspielereien, die Atmosphäre am Metaxa Bay und die gut gelaunten Besucher, die diese erste Berliner Holi Night of Colours zu einem unvergesslichen Event gemacht haben. Unter Tropischen Palmen, mit Quarzsand unter den Füßen und direkt am Ufer des Humboldthafens ging es auch garnicht anders, als Urlaubsgefühle aufkommen zu lassen. Besucher aus ganz Deutschland sind angereist um dabei sein zu können. Es gab eine Feuerschow und stündlich einen Countdown der Farbexplosionen. Viele Knicklichter, die leuchtende Lokation und die bunte Masse an tanzenden und singenden Leuten machte die Nacht zum Tag. Highlight: Die UV – Farben waren definitiv besser als die normalen Farbbeutel.

Das war FLOP!

Was die Musik betrifft, steckt die erste Holi Night noch etwas in den Kinderschuhen. Es lief überwiegend sehr chillige Musik was zu Strandgefühl passte, aber nicht so richtig tanzbar war. Die Location war toll, wenn auch etwas kleiner als bei den normalen Holi Events – aber auch hier ist ja noch Luft nach oben :-)

FAZIT

Wenn beim nächsten Mal die Musik besser passt, bin ich wieder dabei. Vielen Dank an alle die da waren – Super Job und nette Leute!

 

 

 

 

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Musik-Szene-Check: Das ist Hardcore!

Was ist Hardcore für eine Musikszene? Wofür steht die Musik, der Lifestyle, warum ist man Teil dieser Musikbewegung? BerlinImPuls stellt euch Fans, Bands und Konzertveranstalter vor und lüftet das Geheimnis von so manch einem Klischee.

Ein Gastbeitrag vom Medienkompetenzzentrum mezen in Berlin-Pankow.

Teil 1: Das ist Hardcore!

 

Teil 2: Das ist Hardcore auch nicht :-)

 

 

just the fun 2013

Just De Fun 2013 – Breakdance Festival Neukölln

Das Medienkompetenzzentrum Szenenwechsel stellt Euch in diesem Beitrag das Just de Fun Battle 2013 in Neukölln vor. Dort treffen sich verschiedene Breakdance- und HipHoptänzer um gegeneinander anzutreten. In kurzen Interviews geben Euch einige der Tänzer ihr Statement zu dieser Veranstaltung ab. Viel Spaß beim Schauen !

Foto: about blank

Eine Nacht im Blank und was mich störte…

Als feierfreudiger Nachtmensch möchte ich ein paar Worte über meinen letzten Aufenthalt im Club ://about blank verlieren.

Foto: about blank

Foto: about blank

Von Louis

Club: ://about blank
Event: Soliparty
Eintritt: 10,-

Direkt am Ostkreuz beheimatet zählt das Blank zu meinen Lieblingslocations, ausgezeichnet durch eine faire, aber bestimmte Türpolitik, eine nette Aufmachung und ein bunt gemischtes Publikum. An sich ein Ort zum Wohlfühlen also, rein vom Flair. Als letztes Event stand eine Soliparty an, um das Leipziger Clubprojekt Institut für Zukunft (IfZ) zu beschleunigen, gehostet und gelabelt von der Berliner abyss-Partyreihe. Angekündigt war ein audiovisuelles Aufgebot des Technos, das Line-Up des Abends lockte mit Milton Bradley und anderen, eher der dunklen, treibenden Sparte der elektronischen Tanzmusik zugehörigen DJs. Ein guter Grund folglich, um dem Laden mal wieder einen Besuch abzustatten. Ankunft gegen 2 Uhr, Schlange 10 minuten lang, alles wie gewohnt. Doch prompt gabs den ersten Dämpfer; als wir auf Nachfrage des Türstehers nicht mehr den Namen der Party parat hatten, wurde uns nahegelegt, unser Glück heute abend nochmal „woanders zu probieren“. Das warf uns erst einmal aus der Bahn, da man diese Art der Türpolitik eigentlich nicht vom Blank kennt. Doch was hilft da alles klagen, wenn der Raver sich in den Kopf gesetzt hat, eine Party zu feiern, dann setzt er dies auch mit allen Mitteln durch. Also, 20 min warten, neu anstellen, Partynamen einprägen, problemlos reinkommen. 10 Euro für ein nettes Fleckchen Tinte am Handgelenk sind okay, da möchte man nicht meckern. Die beiden Floors gerammelt voll, überall leute am trinken, rauchen, tanzen, die Stimmung stimmt. Doch irgendwie will die Vorfreude nicht der eigentlichen Euphorie weichen. Die Bässe drücken zwar, das Bier auch, irgendwas fehlt. Ich fange an zu tanzen, werde aber nicht mitgerissen. Der DJ verhaut einen Übergang ganz grausam, ich hole mir ein Bier. 2 Euro Fuffzig, fairer Preis. Zeit für einen Raumwechsel. Auf dem zweiten Floor legt mittlerweile Milton Bradley auf, fieser Techno mit Acid Einflüssen. Eigentlich was für die ganz verschickten Stunden, doch der Beat verfehlt seinen Zweck, ich ermüde.

Bei einer Zigarette im Außenbereich merk ich, was mich stört. Die Musik.

