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Apple-Check: 12 Tage Geschenke – Tag 1

Apple macht gerne alles anders als die anderen. Das wird gerne bemängelt, kann aber auch echt gut sein. Beispielsweise macht Apple nicht als 10.000ste Firma einen Adventskalender – nein, sie verteilen Geschenke nach Weihnachten und verpacken das dann hübsch in eine App.
Diese App heißt 12 Tage Geschenke und ist kostenlos im App Store erhältlich. Und hier wird getestet, was die Geschenke taugen und ob man sich den Speicherplatz lieber sparen sollte, denn zum Teil sind auch Blockbuster dabei – zumindest wenn man in Cupertino so großzügig ist, wie in den letzten Jahren.
Heute gibt es das erste Geschenk: einen Livemitschnitt des iTunes-Festival-Auftritt von Justin Timberlake. Das heißt vier Lieder haut Apple einfach mal so raus. Diese vier Lieder sind SexyBack, Take back the Night, True blood und TKO, wobei letztere sogar Musikvideos sind.
Das iTunes-Festival gilt als eins der vielfältigsten Musikfestivals der Welt, da Apple damit das Ziel hat, die Vielfalt seines iTunes-Store anzupreisen. Dieses Jahr waren auf dem Festival unter anderem Kings of Leon, Avicii, Robin Thicke und eben Justin Timberlake. und sonst heißt das iTunes-Festival: 30 Tage – 60 Konzerte vom who is who des Musikbuisness.
Bei Festival-/ Livemitschnitten kann man viel verkehrt machen. Zu viel Publikum, zu wenig Hintergrundgesang, zu leiser Sänger etc. Gibt es aber nicht – es klingt hervorragend und sieht gut aus. Man merkt, das Justin Timberlake viel Spaß hatte, sonst hätten nicht alle vier Lieder Überlänge.
Leider hallt es phasenweise ein wenig, aber auch damit kann man sich nach und nach arrangieren. Man kann sich also nicht beschweren – zumal es kostenlos ist. Und auf jeden Fall ist der Mitschnitt nicht schlecht, um die eigene Justin Timberlake-Sammlung zu vergrößern.

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„Und der Gewinner ist….“ Pro & Contra Preisverleihungen

Erbrechen für den Weltfrieden

Ein Contra von Benjamin Lewerenz

Ich habe mich dagegen entschieden, hier eine schön strukturierte Contra-Meinung zum Thema Preisverleihungen zu veröffentlichen. Ich falle lieber direkt mit der Tür ins Haus und möchte euch und mich mal ein paar Minuten in dieses Thema entführen: „Über die Bedeutung von Champagner-getränkten Floskeln der Selbstbeweihräucherung bei öffentlichen Preisverleihungen“. Seid Ihr bereit?

Floskel # 1: „Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet!“ – Überhaupt nicht, deswegen halte ich auch jetzt erstmal meine wundervoll auswendig gelernte Rede. Halt die Backen, du Spaten!  Schreibe wenigstens eine richtige Rede!

Floskel # 2: „Ich möchte mich bei…“ …all den geldgeilen Säcken bedanken, die mir geheuchelt haben, dass sie mich mögen, nur um meinen unglaublichen Körper zu Geld zu machen! Ach du Scheiße! Gleich geht das Geschleime und die Werbung los!

Floskel #3: „Ihr wart so toll!“ Bei Frauen ist dann immer alles „unglaublich toll!“. Aber Achtung, jetzt sollte man sitzen! Weil sonst rutscht man auf einer Schleimspur aus, die ihres gleichen sucht. Und dann wird noch zehnmal überlegt, ob man wen vergessen hat. Und dann wird weitergeschleimt.

