women-608949_1280

Vom Nacktsein und anderen Unsicherheiten

Seit einiger Zeit begleitet die Lektüre eines besonderen Buches meinen Alltag. Es ist mehr eine seh lange These als ein Roman, mehr erklärend als ausschmückend. Khola Maryam Hübsch erläutert in „Unter dem Schleier die Freiheit- Was der Islam zu einem emanzipierten Frauenbild beitragen kann“ ihre Wahrnehmung des Islam und hat mehr als einen interessanten Standpunkt auf Lager.

Eine Buchrezension von Celine Kempen

Ein Aspekt ihrer komplexen These hat mich am meisten beschäftigt, wobei ich nicht ausschließen kann, dass auf den verbleibenden Seiten noch etwas kommt, das mich ebenso stark zum Nachdenken bringt. Es geht dabei um die ständige Sexualisierung der Frau in der westlichen Gesellschaft und um ihr „Nacktsein“ in der Öffentlichkeit. Die Autorin stellt die Vermutung an, dass westliche Frauen durch ihre Kleidung ständige sexuelle Verfügbarkeit ausstrahlen würden. Zudem beschäftige sich der Großteil primär mit ihrem Aussehen: Haare, Make-up, Hosen, Shirts, usw. Hübsch stellt sich daher die Frage: „Wie frei von gesellschaftlichem Druck und von dem Wunsch, (Männern) gefallen zu wollen, sind diese Frauen eigentlich?“

Wenn ich mich mal in mich einfühle, bemerke ich, dass ich ganz und gar nicht frei bin, obwohl mich die Blicke der Männer eher anekeln und niemals das Ziel meines ‚Herausputzens’ sind. Trotzdem tu ich es – mich herausputzen. Diese gesellschaftlichen Zwänge, die niemals laut ausgesprochen aber dennoch unterbewusst angenommen werden können, halten uns nicht davon ab, dem Islam vorzuwerfen, er würde seinen Frauen vorschreiben, wie sie sich zu kleiden hätten und sie damit unterdrücken. Das „hijab“ (Kopftuch) sei ein Symbol der Herabsetzung, obwohl rund 92% (Ergebnis der Studie „Muslimisches Leben in Deutschland“, 2009) deutscher Muslima angeben, sie würden sich freiwillig bedecken. Hübsch beschreibt das Kopftuch als Symbol der Ergebenheit unter „Allah“ (Gott) und als Mittel, seine Reize vor der Öffentlichkeit zu verbergen, denn sie sind dem Partner vorbehalten. Außerdem trete man so als intellektuelles Individuum auf, das außerdem den Männern das Weggucken erleichtere.

Ich dachte mir, dass ich gerne freier wäre von dem Gefühl, gut aussehen zu müssen und gefallen zu wollen. Darum hat mich diese Ansicht irgendwie angesprochen. Dennoch möchte ich kein „hijab“ tragen und auch nicht zum Islam konvertieren. Demzufolge habe ich mir neue Fragen gestellt:

  • Gibt es einen Weg für mich, als modebewusste und nicht muslimische Frau, nicht nackt zu sein? Nicht als sexuelles Objekt und sexuell verfügbare Person umherzuwandeln?
  • Gibt es einen Weg, dass ich als Frau gleichwertig behandelt und akzeptiert werde als intellektuelles Wesen, dem nicht unterstellt wird, tagtäglich die halbe Männerwelt durch Reize verrückt machen zu wollen?

Wie steht Ihr dazu?

Hier ein Video für euch, das verdeutlicht, was ich meine:
Ein und dieselbe Frau spaziert durch Manhattan. Einmal westlich gekleidet, einmal als Muslima: Ein Vergleich.

 

Quelle:

Khola Maryam Hübsch: Unter dem Schleier die Freiheit- Was der Islam zu einem emanzipierten Frauenbild beitragen kann. Patmos, 2014

Foto: Dieter Schütz / pixelio.de

Wie viel dürfen sich Medien erlauben ?

