Foto: Lea Neumeyer

Klaviermusik im neuen Stil – BIP trifft Newcomer auf der Fashion Week

Wohin das Auge blickt: Messehallen, Werbebanner, Menschenmengen. Es ist Fashion Week in Berlin! Mittendrin: Ein musikalischer Newcomer an einem Klavier. BiP hat mit Nicolai Jan Hübner ein Interview gemacht, der mit leisen Tönen für die musikalische Untermalung im Messetrubel gesorgt hat. Er ist ein Pianist, der Chill-out Musik mit romantischen Einflüssen spielt. Eigentlich wohnt er in Achern (Baden Württemberg), doch er reiste extra nach Berlin, um ein kleines Konzert zu geben. Unsere BerlinImPuls Reporterinnen Lea Neumeyer und Janina Wildermuth haben sich für euch mit ihm getroffen…

von Lea Neumeyer und Janina Wildermuth

plakatierte Werbeblöcke am Eingang so weit da Auge reicht

plakatierte Werbeblöcke am Eingang so weit da Auge reicht

 

BIP: Wie entstehen deine Kompositionen?

Nicolai: Ich schreibe eigentlich immer Nachts. So zwischen 23 und 2 Uhr kann ich richtig arbeiten. Meine Musik ist auch tagesabhängig, d.h ist der Tag gut verlaufen, klingt das Stück auch meist fröhlich und  wenn ich einen schlechten Tag hatte, ist das Stück auch dementsprechend schwermütiger.

BIP: Was wolltest du vorher werden?

Nicolai: Ich habe 10 Jahre lang Fußball gespielt, bevor ich von meiner Mutter zum Klavierunterricht verdonnert wurde. Also eigentlich strebte ich eine Karriere als Fußballprofi an. Nun hat es aber mit der Musik geklappt, dennoch habe ich vor 2 Jahren eine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann angefangen, der Sicherheit halber. Man weiß ja nie, was im Leben kommt.

BIP: Hast du vor deinen Konzerten Lampenfieber?

Nicolai: Eine gewisse Anspannung ist immer da, aber das finde ich auch wichtig, denn dann bin ich konzentrierter.

BIP: Strebst du eine bestimmte Zielgruppe mit deiner Musik an?

Nicolai: Nein, ich habe keine bestimmt Zielgruppe im Sinn. Meine Musik soll jeder hören können. Ja, es ist nicht unbedingt Alltagsmusik, aber das ist ja das Besondere. Man soll sich bei meiner Musik entspannen können.

BIP: Du bezeichnest deine Musik ja als Chill-Out Kompositionen mit romantischen Einflüssen. Bist du denn auch selber ein Romantiker?

Nicolai: Ja, ich bin schon romantisch. Ich mag es, wenn man bei angezündeten Teelichtern ein schönes Essen genießt.

Foto: Lea Neumeyer

Foto: Lea Neumeyer

BIP: Wie hast du dein erstes Album „Future“ rausgebracht?

Nicolai: Ich habe das alles selber organisiert, mit einem Musikerfreund. Wir haben die ganze Produktion auch selber bezahlt und geregelt. Die entstandenen CDs verkaufe ich immer auf den Konzerten. (schmunzelnd)

BIP: Wohin möchtest du noch gelangen? Was sind deine Ziele?

Nicolai: Ein Traum ist es natürlich als Vorprogramm eines Starpianisten gebucht zu sein. Ein anderer ist schon in Erfüllung gegangen: Hier auf der Fashion Week aufzutreten, denn mich interessiert Mode sehr (freudestrahlend) und da macht es mich umso glücklicher hier dabei sein zu dürfen.

BIP: Man sagt ja viel über Berlin, Weltstadt der Medien, Kultur und Politik, aber was hast du für einen Eindruck von unserer Hauptstadt gewonnen?

Nicolai: Mir gefällt Berlin sehr. Ich kann mir sogar vorstellen, später hierher zu ziehen. Die Stadt ist sehr inspirierend.

BIP: Wieso fokussierst du dich nur auf das Piano? Könntest du dir vorstellen in einer Band zu spielen?

Nicolai: Nein, eigentlich nicht. Ich spiele solo, weil ich finde, dass klassische Musik in den Hintergrund geraten ist und möchte den Menschen diese Musikrichtung wieder näher bringen. Mir gefällt meine Musik so, wie sie ist und ich habe Spaß am komponieren. Deshalb spiele ich auch nur eigene Songs, keine Cover Versionen.

Nach den Konzerten in Berlin ging es für ihn gleich weiter nach London. Wenn ihr mehr von dem jungen Pianisten wissen wollt, was er wann so treibt, dann besucht seine Facebook Seite https://de-de.facebook.com/nicolaijhuebner

Lust auf ne Hörprobe? Bitteschön!

