Pressebild The Lumineers

Alternative der Woche… mit The Lumineers

 

„Sag mal, es gibt da ’ne recht coole Band auf YouTube – magst du die nicht mal als Alternative der Woche nehmen?“ Reingehört und für gut befunden gehe ich nach Hause und überlege, was ich schreiben könnte. Zuhause angekommen mache ich die Tür auf – und was höre ich? „Ho Hey. Ho Hey“. Ja – auch mein Papa hatte es schon entdeckt.

The Lumineers

Pressebild The Lumineers

Die drei Köpfe aus Denver machen lustigen Folk-Rock und ihr letztes Prunkstück habt ihr vielleicht schonmal irgendwo gehört… so eingängig wie es ist. Bekannt geworden sind sie in zwei Stufen. Zuerst durch die Werbung. Nachdem sie als Hintergrundmusik für einen Bing-Werbespot benutzt wurden, interessierten sich die Macher der US-Fernsehserie „Hart of Dixie“ für sie, die sie in ihrer Serie auch gleich benutzten. Die Serie läuft auf CBS – dementsprechend populär ist es auch.

Aber nun zur Band. Wesley Schultz, Jeremiah Fraites & Neyla Pekarek machen in dieser Formation seit 2005 Musik – davor haben nur Wesly und Jeremiah Musik gemacht. Dann brauchten die beiden Unterstützung, die sie auch bald bekamen. Der Rest ihrer Geschichte ist bekannt.

Aber was ist das eigentlich für Musik, die sie machen? Also das wohl bekannteste Stück was sie spielen ist irgendwas zwischen Indie und Folk. Sie erfinden aber nichts von beidem neu – sie verfeinern es nur. Die inhaltliche Grundidee ist einfach – aber dafür umso feinfühliger umgesetzt. Die Lumineers haben einmal über sich selbst gesagt „Jeder der ein Instrument spielen kann, kann auch einen Lumineers-Song spielen“. Dabei ist einfach nicht gleichzusetzen mit primitiv oder anspruchslos; man kann es eher vergleichen mit unangestrengt oder ungekünstelt. Aber was schreib ich hier so viel – hört es euch lieber selber an:

Ich hoffe die drei kommen irgendwann nochmal nach Berlin – aber vorerst erstmal nicht. Aber sie kommen zum Dockville-Festival in Hamburg; im August…

In diesem Sinne bis nächste Woche

Euer Benny

Und hier könnt ihr den Autor mal hören, wie er sich zu der Band äußert:

sue

Die Alternative der Woche! mit Sue

Wenn man bei Sue ein Indiz für deutsche Musik suchen möchte, kann sich das schon als Herausforderung erweisen:

Die vier Herren aus Hamburg machen es einem nämlich nicht gerade leicht, sie in die typischen deutschen Schubladen wie Hamburger Schule, Krautrock oder einfachem deutschen Indie-Rock einzuordnen, ergeben aber eine schöne Mischung aus allem – dank kühler Stimmen á la Django Django, elektronischen bits and pieces in Songs wie „You“ und Piano Pop, der Kristoffer Ragnstam alle Konkurrenz machen könnte.

Im August dieses Jahres erschien nun drei Jahre nach ihrem Debüt ihr zweites Album „YOU“, in dem Sue einen Hauch von Miike Snow und ironisch essentielle Gespräche über Schuhe vereinen.

Sue wird wohl leider meine letzte Alternative der Woche für euch sein, zumindest auf berlinimpuls. Denn aus der deutschen Hauptstadt hat es mich nach London verschlagen, meine Leidenschaft für Musik blieb aber trotz der kulturellen Umstellung glücklicherweise gleich. Jeder england- oder musikbegeisterte Leser ist auf meinem nun ganz eigenen Blog herzlich willkommen! http://rysmusic.tumblr.com/

Cheers,

Jasmin

Lucy-Rose

Die Alternative der Woche! mit Lucy Rose

London, Marylebone Station – ein hageres Mädchen klettert aus dem Zug. Ihr blondrotes Haar verdeckt leicht die schüchternen Rehaugen, mit denen sie sich in der riesigen Halle umblickt. Sie wirkt ein wenig verloren, während sie mit einer Hand den Griff eines Gitarrenkastens umklammert.
So ungefähr muss es ausgesehen haben, als Lucy Rose Parton sich aus ihrer Heimat Warwickshire aufmachte und in London ihren großen Durchbruch suchte.