Die Berichterstattung über den Flugzeugabsturz in Frankreich – ein Armutszeugnis für den deutschen Journalismus

Ein Kommentar von Oliver Mattutat
(Beitrags-Foto: Dieter Schütz / pixelio.de)

Kurz nach der ersten Meldung über einen möglichen Absturz überschlug sich die deutsche Medienlandschaft. Es gab zwar noch keine gesicherten Informationen, aber um zu spekulieren, braucht man nicht zwangsweise Fakten. Und so häuften sich die Spekulationen im Fernsehen und auf den Internetseiten der Medienhäuser.
Es ist diese Art von Sensationsgier, die perfide erscheint. Der Zwang immer als erstes über das zu berichten, was gleich passiert, also schneller als „live“ zu sein, lässt für Fingerspitzengefühl keinen großen Raum. Ein Moderator bei den BBC World News ermahnte in den ersten Stunden nach der ersten Meldung, klar zwischen bestätigten Fakten und Spekulationen bzw. Behauptungen zu trennen. Leider haben nicht viele so ein Verantwortungsbewusstsein.

Im Laufe des Tages wurde es dann traurige Gewissheit. 150 Menschen starben bei dem Absturz. Darunter auch Schüler aus dem Gymnasium Haltern. So zogen die Kamerateams vom Flughafen Düsseldorf ab und machten sich auf den Weg nach Haltern, um von dort zu berichten. Leider fehlte es auch dort bei der Berichterstattung an allen Ecken und Enden an Feinfühligkeit. Nicht unkenntlich gemachte trauernde Schüler oder sogar Interviews mit Schülern wurden gesendet und publiziert. Wie extrem das Medienaufgebot in Haltern gewesen ist, zeigt der Bericht eines Schülers des Joseph-König-Gymnasiums. Am Anfang waren es nur Regionaljournalisten, die sich an der Schule befanden. Später dann mehrere Übertragungswagen von den großen Medienmachern. Die Bildzeitung rief sogar bei diesem Schüler an und wollte Informationen haben. Außerdem wurde bekannt, dass ein Spiegel-TV Reporter in Haltern an Türen geklingelt haben soll, um Leute zu befragen. Unglaublich wie weit Medienleute gehen, um an Geschichten zu kommen. Das war aber nur der Tag der Katastrophe.

In den folgenden Tagen kamen immer mehr Details über den Absturzhergang ans Tageslicht, die breit genug veröffentlicht und diskutiert wurden.
Als die Marseiller Staatsanwaltschaft dann den Namen des Co-Piloten veröffentlichte, machte dieser und ein Foto von ihm in sämtlichen Medien die Runde. Ob die Veröffentlichung des Namens nötig war, um dem Zuschauer einen Mehrwert zu geben, lässt sich diskutieren. Klar ist, dass alle Menschen mit dem gleichen Namen schnell eine volle Mailbox hatten. Nicht immer waren es nette Anrufe, wie man sich vorstellen kann.
Die Polizei suchte im Elternhaus des Co-Piloten nach Beweisen. Ein jeder, der im Fernseher den Beitrag über diesen Vorgang sah, konnte das Haus der Eltern im rheinland-pfälzischen Montabaur erblicken. Ob die Eltern, die mit den Tod ihres Sohnes schon einen großen Schicksalsschlag erlitten haben, in diesem Ort noch einen ruhigen Moment haben können, bleibt abzuwarten. Stand heute ist es zum Glück in Montabaur ruhig geblieben.

Dieses Unglück lehrt uns ,die im Medienbereich arbeiten, wieder mal, dass man seine Begierde nach aktuellen Nachrichten und Sensationen gerade in solchen Situationen zurückstellen sollte und Sendeminuten und Webseiten nicht mit Spekulationen zu füllen. Gerade dann gilt es den Pressekodex zu beherzigen. Dort heißt es in Ziffer 11:

Die Presse verzichtet auf eine unangemessen sensationelle Darstellung von Gewalt, Brutalität und Leid. Die Presse beachtet den Jugendschutz.