Ich vermisse verspielte Harmonien, deepe Sounds, Abwechslung im Set; ein bisschen mehr als das stetige Knallen der Drums und die Absenz von Melodie. Auch Techno kann überraschen, entzücken und gleichzeitig kompromisslos vorantreiben. Ich versuche noch hier und da ein wenig zu tanzen, trinke ein paar Bier mit meinen Freunden und bestaune die Visual Effects bei einer Pause im Außenzelt. Gegen 6 machen wir uns heim, in der S-Bahn verfall ich dann in Sekundenschlaf. Es wäre sicher noch mehr drin gewesen. Ich bezweifel nicht, dass viele Leute heute einen wundervollen Abend gehabt haben, nur hat es halt nicht so ganz meiner sein sollen. Nichtsdestotrotz ist und bleibt das about blank einer meiner Lieblingsclubs, mit dem Potential, immer für eine gute Party offen zu sein und einem so unkomplizierten Publikum wie selten wo. Definitiv einen Besuch wert!

://about blank
Markgrafendamm 24c, Nähe S-Bhf Ostkreuz,  B-Friedrichshain
http://aboutparty.net/

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Vorhang auf für Nachwuchs-Schauspieler: Berliner Ferienkurs!

Schauspielkurse in Berlin gibt es ja viele, doch wann bekommt man mal die Gelegenheit es an einer richtigen Schauspielschule zu proben? Die Schauspielschule Berlin bietet in den Winterferien vom 03.02.14-07.02.14 einen Ferienkurs an: „Stage on … Die Bühne gehört dir“.

von Lea Neumeyer

In dem Schauspielkurs könnt ihr erfahren, wie es ist, eine Schauspielausbildung zu machen und eurer Fantasie freien Lauf lassen. Die Inhalte des Kurses sind z.B. Entwicklung kleiner Spielszenen und Textbehandlung. Geleitet werden die Kurse von Studenten der Schausielschule, z.B. aus den Bereichen wie Musik, Körper/Raum/Stimme. Am Montag findet als erstes eine Einführung statt, dort lernt ihr was über die Schule und bekommt eine Art Stundenplan, damit ihr wisst, wann ihr wohin müsst. Am Ende jedes Tages trefft ihr euch mit Leuten aus dem 7. Semester und arbeitet an Stücken oder improvisiert. Euer Tag an der Schule geht immer von 12.00-16.00 Uhr. Die Schule ist gut mit der U Bahn oder Straßenbahn zu erreichen (Station: Frankfurter Allee). Der Kurs kostet 20 Euro für die ganze Woche.

Im Allgemeinen kann ich euch diesen Kurs nur empfehlen. Ich persönlich konnte viel lernen und hatte Spaß. Man lernt viele neue Leute kennen, da man mit allen Leuten zusammen spielt und nicht nur mit seinen Freunden. Nutzt die Chance, eure eigenen Erfahrungen zu sammeln – und zwar als „Student“ in der Schauspielschule. Während des Projektes lernt ihr, was auf euch zukommt und wie viel Arbeit es kostet, wirklich Schauspieler zu sein und was es bedeutet, diesen Beruf zu erlernen.

Daumen hoch für dieses Angebot!

Linktipp: Berliner Schauspielschule

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Apple-Check: 12 Tage Geschenke – Tag 6

Apple macht gerne alles anders als die anderen. Das wird gerne bemängelt, kann aber auch echt gut sein. Beispielsweise macht Apple nicht als 10.000ste Firma einen Adventskalender – nein, sie verteilen Geschenke nach Weihnachten und verpacken das dann hübsch in eine App.
Diese App heißt 12 Tage Geschenke und ist kostenlos im App Store erhältlich. Und hier wird getestet, was die Geschenke taugen und ob man sich den Speicherplatz lieber sparen sollte, denn zum Teil sind auch Blockbuster dabei – zumindest wenn man in Cupertino so großzügig ist, wie in den letzten Jahren.
Heute gibt es das sechste Geschenk: die Single „Unser Tag“ von Helene Fischer. Und die dann in der speziellen „iTunes-Version“, bestehend aus dem Song Unser Tag und drei Videos von ihrem Auftritt in München.
Helene Fischer, wer war das doch gleich? Das ist eine der erfolgreichsten deutschen Schlagersängerinnen Deutschlands, die nicht nur singt, sondern nebenbei auch noch diverse Sendungen auf ARD & ZDF moderiert. Und das schon seit 2005. Dabei ist sie eigentlich gelernte Musicaldarstellerin.
Es ist dasselbe, wie mit Justin Timberlake, es sieht alles gut aus und klingt gut, aber Helene Fischer macht Musik, die (wahrscheinlich) weniger Fans in unserer Altersgruppe hat als JT.
So ist dann auch meine Einschätzung: downloaden sollte man es nur, wenn man auf Helene Fischer steht. Sollte dem nicht so sein, kann man sich den Speicherplatz getrost sparen.

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Was ist … Emo/Scene?