London – Olympiastadt, Stadt des skurrilen Humors, aber vor allem der Dreh und Angelpunkt für musikalische Talente und kreative Köpfe. Doch sie ist eine von vielen, wirklich vielen unter ihnen, und man weiß in der britischen Hauptstadt nur zu gut: einzig wer schnell genug ist, seine Chancen nutzt und Kontakte knüpft, schafft es mit Glück irgendwie unter Umständen, Teil von Londons pulsierender Musikszene zu werden.
Die Vorraussetzungen sind gut, und der Ehrgeiz erst recht da: auf dem heimischen Klavier komponiert sie früh erste Stücke, als Teenie kauft sie sich eine Gitarre und flott hat sie mit 16 schon die ersten Stücke fertig, welche die schüchterne Engländerin aber bis dahin kaum jemanden hören lässt.
Erst auf Open-Mic Veranstaltungen offenbart sie ihr Talent und ihren sensiblen Indie-Folk Pop á la Joni Mitchell der breiteren Öffentlichkeit: mithilfe ihrer zarten Stimme und einer Gitarre, zu der sie eine intensive Busenfreundschaft pflegt. Es könnte gar nicht besser kommen, als sie auch noch auf Jack Steadman trifft, Frontmann der britischen Indie-Rocker „Bombay Bicycle Club“.

Ihr fragt euch, was danach kam?
Eine gemeinsame Single („Flaws“), ein Dutzend eigene Tracks, die Mitwirkung am dritten Bombay Bicycle Club Album „A Different Kind Of Fix“, die eigene Band, sogar eine eigene Teesorte! Ja, ihr habt richtig gehört: ‚Builder Grey‘ ist eine von Lucy Rose entwickelte Teesorte (2 part english breakfast tea:1 part Earl Grey).
Die Vogue jedenfalls hält sie für „one of indie music’s breakout stars for 2012“, wovon sich die meisten am 24. September selbst überzeugen können – dann nämlich erscheint ihr Debütalbum „Like I Used To“.

klingt für mich nach… hauchfeinem, subtilem Folk für das Indie-Ohr

würde sich gut verstehen mit… Feist, Noah and The Whale, Mumford & Sons

am besten zu hören… bei typischem Londoner Regenwetter und einer Tasse ‚Builder Tea‘

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Die Alternative der Woche! mit Hot Chip

Mit Hot Chip ist es so eine Sache. Auf der einen Seite ist da ist dieser düstere Elektro Pop, der sich fast so psychedelisch anhört, dass man sich schon um den Geisteszustand der fünf Londoner sorgen möchte. Aber andererseits besitzt dieser basslastige, kleinteilige, gleichzeitig auch entspannte Synthie Pop ein Suchtpotenzial wie eine Flasche Club Mate: der erste Schluck ist gewöhnungsbedürftig, aber danach kannst du einfach nicht mehr aufhören. Zwar vielleicht keine Musik mit Sofortwirkung, doch mit schweren Folgen: Meine Hot Chip-Sucht war so groß, dass ich fast mein gesamtes Erspartes für alle fünf Alben der im Jahre 2000 gegründeten Band geopfert hätte.

So ging es wahrscheinlich nicht nur mir, denn Hot Chip stürmten mit ihren letzten vier Alben die britischen Charts und wurden außerdem für den Mercury Music Prize nominiert. Naja, wenn auch noch die renomierteste britische Musikzeitschrift, das NME Magazine, ihre Single „Over and Over“ als beste Single des Jahres 2006 auszeichnet, können die Begründer und Sänger der Band Alexis Taylor und Joe Goddard mitsamt Instrumentalisten mit ihrer verschrobenen Art schonmal nichts falsch gemacht haben.

„Night And Day“ ist ihre aktuelle Single, die auf ihrem 2012 neu erschienenen Album „In Our Heads“ zu hören ist. Der vorgestellte Song „One Pure Thought“ hingegen ist etwas gemächlicher, schöner, „harmloser“ und erschien 2008 auf dem Album „Made In The Dark“.

klingt für mich nach… Musik von Hipstern für Hipster

würden sich gut verstehen mit… LCD Soundsystem, Cut Copy, Metronomy

am besten zu hören… als Hot Chip-Einstiegsdroge

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Neue Single der Elektro-Rocker von „The Gecko“!

