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Paris, Paris, Paris: Gibt es auch andere Themen in den Medien?

Klar, jeder hat von den Anschlägen in Paris und der Drohung vom IS an Deutschland und Österreich gehört – aber sind das die einzigen Probleme die zur Zeit in der Welt herrschen?

ein Kommentar von Laura Walz

Ein ganz klares Nein von den Jugendlichen! Der Terroranschlag in Frankreich und die große Flüchtlingswelle, die nach Europa kommt, lässt andere Themen in den Medien komplett untergehen.

Einige sind der Meinung, dass Politik und Medien zusammenhängen und es absichtlich nur auf diese Themen abgesehen haben. Habt ihr mitbekommen, dass neue US-Atombomben nach Deutschland gebracht worden sind? Oder dass der Bundessicherheitsrat wieder “Kleinwaffenexporte” genehmigt hat? Die meisten, mit denen ich darüber gesprochen habe, hatten keine Ahnung davon und das alles nur, weil es nur noch um den IS geht.

Andere wiederum sagen, dass die Medien richtig handeln. Sie wollen schließlich wissen, wie es um das Terrorregime IS steht und wie es in Deutschland weiter geht.

Meiner Meinung nach wird viel zu wenig über die anderen Probleme geredet. Es gibt viel mehr Themen als nur Flüchtlinge oder den IS. Verständlich ist, dass sie uns darüber aufklären, was gerade passiert ist und was noch passieren wird. Bedenkt man, dass in den Kriegsländern, wie zum Beispiel Syrien, dies Alltag ist. Nur weil es diesmal in unmittelbarer Nähe geschehen ist, heißt es nicht, dass die Nachrichten sich nur noch um dieses eine Thema drehen müssen. Nur als kleines Beispiel: Am 13.11.2015 sind außer den Anschlägen in Paris noch Anschläge in der Türkei und in Bagdad, der Hauptstadt des Iraks, verübt worden. Außerdem kamm an diesem Tag ein aufkommender Tsunami in Japan und ein Tornado in Mexiko. Hat einer von euch das gewusst? Wenn nein, denkt mal nach weshalb nicht.

Wenn ich Chefin einer Redaktion wäre, würde ich mich dafür einsetzen, dass mehr Themen über das eigene Land sowie über andere Länder ausgestrahlt werden.

Eifrig am Diskutieren

Pro & Contra: Was bitte ist am Winter so schlimm?

 

Die Temperaturen sinken und sie ist wieder da: Die graue Betondecke über Berlin! Es ist Herbst und vorbei ist die Leichtigkeit von Becks und Strandbar, Flip-Flops und Sonnenbrille. Aber ist das eigentlich so schlimm oder kann man dem Herbst und Winter nicht auch etwas Positives abgewinnen? Ein Pro & Contra von unseren Redakteuren Annika Naujokat und Benjamin Lewerenz.

Pro: „Sich aufwärmen ist doch viel leichter, als sich abzukühlen“

Während der Diskusion

BiP Redakteurin Annika in der Diskussion mit ihrem Kontrahenten Benny

Mag sein, dass es etwas mit dem individuellen Temperaturempfinden eines Menschen zu tun hat, dass einige den Winter lieben oder hassen. Sicher sind gefrorene Füße und Hände nicht schön und sie können durchaus auch eine gewisse Behinderung im winterlichen Alltag darstellen, doch nichts desto trotz bin ich ein absoluter Winterfan. Woher das rührt?  Vielleicht daher, dass ich mit dem Sommer und der warmen Jahreszeit ganz einfach noch weniger anfangen kann. Die warme Jahreszeit macht mir tatsächlich in erster Linie als Schülerin zu schaffen. Sobald der Temperaturanstieg sich meldet, heißt es morgens: dicke Jacke anziehen und tagsüber: schwitzen. Klar kann man sich dann nach dem „Zwiebelprinzip“ kleiden, wie einem in jener Zeit ja häufig vorgehalten wird. Aber die ganzen Jacken dann in der Schule mit sich herumzuschleppen, macht auch nicht gerade viel Spaß.

