just the fun 2013

Just De Fun 2013 – Breakdance Festival Neukölln

Das Medienkompetenzzentrum Szenenwechsel stellt Euch in diesem Beitrag das Just de Fun Battle 2013 in Neukölln vor. Dort treffen sich verschiedene Breakdance- und HipHoptänzer um gegeneinander anzutreten. In kurzen Interviews geben Euch einige der Tänzer ihr Statement zu dieser Veranstaltung ab. Viel Spaß beim Schauen !

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Maxine Ashley & Pharrell Williams – Mehr braucht lässiger HipHop nicht

Maxine Ashley - Perpetual Nights

Maxine Ashley – Perpetual Nights

Frauen die wandelbar sind, eine authentische Lässigkeit ausstrahlen, die zeigen: „Die Meinung anderer schert mich nicht“. Ladys mit smoother Whiskey-Stimme. Die Sängerin Maxine Ashley ist Eine von dieser Sorte.

Von Genna Luisa

Spätestens seit vorgestern beweist sie das. Auf vielen Ebenen. Ästheten und Musikliebhaber kommen gleichermaßen auf ihre Kosten. Wer einen äußerst ansehnlichen Eindruck bekommen möchte, was Maxines Meinung nach das Gefühl in ewigen Nächten ausmacht, der genieße das von Tragik gedrehte Video zu ihrem von – Achtung! – keinem Genialeren als Pharrell Williams produziertem Song „Perpetual Nights“. Die youtube-User-Kommentare? Durchweg! positiv, anbetend.

Stilvolle Effekthascherei

Brillante Umsetzung allerhand spielerisch visueller Effekte. Da ist sogar nebensächlich, dass Pharrell Williams, everybodys Darling (und schon immer mein Favorit, siehe Gastbeitrag LizyyNet ) alles in allem nur 34 Sekunden in dem 3:34 Minuten kurzen [viel zu kurzen!] Video zu sehen ist. *Ja, ich habe gezählt und Strichliste geführt.

Kommt da etwas Großes auf uns zu?

Miss Maxine Ashley ziert hier, ähnlich eines sich stets wandelnden Chamäleons, die auf unserem Laptop komprimierte Leinwand in Looks, mal kompatibel mit Kleopatra, ein Hauch unnahbare 20ties-Dame, und wechselt zum hippen und wippenden Soho-Modefreak. Und mit besagtem Produzenten hat sie sich einen cleveren Ziehpapa mit an Bord geholt.

Euch ein Vergnügen mit einer ewig musikalisch gespielten Nacht des glanzvollen Teams:

Die YouTube Szene

Gastbeitrag: 600.000 Klicks im Monat – wir stellen einen YouTuber vor

 

300.000 bis 600.000 Klicks bekommt Klimo im Monat auf seinem YouTube Channel. Er produziert Rap und HipHop Videos und zählt damit zu den erfolgreichen YouTubern in Deutschland. Unsere Gastreporter von Medienkompetenzzentrum „Die Lücke“ in Lichtenberg haben den YouTuber getroffen und mal nachgefragt, wie das eigentlich so ist, ein „YouTuber“ zu sein und damit sogar sein Geld zu verdienen…

 

 

Hier geht zu es zum YouTube Channel von Klimo / Berliner Untergrund TV

 

 

heino

Pro & Contra: Das neue Heino-Album

Heino is back und zack auf Platz 1 der Deutschen Charts. Wer, wie, wo, was, warum? Was issen da los? Genau DAS fragen wir uns auch. Nur unter Erpressung war es möglich, zwei unserer engagierten BiP Redakteure auf das „verbotene“ Heino-Album anzusetzen. Sie haben es getan. Sie haben es gehört. Nur für euch. Was Doro und Benny davon halten… das lest ihr hier. Wir empfehlen die Hörproben erst danach. So ist der Spaß bedeutend größer :-)

PRO

Ein Kommentar von BiP Reporterin Doro

Wenn der Opa einen Text von Peter Fox hört, dann ist es vielleicht Heino zu verdanken. Der Gute hat es sich nämlich zur Aufgabe gemacht, die Zielgruppen einiger – meist nur in jugendlichen Sphären bekannter – deutscher Songs – ins fortgeschrittene Alter zu erweitern. Neue Instrumentalisierung und Heinos Gesangsstil – der sich manchmal an das Original annähert („Sonne“) manchmal entfernt („Songs für Liam“) tun sich neue Interpretationsmöglichkeiten der schon lange abgeschriebenen Texte auf. „Mit freundlichen Grüßen“ ist ein provokant augenzwinkernder Titel, der den Zuhörern schon angekündigt, dass nicht alles zu ernst nehmen ist – aber wenn, dann bitte ganz offen gegenüber dem Alten, dem Neuen, dem Heino sein.