Es gibt reichlich Neues um die vier Herren der Band „The Gecko“!
Denn als wenn ihr peppiger Elektro-Rock seit ihrem Open-Air Auftritt auf der „FluxFM-Späti Tour“ in Friedrichshain nicht sowieso schon in aller Munde wäre, brachten sie auch mit zahlreichen Auftritten in den Clubs und Bars in Berlin die Stimmung heftig zum Kochen und machten sich durch ihren Genre-Mix irgendwo zwischen The Killers und Kraftwerk viele tanzfreudige Fans.
Zwar bewiesen „The Gecko“ bereits mit ihren mitreißenden Bühnenshows ihre Qualitäten als Liveband, seit Neustem zeigt aber auch das Musikvideo zu ihrer neuen Single „All Of A Sudden“ ihre Professionalität.

Wer sich selbst davon überzeugen möchte, empfehle ich ihr nächstes Konzert auf der „Fete de la Musique“ am 21.6. in den VW Showrooms Berlin, Beginn ist um 18 Uhr.

Wenn ihr genaueres über „The Gecko“ erfahren wollt, klickt hier: „The Gecko – Energiegelandener Indie-Elektro-Dance-Rock zum Tanzbein schwingen“

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Die Alternative der Woche! mit Lykke Li

Dass die Skandinavier gute Musik machen, ist eigentlich nichts Neues: The Hives, Mando Diao, The Knife oder WhoMadeWho – sie sind allesamt Experten auf ihrem Gebiet und schipperten mit ihren Beats und Melodien vom Norden Europas durch die ganze Welt. Auch die Melodien und ungewöhnliche Percussion-Besetzung der jungen schwedischen Sängerin Lykke Li Timotej Zachrisson, auch bekannt als Lykke Li, fanden den weiten Weg bis ganz oben in die Hitlisten.

Nachdem sich Lykke Li’s erstes Album „Youth Novels“ 2008 ganze zwanzig Wochen auf Platz 3 der schwedischen Charts hielt, erreichte sie 2011 mit ihrem zweiten Albums „Wounded Rhymes“ sogar internationale Erfolge. Vielleicht lag das aber auch ein ganz kleines bisschen an der Tatsache, dass Lykke Li auf dem Soundtrack von „New Moon“ in Possibility zu hören ist.
Die Masche? Eine charismatische Persönlichkeit, eine wirklich außergewöhnliche Stimme und Melodien, die man nur ganz grob unter dem Genrebegriff Independent einordnen kann.

Der Song „I Follow Rivers“ erschien 2011 und existiert außerdem in einem, wie ich finde, großartigen Remix von The Magician. Ob nun durch die Verwendung des Songs bei der UEFA Champions League 2011/2012 oder in den vielen Clubs und Diskos weltweit, „I Follow Rivers“ ruderte in den I-Tunes Charts flott nach oben.

klingt für mich nach… der coolsten Aussprache des Wortes „Baby“, die ich bisher gehört habe…

würde sich gut verstehen mit… Oh Land, The xx, Florence + The Machine

am besten zu hören… definitiv im Club oder irgendwo, wo man ausgelassen das Tanzbein schwingen kann.

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Die Alternative der Woche! mit We Are Augustines

Die New Yorker von We Are Augustines hatten es nicht einfach.

Erst zerbricht das erste Bandprojekt „Pela“ zweier Augustines, Billy McCarthy und Eric Sanderson, kurz nach der Veröffentlichung ihres ersten Albums „Anytown Graffiti“, gerade als sie auf dem Weg nach oben waren. Sie waren damals noch zu viert unterwegs und erfreuten sich, hochgelobt von Kritikern, großer Beliebtheit, bis sie dem Druck der Musikindustrie nicht mehr standhalten konnten.
Doch Frontmann Billy McCarthy und Bassist Sanderson machen weiter. Nachdem Schlagzeuger Rob Allen gefunden war, gings unter dem Namen „We Are Augustines“ an die musikalische Fortsetzung von „Anytown Graffiti“.
Und dann folgt auch noch ein schwerer Schicksalsschlag für Frontmann McCarthy: Während der Studioaufnahmen nimmt sich sein Bruder James das Leben. Einflüsse, die auf dem ersten Album „Rise Ye Sunken Ships“ deutlich zu hören sind. In dem Song „Book Of James“ erzählt McCarthy von der psychischen Erkrankung seines Bruders, die letztlich zu dessen Selbstmord führte. Er möchte kein Mitleid heischen, aber die Tragik ist der tiefen, markanten Stimme des hartgesottenen Rockers immer noch anzuhören.