 

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Ein Erfahrungsbericht von Mimi Mushroom

 

 

 

Jeder hat sie schon einmal irgendwo gesehen, die sogenannten Emos.
Sie haben Seitenscheitel und Ponys die quer über die Stirn fallen und mit viel Haarspray fixiert sind. Ihre Augen werden durch einen dicken Lidstrich betont – egal ob männlich oder weiblich, die Klamotten sind hauteng. Die Füße verwöhnen sie am liebsten mit Schuhen von Converse oder Vans, auffälliger Schmuck und Piercings sind ein Muss.
Aber was bedeutet das eigentlich? Und wo hat diese Kultur ihren Ursprung? Und was ist eigentlich der Unterschied zwischen Emo und Scene?

Foto: Lina Luuh

Foto: Lina Luuh

Ursprünglich bezeichnete das Wort „Emo“ (Emotional Hardcore) einen Musikstil, welcher sich in den 80er Jahren vor allem aus dem Punk entwickelte. Die Texte wurden emotionaler und verrieten dem Zuhörer wie es im Inneren des Songwriters oder Sängers aussah. So wurden Gefühle wie Depressionen, Trauer oder Verzweiflung – welche in der Punk- und Hardcoreszene tabu waren – zum ersten Mal offen zur Schau gestellt, untermalt von harten Klängen. Aber auch Liebe und Freundschaft sind viel behandelte Themen.
Besonders beliebte und bekannte Bands wären zum Beispiel Escape the Fate, Bring me the Horizon, Suicide Silence oder auch Secondhand Serenade.

Um die Entstehung des Namen ranken sich diverse Fassungen. Eine Geschichte besagt, dass bei einem Konzert von einer der ersten emotionaleren Punkbands jemand aus dem Publikum rief „You’re Emo!“, was daraufhin als Bezeichnung dieser Musik verwendet wurde. Andere besagen, dass man diesen Musikstil aufgrund seiner emotionalen Texte als Emo bezeichnet.
Selbstverständlich entwickelte sich aus dieser neuen Musikrichtung auch ein Modestil, welcher jedoch kein Muss ist, um zu der Szene dazu zu gehören. Die Emo-Szene ist also eine reine Musikkultur, wo wir auch schon bei der nächsten Frage angekommen wären: Was ist der Unterschied zur Scene Kultur?

Foto: Maria Ria

Foto: Maria Ria

Im Grunde genommen unterscheidet sich die Scene Kultur dadurch, dass sie fast eine reine Stylekultur ist. Die sogenannten „Scene Kids“ fallen besonders durch schrille Farben auf, die sich durch ihr komplettes Outfit und Styling ziehen. Die Haare sind meist stark auftoupiert, mehrfarbig und der Pony fällt ins Gesicht. Einen Scheitel gibt es nicht. Oftmals lassen Extensions die Haare länger aussehen als sie sind. Ein kräftiger, knalliger Lidschatten wird IMMER mit schwarzem Eyeliner kombiniert getragen. Meistens sind außerdem die Augenbrauen durch Puder oder Stift extra betont und Make-up verleiht einen makellosen Teint. Kleidungstechnisch ist eigentlich erlaubt was gefällt, hauptsache es ist bunt und/oder schrill. Häufig findet man zerrissene Strumpfhosen oder gemusterte Strumpfhosen, Galaxy Leggings, Bandanas, Tierprints oder Bandshirts. Accessoires, die verniedlichen, und vor allem Körperschmuck, also Piercings wie Septum, Snakebites oder Bridge, sind kaum wegzudenken für diese Szene.

Aber auch die Lebenseinstellung der Scene Kids unterscheidet sich von der der Emos. Während die Scenes oft viel bzw. übermäßig Party machen, entspannen sich die Emos lieber, hören Musik und treffen sich mit ihren Freunden. Außerdem ist es oftmals(!) so, dass Scene Kids ein größeres Selbstbewusstsein besitzen als Emos oder es vielleicht auch einfach nur vorspielen, was wahrscheinlich daher kommt, dass Scenes einen großen Bekanntenkreis haben und im Internet sehr präsent sind. Sie posten viel, vor allem Bilder von sich oder ihrem Essen, bekommen dafür natürlich dank ihrer vielen Freunde viel Zuspruch und haben normalerweise ihren eigenen Youtubechannel. Ihr Ziel ist es fame zu werden. Scene Kids, die dieses Ziel erreicht haben sind zum Beispiel: Hannie Dropkick, Vanna Venom, Verena Schizophrenia oder ihr Bruder Max Amphetamine.
Wie ihr merkt, haben diese vier merkwürdige Nachnamen. Diese sind ebenfalls ein typisches Merkmal von Scene Kids, die durch diese ausgedachten Namen ihre Privatssphäre schützen. Und mal ehrlich: Das klingt doch gleich viel interessanter, oder?

Auch der Scene Kultur kann man einige Musikrichtungen zuordnen. Diese Musik besteht meist ebenfalls aus den typischen Instrumenten, die es im Emocore auch gibt, doch werden diese von elektronischen Beats unterstützt. Beispielbands für diese Musikrichtung wären zum Beispiel Black Veil Brides, Brokencyde, We butter the bread with butter oder Asking Alexandria.