Es stellt sich die Frage auf: Hätten es nicht auch zwei oder drei Kamerateams am Gymnasium in Haltern getan? Die Aufnahmen hätten dann unter den Medienhäusern verteilt werden können. Ob drei oder zehn Kamerateams, das Abgebildete würde es nicht ändern. 
Das nächste medienintensiven Ereignis rund um den Flugzeugabsturz steht am 17. April an. Der Gedenkgottesdienst im Kölner Dom.
Hoffentlich wahren die Medien dort eine gewisse Distanz und lassen den Angehörigen und Freunde gebührende Ruhe, um zu trauern.

Wie hast du die Berichterstattung über den Absturz erlebt?

sexismus Eifrig am Diskutieren

Pro & Contra: Was bitte ist am Winter so schlimm?

 

Die Temperaturen sinken und sie ist wieder da: Die graue Betondecke über Berlin! Es ist Herbst und vorbei ist die Leichtigkeit von Becks und Strandbar, Flip-Flops und Sonnenbrille. Aber ist das eigentlich so schlimm oder kann man dem Herbst und Winter nicht auch etwas Positives abgewinnen? Ein Pro & Contra von unseren Redakteuren Annika Naujokat und Benjamin Lewerenz.

Pro: „Sich aufwärmen ist doch viel leichter, als sich abzukühlen“

Während der Diskusion

BiP Redakteurin Annika in der Diskussion mit ihrem Kontrahenten Benny

Mag sein, dass es etwas mit dem individuellen Temperaturempfinden eines Menschen zu tun hat, dass einige den Winter lieben oder hassen. Sicher sind gefrorene Füße und Hände nicht schön und sie können durchaus auch eine gewisse Behinderung im winterlichen Alltag darstellen, doch nichts desto trotz bin ich ein absoluter Winterfan. Woher das rührt?  Vielleicht daher, dass ich mit dem Sommer und der warmen Jahreszeit ganz einfach noch weniger anfangen kann. Die warme Jahreszeit macht mir tatsächlich in erster Linie als Schülerin zu schaffen. Sobald der Temperaturanstieg sich meldet, heißt es morgens: dicke Jacke anziehen und tagsüber: schwitzen. Klar kann man sich dann nach dem „Zwiebelprinzip“ kleiden, wie einem in jener Zeit ja häufig vorgehalten wird. Aber die ganzen Jacken dann in der Schule mit sich herumzuschleppen, macht auch nicht gerade viel Spaß.

Sportunterricht wird durch den Sommer auch immer lästiger, als ich ihn persönlich sowieso schon empfinde. Die Lehrer kommen ja häufig auf die geniale Idee, bei dem „schönen“ Wetter raus zu gehen, aber ich finde eigentlich, dass das Schwitzen allein durch körperliche Anstrengung schon übel genug ist. Dann wären da noch diese lästigen Viecher, die Frühling und Sommer für gewöhnlich mit sich bringen. Ob am Abend auf der Terrasse zu Hause, oder beim Mittagessen draußen vor einem Restaurant, immer sind es Bienen oder Mücken, die mich stets blitzartig vom Tisch fliehen lassen. Allgemeine Aggression durch jegliche Art von Stichen, oder einem Summen bei einem gemütlichen Essen mit der Familie erlebe ich demnach auch nicht selten.

Und dann ist da noch etwas: Ich für meinen Teil kann nur mit einer Decke schlafen! Dieser Umstand wird natürlich zum Problem, sobald es für das Federbett zu warm wird. Auch ein Laken ist meistens nicht die Lösung. Ich habe es lieber, wenn ich mich warm einkuscheln kann, während es außerhalb des Bettes deutlich kühler ist. Während der Schulzeit tritt dieser Effekt beim Aufstehen als eine „belebende Kälte“ auf und am Wochenende lässt es mich mein Bett umso mehr genießen und wertschätzen. Da ich leider keinen Ventilator besitze, werde ich im Sommer täglich von der quälend heißen Raumtemperatur belästigt. Es ist sehr viel einfacher, einen Raum aufzuheizen, anstatt ihn runterzukühlen. Sich in ein Auto zu setzen, die Klimaanlage einzuschalten und sich aufzuwärmen, empfinde ich als angenehmer, als mich in einen von der Sonne aufgeheizten Wagen begeben zu müssen, um auch dann nur kaum spürbare Abkühlung zu erhalten.