CONTRA 

Ein Kommentar von BiP Reporter Benjamin

Musik ist schön. Sie sorgt für Gänsehaut. Sie sorgt für schöne Erinnerungen. Sie sorgt für Kopfkino. Sie lässt einen tanzen. Sie lässt dein Herz höher schlagen. Zumindest theoretisch. Mir ist es bei der Vorbereitung zu diesem Pro-Contra-Artikel das erste Mal in meinem Leben passiert, dass ich angefangen habe zu heulen. Wegen der Musik. Er hat einige meiner Lieblingssongs geschändet. Und dabei bin ich eigentlich extrem tolerant!

Aber über musikalische Qualität läst sich streiten, daher möchte ich mich lieber auf Fakten stützen, mit denen Heino selbst den Bock abschießt. Beispielsweise dem Fakt, dass Heino die Songs einfach so gecovert hat. Ohne die Bands mal anzufragen; ohne ein Demo; ohne auch nur mal Bescheid zu sagen, was er vorhat. Jede Schülerband weiß, dass das so nicht geht. Und spätestens seit YouTube-versus-GEMA weiß das echt auch der letzte Depp.

Und dann ist Heino auch noch so dreist und beleidigt die Bands die er covert.“Die Kollegen haben ein Händchen für volkstümliche Texte“ sagt er. Aber nein, damit meint er nicht Hansi Hinterseer, sondern Rammstein. Okay – aber nicht nur das ist böse. Außerdem sagt er, dass er selten „so leichte Lieder“ gesungen hätte. Ähhhh – hallo? Noch dreister geht´s wohl kaum, immerhin reden wir hier von dem Mann, der „Karamba, karacho, ein Whisky“, „Die Schwarze Barbara“ oder „Blau blüht der Enzian“ gesungen hat.

Neu erfinden musste er sich für das neue Album übrigens nicht. Denn Heino klingt auch weiterhin einfach wie Heino. Er singt Pop von Westernhagen, Clueso, Nena oder Stephan Remmler, Hip-Hop von den Fantastischen Vier oder den Absoluten Beginnern oder Metal von Rammstein und Oomph!. Doch statt die Songs mit einem Remix zu seinen eigenen zu machen, beschränkt er sich auf das Plagiat. Gezwungenermaßen, denn eine offizielle Genehmigung der Plattenfirmen oder Bands hat er nicht. Heino singt Ton für Ton nach, um keinen juristischen Ärger zu riskieren. Zwischen den verschiedenen Musikstilen differenziert er nicht. „Wo ist der Unterschied, ob ich ‚Junge komm‘ bald wieder‘ von Freddy Quinn oder „Junge“ von Die Ärzte singe?“, sagt Heino selbst. Nur an seinem Rachen kommen die Lieder nicht ungeschoren vorbei. So wird aus „Ihr Name war Fräulein Meyer“ ein „Ihrrr Name warrr Frrräulein Meyer“.

Was sollen jetzt eigentlich die Bands mit dem Geld machen, dass sie durch die Gema für die Musik bekommen? Schließlich können Rammstein, die Sportfreunde Stiller oder die Fantastischen Vier nicht zugeben, dass sie sich über das Geld freuen. Es ist von Heino. Wie wäre es also damit, das Geld zu spenden? Vielleicht an eine Stiftung, die die Krebsforschung voran treibt. Besonders die Ohrenkrebsforschung…

In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal

Euer Benny

Rutkowski

Rutkowski – Hip Hop aus Berlin

 

Als Charlottenburger Junge und Liebling aller Schwiegermütter, schickt sich Rutkowski an, euch zu geben, was ihr nicht kennt. Bereits in jungen Jahren wurde er als Mauerspecht an der Berliner Mauer zum toleranten Denken inspiriert. Musikalisch begann seine Reise mit Axl Rose Imitationen, die zu familieninternem Ruhm führten und nahm spätestens beim Hören der MTV Raps Cd ’95 den Lauf Richtung Hip Hop. Nach ersten Freestyle-Sessions im heimischen Wohnzimmer und Auftritten als Geburtstagsrapper, fing er aktiv an, selber Texte zu schreiben. Über kleine Produktionen in Homestudios formte Rutkowski seinen eigenen und außergewöhnlichen Style. Seine Art kann in die Kategorie Hip Pop und dem selbst erfundenen Hörbuch-Rap eingeordnet werden.