Ihr seht Emos und Scenes haben zwar eine Menge gemeinsam, sind jedoch nicht das Gleiche. Ich hoffe es fällt euch nun leichter diese beiden Gruppen zu unterscheiden und ihr habt erfahren, was ihr gerne wissen wolltet.
Bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt: Was ist …?
Eure Mimi :*

Foto: Andi EternalMangekyou Sharingan

Foto: Andi EternalMangekyou Sharingan

Foto: Lupo / pixelio.de

Blick in die Glaskugel – Unsere Potentiellen Sommerhits für 2013

 

Foto: Lupo / pixelio.de

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Endlich wieder gutes Wetter! Leider sah es ja in den letzten Wochen da nicht so gut aus. Da kann man ja fast denken,dass der Liebe Gott da oben zu oft „Please don’t stop the rain“ von James Morrison gehört hat. Aber endlich wird es besser. Und was fehlt da noch? Genau! Ein paar richtig gute Sommerhits.

Mein absoluter Liebling ist grade von Macklemore & Ryan Lewis „And we danced„. Ich bin mir verdammt sicher, dass der ganz oben in den Charts sein wird.

Ein weiterer echt cooler Hit um in der schönen Sommernacht die Sterne anzuschauen ist von One Republic „Counting Stars“.

In der deutschen Musikszene gibt es auch ein paar gute Hits. Zum Beispiel sind die Sportfreunde Stiller zurück! Unzwar mit ihrer neuen Single „Applaus,Applaus„.

Leider folgt nicht jeder Künstler deren Beispiel. Zum Beispiel ist auch „Prince“ Kay One zurück mit seiner Single „V.I.P.„. Also mein Geschmack ist es auf keinen Fall.

Außerdem kommt auf jeden Fall diesen Sommer der Retro-Sound zurück. Super Singles für den Sommer aus der Kategorie von Robin Thicke ft. T.I. und Pharell Williams „Blurred Lines“. Ein absoluter Ohrwurm! Auch der Song von Daft Punk ft. Pharell Williams „Get Lucky“. Also in der BiP-Redaktion sind die Lieder sehr beliebt.

Und mitten in der Welttour von Beyoncé hat es die gute auch noch geschafft, was gutes aufzunehmen. „Standing on the Sun“ kann man aber gerade nur im H&M Werbespot hören.  Apropos Werbespots, bei Pro 7 kann man ja demnächst die Show „Got to dance“ sehen. Im Teaser der Serie ist im Hintergrund ein guter Song von den Newcomern Woodkid „Run Boy Run“ zu hören. Kann ein Sommerhit werden, muss aber nicht.

Ich hoffe das ihr mit meiner kleinen Prognose euch jetzt erst einmal ne gute Sommer-Playlist zusammenstellen könnt ;-). Was sind Deine größten die Sommerhit-Kandidaten ?

Patricia

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VAlternative der Woche: Les Blaque Pearlz

 

 

Unsere Redakteure sind jede Woche unterwegs und suchen fieberhaft nach Alternativen zum langweiligen Gedudel des Formatradios. Das ist unsere Serie: Die Alternative der Woche.

Les Blaque Pearlz – happy go FUCK YOU

Eine kleine Klarstellung gleich zu Beginn: Der Bandname Les Blaque Pearlz bedeutet nicht etwa ‚Die Scherzperlen‚ (auf diese Variante kommt man, wenn man Übersetzungswebseiten vertraut), sondern ist vielmehr zufällig entstanden. Rückblende: Ein paar Musiker befanden sich damals in der Karibik, auf einem Schiff und gründeten spontan eine Band, die vom ersten Tag an verschiedene Musikrichtungen vereinen wollte: Les Blaque Pearlz waren geboren.
Nader Rahy ist der Kopf dieser Band und verdient sich seine Brötchen nebst Aufschnitt z.B. als Gitarrist bei Nena oder als Schlagzeuger bei der Band Kingdom Come und er legt manchmal in Berlin als DJ Platten auf.
Das vorliegende Album ist das Ergebnis von 3 Jahren Arbeit, die sich gelohnt haben. Jedenfalls ist das unsere Meinung. Also: Reinhören, Sportfreunde!

http://www.lesblaquepearlz.de/
https://www.facebook.com/naderandtheblackpearls?fref=ts

 

Und was ist DEINE Alternative der Woche? Was hörst Du gerade so? Schreib uns und gewinne mit etwas Glück einen Auftritt in unserer Alternative der Woche. Schreib an: jugendredaktion@berlinimpuls.de

Pressebild IBERIA

Die Alternative der Woche… mit IBERIA

Schule ist Stress. Stress weil alles so anstrengend ist. Anstrengend heißt, man muss irgendwie mal entspannen. Heißt nach der Schule: Hirn ausschalten und gute Musik genießen.  Im meinem Beispiel funktioniert immmer: Bässe – die einem das Hirn wehämmern.

Genau so’ne Musik haben wir heute. Denn IBERIA aka Maja Mathé Milner & Alexander Palmestål aus Gotheburg machen beide leicht psychodelisch anmutenden Electro. Ja – ihr habt eben richtig gelesen: Sie kommen aus Gotheburg; auch wenn der Bandname nicht so klingt (Für alle, die nicht so super in Geo sind: Die iberische Halbinsel ist das Fleckchen Erde hinter den Pyrenäen, also Spanien & Portugal). Und mittlerweile leben beide in Berlin. Ist die Verwirrung perfekt?