Zugegeben: Eigentlich stört es micht nicht, dass ich ständig denselben Mist hört, dass kenne ich aus der Schule. Nein – mich stört nur diese endlose Heuchelei, die ewig dreisten Lügen und die unendliche Geldverschwendung, die da jedes Mal mit dran hängt. Es wäre doch um Längen unterhaltsamer, wenn die „Preisgekrönten“ einfach mal sagen würden täten dürften könnten, was sie wirklich denken. Wie zum Beispiel so was:

  • „Damit habe ich schon ewig gerechnet! Endlich wird mir offiziell bescheinigt, wie geil ich bin!“
  • „Ja – uhhh – ihr seid toll! Aber ohne mich wärt ihr am Arsch, weil ihr eben an mir euer Geld verdient“
  • „Ich bedanke mich bei mir, weil ich einfach mal der beste bin!“
  • „Warum bekomme ich den Preis erst jetzt? Ich bin schon zum zehnten Mal nominiert, ich hätte ihn jedesmal verdient; ihr Säcke!“

Warum sagt nie jemand die Wahrheit? Nein, es wird gelogen bis sich die Balken biegen! Im Zweifelsfall wird auch der Weltfrieden vorgelogen! Oh – okay. Ich gebe zu, das war eine gemeine und unfaire Lüge. Es ist nicht immer heile Welt. Wenn gerade ein ehemaliger Preisträger (oder eine andere „Größe“) gestorben ist, dann wird dem Verstorbenen die ganze Feier gewidmet. Dann wird am Anfang für den Verstorbenen gesungen, dann wird in den Dankesreden jedes Mal gesagt wie „unglaublich“ und „toll“ der Verstorbene war und der Moderator des Abends macht die berühmteste Nummer des Stars nach oder parodiert sie.

Achso, das wichtigste habe ich vergessen: Wer gewinnt, steht eh immer schon vorher fest. Es sind 50% Stars, 25% die besten ihres Faches, 20% Newcomer und 5% Überraschung. Die Überraschung muss sein, damit man am Tag danach in den Zeitungen steht. Wenn es dann mal nicht möglich ist, eine Überraschung einzubauen, dann muss man eben einen Skandal inszenieren.

So, wenn ihr möchtet, bastelt euch hier ein Trinkspiel draus – aber für die ganzen Alkoholleichen bin ich nicht verantwortlich! Die nächste Preisverleihung kommt bestimmt. Aber ich geh mich jetzt erstmal erbrechen – wenn ich nochmal das Wort Preisverleihung höre!

Selten so gelacht! Peinlichkeiten und Publicity als Win-Win für Stars und Zuschauer

Ein Pro vom Patricia Neumann

Warum sollte man sich nach so einer, wie ich zugeben muss, überzeugenden Meinung noch Preisverleihungen anschauen? Ich erklär euch das jetzt mal am Beispiel der am Montag ausgestrahlten MTV Video Music Awards…

Die Preisverleihungen bestehen heute nicht mehr nur aus langweiligen Dankesreden, sondern aus etlichen Auftritten, Neuvorstellungen von Songs und jeder Menge Peinlichkeiten, über die man herzhaft lachen kann, ohne das es jemanden wehtut. Nicht zu vergessen ist außerdem die Tatsache, das der ganze Schulhof am Tag danach über die Verleihung am Abend zuvor spricht und man sofort mitreden kann.

Nun aber noch mal ein paar mehr Argumente…

Punkt 1: Die Auftritte! Egal ob cool oder peinlich, neues oder altes Lied – die Stars geben sich meist bei den Auftritten sehr viel Mühe, weil das heutzutage bei den Verleihungen der Aufhänger ist. Bei den VMA’s konnte man das wirklich gut sehen. Da wäre der grandiose Auftritt von Justin Timberlake: 20 Minuten am Stück hat der Kerl seine größten Hits mit einer sagenhaften Choreographie gesungen. Und dann hat er es auch noch geschafft, die etwas ins Alter geratene Truppe von N’Sync auf die Bühne zu bringen! Gut – sie haben zusammen nur einen  Song gesungen, aber das lag wohl daran, dass manche von denen ganz schön aus der Form geraten sind.