Fern ab jeglicher Klischees und Vorurteile der Szene möchte Rutkowski mit ernster Meinungsäußerung und lustigen Geschichten seinen Zuhören etwas neues bieten, was Spaß macht und zum Denken anregt.

Rutkowski ist am 11. Oktober im Intersoup (Schliemannstraße 31, 10437 Berlin)  ab 21 Uhr unppluged zu hören.

Soundcloud: http://soundcloud.com/rutkowskimusic

Eure BerlinImPulserin Agnes

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Die Alternative der Woche! mit Casper

„Zu viele Scheißbands – zu viel Hype!“ krächzt die heisere Stimme von Rapper Casper in dem Song „Die Letzte Gang der Stadt“.

Doch von zu viel Hype kann man bei Benjamin Griffey, alias Casper, eigentlich nicht reden: es könnte wohl kaum weniger hypen um ein Ausnahmetalent wie den Halb-Amerikaner mit deutschen Wurzeln. Wieviele deutsche Rapper schaffen es schon, den Geschmack so vieler Zielgruppen außerhalb des Genres zu treffen? Kommentare wie „bin sonst echt kein Rap-Fan, aber der Casper trifft meinen Geschmack!“ sind daher nicht selten unter seinen Musikclips zu finden. Auch ich, die ich CDs deutscher Rapper ansonsten eher von mir fernzuhalten versuche, wurde casper-isiert und musste mir das Album holen.

Wahrscheinlich ist es der Mix aus allem, der dem 30-jährigen zum Erfolg half: die raue Stimme, die schönen Melodien und die gefühlvollen, poetischen Texte, weswegen er, besonders in der Deutsch-Rap Szene, oft als einfacher „Emo-Rapper“ abgetan wird. Doch die Inhalte seiner Songs sind intelligent, gut getextet und handeln vom „Hundeleben“, von der Perspektivlosigkeit der Jugend, vom Außenseitersein und der Flucht aus dem Alltagstrott.
Vieles davon hat Casper selbst erlebt und es passiert nicht selten, dass man sich beim Hören seiner Songs mit ihm identifiziert, so real klingen die Geschichten, die er es schafft in 3 Minuten unterzubringen – Melancholie und Euphorie ganz nah beieinander.

„Auf und davon“ stammt von seinem zweiten Album „XOXO“, mit dem der Rapper 2011 absolut ins Schwarze getroffen hat.

klingt für mich nach… Dymamit, das die herkömmlichen Grenzen des Hip-Hop sprengt

würde sich gut verstehen mit… Prinz Pi, Thees Uhlmann, Kollegah

am besten zu hören… bei allgemeiner Überforderung und dem Bedarf, sich intelligent abzuregen

Streetdance-Meisterschaft Berlin

Hallöchen allerseits!

Ich habe mir schon ewig vorgenommen, diesen Artikel zu schreiben, und das Ereignis, über das ich schreiben möchte, liegt auch schon eine Weile zurück, aber leider hatte ich in letzter Zeit so viel zu tun (Praktikum, Klassenarbeiten, etc.), dass ich einfach nicht dazu gekommen bin. Aber besser spät als nie…

Am 5.6.2011 war ich bei der Streetdance-Meisterschaft Berlin – natürlich nur als Zuschauerin. Ich tanze zwar in meiner Freizeit, aber so gut bin ich dann doch nicht…Doch bevor ich zu meinen Erlebnissen komme, hier erstmal ein paar Hintergrundinfos zur Meisterschaft und zu Streetdance im Allgemeinen:

Streetdance ist ein Oberbegriff für Tänze, die ursprünglich auf der Straße getanzt wurden – z.B. Breakdance, Locking und Popping. Es gibt viel Improvisation und zahlreiche Einflüsse aus anderen Tanzrichtungen wie Jazz Dance, Oriental Dance oder auch Salsa. Ebenso ist oft Akrobatik enthalten. Die meisten Tänzer entwickeln mit der Zeit ihren ganz eigenen Stil, z.B. indem sie schon bestehende Moves abändern oder weiterentwickeln. Oft tanzt man nach Choreographien – und die können impulsiv und kraftvoll, aber auch sanft oder auch aggressiv sein. Mit anderen Worten: Streetdance ist vielseitig!