Pressebild IBERIA

Machen wir einfach mit der Musik weiter. Ihre neue Single „Everyday“ ist einfach nur bester Schweden-Electro, was bedeutet, dass sofort faszinierenden klar gemacht wird, wie das Leben da draußen im Rampenlicht ist. Es macht einen irgendwie unruhig – reibt auf – schafft es aber trotzdem echt gut, einem das Hirn durchzupusten.

Manch einem mag das alles zu psychodelisch sein – aber gerade das macht es echt schön. Wenn man das vor einer Klausur, einer Arbeit oder einer Präsentation hört, kann anschließend gar nichts mehr schief gehen. Man ist angenehm wach – aber trotzdem entspannt. Scheinbar niemand kann einem mehr was.

Achso, solltet ihr jetzt mehr von der Band hören wollen und tippt einfach nur IBERIA in die Suchmaschine eurer Wahl ein – dann werdet ihr nichts finden, was mit Musik zu tun hat. Die ersten Seiten gehören alle zu einer spanischen Airline.

In diesem Sinne bis nächste Woche
Euer Benny

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Die Alternative der Woche… mit Knorkator

 

 

Heute mehr der ‚Insider der Woche‘, weil Leute die sich sich in der Szene auskennen, kennen auch diese Musik. Bezeichnen diese Band auch als Deutschlands meiste Band der Welt. Andere würden die Band ein Haufen Spinner nennen – und die Musik sinnfreies Rumgegröhle. Ich nenne es Einschlafmusik und die Band sehr merkwürdig.

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Denn wie eine Rockband liest sich die Biografie der Bandmitglieder nicht. „Stumpen“ ist klassischer Sänger und hat an Staatsoper Unter den Linden hier in Berlin gesungen – ganz nebenbei kann er auch beeindruckend hoch singen. Alf Ator ist das Kind einer deutsch-mongolischen Freundschaft. Er kommt 1966 in der Nähe von Govi-Altai (Mongolische Volksrepublik) zur Welt. Im Alter von 14 Jahren wird er mit einer jüngeren Mongolin verheiratet. Die Ehe wird in beiderseitigem Einverständnis gegen ein Entgeld von 240.000 mongolischen Tugriek annulliert. Das einzig rockige scheint zu sein, dass sie von Rod von Die Ärzte entdeckt wurden.

Nun aber zur Musik, zumindest irgendwie: Knorkators Markenzeichen sind ihre satirischen Texte, der schwer tätowierter Sänger Stumpen und die Live-Shows, bei denen das Publikum oft mit Gemüse und Toastbrot beschossen wird, gerne angekündigt als „vegetarische Flugverköstigung“. Ihr Song „Ick wer zun Schwein“ kam beim Vorentscheid 2000 nicht über die Vorrunde hinaus, aber der Auftritt der Band war geil… Kommentar der Bild: „Wer ließ diese Irren ins Fernsehen?“

Ich denke das beschreibt die Band genauso wie sie ist…vollkommen bescheuert bis heute. Aber ich habe mich mit einer guten Freundin unterhalten, die sich viel mit Musik beschäftigt, und sie beschreibt die Musik so: „Also es ist Metal mit Einflüssen aus Allem – keine Ahnung, aber die Texte sind sehr tiefgründig und poetisch; man muss nur versuchen das zu erkennen. Und ansonsten muss man sich das einfach anhören. Ist schwer zu beschreiben, weil das so alles ist…“.
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Das aktuelle Album ist übrigens „Knorkator – Es werde Nicht“ (VÖ: 16.09.2011)

Ich hoffe damit ist euch ein wenig mehr geholfen als ich mit meinem kritischem Blick…

 

www.knorkator.de

In diesem Sinne bis zum nächsten mal
Euer Benny

Pressebild The Lumineers

Alternative der Woche… mit The Lumineers

 

„Sag mal, es gibt da ’ne recht coole Band auf YouTube – magst du die nicht mal als Alternative der Woche nehmen?“ Reingehört und für gut befunden gehe ich nach Hause und überlege, was ich schreiben könnte. Zuhause angekommen mache ich die Tür auf – und was höre ich? „Ho Hey. Ho Hey“. Ja – auch mein Papa hatte es schon entdeckt.

The Lumineers

Pressebild The Lumineers

Die drei Köpfe aus Denver machen lustigen Folk-Rock und ihr letztes Prunkstück habt ihr vielleicht schonmal irgendwo gehört… so eingängig wie es ist. Bekannt geworden sind sie in zwei Stufen. Zuerst durch die Werbung. Nachdem sie als Hintergrundmusik für einen Bing-Werbespot benutzt wurden, interessierten sich die Macher der US-Fernsehserie „Hart of Dixie“ für sie, die sie in ihrer Serie auch gleich benutzten. Die Serie läuft auf CBS – dementsprechend populär ist es auch.

Aber nun zur Band. Wesley Schultz, Jeremiah Fraites & Neyla Pekarek machen in dieser Formation seit 2005 Musik – davor haben nur Wesly und Jeremiah Musik gemacht. Dann brauchten die beiden Unterstützung, die sie auch bald bekamen. Der Rest ihrer Geschichte ist bekannt.

