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Ausflug in das Pharrellsche Paralleluniversum

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So sieht ein glückliches Bae nach dem Konzert aus :D

Powerfrauen, in bildlicher Sprache schlicht „Baes“, sind Hintergrund, Zündstoff und Aushängeschild der „DEAR GIRL“-Welttournee von Pharrell Williams. So eröffnen auch sieben solch reizvoller „Baes“ mit Lichtspektakel die Show. Aufgestellt wie Zinnsoldatinnen in Adidas-Camouflage-Leggings begrüßen sie die Masse mit einem choreografischen Mix aus Morgengruß und Burlesque. Pharrells Handschrift, seine Auslegung von Originalität, zeigt sich in jeglichen Details der Inszenierung: Gitarren, die Neonpink und-Grellrosa leuchten, ein markanter „I am Other“- Print auf dem Schlagzeug und schließlich: Der gefeierte Star höchstpersönlich.

Inmitten seiner kreativen Crew schreitet er hinaus, die dünnen Stelzen stecken in lässiger Baggyjeans, ein bunt gesticktes Adidas-Zeichen ziert die Naht zwischen seinen Pobacken. Gangstermäßig viel Bling Bling fällt auf seinen filigranen Oberkörper, eingehüllt in ein altes Patti-Smith-Shirt. Es ist halb durchsichtig, löcherig, ausgeleiert. Das schelmische Grinsen auf dem eidechsenartigen Gesicht, zieht sich hoch bis zum kantigen Kiefer, den anerkennenden Blick auf die jubelnde Menge fixiert. Mit den Bühnenlichtern konkurrieren links und rechts pompöse Ohrstecker, die zahlreichen Tattoos am Hals des Rappers. Die Leute lachen über den dunklen rubinroten Hut, sein modisches Markenzeichen. Sehr „different“, ein Adjektiv, das Pharrell als Performer neu definiert.

Sympathieträger des Hip Hops

Alle lieben den Unterhalter, mit ihren Smartphones versuchen sie Momente des pharrellschen Paralleluniversums festzuhalten. Doch die tanzbaren Singleauskopplungen siegen über die technische Raffinesse, auch die Sitzreihen bewegen sich, die Max-Schmeling-Halle klatscht, sie singt zu „Marilyn Monroe“, Pharrell antwortet mit dem Ägyptermove. Demonstrativ packen die Tänzerinnen bei „Come Get It, Bae“ ihre zarten Hände zwischen seine Beine. Die Baes vor der Bühne sind hin und weg, als er dicht am Rand zur Absperrung die Hüften wiegt, imaginäre Stöße vollzieht, zwinkert, die Kerle sind selbst zu beeindruckt von der Szene, um sich über ihre kreischenden Weiber aufzuregen.

Gemeinhin verzeihen sie ihm das Halbplayback der ersten Songs, zu präsent ist der Sympathieträger des Hip Hops. „Gerede hin oder her“, sagt er „Hip Hop ist nicht tot.“ Zum Beweis zieht er seinen Hut, der Regelbrecher kommt ans Licht, und plötzlich wird die Album-Promotion-Tour unterbrochen. Wir gelangen als Augenzeugen zurück zum Kern seines Schaffens, zu produzierten Liedern vergangener Jahrzehnte.

Pharrell bauchpinselt den Berlinerinnen, sie seien „originell, schön, nennt mir ein englisches Wort für schön!“ und sie schreien „Beautiful“, gleichnamigen Song gibt er zum Besten. Es besteht keine Notwendigkeit das Mikro in die Mitte zu halten, die Masse ist textsicher und will ihm das beweisen. Sie schnurrt das langezogene Snooooooop bei „Drop It Like It’s Hot“, wedelt nach Luft bei „Hot in Here“. Heiß ist es tatsächlich, Pharrell gibt dem Veranstalter ein Zeichen und sorgt für einen Windhauch durch die Halle.

Schafft Pharrell den Spagat zwischen Inszenierung und Authentizität?

Ein junger Mann aus der ersten Reihe bekommt ein „Selfie“ mit dem Star, immer wieder steigt er von seinem Podest zu den Fans, berührt sie, singt sie an, lässt sich ansingen, flirtet. Die Tänzerinnen und auch die Backgroundsängerinnen dürfen sich alleinig im Scheinwerferlicht präsentieren, nach und nach verschwindet der charmante Pharrell ohne Hut im Hintergrund.  Der Pharrell, wie man ihn gegenwärtig kennt, kommt mit Hut zurück. Gespielt werden jetzt weitere Songs des „GIRL“-Albums, aber auch seine Co-Hits „Blurred Lines“ und „Get Lucky“. Als er sich mit feuchten Augen verabschiedet, zeichnet sich ab, dass „Happy“ die Zugabe sein wird. Zeit seines Konzertes arbeitet er mit seiner Art auf die Glücks-Botschaft hin.