Sportunterricht wird durch den Sommer auch immer lästiger, als ich ihn persönlich sowieso schon empfinde. Die Lehrer kommen ja häufig auf die geniale Idee, bei dem „schönen“ Wetter raus zu gehen, aber ich finde eigentlich, dass das Schwitzen allein durch körperliche Anstrengung schon übel genug ist. Dann wären da noch diese lästigen Viecher, die Frühling und Sommer für gewöhnlich mit sich bringen. Ob am Abend auf der Terrasse zu Hause, oder beim Mittagessen draußen vor einem Restaurant, immer sind es Bienen oder Mücken, die mich stets blitzartig vom Tisch fliehen lassen. Allgemeine Aggression durch jegliche Art von Stichen, oder einem Summen bei einem gemütlichen Essen mit der Familie erlebe ich demnach auch nicht selten.

Und dann ist da noch etwas: Ich für meinen Teil kann nur mit einer Decke schlafen! Dieser Umstand wird natürlich zum Problem, sobald es für das Federbett zu warm wird. Auch ein Laken ist meistens nicht die Lösung. Ich habe es lieber, wenn ich mich warm einkuscheln kann, während es außerhalb des Bettes deutlich kühler ist. Während der Schulzeit tritt dieser Effekt beim Aufstehen als eine „belebende Kälte“ auf und am Wochenende lässt es mich mein Bett umso mehr genießen und wertschätzen. Da ich leider keinen Ventilator besitze, werde ich im Sommer täglich von der quälend heißen Raumtemperatur belästigt. Es ist sehr viel einfacher, einen Raum aufzuheizen, anstatt ihn runterzukühlen. Sich in ein Auto zu setzen, die Klimaanlage einzuschalten und sich aufzuwärmen, empfinde ich als angenehmer, als mich in einen von der Sonne aufgeheizten Wagen begeben zu müssen, um auch dann nur kaum spürbare Abkühlung zu erhalten.

Zudem ist der Winter ja nicht immer nur kalt und grau. Es scheint ja oft genug auch die Sonne und das beschert einem ja die schönen Wintertage, an denen man raus geht, um Schlitten zu fahren und Schneemänner zu bauen. Nicht dass ich das im vergangenen Winter getan hätte, doch man sieht an solchen Wintertagen ja allzeit die rundum bespaßten Familien, die zusammen allerlei dieser winterlichen Aktivitäten an der frischen Luft ausüben. Über alle dem steht aber natürlich des Winters schlagkräftigstes Argument: Weihnachten! Verbunden damit sind Lebkuchen, Plätzchen-backen, Zeit mit der Familie, ein schöner Weihnachtsbaum und nicht zu vergessen: die Geschenke.

Mein Fazit: Ganz ehrlich – Was bitte ist so schlimm an der kalten Jahreszeit?

Contra: „Sich aufwärmen ist doch viel leichter, als sich abzukühlen“

BiP-Redakteuer Benny argumentiert mit Händen und Füßen um Annika zu überzeugen

BiP-Redakteuer Benny argumentiert mit Händen und Füßen um Annika zu überzeugen

Ach ja – der Winter… Was ist daran gut? Dass man sich den Hintern entweder abfriert oder ihn in der Straßenbahn wegge“kuschelt“ bekommt…? Jetzt mal ehrlich: Das ist doch nicht schön, oder? Denn im Winter gibt es nur zwei Extreme: Entweder man steht draußen, umgeben von ´ner Menge Schnee und bibbert vor sich hin, oder man ist irgendwo drinnen und ringt um Luft bei viel zu heißen Heizungen und trockener Luft. Und das macht das Bekleiden so kompliziert: Jacke, Pullover, Pullover, T-Shirt, T-Shirt, Unterhemd & Thermounterwäsche. Das muss man immer anziehen, wenn man raus will und immer anziehen, wenn man in ein Haus geht. Ergo ist man sich eigentlich nur am umziehen. Im Sommer – also der warmen Jahreszeit – braucht man maximal ein T-Shirt… Morgens angenehme 20 °C und mittags sind es schöne 27 °C. Das ist doch sehr viel einfacher!