Aber was ist das eigentlich für Musik, die sie machen? Also das wohl bekannteste Stück was sie spielen ist irgendwas zwischen Indie und Folk. Sie erfinden aber nichts von beidem neu – sie verfeinern es nur. Die inhaltliche Grundidee ist einfach – aber dafür umso feinfühliger umgesetzt. Die Lumineers haben einmal über sich selbst gesagt „Jeder der ein Instrument spielen kann, kann auch einen Lumineers-Song spielen“. Dabei ist einfach nicht gleichzusetzen mit primitiv oder anspruchslos; man kann es eher vergleichen mit unangestrengt oder ungekünstelt. Aber was schreib ich hier so viel – hört es euch lieber selber an:

Ich hoffe die drei kommen irgendwann nochmal nach Berlin – aber vorerst erstmal nicht. Aber sie kommen zum Dockville-Festival in Hamburg; im August…

In diesem Sinne bis nächste Woche

Euer Benny

Und hier könnt ihr den Autor mal hören, wie er sich zu der Band äußert:

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Pro & Contra Musikgeschmack: Fanta4 vs. Justin Timberlake

 

PRO Die Fantastischen Vier

Ein Kommentar von Benjamin Lewerenz

Bildquelle: Alexander Gnädinger

Street Credibility. Glaubwürdigkeit des Sängers/ der Band. Kommt von: authentisch sein. Das bedeutet: Sein eigenes Ding drehn – nicht auf andere Leute zu achten. „Wer weiß schon wofür das hier gut ist. Es gibt nun mal nichts Gutes außer man tut es. Ist es dir wichtig bisschen besser zu sein? Dann mach’s richtig oder lass besser sein!“.

Street Credibility. Geprägt durch über 20 Jahre Erfahrung. Gereift wie ein guter Wein. Eine der erfolgreichsten deutschen Bands. Im Hip Hop sollte Street Credibilty das wichtigste sein. „Und das alles ohne Kirmes-Pistolen und das jemand in den Arsch gefickt wird“. Sie waren die Ersten – die, die Hip Hop nach Deutschland gebracht haben. „Du sagst du liebst jetzt ’ne andere Band? I’m sorry – I don’t understand!“. Die wohl beste Band der Welt (im Hip Hop): Die Fantastischen Vier!

Michael B. Schmidt, Michael Beck, Thomas Dürr und Andreas Rieke sind Pioniere in Deutschland. Seit 1992 sind die vier mit allen ihren Alben & Singles immer in den Charts. Egal womit. „Sieben Tag in der Woche hör ich Hip-Hop. Mit dem Mikro in der Hand, denn das geht ab!“. Dabei haben sie sich von den Spaßrappern zu Hip-Hoppern gemacht, die sich nicht scheuen, sich auch mal ernste Themen zuzuwenden. „Was noch? – Was meinst du damit: Was noch?“.

Also eine Betrachtung der Musik ist komplizert – aber immer schön. Betrachtet man alte Songs, dann hört man Sprechgesang, fette und basslastige Beats und regelmäßig auch eingebaute Zitate, sei es aus dem Highlander („Es kann nur einen geben!“) oder aus der Sesamstraße („Wenn du die Glocke drückst, dann läutet sie!“). Textlich geht es um alle Themen – strotzend von Selbstbewusstsein. „Wir sind die Fantastischen Vier – und sind hier – mit jeder Menge Bier und viel Fraun“.

Im Laufe der laaaaaangen Geschichte hat sich aber auch die Musik sehr geändert. Die Themen werden ernster (zumindest meistens) „Ichisichisichisich“. Die Musik wird vielfältiger, bleibt aber meistens humorvoll. Übrigens sind die Vier in Deutschland „Erwachsen“ geworden, nachdem sie ihre Single „Frohes Fest“ indizieren lassen mussten wegen der Textzeile „Mein Bruder sagt er hat die Nase voll – der Schnee in diesem Jahr ist ganz besonders toll!“. Also nichts da mit Spaßgesang… Anders als bei Herrn Timberlake, der seit Jahren scheinbar jedes Jahr den selben Sülz ablässt und dabei kein bisschen Entwicklung zeigt.

„Alles klar, jetzt gibt’s Megastress. Ihr wolltet grade gehn, ahah, vergesst’s. Wir wollen doch mal sehen, wer hier wen verlässt“ Eine Sache gibt es noch bevor ihr geht! In all den Jahren in denen ich die Fantas jetzt schon Troy begleite muss ich noch eins loswerden: „Du hattest gute Zeiten – Wir waren mit dabei. Wir werden dich begleiten. Wir bleiben troy.“ Das sagt keine Band über seine Beziehung zu den Fans – erst Recht nicht Mr. Boyband-Timberlake…

In diesem Sinne bis zum nächsten Mal

Euer Benny

 

PRO Justin Timberlake- The 20/20 Experience

Ein Kommentar von Patricia Neumann

Bildquelle: www.justintimberlake.com – Official Presserelase

Senorita, I feel for you you deal with things, that you don’t have to He doesn’t love ya, I can tell by his charm But you could feel this real love 
If you just lay in my ah, ah, arms…. Ja ihr habt richtig gehört! Justin Timberlake taucht aus der Versenkung auf und nimmt noch ein Album auf!