Seit 8 Jahren gibt es die Berliner Streetdance-Meisterschaft nun schon, auch wenn ich dieses Jahr zum ersten Mal da war :) Es gibt keinerlei Vorschriften für eine Teilnahme am Wettbewerb: Jede Tanzgruppe (Crew) kann teilnehmen und das mit dem Tanzstil, der ihr gefällt. Eine Jury bewertet die Gruppen nach ihrem Auftritt und vergibt zum Ende hin die Plätze.

Die Meisterschaft war an zwei Tagen, dem Samstag und dem Sonntag. Am Samstag waren die Anfänger und die Mittelstufe…und ich nicht im Zuschauerraum. Schließlich haben wir am Samstag für euch unsere erste Fernsehsendung produziert. Aber am Sonntag, wo die Fortgeschrittenen und die Profis getanzt haben, war ich da! Und ich muss sagen: Es war sehenswert!

Klar, die Räumlichkeiten (Sömmeringhalle) waren nicht so berauschend und ich war echt froh, in der letzten Reihe zu sitzen, da ich dort wenigstens noch eine kleine Lehne hatte, aber im Laufe der Veranstaltung bemerkte ich die ungemütliche Sitzhaltung gar nicht mehr – ich war zu gefesselt von den Tänzern.

Nur in den „Pausen“ (Zeit, die die Jury zum Bewerten brauchte), wenn das Publikum sich wieder von den zwei endlos quatschenden Moderatoren volltexten lassen durfte, bereute ich, kein Kissen mitgebracht zu haben.

Ja, die Moderatoren. Die waren schon eine Klasse für sich. Ich hatte noch nie das „Vergnügen“, zwei so viel Schrott redende Leute kennenzulernen… Die beiden Moderatoren spielten sich wie Rivalen auf und teilten die Halle in Gedanken in der Hälfte: Jeder hatte seine Publikumsseite und versuchte, seine als die bessere darzustellen.

Später artete diese „Rivalität“ auch noch in einen Battle zwischen den beiden aus! Triumphierend bemerkte ich, dass unser Quatschtante besser tanzen konnte, als der Quatschkopf von gegenüber.

Während der Tänze war die Stimmung einfach toll – bei irgendwelcher Akrobatik wurde einstimmig die Luft angehalten, für die Crew betend, dass alles klappen würde, und danach begeistert gejubelt. Es wurde versucht im Takt zu klatschen und die Tänzer einfach voll und ganz zu unterstützen.

Ich habe euch mal 2 Videos eingefügt von den beiden Gruppen, die mir besonders gut gefallen haben: BattleCats, einer riesigen Crew, die bei den Fortgeschrittenen den 1.Platz belegte und Stalklin, eine akrobatikorientierte Crew, die leider nur den 6. Platz machte.

Aber am meisten beeindruckend fand ich, wie leise es wurde, als ein besonderer Gast die „Bühne“ betrat: Der taubstumme Tänzer Tobias Kramer!

Einige werden ihn bestimmt aus der Sendung „Das Supertalent“ kennen und sich erinnern, dass das Publikum absolute Stille wahren musste, damit er die Vibrationen der Musik fühlen und somit zum Beat tanzen konnte. Genauso lief es bei der Streetdance-Meisterschaft ab! In der Halle wurde es für Streetdance-Meisterschaften-Verhältnisse mucksmäuschenstill, statt mit der Stimme jubelte man mit seinen Händen. Immer, wenn Tobias Kramer einen besonders tollen Move machte, hob das Publikum die Arme und machte mit den Händen eine Bewegung, die aussah, als ob man jemanden winken würde.

Es war einfach genial! Im nächsten Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei und ich kann euch nur nahelegen, euch das einmal anzusehen!

Eure BerlinImPulserin

Katja