Aber nicht nur das: Im Sommer kann man viel mehr Sport machen als im Winter. Der wohl bekannteste Sport: Schwimmen. Die Freibäder haben offen, das Wasser ist eine angenehme Abkühlung und die Mädels (und Typen) können ihre Reize zeigen… Und ganz ehrlich: Ein Mädchen im Bikini sieht doch viel besser aus als ein Michelin-Mädchen mit 10 Schichten Klamotten. Selbiges geht auch bei Jungs – das Sixpack ist doch viel schicker als die Jacke überm Pulli überm Pulli überm T-Shirt überm T-Shirt übern Hemd.

Außerdem ist die ganze Welt bunt! Die Blumen blühen, die Bäume sind grün, die Welt ist hellwach – denn die Sonne ist bis 22 Uhr aktiv und nicht schon um 18 Uhr untergegangen. Beispiel Schule: Man steht morgens auf – dunkel; man geht zur Schule – dunkel; man kann endlich nach Hause – dunkel; man geht zu Freunden – dunkel. So geht es mir jetzt schon – und es ist gerade erst Herbst! Was ist das dann erst zu Weihnachten – oder im tiefsten Winter…?

Außerdem ist das Wetter im Winter immer schlecht! Entweder ist es bewölkt oder es schneit oder es regnet oder es scheint die Sonne und blendet einen, weil sie so niedrig steht und durch den Schnee reflektiert wird… Man hat das Gefühl, man ist blind! Macht sich super für Auto- oder Radfahrer. Und dann habe ich noch dieses Argument: Nur im Sommer bekommt man eine natürliche, angenehme Bräune und sieht nicht so künstlich-orange-verkokelt aus wie die Nutzer des Solariums.

Und mein Fazit: All together – Im Sommer ist man und Frau einfach schöner, entspannter, sicherer und leichter :-)

 

Das Special: Benny & Annika lachen sich tot – ähm, diskutieren über den Winter…

 

 

 

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Pro & Contra: Vegetarisch sein ist super – das ist hirnlos

 

PRO: Vegetarisch sein ist super

Ich bin jetzt seit mehr als zwei Jahren Vegetarierin, und so gesehen, stolz darauf! Ich meine nicht viele schaffen es so lange ohne Fleisch zu leben. Ich habe davor sehr gerne Fleisch gegessen, und wenn ich noch heute den Geruch von gebratenem Schinken in der Nase habe, dann bin ich versucht einen Bissen so heimlich mitgehen zu lassen. Aber bis jetzt habe ich es immer geschafft davon abzukommen.

Foto: Christina Winter / pixelio.de

Foto: Christina Winter / pixelio.de

Es war gar nicht mal so schwer für mich auf Fleisch zu verzichten. Zwei  meiner Freundinnen haben mich letzten Endes dazu gebracht,  Vegetarierin zu werden. Sie waren es auch schon lange vor mir. Und ich dachte, wenn die das schaffen können, dann pack ich es auch. Gesagt – getan. Eigentlich wollte ich es nur mal eine Woche lang versuchen und  gucken was draus wird. Aber ich habe gemerkt, dass es gar nicht so  schwierig ist, und ich damit ganz gut klar komme. Kurz um, ich bin dabei geblieben.

Ich finde es gibt definitiv genügend Gründe, kein Fleisch zu essen, vielleicht überzeugen sie Euch ja auch:

  1. Hey, es ist nicht fair den Tieren gegenüber, es wird so viel  Fleisch  „produziert“ und so viel davon wieder weggeschmissen! Das ist den Tieren gegenüber nicht gerechtfertigt! Das wäre ja so, als wenn man uns schlachten würde und dann sagt. »Oh, den find ich nicht so gut, egal schmeiß ich einfach weg und nehm den Nächsten, gibt schließlich genug von ihnen«. Wir beuten die Tiere regelrecht aus! Ich würde sagen, das ist schlechtes Benehmen. Aber weil es fast alle machen, fällt es keinem mehr auf!
  2. Ich meine was ist denn so schlimm daran VegetarierIn zu sein? Was spricht denn bitte schon dagegen? Den Eisengehalt kann man durch Pistazien, Rosinen und, wenn man ihn isst, den Fisch wieder aufholen. Alles andere kommt auch in dem Rest der Lebenmittel vor.
  3. Es ist keinem von Natur aus angeboren Fleisch essen zu müssen. Ich nehme es Niemanden übel, wenn er oder sie Fleisch isst, aber natürlich fände ich es am besten, wenn ich alle zur vegetarischen Seite ziehen könnte.

