san-cisco_final

Die Alternative der Woche! mit San Cisco

Da geben sich San Cisco schon alle Mühe, ihr Musikvideo möglichst innovativ zu gestalten, ein wenig Kritik an den Mann zu bringen und Multitasking-Drumming zu betreiben. Und das einzige, worüber sich in Youtube-Video Kommentaren aufgeregt wird, sind Skinny Jeans! Höchstwahrscheinlich die des Gitarristen auf 00:18 Minuten…

Obwohl solche Tweets amüsant zu lesen sind, sollte man die vier Australier nicht unterschätzen. Jordi Davieson, Josh Biondillo, Nick Gardner und Scarlett Stevens, die sich schon aus Highschoolzeiten kennen, sind nicht nur „Just another Indie-Band“, sonst wären sie kaum so schnell die Erfolgsleiter hochgeklettert.
Bei ihrem eingängigen Indie-Pop Track „Awkward“ setzen sie auf das unterschätzte Weniger-Ist-Mehr Prinzip: schlichte Basslinie, eingängige Gitarrenakkorde und natürlich, der obligatorische Schellenkranz.
Doch sie können auch ganz anders. Zwischen feinem, mathematischem Uhrwerk-Pop á la Vampire Weekend über Balladen wie „Reckless“ schmeißen sie auch locker flockig ein geniales Cover der Psychadelic-Rocker Tame Impala hinterher, wobei das meiste 2010 als bunte Mischung auf ihrer ersten EP „Golden Revolver“ landet. Die breite Palette der Surfer sorgt für gute Laune und die typisch lässige Festival Stimmung – was ihnen 2011 unter anderem Auftritte in halb Australien inklusive Phillip Island sichert.

„King George“ hießen sie damals. Doch das und die Festivalauftritte des Sommers waren erst der Anfang. Sie nannten sich in „San Cisco“ um und sicherten sich ihre Weltherrschaft mit Fernsehauftritten in Neuseeland und dem Musiksender BalconyTV. Im gleichen Jahr folgt auch noch die Nominierung für den Unearthed J Award. Und beim australischen Radiosender Triple J findet sich „Awkward“ plötzlich im Hottest-100-Countdown auf Platz 7 wieder. Trotz ihrem Erfolg, vornehmlich in Down Under, haben sie ihr Nischen-Dasein als flippige Hipster nicht aufgegeben.
Und mal ehrlich, wen stören da die Skinny Jeans?

klingt für mich nach… do do do doo, do do doo do do!

würden sich gut verstehen mit… The Jungle Giants, Two Door Cinema Club, Vampire Weekend

am besten zu hören… beim Wellenreiten im hautengen Neoprenanzug