„Chapel Song“ ist eines der Prunkstücke von „Rise Ye Sunken Ships“. Der Song baut sich langsam auf und klingt, vor allem in Verbindung mit dem warmen, dramatischen Gesang McCarthys, nach einem „nein, wir geben nicht auf!“.

klingt für mich nach… einem Aufschrei McCarthys gegen die Übel der Welt. Insbesondere, wenn Mann in der Chapel sein Mädchen mit einem anderen vor den Altar treten sieht

würden sich gut verstehen mit… Fanfarlo, Interpol, Zulu Winter

am besten zu hören… bei einem emotionalen Gemisch aus guter Laune und Melancholie

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Die Alternative der Woche! mit WhoMadeWho

Ein Mann, ein Wort? Nein, bei WhoMadeWho sind es drei Worte, und drei Männer: Jeppe Kjellberg, Tomas Hoffding und Tomas Barfod sind die dänischen Hipster, die einen Albumtitel von AC/DC zu ihrem Bandnamen gemacht haben.

Sie sind es auch, die die an sich unkomplizierten Songs mit den kleinen, aber feinen Details, welche jedem Stück einen individuellen Touch verleihen, zu einem absoluten Ohrwurm machen. Disco-Pop für jeden Anlass. Kein Wunder also, dass das Trio mit ihrem im Februar erschienenen Album „Brighter“ sowohl im Club als auch bei Kritikern außerordentlich gut ankommt.

„Inside World“ – einer der besten, ja man könnte schon fast sagen, Hits der neuen Platte. Der Mix aus Pop und Dance-Punk vermischt mit aufsteigenden Basswellen zeigt, dass WhoMadeWho nicht umsonst den Ruf als „eine der meistgeschätzten Dance/Indie-Crossoverbands Europas“ haben. Auch der Wechsel zum Electro-Label „Kompakt“ hat dabei eine nicht unbedeutende Rolle gespielt. Durch ihn wurden die Dänen „brighter“ und machen nun für ein größeres Publikum Musik, ohne ihre verträumte Individualität zu verlieren.

klingt für mich nach… düsterem, aber fesselndem Disco-Sound

würde sich gut verstehen mit…
When Saints Go Machine, We Have Band, Kaspar Bjørke

am besten zu hören… wenn man nachts mal wieder mit dem Fahrrad durch Berlin kurvt

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Die Alternative der Woche! mit Les Yeux Sans Visage

Les Yeux Sans Visage – bei den Filmspezialisten unserer Leserschaft sollte es jetzt klingeln. Hmm… War das nicht dieser Horrorfilm aus den 60ern? Ganz richtig!

„Augen Ohne Gesicht“, wie der Filmtitel ins Deutsche übersetzt heißt, ist zugleich auch der Name der dreiköpfigen Post-Punk Formation, die sich ganz prima mit Joy Division verstanden hätte. Warum die Band so heißt? Naja, Parallelen zwischen dem Namen der Band und ihrem Aussehen oder der Musik kann man vergeblich suchen. Vermutlich haben die Schweizer Jungs von Les Yeux Sans Visage auch einfach „Eyes Without A Face“ von Billy Idol gehört, während sie über ihren Bandnamen gegrübelt haben.

Auch wenn der Bandname „Augen ohne Gesicht“ erstmal einen Gruselfaktor hat, ist doch die Musik schön, wenn auch dunkel – eine Reminiszenz an Dark-Wave Bands aus den 80ern. „Oblivion“ stammt nun von ihrer neuen Platte „Tomorrow Is A Million Years“, die letzten Monat erschienen ist.

Wie findet ihr’s?

klingt für mich nach… einem verregneten Tag an einem Fenster in London

würden sich gut verstehen mit… The Sound, Joy Division, The Chameleons

am besten zu hören… wann man eben Post-Punk hört – in allen Lebenslagen

Bandmitglieder v.l.n.r.: Pascal, Samuel, Espin, Carsten - Fotograf: Marco Floris

„The Gecko“ – Energiegeladener Indie-Elektro-Dance-Rock zum Tanzbein-Schwingen!