Wenn Mozart ein Stück fernöstliche Popkultur hört

.. dann ist die Animagic in Bonn. BerlinImPuls hat sich 2012 auf der Anime/Manga/Japan-Messe umgesehen und ist in alle Ecken des bunten kulturellen Programms vorgedrungen – was bei solch einer Auswahl selbst mit drei Veranstaltungsaufgaben keine leichte Aufgabe ist! Die AnimagiC ist dieses Jahr vom 26. bis 28. Juli wieder zurück.

Japanische Kultur kann man auch in Berlin auf dem alljährlichen Japan-Festival in der URANIA erleben. Dieses Jahr fand es am 19. und 20. Januar statt und bot neben Kampfkunst- und Musikvorführungen auch Werkstätten und Verkauf japanischer Besonderheiten. Auch nächstes Jahr wird es im Frühjahr wieder ein Japan-Festival mit ähnlichem Programm geben, doch wer im Raum Berlin lebt und nicht bis dahin warten möchte kann auch auf die stärker auf die japanische Popkultur fokussierte MMC gehen, welche vom 4.-6.Oktober im Fontanehaus stattfindet.

Mehr Infos:
http://www.japanfestival.de/
http://www.animania.de/animagic.html

Was sich so alles ansammelt...

Im Rucksack: Die Grüne Woche!

 

 

Hallooo :)
Auch ich war dieses Jahr mal wieder auf der Grünen Woche – mir tun meine Füße noch immer weh. Kein Wunder, wo ich mit meiner Familie doch 7 Stunden von Halle zu Halle gelatscht bin, um möglichst viel zu sehen.

Sind diese Schaumstofftierchen nicht süß???

Falls einige von euch die Grüne Woche nicht kennen: Die Grüne Woche ist eine internationale Ausstellung der Ernährungs- und Landwirtschaft sowie des Gartenbaus. Sie findet auf dem Berliner Messegelände statt, welches eine Vielzahl von Hallen besitzt, in welchen zig verschiedene Anbieter ihre Produkte (z.B. Käse, Wurst, Wein, Gewürze, Blumen, Saunen, Gartenlauben, Rasenmäher,…) ausstellen und verkaufen. Allerdings gibt es auch viele Infostände mit Broschüren und Gewinnspielen zu unterschiedlichen Themen.

Tja, und wenn man dann so von Stand zu Stand schlendert (bzw. sich schubsen lässt, da es am Wochenende immer ziemlich voll ist) und hier und dort mal ein Quiz mitmacht, bei einem Gewinnspiel den Trostpreis gewinnt oder sich einfach einen Flyer andrehen lässt, dann wird der Rucksack immer schwerer.

Und wenn man dann zu Hause ist und seinen Rucksack auspackt, wundert man sich, was man alles gewonnen hat bzw. was man sich alles hat andrehen lassen – natürlich ohne etwas zu bezahlen, vom Eintritt einmal abgesehen.

Was sich so alles ansammelt...

Nun muss ich noch dazusagen, dass wir noch wenige Infobroschüren hatten. Schließlich gab es im Grunde an jeden Stand Flyer und Kataloge…zu Garagentoren, Landflucht aus Hessen, Reiterhöfen, Strom, Schokolade, Pudeln – die Liste ist endlos. Da stellt sich doch die Frage, wie Grün die Grüne Woche wirklich ist, nicht wahr?

Zu jedem Quiz gab es einen Kugelschreiber :D

 

 

 

 

Trotz der schweren Last, die ich zu schleppen hatte, war es ein schöner Sonntag, den ich in den Berliner Messehallen verbrachte. Zum Teil ist das auch den vielen Kostproben zu verdanken, die Angeboten wurden. Z.B. gab es im Erlebnisbauernhof einen Infostand zu Rapsöl, bei welchem ein Koch zeigte, dass man die Butter bei Quittenkuchen durch Rapsöl ersetzen kann – einen fertigen Kuchen durften wir dann essen 😀

Bei McDonalds (Ja, auch die waren vertreten!) gab es 100% Rindfleisch (Ich bezweifle, dass das die lebenden Rinder direkt gegenüber erfreut hat…) und in der Gewürz-Halle konnte man sich durch etliche Dips durchkosten. Hier wäre vielleicht ein Tipp angebracht: Achtet auf das Mienenspiel eures „Vorkosters“, nicht dass es euch nachher so geht wie mir und ihr das Gefühl habt, Feuer speien zu können. Mensch, habe ich danach Weißbrot gefuttert, um das Feuer wieder zu löschen! :-)

Eines hat mir dieses Jahr jedoch nicht so gut gefallen: Der Erlebnisbauernhof. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren gab es dieses Jahr nur wenig Sachen für Kinder und Jugendliche – oder seid ihr daran interessiert, euch mitten auf der Messe in den Finger piksen zu lassen, um zu erfahren, ob ihr Diabetes habt?!

Dennoch ist die Grüne Woche sehenswert. Wen dieser Artikel also neugierig gemacht hat, der kann ihr noch bis zum 29. Januar einen Besuch abstatten.

Eure BerlinImPulserin

Katja

Linktipp: http://www.gruenewoche.de/