Zudem ist der Winter ja nicht immer nur kalt und grau. Es scheint ja oft genug auch die Sonne und das beschert einem ja die schönen Wintertage, an denen man raus geht, um Schlitten zu fahren und Schneemänner zu bauen. Nicht dass ich das im vergangenen Winter getan hätte, doch man sieht an solchen Wintertagen ja allzeit die rundum bespaßten Familien, die zusammen allerlei dieser winterlichen Aktivitäten an der frischen Luft ausüben. Über alle dem steht aber natürlich des Winters schlagkräftigstes Argument: Weihnachten! Verbunden damit sind Lebkuchen, Plätzchen-backen, Zeit mit der Familie, ein schöner Weihnachtsbaum und nicht zu vergessen: die Geschenke.

Mein Fazit: Ganz ehrlich – Was bitte ist so schlimm an der kalten Jahreszeit?

Contra: „Sich aufwärmen ist doch viel leichter, als sich abzukühlen“

BiP-Redakteuer Benny argumentiert mit Händen und Füßen um Annika zu überzeugen

BiP-Redakteuer Benny argumentiert mit Händen und Füßen um Annika zu überzeugen

Ach ja – der Winter… Was ist daran gut? Dass man sich den Hintern entweder abfriert oder ihn in der Straßenbahn wegge“kuschelt“ bekommt…? Jetzt mal ehrlich: Das ist doch nicht schön, oder? Denn im Winter gibt es nur zwei Extreme: Entweder man steht draußen, umgeben von ´ner Menge Schnee und bibbert vor sich hin, oder man ist irgendwo drinnen und ringt um Luft bei viel zu heißen Heizungen und trockener Luft. Und das macht das Bekleiden so kompliziert: Jacke, Pullover, Pullover, T-Shirt, T-Shirt, Unterhemd & Thermounterwäsche. Das muss man immer anziehen, wenn man raus will und immer anziehen, wenn man in ein Haus geht. Ergo ist man sich eigentlich nur am umziehen. Im Sommer – also der warmen Jahreszeit – braucht man maximal ein T-Shirt… Morgens angenehme 20 °C und mittags sind es schöne 27 °C. Das ist doch sehr viel einfacher!

Aber nicht nur das: Im Sommer kann man viel mehr Sport machen als im Winter. Der wohl bekannteste Sport: Schwimmen. Die Freibäder haben offen, das Wasser ist eine angenehme Abkühlung und die Mädels (und Typen) können ihre Reize zeigen… Und ganz ehrlich: Ein Mädchen im Bikini sieht doch viel besser aus als ein Michelin-Mädchen mit 10 Schichten Klamotten. Selbiges geht auch bei Jungs – das Sixpack ist doch viel schicker als die Jacke überm Pulli überm Pulli überm T-Shirt überm T-Shirt übern Hemd.

Außerdem ist die ganze Welt bunt! Die Blumen blühen, die Bäume sind grün, die Welt ist hellwach – denn die Sonne ist bis 22 Uhr aktiv und nicht schon um 18 Uhr untergegangen. Beispiel Schule: Man steht morgens auf – dunkel; man geht zur Schule – dunkel; man kann endlich nach Hause – dunkel; man geht zu Freunden – dunkel. So geht es mir jetzt schon – und es ist gerade erst Herbst! Was ist das dann erst zu Weihnachten – oder im tiefsten Winter…?

Außerdem ist das Wetter im Winter immer schlecht! Entweder ist es bewölkt oder es schneit oder es regnet oder es scheint die Sonne und blendet einen, weil sie so niedrig steht und durch den Schnee reflektiert wird… Man hat das Gefühl, man ist blind! Macht sich super für Auto- oder Radfahrer. Und dann habe ich noch dieses Argument: Nur im Sommer bekommt man eine natürliche, angenehme Bräune und sieht nicht so künstlich-orange-verkokelt aus wie die Nutzer des Solariums.