Bandmitglieder v.l.n.r.: Pascal, Samuel, Espin, Carsten - Fotograf: Marco Floris

 

Es ist der 29. November, der draußen für kalte Füße sorgt, während die Britisch-Deutsche Band „The Gecko“ in der Wabe Berlin den Zuschauern kräftig einheizt. Das Konzert dauert nur eine halbe Stunde, aber schnell wird mir klar, was das für eine tolle Live-Band ist. Schon zu Beginn fiel auf, wie sehr sie das Publikum mit ihrem Mix aus verschiedenen Musik-Genres mitreißen und mit wie viel Leidenschaft „The Gecko“ Musik machen. Bereits bei den ersten Tönen des Synthesizers und dem nebeligen grünen Bühnenlicht füllte sich der Bereich vor der Bühne und die Massen fingen an zu tanzen. Das lag nicht zuletzt an der hervorragenden und mitreißenden Bühnenshow der Band und dem spontanen Entertainment des Frontmanns und Sängers Espin. Mitten während des Liedes kletterte er mitsamt Mikro auf einen knapp zwei Meter hohen Metallpfeiler auf der Bühne und sang den Song von dort oben; in einer Hand das Mikro, mit der anderen Hand sich am Pfeiler haltend, ohne dass ihm die Puste ausging, und dass alles noch mit einem sympathischen „British Accent“.

Ihren Musikstil konnte ich bis dato noch nicht wirklich einordnen: Eine Mischung aus Electro Pop und Dance-Rock, oder doch Indie-Elektro-High-Energy-Brit-Synth-Rock? Was steckt nun eigentlich dahinter? Das will ich wissen und bitte sie zusammen mit meiner BerlinImPuls-Musikredakteurin Agnes zum Interview. Das alternative Quartett „The Gecko“ besteht aus den Wahlberlinern Espin Bowder (Gesang), Samuel Halscheidt (Gitarre), Carsten Brocker (Keyboard, Bass) und Pascal Gemmer (Schlagzeug) und existiert in ihrer jetzigen Besetzung seit 2009. Sänger Espin und Gitarrist Samuel nehmen sich die Zeit und so lernen wir die Jungs von „The Gecko“ beim Interview etwas besser kennen.

Schnell wird im Interview klar: Die Suche nach einer passenden Genrebezeichnung für die Musik von „The Gecko“ erweist sich als überaus schwierige Aufgabe. So richtig einordnen wollen sie sich nämlich nicht – und das ist auch gut so. Samuel bezeichnet ihren Musikstil als Electro-Dance-Rock – „auf keinen Fall aber als Elektro-Pop!“ – und auch Espin beschreibt die Musik als „Electronica-Rock“ mit britischen Einflüssen, „irgendwo zwischen The Cure und The Killers“. Auch Einflüsse von Bands wie Kraftwerk und Pink Floyd sind rauszuhören. Vor allem durch ihn, das britische Mitglied der Gruppe, wird der individuelle Sound der Gruppe maßgeblich beeinflusst.

Fotograf: Marco Floris

The Gecko’s Intention beim Musikmachen wird während des Interviews deutlich: „Uns geht es nicht ums Geld verdienen, sondern eher darum, Leute mit unserer Musik zu erfreuen und Spaß an der Sache zu haben“, meint Samuel. Das merkte man auch während des Auftritts: „The Gecko“ schaffen es, die Energie ihrer Lieder auch dem Publikum zu vermitteln und somit eine stimmige Verbindung zwischen Band und Zuhörer herzustellen, die keinesfalls, wie es bei mach anderen Bands der Fall ist, unpersönlich ist.

Noch ist die Band bei keinem Label unter Vertrag. Aber das stört sie nicht. „Das gute daran, dass eine Band alles selber macht, ist, dass man sehr viel Freiheit hat und sich musikalisch nach niemandem richten muss“, meint Espin. „Ohne Musik können wir nicht leben. Daher machen wir sie für uns und unsere Fans und nicht für irgendeine Plattenfirma.“ Ansonsten würde die Musik von „The Gecko“ um einiges an Individualität verlieren und in einen Topf mit zahlreichen anderen Indiebands geworfen werden, die von Plattenfirmen angehalten werden, Musik für ein großes Publikum zu komponieren. Doch das schaffen „The Gecko“ auch ohne einen Plattenvertrag: Durch einen geschickten Genre-Mix, der sowohl Indie-Rocker, als auch Elektroniker und tanzfreudige Dance-Rock-Hörer anspricht und garantiert für einen Ohrwurm sorgt.