10649462_827783003939265_6428880930521224332_nGlück statt Angst, Liebe statt Hass

… Freudentränen statt Nervosität. Bei der Zugabe von unter anderem „Guts Of Wind“ fasst er sich ein Herz: Diese Welt soll ein besserer Ort werden. Ob wir nicht auch genug von dem Hass haben? Natürlich fürchten Menschen am meisten die Angst. Keine Angst mehr in den Köpfen der „people“, dass wünscht er sich. „Fight with love!“, („Kämpft mit Liebe!“) ruft er, erntet dafür Herzen der Fans. Die Ausstrahlung eines Gurus haftet an ihm. Am wenigstens Angst haben Menschen, wenn sie glücklich sind. Die nahtlose Übergang zum Hit des Jahres glückt. Das Konfetti regnet von der Decke, fremde Menschen tanzen um einander herum, lächeln sich zu, trällern über das Gefühl, glücklich zu sein. Pharrell ist zufrieden, schweißnass und von Herzen demütig. Er arbeitet seit 20 Jahren auf diese Karriere zu, so ist er sich nicht zu schade, den Garanten seinens Erfolgs, den treuen Fans, auch nach Ende des Konzertes Aufmerksamkeit zu schenken. Ruhig setzt er seine Handschrift auf Zeichnungen, in Autogramm-Bücher. Mit einem seligen Gesicht verlassen Publikum und Pharrell den temporären Kosmos der letzten vier Stunden.

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Neue Single der Elektro-Rocker von „The Gecko“!

Es gibt reichlich Neues um die vier Herren der Band „The Gecko“!
Denn als wenn ihr peppiger Elektro-Rock seit ihrem Open-Air Auftritt auf der „FluxFM-Späti Tour“ in Friedrichshain nicht sowieso schon in aller Munde wäre, brachten sie auch mit zahlreichen Auftritten in den Clubs und Bars in Berlin die Stimmung heftig zum Kochen und machten sich durch ihren Genre-Mix irgendwo zwischen The Killers und Kraftwerk viele tanzfreudige Fans.
Zwar bewiesen „The Gecko“ bereits mit ihren mitreißenden Bühnenshows ihre Qualitäten als Liveband, seit Neustem zeigt aber auch das Musikvideo zu ihrer neuen Single „All Of A Sudden“ ihre Professionalität.

Wer sich selbst davon überzeugen möchte, empfehle ich ihr nächstes Konzert auf der „Fete de la Musique“ am 21.6. in den VW Showrooms Berlin, Beginn ist um 18 Uhr.

Wenn ihr genaueres über „The Gecko“ erfahren wollt, klickt hier: „The Gecko – Energiegelandener Indie-Elektro-Dance-Rock zum Tanzbein schwingen“

Bandmitglieder v.l.n.r.: Pascal, Samuel, Espin, Carsten - Fotograf: Marco Floris

„The Gecko“ – Energiegeladener Indie-Elektro-Dance-Rock zum Tanzbein-Schwingen!

Bandmitglieder v.l.n.r.: Pascal, Samuel, Espin, Carsten - Fotograf: Marco Floris

 

Es ist der 29. November, der draußen für kalte Füße sorgt, während die Britisch-Deutsche Band „The Gecko“ in der Wabe Berlin den Zuschauern kräftig einheizt. Das Konzert dauert nur eine halbe Stunde, aber schnell wird mir klar, was das für eine tolle Live-Band ist. Schon zu Beginn fiel auf, wie sehr sie das Publikum mit ihrem Mix aus verschiedenen Musik-Genres mitreißen und mit wie viel Leidenschaft „The Gecko“ Musik machen. Bereits bei den ersten Tönen des Synthesizers und dem nebeligen grünen Bühnenlicht füllte sich der Bereich vor der Bühne und die Massen fingen an zu tanzen. Das lag nicht zuletzt an der hervorragenden und mitreißenden Bühnenshow der Band und dem spontanen Entertainment des Frontmanns und Sängers Espin. Mitten während des Liedes kletterte er mitsamt Mikro auf einen knapp zwei Meter hohen Metallpfeiler auf der Bühne und sang den Song von dort oben; in einer Hand das Mikro, mit der anderen Hand sich am Pfeiler haltend, ohne dass ihm die Puste ausging, und dass alles noch mit einem sympathischen „British Accent“.