Und mein Fazit: All together – Im Sommer ist man und Frau einfach schöner, entspannter, sicherer und leichter :-)

 

Das Special: Benny & Annika lachen sich tot – ähm, diskutieren über den Winter…

 

 

 

logo podcast 262051_web_R_K_by_andreas stix_pixelio.de

Pro & Contra: Vegetarisch sein ist super – das ist hirnlos

 

PRO: Vegetarisch sein ist super

Ich bin jetzt seit mehr als zwei Jahren Vegetarierin, und so gesehen, stolz darauf! Ich meine nicht viele schaffen es so lange ohne Fleisch zu leben. Ich habe davor sehr gerne Fleisch gegessen, und wenn ich noch heute den Geruch von gebratenem Schinken in der Nase habe, dann bin ich versucht einen Bissen so heimlich mitgehen zu lassen. Aber bis jetzt habe ich es immer geschafft davon abzukommen.

Foto: Christina Winter / pixelio.de

Foto: Christina Winter / pixelio.de

Es war gar nicht mal so schwer für mich auf Fleisch zu verzichten. Zwei  meiner Freundinnen haben mich letzten Endes dazu gebracht,  Vegetarierin zu werden. Sie waren es auch schon lange vor mir. Und ich dachte, wenn die das schaffen können, dann pack ich es auch. Gesagt – getan. Eigentlich wollte ich es nur mal eine Woche lang versuchen und  gucken was draus wird. Aber ich habe gemerkt, dass es gar nicht so  schwierig ist, und ich damit ganz gut klar komme. Kurz um, ich bin dabei geblieben.

Ich finde es gibt definitiv genügend Gründe, kein Fleisch zu essen, vielleicht überzeugen sie Euch ja auch:

  1. Hey, es ist nicht fair den Tieren gegenüber, es wird so viel  Fleisch  „produziert“ und so viel davon wieder weggeschmissen! Das ist den Tieren gegenüber nicht gerechtfertigt! Das wäre ja so, als wenn man uns schlachten würde und dann sagt. »Oh, den find ich nicht so gut, egal schmeiß ich einfach weg und nehm den Nächsten, gibt schließlich genug von ihnen«. Wir beuten die Tiere regelrecht aus! Ich würde sagen, das ist schlechtes Benehmen. Aber weil es fast alle machen, fällt es keinem mehr auf!
  2. Ich meine was ist denn so schlimm daran VegetarierIn zu sein? Was spricht denn bitte schon dagegen? Den Eisengehalt kann man durch Pistazien, Rosinen und, wenn man ihn isst, den Fisch wieder aufholen. Alles andere kommt auch in dem Rest der Lebenmittel vor.
  3. Es ist keinem von Natur aus angeboren Fleisch essen zu müssen. Ich nehme es Niemanden übel, wenn er oder sie Fleisch isst, aber natürlich fände ich es am besten, wenn ich alle zur vegetarischen Seite ziehen könnte.

Ja ok, ich hoffe ihr seit jetzt vielleicht ein bisschen von mir überzeugt worden, und werdet auch vegetarisch? ♥

 viele liebe vegetarische Grüße

Eure BIPreporterin Aline 😀

Bildquelle: Christina Winter, pixelio.de

 CONTRA: das ist hirnlos

Vegetarisch sein ist definitiv CONTRA, weil…

…ERSTENS ist es schlecht für den Körper, erstrecht, wenn man Leistungs-Sport treibt, wie meine beste Freundin. Wenn man vegetarisch ist und auch gleichzeitig Sport treibt, bekommt man vielleicht Mangelerscheinungen. Und dann muss man so doofen Saft mit extra super viel Eisen trinken, der meistens auch total ekelhaft schmeckt. Außerdem muss man auch Sachen essen, die einem gar nicht schmecken und DAS finde ich wirklich etwas hirnlos.