Die Themen ihrer Lieder, zum Beispiel der ihrer ersten EP „Failure Is Not An Option“, sind abwechslungsreich wie ihre Musik. Sie reichen von sozial-kritschen Themen über persönliche Erlebnisse und Erfahrungen mitten aus dem Leben bis hin zu Inspirationen von Reisen. Espin wohnte bisher in sieben verschiedenen Ländern, darunter Großbritannien, Irland, Italien und Simbabwe. Einflüsse, die die Musik von „The Gecko“ bereichern.

Trotz der musikalisch-poetischen Vielfalt verliert die Musik aber nicht an Ernsthaftigkeit und ist sowohl reif als auch energisch und wild. Die Songtexte schreibt Espin Bowder, er ist der poetische Kopf der Gruppe: „Nur in der Musik kann ich philosophisch sein, sie gibt mir die Freiheit, Dinge auszudrücken, die ich sonst nicht ausdrücken kann. Deshalb ist die Freiheit in der Musik auch so wichtig“. Samuel überlegt: „Nicht unbedingt nur die Freiheit, auch totale Einengung kann inspirierend sein, da man dadurch einen Ansporn hat, musikalisch zu rebellieren und sich gegen etwas aufzulehnen, es kann einem viel Energie geben.“ Er hat Musik studiert und ist der Philosoph der Gruppe. Zusammen mit den anderen beiden Mitgliedern, Carsten und Pascal, versieht er Espins Texte mit einer passenden Melodie und Begleitung.

Unterstützung für ihre erste EP erhielten „The Gecko“ von Musikern wie Gordon Raphael von „The Strokes“, Simon Wangemann aus der Band „I Heart Sharks“ und Oren Gerlitz („Jahcoozi“). Über ihre nächste EP, die vermutlich im Februar oder März 2012 erscheint, wollte uns die Band allerdings noch nicht viel erzählen, sie wird eine große Überraschung. „Unsere nächste EP hat einen ganz neuen Charakter, sie wird viel professioneller“, meinen Samuel und Espin schwärmerisch. Mehr wollten sie uns darüber aber leider noch nicht verraten…

Wie sich the Gecko nun anhören könnt ihr auf ihrer Myspace– oder Website erfahren (thegeckomusic.com) oder live beim Deichbrandt Festival am 21.7. 2012 in Nordholz.

Und jetzt: Boxen laut und Mucke an!

Eure BerlinImPulserin

Rim

 

5 Fragen an „The Gecko“!

Was war euer lustigstes und peinlichstes Banderlebnis?

Espin: Auf der Tour in England bin ich mal mit dem Tourbus aus Versehen beim Rückwärtsfahren in mein eigenes Haus gecrasht, weil ich nicht aufgepasst habe. Der Wagen war hin. Und einmal während einem Festival hatte Carsten seine Hotelschlüssel verloren…

Samuel: …und es war bereits fünf Uhr morgens Also mussten wir dann alle zu viert in einem roten Doppelbett schlafen.

 

Welche Band habt ihr als Teenies gehört, bei der ihr euch im Nachhinein denkt „Oh mein Gott, warum hab ich das denn mal gut gefunden!?“

Espin: Ich war ein großer Fan von Bros und hatte eine Kylie Minoque CD als ich 10 war.

Samuel: Oh Gott, ich hatte mal die Maxi CD von David Hasselhoffs „I´ve been lookin‘ for freedom“.

Espin: Früher habe ich immer gerne „Knight Rider“ mit David Hasselhoff geguckt, mein Hamster hieß sogar Michael Knight.

 

Von wem würdet ihr gerne mal gecovert werden?

Espin: Auf jeden Fall „Massive Attack“ und „Jose Gonzales“. Wir würden es aber auch super finden, wenn jemand Remixe von unseren Liedern machen würde.

 

Welche Lieder eurer EPs findet ihr am besten?