Ihren Musikstil konnte ich bis dato noch nicht wirklich einordnen: Eine Mischung aus Electro Pop und Dance-Rock, oder doch Indie-Elektro-High-Energy-Brit-Synth-Rock? Was steckt nun eigentlich dahinter? Das will ich wissen und bitte sie zusammen mit meiner BerlinImPuls-Musikredakteurin Agnes zum Interview. Das alternative Quartett „The Gecko“ besteht aus den Wahlberlinern Espin Bowder (Gesang), Samuel Halscheidt (Gitarre), Carsten Brocker (Keyboard, Bass) und Pascal Gemmer (Schlagzeug) und existiert in ihrer jetzigen Besetzung seit 2009. Sänger Espin und Gitarrist Samuel nehmen sich die Zeit und so lernen wir die Jungs von „The Gecko“ beim Interview etwas besser kennen.

Schnell wird im Interview klar: Die Suche nach einer passenden Genrebezeichnung für die Musik von „The Gecko“ erweist sich als überaus schwierige Aufgabe. So richtig einordnen wollen sie sich nämlich nicht – und das ist auch gut so. Samuel bezeichnet ihren Musikstil als Electro-Dance-Rock – „auf keinen Fall aber als Elektro-Pop!“ – und auch Espin beschreibt die Musik als „Electronica-Rock“ mit britischen Einflüssen, „irgendwo zwischen The Cure und The Killers“. Auch Einflüsse von Bands wie Kraftwerk und Pink Floyd sind rauszuhören. Vor allem durch ihn, das britische Mitglied der Gruppe, wird der individuelle Sound der Gruppe maßgeblich beeinflusst.

Fotograf: Marco Floris

The Gecko’s Intention beim Musikmachen wird während des Interviews deutlich: „Uns geht es nicht ums Geld verdienen, sondern eher darum, Leute mit unserer Musik zu erfreuen und Spaß an der Sache zu haben“, meint Samuel. Das merkte man auch während des Auftritts: „The Gecko“ schaffen es, die Energie ihrer Lieder auch dem Publikum zu vermitteln und somit eine stimmige Verbindung zwischen Band und Zuhörer herzustellen, die keinesfalls, wie es bei mach anderen Bands der Fall ist, unpersönlich ist.

Noch ist die Band bei keinem Label unter Vertrag. Aber das stört sie nicht. „Das gute daran, dass eine Band alles selber macht, ist, dass man sehr viel Freiheit hat und sich musikalisch nach niemandem richten muss“, meint Espin. „Ohne Musik können wir nicht leben. Daher machen wir sie für uns und unsere Fans und nicht für irgendeine Plattenfirma.“ Ansonsten würde die Musik von „The Gecko“ um einiges an Individualität verlieren und in einen Topf mit zahlreichen anderen Indiebands geworfen werden, die von Plattenfirmen angehalten werden, Musik für ein großes Publikum zu komponieren. Doch das schaffen „The Gecko“ auch ohne einen Plattenvertrag: Durch einen geschickten Genre-Mix, der sowohl Indie-Rocker, als auch Elektroniker und tanzfreudige Dance-Rock-Hörer anspricht und garantiert für einen Ohrwurm sorgt.

Die Themen ihrer Lieder, zum Beispiel der ihrer ersten EP „Failure Is Not An Option“, sind abwechslungsreich wie ihre Musik. Sie reichen von sozial-kritschen Themen über persönliche Erlebnisse und Erfahrungen mitten aus dem Leben bis hin zu Inspirationen von Reisen. Espin wohnte bisher in sieben verschiedenen Ländern, darunter Großbritannien, Irland, Italien und Simbabwe. Einflüsse, die die Musik von „The Gecko“ bereichern.

Trotz der musikalisch-poetischen Vielfalt verliert die Musik aber nicht an Ernsthaftigkeit und ist sowohl reif als auch energisch und wild. Die Songtexte schreibt Espin Bowder, er ist der poetische Kopf der Gruppe: „Nur in der Musik kann ich philosophisch sein, sie gibt mir die Freiheit, Dinge auszudrücken, die ich sonst nicht ausdrücken kann. Deshalb ist die Freiheit in der Musik auch so wichtig“. Samuel überlegt: „Nicht unbedingt nur die Freiheit, auch totale Einengung kann inspirierend sein, da man dadurch einen Ansporn hat, musikalisch zu rebellieren und sich gegen etwas aufzulehnen, es kann einem viel Energie geben.“ Er hat Musik studiert und ist der Philosoph der Gruppe. Zusammen mit den anderen beiden Mitgliedern, Carsten und Pascal, versieht er Espins Texte mit einer passenden Melodie und Begleitung.