Punkt 2: Die Neuvorstellungen! Gerade bei den amerikanischen Preisverleihungen fällt mir das immer wieder auf, dass die da auf der Bühne (oder mein Geheimtipp: im Vorspann der Nominierungen) Songs vorstellen, die in Deutschland noch kaum einer kennt. Aber ein paar Wochen, oder manchmal sogar Monate, später kommen die Songs dann auch bei uns groß raus. So ging mir das ganz besonders Anfang diesen Jahres bei den Grammys mit den „The Lumineers“. Bei den VMA’s geht es mir mit dem neuen Song von Robin Thicke so. „Give it to you“ läuft seit dem bei mir rauf und runter.

Punkt 3: Real-Satire! Jetzt mal ehrlich: In der, wie ich es nenne, „Preisverleihungs-Saison“ gibt es doch nichts besseres, als sich nach einem anstrengenden Tag aufs Sofa zu legen und sich einfach über die zahlreichen Stolperer, Busen-Blitzer oder andere Peinlichkeiten zu belustigen. Wer hat sich denn bitte letzte Woche nicht am Tag nach den VMA´s über diesen maßlos peinlichen Auftritt von Miley Cyrus ausgelassen? Ich habe bisher noch nicht gesehen, das jemand so oft seine Zunge rausstreckt und dann auch noch einen mindestens 10 Jahre älteren Kerl so anmacht. Witzig, aber total peinlich, oder? Das Gute: Wir bekommen eine Art kostenlose Real-Satire, haben Spaß und die Stars erhalten eine Menge Publicity. Und die hat dafür ne Menge Publicity bekommen. Quasi eine Win-Win Situation, oder?

Fazit: Für mich geht es bei den Preisverleihungen überhaupt nicht um die Preise und Dankesreden. Für mich geht es um das, was drum herum passiert. Und das ist wirklich sehenswert, wie man an den VMA’s gesehen hat. Also: Wenn man die höchstens 5% Prozent an gar nicht mal so unglaublich schlimmen Dankesreden aushält, kann man vor dem Fernseher wirklich was erleben. Jetzt mal Hand aufs Herz: Was spricht denn jetzt noch dagegen?

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Pro & Contra Musikgeschmack: Fanta4 vs. Justin Timberlake

 

PRO Die Fantastischen Vier

Ein Kommentar von Benjamin Lewerenz

Bildquelle: Alexander Gnädinger

Street Credibility. Glaubwürdigkeit des Sängers/ der Band. Kommt von: authentisch sein. Das bedeutet: Sein eigenes Ding drehn – nicht auf andere Leute zu achten. „Wer weiß schon wofür das hier gut ist. Es gibt nun mal nichts Gutes außer man tut es. Ist es dir wichtig bisschen besser zu sein? Dann mach’s richtig oder lass besser sein!“.

Street Credibility. Geprägt durch über 20 Jahre Erfahrung. Gereift wie ein guter Wein. Eine der erfolgreichsten deutschen Bands. Im Hip Hop sollte Street Credibilty das wichtigste sein. „Und das alles ohne Kirmes-Pistolen und das jemand in den Arsch gefickt wird“. Sie waren die Ersten – die, die Hip Hop nach Deutschland gebracht haben. „Du sagst du liebst jetzt ’ne andere Band? I’m sorry – I don’t understand!“. Die wohl beste Band der Welt (im Hip Hop): Die Fantastischen Vier!

Michael B. Schmidt, Michael Beck, Thomas Dürr und Andreas Rieke sind Pioniere in Deutschland. Seit 1992 sind die vier mit allen ihren Alben & Singles immer in den Charts. Egal womit. „Sieben Tag in der Woche hör ich Hip-Hop. Mit dem Mikro in der Hand, denn das geht ab!“. Dabei haben sie sich von den Spaßrappern zu Hip-Hoppern gemacht, die sich nicht scheuen, sich auch mal ernste Themen zuzuwenden. „Was noch? – Was meinst du damit: Was noch?“.