…ZWEITENS ok, die Tiere werden in den meisten Tierhaltungen extrem schlecht gehalten, aber man kann ja auch Fleisch kaufen, was „Bio“ ist. Es ist zwar fast doppelt so teuer und es gibt dieses Fleisch auch nicht überall zu kaufen, aber es schmeckt VIEL besser und die Tiere werden artgerecht gehalten. In den Biomärkten werden  Waren verkauft, wo z.B. die Pflanzen nicht oder anders gespritzt wurden und  die Tiere keine Medikamente bekommen haben, damit sie schneller dick werden. Außerdem hatten z.B. die Schweine nicht zwei Quadratmeter pro Tier und dazu ihr ganzes Leben in einem müffeligen Stall verbracht, sondern auf einer frischen, großen Wiese – also im besten Fall.

…DRITTENS viele Tiere essen selber Fleisch also sie fressen auch andere Tiere. Wir sind auch sozusagen Tiere und wenn man denen, die wir als „Tiere“ bezeichnen sagt, sie sollen gefälligst Vegetarier werden, wird das mit Sicherheit nicht funktionieren. Also gehen wir praktisch unserer Natur nach.

Eure BIPBloggerin: Mathilda

Bildquelle: Andreas Depping  / pixelio.de

Bildquelle Beitragsbild: andreas stix  / pixelio.de

 

 

 

603047_web_R_K_B_by_Petra Bork_pixelio.de

Wer abschreibt…wird Minister.

 

Artikelbild: Petra Bork  / pixelio.de

Artikelbild: Petra Bork / pixelio.de

Hach, wäre ich doch noch mal in der 6. Klasse! Da beschränkten sich die Probleme, die einen beschäftigten, noch auf das Umfeld. Heute, wo ich im ersten Jahr der Abiturphase bin, sieht die Welt schon ganz anders aus. Denn obwohl ich weiß, dass ich die Welt nicht groß verändern kann, fühle ich mich unter Druck gesetzt.

Wo soll ich anfangen, sobald ich mein Abitur habe? Soll ich einen Flughafen bauen, eine Oper renovieren, den S-Bahn-Verkehr organisieren oder lieber das Schulsystem überarbeiten? Schon der Gedanke an einige der Pannen kann einen in die Verzweiflung treiben.

Beim Schulsystem ist vermutlich noch am meisten zu retten. Am wichtigsten wäre es, hier bei Entscheidungen mal die zu fragen, die es auch betrifft: Schüler und Lehrer. Wen wundert es denn, dass viele Schüler so unmotiviert sind? Sie wissen genau: Die Rahmenpläne sind teilweise nicht zu schaffen, weil einfach zu viel in zu kurzer Zeit erwartet wird. Das Berliner Abitur ist nicht so viel wert wie ein Bayrisches. Von den Referendaren wird erwartet, dass sie größtenteils Gruppen- bzw. Partnerarbeit machen, obwohl uns Schülern die schon zum Halse raushängt.

Zu all dem kommen dann aber noch sogenannte „Vorbilder“: In der Wirtschaft sieht man, dass die, die den größten Mist bauen, oftmals mit am besten bezahlt werden und unter Politikern findet sich in letzter Zeit öfter mal jemand, dem „aus Versehen“ einige Plagiate in die Doktorarbeit gerutscht sind.,Der aktuellste und für mich als Schülerin empörendste Fall ist wohl die ehemalige Bildungsministerin Annette Schavan. Lasst euch das mal auf der Zunge zergehen: Die BILDUNGSministerin hat vermutlich ABGESCHRIEBEN……und uns Schülern gibt man eine 6, wenn wir die Hausaufgaben abschreiben – obwohl wir für gemachte Hausaufgaben nicht mal einen Titel bekommen. Obwohl man bei uns auch nicht immer sicher sein kann, dass wir abgeschrieben und nicht stattdessen zusammen zu dem Ergebnis gekommen sind, da man uns ja kein ausgiebiges Prüfungsverfahren zubilligt.

Andererseits hat man so ein Ziel vor Augen – wenn in der Welt alles perfekt wäre, würde das Leben langweilig sein. Vielleicht würde ich mich sogar etwas nutzlos fühlen 😀

 

Eure BerlinImPulserin Katja

Artikelbild: Petra Bork  / pixelio.de