Ja ok, ich hoffe ihr seit jetzt vielleicht ein bisschen von mir überzeugt worden, und werdet auch vegetarisch? ♥

 viele liebe vegetarische Grüße

Eure BIPreporterin Aline 😀

Bildquelle: Christina Winter, pixelio.de

 CONTRA: das ist hirnlos

Vegetarisch sein ist definitiv CONTRA, weil…

…ERSTENS ist es schlecht für den Körper, erstrecht, wenn man Leistungs-Sport treibt, wie meine beste Freundin. Wenn man vegetarisch ist und auch gleichzeitig Sport treibt, bekommt man vielleicht Mangelerscheinungen. Und dann muss man so doofen Saft mit extra super viel Eisen trinken, der meistens auch total ekelhaft schmeckt. Außerdem muss man auch Sachen essen, die einem gar nicht schmecken und DAS finde ich wirklich etwas hirnlos.

…ZWEITENS ok, die Tiere werden in den meisten Tierhaltungen extrem schlecht gehalten, aber man kann ja auch Fleisch kaufen, was „Bio“ ist. Es ist zwar fast doppelt so teuer und es gibt dieses Fleisch auch nicht überall zu kaufen, aber es schmeckt VIEL besser und die Tiere werden artgerecht gehalten. In den Biomärkten werden  Waren verkauft, wo z.B. die Pflanzen nicht oder anders gespritzt wurden und  die Tiere keine Medikamente bekommen haben, damit sie schneller dick werden. Außerdem hatten z.B. die Schweine nicht zwei Quadratmeter pro Tier und dazu ihr ganzes Leben in einem müffeligen Stall verbracht, sondern auf einer frischen, großen Wiese – also im besten Fall.

…DRITTENS viele Tiere essen selber Fleisch also sie fressen auch andere Tiere. Wir sind auch sozusagen Tiere und wenn man denen, die wir als „Tiere“ bezeichnen sagt, sie sollen gefälligst Vegetarier werden, wird das mit Sicherheit nicht funktionieren. Also gehen wir praktisch unserer Natur nach.

Eure BIPBloggerin: Mathilda

Bildquelle: Andreas Depping  / pixelio.de

Bildquelle Beitragsbild: andreas stix  / pixelio.de

 

 

 

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Wer abschreibt…wird Minister.

 

Artikelbild: Petra Bork  / pixelio.de

Artikelbild: Petra Bork / pixelio.de

Hach, wäre ich doch noch mal in der 6. Klasse! Da beschränkten sich die Probleme, die einen beschäftigten, noch auf das Umfeld. Heute, wo ich im ersten Jahr der Abiturphase bin, sieht die Welt schon ganz anders aus. Denn obwohl ich weiß, dass ich die Welt nicht groß verändern kann, fühle ich mich unter Druck gesetzt.

Wo soll ich anfangen, sobald ich mein Abitur habe? Soll ich einen Flughafen bauen, eine Oper renovieren, den S-Bahn-Verkehr organisieren oder lieber das Schulsystem überarbeiten? Schon der Gedanke an einige der Pannen kann einen in die Verzweiflung treiben.

Beim Schulsystem ist vermutlich noch am meisten zu retten. Am wichtigsten wäre es, hier bei Entscheidungen mal die zu fragen, die es auch betrifft: Schüler und Lehrer. Wen wundert es denn, dass viele Schüler so unmotiviert sind? Sie wissen genau: Die Rahmenpläne sind teilweise nicht zu schaffen, weil einfach zu viel in zu kurzer Zeit erwartet wird. Das Berliner Abitur ist nicht so viel wert wie ein Bayrisches. Von den Referendaren wird erwartet, dass sie größtenteils Gruppen- bzw. Partnerarbeit machen, obwohl uns Schülern die schon zum Halse raushängt.