Der erste Song Suit & Tie mit Jay-Z ist auch schon im Netz zu hören. Das Album wird (Gott sei Dank!) von Timberland produziert. Und was der anfässt, wird zu Gold! Für die, die sich bei amerikanischen Produzenten nicht auskennen: Timbaland hat Leute und Bands wie One Republic, Nelly Furtado oder Missy Elliot produziert und hat seit den 90’ern sehr großen Einfluss auf die weltweite Musikbranche (insbesondere was Hip-Hop angeht). Also ich finde diesen Typen genial. Erst recht was er mit J.T. aufgenommen hat. Von ihm kommt auch Senorita, Sexy Back, Lovestoned, Summer Love (mein persönlicher Favorit) und andere. Außerdem wird es nicht nur bei Timbaland und Jay-Z als Feature bleiben. Ne-Yo will auch mit ihm aufnehmen.Und wer kann da schon in der Disko widerstehen, nicht bei einer der Lieder wenigstens mit dem Fuß zu wackeln? Also ICH nicht! Und wer tut das schon bei einen neu-alten Unplugged Song von Fanta4? Na Gut, ich muss zugeben, dass er bei seinen Songs nicht gerade an seine Oma gedacht hat, sondern an „die Reize einer attraktiven Frau“ – und das ist nicht immer ganz kinderfreundlich. Aber Gott sei Dank leben wir in einem Land, wo kleine Kinder so etwas nicht verstehen.Trotzdem sind die Beats geil, meine Füße wackeln immer, und den Typen in einem guten Musikvideo zu sehen schadet ja auch keinem Mädchen 😉 Bei den Jungs von Fanta 4 finden höchstens unsere Mütter die Jungs attraktiv. Und wer oder was schafft es schon, jeden in Bewegung zu bringen? Also Fanta 4 hat das damals geschafft…? Nein, ich denke nicht.

Eure Patricia

 

Professor Kliq

Die Alternative der Woche! mit Professor Cliq

 

Nun – zunächst einmal: Nach langer Abstinenz herzlich willkommen zurück! Außerdem: NEIN – ich bin nicht Rim, habe mich aber bereit erklärt ihr Erbe anzutreten. So – jetzt endlich zur Musik:

Electro in einer anderen Form; mal nicht in Form von Dubstep oder Clubsounds. Er macht Elektromusik auf seine Weise – flimmernd und schimmernd – bei der er sich aber immer an das Thema des Albums/des Songs hält – und die sind so verdammt unterschiedlich. Mal macht er Imposantes, mal stilles; mal Big Beat, mal Klavier mit leichter Begleitung.
Aber halt, vielleicht sollte ich erst mal klären, wer er überhaupt ist: Er ist Mike (besser bekannt als Professor Cliq), kommt aus Chicago und er macht Musik. Hauptberuflich! Er hat Musik studiert und nebenher macht er seine eigene Musik – die man sich anschließend for free runterladen kann; weil er so alle seine Lieblingskünstler entdeckt hat.
Wer seine Lieblingskünstler sind, habe ich noch nicht rausgefunden, das liegt vielleicht auch daran, dass seine Musik nirgendwo zuzuordnen ist – also jetzt außer das unglaublich allgemeine „Electro“. Aber das klingt immer sehr nach Club, was auf ihn ja auch nicht zutrifft. Ach man – was macht er es mir so schwer?

Also als erstes möchte ich euch an sein aktuellstes Musikstück vorstellen – ein entspanntes, rhythmisches Stück – gleichzeitig sein aktuellstes.

Eigentlich ist er auch nicht wirklich neu – bekannt geworden ist Professor Cliq bei vielen Deutschen durch die Intromusik zur Fernsehserie „Walulis sieht fern“ – das eine ganz andere Art von Musik ist. Es ist rasant, rein elektronisch. Und ich habe jedes Mal das Intro im Kopf – aber das passt, oder?

Das beste an ihm ist aber immer noch, dass er  in die elektronische Musik auch reale/ normale Geräusche einbaut, wodurch er es immer schafft, dass man seinen ganz eigenen Film im Kopf hat. Und das schafft bei mir sonst eigentlich kaum einer…
Also bis nächste Woche
Euer Ben

http://www.professorkliq.com/

Rutkowski

Rutkowski – Hip Hop aus Berlin

 

Als Charlottenburger Junge und Liebling aller Schwiegermütter, schickt sich Rutkowski an, euch zu geben, was ihr nicht kennt. Bereits in jungen Jahren wurde er als Mauerspecht an der Berliner Mauer zum toleranten Denken inspiriert. Musikalisch begann seine Reise mit Axl Rose Imitationen, die zu familieninternem Ruhm führten und nahm spätestens beim Hören der MTV Raps Cd ’95 den Lauf Richtung Hip Hop. Nach ersten Freestyle-Sessions im heimischen Wohnzimmer und Auftritten als Geburtstagsrapper, fing er aktiv an, selber Texte zu schreiben. Über kleine Produktionen in Homestudios formte Rutkowski seinen eigenen und außergewöhnlichen Style. Seine Art kann in die Kategorie Hip Pop und dem selbst erfundenen Hörbuch-Rap eingeordnet werden.

Fern ab jeglicher Klischees und Vorurteile der Szene möchte Rutkowski mit ernster Meinungsäußerung und lustigen Geschichten seinen Zuhören etwas neues bieten, was Spaß macht und zum Denken anregt.

