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Filmkritik: „More than Friendship“

Gleich zwei Herausforderungen

von Patricia Neumann & Djamal Saidov

 „More Than Friendship“ behandelt die Dreiecksbeziehung zwischen Mia, Lukas & Jonas, die von der schweren Krankheit von Jonas überschattet wird. Sie treten ihre letzte gemeinsame Reise an, die eine ungeahnte Wendung nimmt.

27. Juli, Pressevorstellung vom Film „More Than Friendship“. Der Film beginnt mit der Reise des Trios, bei dem es nicht ganz klar ist, ob sie nur Freunde oder Liebende sind. Voller Elan starten sie in ein Abenteuer, das zuerst wie ein heiterer Urlaub scheint. Sie genießen die gemeinsame Zeit zu dritt. Doch spätestens hier wird dem Zuschauer klar, dass diese Beziehung weit über normale Freundschaft hinaus geht. Nach und nach verdichten sich die Anzeichen, dass irgendetwas nicht stimmt. Jonas isst kaum noch, steht Nachts auf und muss sich übergeben. Mia und Lukas machen sich zwar Sorgen um Jonas, aber versuchen die Symptome auszublenden, um diese Reise so fröhlich wie möglich zu gestalten. Als es Jonas immer schlechter geht, gibt es keinen Ausweg mehr. Jeder hat erkannt, dass man sich nun einem sehr schwierigen Thema stellen muss…

Besonders gefallen hat uns die rührende Geschichte des Films und die außergewöhnliche Beziehung der drei Figuren untereinander. Unserer Meinung nach ist der Film „More Than Friendship“ gefühlvoller und tiefer als so mancher Blockbuster, weil man als Zuschauer sofort viel Mitgefühl für die Situation und Charaktere entwickelt. Uns hat die Geschichte noch Tage später zum Nachdenken gebracht. Was würde man selbst in so einer Situation tun? Würde ich es auch zu Stande bringen, gleichzeitig eine Frau und einen Mann zu lieben? Könnte man sich trennen, wenn man weiß, dass ein nahestehender Freund vielleicht bald stirbt? Außerdem war die schauspielerische Leistung ziemlich gut. Die Schauspieler hatten auf jeden Fall mehr drauf als manch anderer im deutschen Fernsehen. Was auch noch erwähnenswert ist, dass in dem Film keine Effekte zu sehen sind. Das macht es zwar für das „Blockbuster gewöhnte Auge“ etwas ungewohnt, aber es macht den Film ehrlicher, purer und irgendwie auch intensiver.

Also wir können euch „More Than Friendship“ nur ans Herz legen, da er sehr emotional, spannend und ehrlich ist. Ab Oktober 2013 könnt ihr euch den Film dann auch in augewählten Programmkinos anschauen. Wir vergeben 4 von 5 Punkten, da er zwar wirklich gut ist, aber das Ende der Geschichte hätte man in unseren Augen anders gestalten können. Trotzdem ist es kein Grund, sich diesen Film entgehen zu lassen. Ganz im Gegenteil. Unsere Empfehlung: Anschauen! Viel Spaß!

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