Zu all dem kommen dann aber noch sogenannte „Vorbilder“: In der Wirtschaft sieht man, dass die, die den größten Mist bauen, oftmals mit am besten bezahlt werden und unter Politikern findet sich in letzter Zeit öfter mal jemand, dem „aus Versehen“ einige Plagiate in die Doktorarbeit gerutscht sind.,Der aktuellste und für mich als Schülerin empörendste Fall ist wohl die ehemalige Bildungsministerin Annette Schavan. Lasst euch das mal auf der Zunge zergehen: Die BILDUNGSministerin hat vermutlich ABGESCHRIEBEN……und uns Schülern gibt man eine 6, wenn wir die Hausaufgaben abschreiben – obwohl wir für gemachte Hausaufgaben nicht mal einen Titel bekommen. Obwohl man bei uns auch nicht immer sicher sein kann, dass wir abgeschrieben und nicht stattdessen zusammen zu dem Ergebnis gekommen sind, da man uns ja kein ausgiebiges Prüfungsverfahren zubilligt.

Andererseits hat man so ein Ziel vor Augen – wenn in der Welt alles perfekt wäre, würde das Leben langweilig sein. Vielleicht würde ich mich sogar etwas nutzlos fühlen 😀

 

Eure BerlinImPulserin Katja

Artikelbild: Petra Bork  / pixelio.de

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Pro & Contra: Organspende! Ja, nein, vielleicht? Bitte entscheiden Sie sich jetzt!

 

Organspende scheint ein heikles Thema zu sein. Die Krankenkassen müssen neuerdings Organspendeausweise verschicken, das neue „Transplantationsgesetz“ will alles irgendwie leichter machen und in den Medien werden zunehmend Fälle von Organhandel oder Organ-Vergabeskandalen bekannt. Schwer, da eine eigene Meinung zu haben? Nö, finden BiP Reporter Doro und Benjamin. Ihre Sicht der Dinge zum Thema Organspende – hier und jetzt im BiP Pro & Contra (Bildquelle: Gerd Altmann  / pixelio.de)

 

 

PRO – Warum Organspende ne gute Sache ist

Ein Kommentar von BiP Reporterin Doro Zwetkow

In Deutschland klettern Leute mit Geld die Listen hoch, die bestimmen, wer das nächste Spenderorgan bekommen soll, das sagen uns zumindest die aktuellsten Fälle in den Medien.

Darauf erst mal in den Partyurlaub ganz weit weg von den korrupten Instituten und ordentlich die Leber versauen, damit sie auch keinem mehr nutzen kann. Aber Vorsicht! Mit jedem Mal im Urlaub steigt natürlich die Chance, dass du von der Super-Organ-Secret-Geheimbund-Spenden-wir-sind-mit-der-Regierung-unter-einer-Decke-Mafia gekidnappt und ausgenommen wirst. Da hilft dir auch nichts mehr, wenn du dir und denen vorher ordentlich die Leber vermiest hast.

Diese Super-Organ-Secret-Geheimbund-Spenden-wir-sind-mit-der-Regierung-unter-einer-Decke-Mafia (SOSGSWMDRUDM) wird jedes Mal nicht-so-super-secret auf den Tisch gelegt, wenn es in meinem Freundeskreis um Organspenden geht. Denn wenn du einen Organspendeausweis hast, kann dich diese Organisation ganz sicher finden und wird deine Gutmütigkeit ausnutzen.

Ich möchte nicht abstreiten, dass es irgendwo irgendetwas wie eine Mafia um Organe gibt, aber ich glaube, wenn sie wirklich meine Organe haben wollen, geht das auch ganz schnell ohne Organspendeausweis. „Was ist mit den Rettungskräften am Notfallort, die bei der Identifikation in dein Portemonnaie schauen und dich dann wegen eines Organdeals sterben lassen?“

Und da brennen die Ängste in solchen Szenarien und ziehen eine Aschespur durch alle Krimiserien der Zukunft. Dass der Mensch viel sensibler ist, wenn es um so ein heikles Thema wie den eigenen Körper und das eigene Leben geht ist verständlich. Doch wenn es darum geht, sich selbst von einem Organspender retten zu lassen, höre ich von vielen in dieser Diskussion eine klare Befürwortung. Hilft-mir-bitte-aber-ich-helfe-euch-nicht-Mentalität möchte ich ungern in meinem mentalen Ausweis stehen haben und auf meinem physischen Ausweis bin ich Organspender, weil ich auch mal gerettet werden will wenn ich gerettet werden muss.