Also eine Betrachtung der Musik ist komplizert – aber immer schön. Betrachtet man alte Songs, dann hört man Sprechgesang, fette und basslastige Beats und regelmäßig auch eingebaute Zitate, sei es aus dem Highlander („Es kann nur einen geben!“) oder aus der Sesamstraße („Wenn du die Glocke drückst, dann läutet sie!“). Textlich geht es um alle Themen – strotzend von Selbstbewusstsein. „Wir sind die Fantastischen Vier – und sind hier – mit jeder Menge Bier und viel Fraun“.

Im Laufe der laaaaaangen Geschichte hat sich aber auch die Musik sehr geändert. Die Themen werden ernster (zumindest meistens) „Ichisichisichisich“. Die Musik wird vielfältiger, bleibt aber meistens humorvoll. Übrigens sind die Vier in Deutschland „Erwachsen“ geworden, nachdem sie ihre Single „Frohes Fest“ indizieren lassen mussten wegen der Textzeile „Mein Bruder sagt er hat die Nase voll – der Schnee in diesem Jahr ist ganz besonders toll!“. Also nichts da mit Spaßgesang… Anders als bei Herrn Timberlake, der seit Jahren scheinbar jedes Jahr den selben Sülz ablässt und dabei kein bisschen Entwicklung zeigt.

„Alles klar, jetzt gibt’s Megastress. Ihr wolltet grade gehn, ahah, vergesst’s. Wir wollen doch mal sehen, wer hier wen verlässt“ Eine Sache gibt es noch bevor ihr geht! In all den Jahren in denen ich die Fantas jetzt schon Troy begleite muss ich noch eins loswerden: „Du hattest gute Zeiten – Wir waren mit dabei. Wir werden dich begleiten. Wir bleiben troy.“ Das sagt keine Band über seine Beziehung zu den Fans – erst Recht nicht Mr. Boyband-Timberlake…

In diesem Sinne bis zum nächsten Mal

Euer Benny

 

PRO Justin Timberlake- The 20/20 Experience

Ein Kommentar von Patricia Neumann

Bildquelle: www.justintimberlake.com – Official Presserelase

Senorita, I feel for you you deal with things, that you don’t have to He doesn’t love ya, I can tell by his charm But you could feel this real love 
If you just lay in my ah, ah, arms…. Ja ihr habt richtig gehört! Justin Timberlake taucht aus der Versenkung auf und nimmt noch ein Album auf!

Der erste Song Suit & Tie mit Jay-Z ist auch schon im Netz zu hören. Das Album wird (Gott sei Dank!) von Timberland produziert. Und was der anfässt, wird zu Gold! Für die, die sich bei amerikanischen Produzenten nicht auskennen: Timbaland hat Leute und Bands wie One Republic, Nelly Furtado oder Missy Elliot produziert und hat seit den 90’ern sehr großen Einfluss auf die weltweite Musikbranche (insbesondere was Hip-Hop angeht). Also ich finde diesen Typen genial. Erst recht was er mit J.T. aufgenommen hat. Von ihm kommt auch Senorita, Sexy Back, Lovestoned, Summer Love (mein persönlicher Favorit) und andere. Außerdem wird es nicht nur bei Timbaland und Jay-Z als Feature bleiben. Ne-Yo will auch mit ihm aufnehmen.Und wer kann da schon in der Disko widerstehen, nicht bei einer der Lieder wenigstens mit dem Fuß zu wackeln? Also ICH nicht! Und wer tut das schon bei einen neu-alten Unplugged Song von Fanta4? Na Gut, ich muss zugeben, dass er bei seinen Songs nicht gerade an seine Oma gedacht hat, sondern an „die Reize einer attraktiven Frau“ – und das ist nicht immer ganz kinderfreundlich. Aber Gott sei Dank leben wir in einem Land, wo kleine Kinder so etwas nicht verstehen.Trotzdem sind die Beats geil, meine Füße wackeln immer, und den Typen in einem guten Musikvideo zu sehen schadet ja auch keinem Mädchen 😉 Bei den Jungs von Fanta 4 finden höchstens unsere Mütter die Jungs attraktiv. Und wer oder was schafft es schon, jeden in Bewegung zu bringen? Also Fanta 4 hat das damals geschafft…? Nein, ich denke nicht.

Eure Patricia