Samuel: Das kann man gar nicht so genau sagen, von der ersten EP wahrscheinlich „Russian Rocket“ und von der neuen definitiv „Real Thing“.

 

Was hört ihr privat gerne für Musik?

Espin: Electronica, Indie, Classic Rock und Dubstep, aber auch Klassik.

Samuel: Ich höre eigentlich alles gerne außer Rap und Volksmusik. Am liebsten Indie, Jazz, Klassik und gefühlvolle, tanzbare, energetische Musik.

 


 

The Wake Woods

The Wake Woods Record Release

 

Nach einer längeren Zeit stellen The Wake Woods endlich ihre neue EP am 9.12. im Frannz Club vor.  Drei brand neue Songs werden euch von den Meistern des Blues-Rocks energievoll zu Ohren geführt. Nicht nur gute Musik, sondern auch Fanartikel und eine Aftershowparty sind zu erwarten. Unter anderem sind auch Boys Next Door und Stereosign auf der Bühne zu sehen.

Im VVK macht der Spaß 6€. Ansonsten wären es vorort immer noch preiswerte 8€. Die Tickets sind im Vorfeld bei den Bandmitgliedern zu ergattern. Also freut euch auf ein riesen Spektakel der guten Musik und heiteren Gesellschaft!

Einlass: 19Uhr

Beginn: 20Uhr

Kosten: 6€ VVK, sonst 8€

The Subways im Ramones Museum

Vorhin war ich auf dem kleinen akustischen Auftritt von der britischen Indie-Rock Band, The Subways. Sie spielten in den kleinen Räumen des Ramones Museum  nähe der Oranienburger Straße: Eine größere Bar mit Fotos, T-Shirts, Schallplatten und Socken (für 39Euro) von der alten und legendären Punk-Rock Gruppe Ramones.

Es war heiß und stickig und die Leute tummelten sich drinnen und draußen wie ein riesiger Haufen Pinguine im Antarktischen Winter. Kein Wunder,  denn das Konzert war für Umme. Die eigentliche Anfangszeit war auf 21 Uhr gesetzt. Angefangen zu spielen haben sie aber erst um 22 Uhr. Uns allen war so warm, dass wir es fast nicht ausgehalten haben, während unsere Hosen zu einer zweiten Haut wurden.

Es wurde das neue Lied  „It’s a Party” von ihrem noch nicht im Handel erhältlichen Album, „Money and Celebrity“ gespielt, das euch schon als LP zum herunterladen  auf ihrer Webside zur Verfügung gestellt wurde.

Offizielle Webside: www.thesubwys.net

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Die Band Shaun

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In jeder BerlinImPuls-Sendung möchten wir eine Berliner Band vorstellen. Bei unserer ersten Sendung war es die Band SHAUN!

Schon die ersten Gespräche am Telefon mit ihnen waren angenehm und sie wirkten schlagfertig: Tim, der Gitarrist, ein junger Mann mit langen Haaren und originellem Musikgeschmack. Der Schlagzeuger, Richard, der keine Mühe scheute, sich die Location ganz genau unter die Lupe zu nehmen und gründlich nachzufragen. Jakob, der Bassist, der  seinen Viersaiterinstrument perfekt beherrschte und zum guten Schluss Alex, der Sänger, der unser Wohnzimmerstudio mit fabelhaften Klängen füllte.

Die Kooperation mit den musikalisch-kreativen Jungs war ein fabelhaft lustiges Erlebnis. Dazu schafften wir es gemeinsam, ihren Gig innerhalb von fast 24 Stunden zu planen und umzusetzen. Ihre Spontanität, Zuverlässigkeit und persönliche Vertrauenswürdigkeit überzeugte uns davon, ein Fan ihrer Stoner Grunge 70’s Rock Klänge zu werden. Mit schnellen Rhythmen  lassen sie es frisch klingen und der dazugehörige alte Sound macht einfach Spaß und animiert zum wach werden. In drei Adjektiven: authentisch, derbe, rockig.

Ihr Liveauftritt in unserer Fernsehsendung wurde zum Erfolg. Hier könnt Ihr sehen, wie der Auftritt war:

Im Internet sind sie rund um die Uhr zu erleben auf myspace.com/shaunausberlin

Bei uns seht ihr sie hier in der Sendung.

Und jetzt: Rocken!

Eure BerlinImPulserin

Ágnes