Und ja, mir ist mein Körper etwas wert, und ich bin sehr dankbar, dass er mir jeden Tag das Leben ermöglicht. Aber irgendwann geht auch dieses Leben zu Ende, und ich glaube an kein Leben danach, erst Recht nicht in dem gleichen Körper. Da habe ich kein Problem damit ihn los und anderen Leuten zur Hilfe eilen zu lassen… oder?

Ein Kommentar von BiP Reporterin Doro Zwetkow

Artikelbild: Thorben Wengert, pixelio.de

 

CONTRA: Finger weg von meinen Eingeweiden!

 Ein Kommentar von Benjamin Lewerenz

Biep – Biep – Biiiiiiep. „Hab dich lieb, Opa!“ Das Mädchen fängt an zu weinen und legt seinem Opa ein Stofftier unter den Arm. Die Eltern geben dem Arzt einen Organspendeausweis. „Was ist das, Mama?“ – „Es ist gut so!“

Eine merkwürdige Antwort von der Mutter. Aber irgendwo ja auch verständlich – oder wer möchte seiner kleinen sechs jährigen Tocher erklären, dass nach dem Tod noch an Opa rumgeschnippelt wird? Und wie soll man ihr erklären, dass sie ihren Opa das letzte Mal vollständig gesehen hat? Und wie soll man seiner Tochter erklären, dass man sich Teile von Opa nochmal kaufen kann; sozusagen der „Große Opa Schlussverkauf“ (Oder auf Neudeutsch: Grandpa-Sale). Vor allem kann ihr auch niemand erklären, was genau Großvater entnommen wird. Man weiß immer nur, dass irgendwas entnommen wird – aber was, dass bliebt auf immer im Ungewissen…

Ungewiss bleibt außerdem, wer das Organ bekommt. Theoretisch sollte es derjenige bekommen, der es gerade am nötigsten hat. Nur ist es so in letzter Zeit irgendwie… nie passiert. Da haben immer irgendwelche reichen Schnösel bekommen, die zur richtigen Zeit den richtigen Arzt hatten – solche, die gegen ein gewissen Entgelt bereit waren, ihre Patienten bedürftiger zu machen als sie eigentlich sind. Ist ja nicht so, als könne dafür jemand anderes sterben.

Außerdem wird mit den Organen gehandelt wie mit Gemüse. Wer will – wer will – wer hat noch nicht? Der meistbietendste bekommt den Zuschlag – könnte man ja mal als neuen Bereich bei Ebay vorschlagen. Verdienen die bestimmt einen Haufen Geld dabei. Das erinnert mich an einen Spruch aus der US-Amerikanischen Fernsehserie NCIS, wo der Gerichtsmediziner Dr. Mallard einmal deklarierte: „Mit Menschenteilen ist es wie mit den Autos – in Einzelteilen ist beides mehr wert als wenn man es komplett verkauft.“ Solange es aber einen Wettbewerb mit freiem Markt ziwschen den Organtransplanteuren gibt, wird sich das auch nicht ändern.

Also freut Euch, Leute – Eure Organe sind Euch nie sicher. Und wenn ihr Euch denkt, dass ihr mit Euren Organen wenigstens Euren Kindern oder Enkeln das Erbe versüßen könntet – dann sucht Euch (wenn ihr alt seit) einen jungen, aber kranken Reichen und regelt die Organtranplantation privat.