Rutkowski ist am 11. Oktober im Intersoup (Schliemannstraße 31, 10437 Berlin)  ab 21 Uhr unppluged zu hören.

Soundcloud: http://soundcloud.com/rutkowskimusic

Eure BerlinImPulserin Agnes

Lucy-Rose

Die Alternative der Woche! mit Lucy Rose

London, Marylebone Station – ein hageres Mädchen klettert aus dem Zug. Ihr blondrotes Haar verdeckt leicht die schüchternen Rehaugen, mit denen sie sich in der riesigen Halle umblickt. Sie wirkt ein wenig verloren, während sie mit einer Hand den Griff eines Gitarrenkastens umklammert.
So ungefähr muss es ausgesehen haben, als Lucy Rose Parton sich aus ihrer Heimat Warwickshire aufmachte und in London ihren großen Durchbruch suchte.

London – Olympiastadt, Stadt des skurrilen Humors, aber vor allem der Dreh und Angelpunkt für musikalische Talente und kreative Köpfe. Doch sie ist eine von vielen, wirklich vielen unter ihnen, und man weiß in der britischen Hauptstadt nur zu gut: einzig wer schnell genug ist, seine Chancen nutzt und Kontakte knüpft, schafft es mit Glück irgendwie unter Umständen, Teil von Londons pulsierender Musikszene zu werden.
Die Vorraussetzungen sind gut, und der Ehrgeiz erst recht da: auf dem heimischen Klavier komponiert sie früh erste Stücke, als Teenie kauft sie sich eine Gitarre und flott hat sie mit 16 schon die ersten Stücke fertig, welche die schüchterne Engländerin aber bis dahin kaum jemanden hören lässt.
Erst auf Open-Mic Veranstaltungen offenbart sie ihr Talent und ihren sensiblen Indie-Folk Pop á la Joni Mitchell der breiteren Öffentlichkeit: mithilfe ihrer zarten Stimme und einer Gitarre, zu der sie eine intensive Busenfreundschaft pflegt. Es könnte gar nicht besser kommen, als sie auch noch auf Jack Steadman trifft, Frontmann der britischen Indie-Rocker „Bombay Bicycle Club“.

Ihr fragt euch, was danach kam?
Eine gemeinsame Single („Flaws“), ein Dutzend eigene Tracks, die Mitwirkung am dritten Bombay Bicycle Club Album „A Different Kind Of Fix“, die eigene Band, sogar eine eigene Teesorte! Ja, ihr habt richtig gehört: ‚Builder Grey‘ ist eine von Lucy Rose entwickelte Teesorte (2 part english breakfast tea:1 part Earl Grey).
Die Vogue jedenfalls hält sie für „one of indie music’s breakout stars for 2012“, wovon sich die meisten am 24. September selbst überzeugen können – dann nämlich erscheint ihr Debütalbum „Like I Used To“.

klingt für mich nach… hauchfeinem, subtilem Folk für das Indie-Ohr

würde sich gut verstehen mit… Feist, Noah and The Whale, Mumford & Sons

am besten zu hören… bei typischem Londoner Regenwetter und einer Tasse ‚Builder Tea‘

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Die Alternative der Woche! mit We Are Augustines

Die New Yorker von We Are Augustines hatten es nicht einfach.

Erst zerbricht das erste Bandprojekt „Pela“ zweier Augustines, Billy McCarthy und Eric Sanderson, kurz nach der Veröffentlichung ihres ersten Albums „Anytown Graffiti“, gerade als sie auf dem Weg nach oben waren. Sie waren damals noch zu viert unterwegs und erfreuten sich, hochgelobt von Kritikern, großer Beliebtheit, bis sie dem Druck der Musikindustrie nicht mehr standhalten konnten.
Doch Frontmann Billy McCarthy und Bassist Sanderson machen weiter. Nachdem Schlagzeuger Rob Allen gefunden war, gings unter dem Namen „We Are Augustines“ an die musikalische Fortsetzung von „Anytown Graffiti“.
Und dann folgt auch noch ein schwerer Schicksalsschlag für Frontmann McCarthy: Während der Studioaufnahmen nimmt sich sein Bruder James das Leben. Einflüsse, die auf dem ersten Album „Rise Ye Sunken Ships“ deutlich zu hören sind. In dem Song „Book Of James“ erzählt McCarthy von der psychischen Erkrankung seines Bruders, die letztlich zu dessen Selbstmord führte. Er möchte kein Mitleid heischen, aber die Tragik ist der tiefen, markanten Stimme des hartgesottenen Rockers immer noch anzuhören.

„Chapel Song“ ist eines der Prunkstücke von „Rise Ye Sunken Ships“. Der Song baut sich langsam auf und klingt, vor allem in Verbindung mit dem warmen, dramatischen Gesang McCarthys, nach einem „nein, wir geben nicht auf!“.

klingt für mich nach… einem Aufschrei McCarthys gegen die Übel der Welt. Insbesondere, wenn Mann in der Chapel sein Mädchen mit einem anderen vor den Altar treten sieht

würden sich gut verstehen mit… Fanfarlo, Interpol, Zulu Winter

am besten zu hören… bei einem emotionalen Gemisch aus guter Laune und Melancholie