Unterstützung für ihre erste EP erhielten „The Gecko“ von Musikern wie Gordon Raphael von „The Strokes“, Simon Wangemann aus der Band „I Heart Sharks“ und Oren Gerlitz („Jahcoozi“). Über ihre nächste EP, die vermutlich im Februar oder März 2012 erscheint, wollte uns die Band allerdings noch nicht viel erzählen, sie wird eine große Überraschung. „Unsere nächste EP hat einen ganz neuen Charakter, sie wird viel professioneller“, meinen Samuel und Espin schwärmerisch. Mehr wollten sie uns darüber aber leider noch nicht verraten…

Wie sich the Gecko nun anhören könnt ihr auf ihrer Myspace– oder Website erfahren (thegeckomusic.com) oder live beim Deichbrandt Festival am 21.7. 2012 in Nordholz.

Und jetzt: Boxen laut und Mucke an!

Eure BerlinImPulserin

Rim

 

5 Fragen an „The Gecko“!

Was war euer lustigstes und peinlichstes Banderlebnis?

Espin: Auf der Tour in England bin ich mal mit dem Tourbus aus Versehen beim Rückwärtsfahren in mein eigenes Haus gecrasht, weil ich nicht aufgepasst habe. Der Wagen war hin. Und einmal während einem Festival hatte Carsten seine Hotelschlüssel verloren…

Samuel: …und es war bereits fünf Uhr morgens Also mussten wir dann alle zu viert in einem roten Doppelbett schlafen.

 

Welche Band habt ihr als Teenies gehört, bei der ihr euch im Nachhinein denkt „Oh mein Gott, warum hab ich das denn mal gut gefunden!?“

Espin: Ich war ein großer Fan von Bros und hatte eine Kylie Minoque CD als ich 10 war.

Samuel: Oh Gott, ich hatte mal die Maxi CD von David Hasselhoffs „I´ve been lookin‘ for freedom“.

Espin: Früher habe ich immer gerne „Knight Rider“ mit David Hasselhoff geguckt, mein Hamster hieß sogar Michael Knight.

 

Von wem würdet ihr gerne mal gecovert werden?

Espin: Auf jeden Fall „Massive Attack“ und „Jose Gonzales“. Wir würden es aber auch super finden, wenn jemand Remixe von unseren Liedern machen würde.

 

Welche Lieder eurer EPs findet ihr am besten?

Samuel: Das kann man gar nicht so genau sagen, von der ersten EP wahrscheinlich „Russian Rocket“ und von der neuen definitiv „Real Thing“.

 

Was hört ihr privat gerne für Musik?

Espin: Electronica, Indie, Classic Rock und Dubstep, aber auch Klassik.

Samuel: Ich höre eigentlich alles gerne außer Rap und Volksmusik. Am liebsten Indie, Jazz, Klassik und gefühlvolle, tanzbare, energetische Musik.

 


 

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We ♥ MH – feiern und Gutes tun!

Erinnert ihr euch an Daniel Geidel aus der ersten BerlinImPulssendung zum Thema Jugend-von-heute – unseren Jungpolitiker mit Herz und Engagement? Für den Spätaugust ist da noch eine mehr als interessante Aktion geplant…

Offizielle Pressemitteilung: WE LOVE MH

„…mach dir ´ne Platte!“ lautet der Aufruf zum Benefizkonzert am 26. August 2011. Marzahn-Hellersdorfer Musiker spielen für soziale Einrichtungen aus dem Bezirk. Gesammelt werden hier Gelder für den sich aus Spenden finanzierenden gemeinnützigen Verein Straßenkinder e.V. mit seinem Kinder – und Jugendhaus „Bolle“. Seit Jahren wird sich hier um Kinder von der Straße bemüht und sich für deren Rechte stark gemacht.

„Uns ist es wichtig, dass gezeigt wird, dass in diesem Bezirk niemand auf sich allein gestellt sein muss und man durch kleines Engagement für andere Großes bewirken kann“, so Dmitri Geidel Vorsitzender der Jusos Marzahn-Hellersdorf.

Mit akustischen Klängen von Beautiful Disaster sowie elektronisch Tanzbarem von Marcio Kantana als Liveact unterstützt von Marc Delor meets Pflaumenbaum [Berlin] wird dem Publikum pure vielfältige Plattenenergie entgegengefeuert.

Beweg dich mit im Anna Landsberger (Prötzeler Ring 13, 12685 Berlin) für den guten Zweck! Ab 20h startet der Spaß; Plätze sichern geht schon ab 19h. Spendenhöhen liegen zwischen 3,50€ (ermäßigt) und 5€.
Die Veranstaltung wird unterstützt von den „Jusos in der SPD Marzahn-Hellersdorf“.

Feiern gehen und die Einnahmen gehen an eine wohltätige Stiftung? Genau das richtige für engagierte Jugendliche! Also nichts als ran an den Terminkalender und mit Freunden diese Chance nutzen, würde ich sagen :)

Eure BerlinImPulserin Doro