Bildquelle: Jörg Klemme, Hamburg  / pixelio.de

 

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Steinbrück for Kanzler! Ein Kommentar zur politischen Lage der Nation

 

Warum Peer Steinbrück Kanzler werden sollte. Ein Kommentar von BiP Reporter Benjamin Lewerenz

„Ihr müsst dem Kandidaten an der ein oder anderen Stelle auch etwas Beinfreiheit einräumen. Ihr müsst keine Befürchtung haben, eure Beinfreiheit ist ungefähr 1,80 – mehr nicht.“

Ja – es gibt noch Poltiker mit Humor. Einer davon ist Peer Steinbrück – Norddeutsch wie Helmut Schmidt. Und da er sein Mentor ist, kann man sich sicher sein, dass Steinbrück einen ähnlichen Kurs fährt wie er – denn beide sind echte Sozialdemokraten; solche die zu ihrer Politik auch stehen und kaum davon abweichen. Steinbrück eben maximal 1,80m.

Aber bevor ich richtig in Fahrt komme, möchte ich was zu seiner vermeintlichen Schwachstelle klarstellen: Ja – er hat Vorträge für die Finanzindustrie gehalten. Ja – er hat eine Menge Geld dafür bekommen. Juhu – da ist sie wieder, die Aufregung um geldgeile und politikdesinteressierte Politiker. Natürlich meckern fast alle Parteien mit – gut außer natürlich SPD und Grüne; besonders laut schreien CSU, CDU und FDP. Die einen wollen „volle Transparenz“ (CSU) und die anderen meinen bei Steinbrück würden „sämtliche Sicherungen durchbrennen“ (FDP). Lasst mich kurz einen Blick auf die Liste mit den bestverdienensten deutschen Abgeordneten werfen… Ähm, achja. Neun der zehn bestverdienensten Abgeordenten sind von CDU, CSU & FDP. Suche den Fehler!

Nachdem sich darüber aufgeregt wurde, hat er alles offen gelegt (Die CSU fordert Transparenz – da sollen doch mal die Koalitionsmitglieder alles transparent machen) und somit ist klar, wo er in welcher Höhe wieviel verdient hat. Ich habe mir einige Vorlesungen von ihm bei YouTube angesehen – er hat immer genau das gesagt, was er auch in Interviews, Laber-Sendungen oder im Bundestag gesagt hat. Und es ist doch egal wo ich was sage – auf den Inhalt kommt es an.

Und da macht Steinbrück keiner so schnell was vor. Er beschreibt seine Politik mit den Worten Willy Brandts: „Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn werden“. Ich denke, dass ist eine Agenda, der man folgen kann. Und eine, bei der er auch bleibt. Er macht nicht wie diverse momentan regierende Politiker (beispielsweise eine gewisse Dame – ach wie heißt sie gleich? Ist auch Kanzlerin…) macht er keine 180 Grad Drehungen. (Ich will nicht drauf rumhacken, aber: Erst hat Merkel die von der SPD entwickelte Engergiewende zu nichte gemacht um sie nach Fukushima in einer Merkelschen Lightvariante wieder aufzusetzen.)

Anders als bei CDU & FDP hat Steinbrück (und die SPD) schon einen Wunschpartner, mit dem man politisch auf einer Wellenlänge schwimmt. Und mit dem man gemeinsame poltische Ziele hat – Mindestlohn, statt Betreuungsgeld Ausbau von Ganztags-Kitas und Ganztagsgrundschulen und Veränderungen im Steuersystem (sicher müssen nicht alle Wähler damit übereinstimmen, aber hier weiß man, dass alle Beteiligten das so schnell wie möglich umsetzen wollen).

Und er hat schon bewiesen, dass er Politik erfolgreich machen kann. Von 2005 bis 2009 war Steinbrück Finanzminister unter Merkel. Und da hat er bewiesen, dass er es kann – schließlich hat er damals die Entscheidungen für die Konjunkturpakete beschlossen. Und das die gut waren, merkt man immer noch…

Ich denke also, dass ihr mir zustimmen könnt, wenn ich sage, dass Steinbrück ein guter Kanzler(kandidat) ist… Oder etwa nicht?

 

Ein Kommentar von BiP Reporter Benjamin Lewerenz

Bildquelle: Pressebild, www.spd.de