steinbrueck_rot_web-data

Steinbrück for Kanzler! Ein Kommentar zur politischen Lage der Nation

 

Warum Peer Steinbrück Kanzler werden sollte. Ein Kommentar von BiP Reporter Benjamin Lewerenz

„Ihr müsst dem Kandidaten an der ein oder anderen Stelle auch etwas Beinfreiheit einräumen. Ihr müsst keine Befürchtung haben, eure Beinfreiheit ist ungefähr 1,80 – mehr nicht.“

Ja – es gibt noch Poltiker mit Humor. Einer davon ist Peer Steinbrück – Norddeutsch wie Helmut Schmidt. Und da er sein Mentor ist, kann man sich sicher sein, dass Steinbrück einen ähnlichen Kurs fährt wie er – denn beide sind echte Sozialdemokraten; solche die zu ihrer Politik auch stehen und kaum davon abweichen. Steinbrück eben maximal 1,80m.

Aber bevor ich richtig in Fahrt komme, möchte ich was zu seiner vermeintlichen Schwachstelle klarstellen: Ja – er hat Vorträge für die Finanzindustrie gehalten. Ja – er hat eine Menge Geld dafür bekommen. Juhu – da ist sie wieder, die Aufregung um geldgeile und politikdesinteressierte Politiker. Natürlich meckern fast alle Parteien mit – gut außer natürlich SPD und Grüne; besonders laut schreien CSU, CDU und FDP. Die einen wollen „volle Transparenz“ (CSU) und die anderen meinen bei Steinbrück würden „sämtliche Sicherungen durchbrennen“ (FDP). Lasst mich kurz einen Blick auf die Liste mit den bestverdienensten deutschen Abgeordneten werfen… Ähm, achja. Neun der zehn bestverdienensten Abgeordenten sind von CDU, CSU & FDP. Suche den Fehler!

Nachdem sich darüber aufgeregt wurde, hat er alles offen gelegt (Die CSU fordert Transparenz – da sollen doch mal die Koalitionsmitglieder alles transparent machen) und somit ist klar, wo er in welcher Höhe wieviel verdient hat. Ich habe mir einige Vorlesungen von ihm bei YouTube angesehen – er hat immer genau das gesagt, was er auch in Interviews, Laber-Sendungen oder im Bundestag gesagt hat. Und es ist doch egal wo ich was sage – auf den Inhalt kommt es an.

Und da macht Steinbrück keiner so schnell was vor. Er beschreibt seine Politik mit den Worten Willy Brandts: „Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn werden“. Ich denke, dass ist eine Agenda, der man folgen kann. Und eine, bei der er auch bleibt. Er macht nicht wie diverse momentan regierende Politiker (beispielsweise eine gewisse Dame – ach wie heißt sie gleich? Ist auch Kanzlerin…) macht er keine 180 Grad Drehungen. (Ich will nicht drauf rumhacken, aber: Erst hat Merkel die von der SPD entwickelte Engergiewende zu nichte gemacht um sie nach Fukushima in einer Merkelschen Lightvariante wieder aufzusetzen.)

Anders als bei CDU & FDP hat Steinbrück (und die SPD) schon einen Wunschpartner, mit dem man politisch auf einer Wellenlänge schwimmt. Und mit dem man gemeinsame poltische Ziele hat – Mindestlohn, statt Betreuungsgeld Ausbau von Ganztags-Kitas und Ganztagsgrundschulen und Veränderungen im Steuersystem (sicher müssen nicht alle Wähler damit übereinstimmen, aber hier weiß man, dass alle Beteiligten das so schnell wie möglich umsetzen wollen).

Und er hat schon bewiesen, dass er Politik erfolgreich machen kann. Von 2005 bis 2009 war Steinbrück Finanzminister unter Merkel. Und da hat er bewiesen, dass er es kann – schließlich hat er damals die Entscheidungen für die Konjunkturpakete beschlossen. Und das die gut waren, merkt man immer noch…

Ich denke also, dass ihr mir zustimmen könnt, wenn ich sage, dass Steinbrück ein guter Kanzler(kandidat) ist… Oder etwa nicht?

 

Ein Kommentar von BiP Reporter Benjamin Lewerenz

Bildquelle: Pressebild, www.spd.de

542748_original_R_K_B_by_iwona golczyk_pixelio.de

Der Jahresrückblick 2012 – ungeniert unzensiert!

2013 hat begonnen und alle wünschen sich ein tolles, neues Jahr  – mögen alle Wünsche in Erfüllung gehen, es besser werden, als letztes Jahr, bla bla bla. Aber muss es denn eigentlich besser werden, als letztes Jahr? BiP Reporter Benjamin Lewerenz hat für euch 2012 noch mal kurz durch den Kakao gezo…. ähm ausgewertet. Viel Vergnügen.

2012 war natürlich überschattet vom Weltuntergang, der sich zu vielen Zeitpunkten im Jahr angedeutet hat – so zum Beispiel zu Beginn des Jahres, als der deutsche Oberschnorrer Christian Wulff zurückgetreten war. Okay, er hätte nie zurücktreten müssen, wenn er nur geschnorrt hätte – so macht es die halbe Bundesregierung – nein, sein Fehler war es, auf die Mailbox des BILD-Chefredakteurs zu sprechen. Aber nicht nur er war ein großer politischer (Welt)Untergang, die gesamte Koalition ist und bleibt ein Fehlgriff, deren einziger gemeinsamer Nenner der Streit war. Egal, welchen Schritt zurück man machen wollte – ob Horst Seehofer mal wieder irgendeinen Vorschlag auf Basis von beliebigen Stammtischparolen gemacht hat (Yeah, erst mit Füßen raustreten, jetzt Freiherr zu Guttenberg zurückholen!), die Bundesfrauenpartei CDU mal wieder irgendwelche politischen Forderungen aus den 50ern durchsetzen will (die Frau zurück an den Herd! Her mit der Herdprämie!) oder ob die FDP mal wieder irgendwelchen Dummpfug abgelassen hat (Verdammt, die Auswahl ist zu groß).

Der einzige politische Erfolg dieses Jahr war die Wiederwahl des Barack Obama als Präsident der USA. Der hat es immerhin geschafft, dass alle deutschen Fernsehsender der ersten Reihe die selbe präapokalyptische Lobhudelei auf ihn abgelassen haben, und das die gesamte Nacht. Dabei habe ich immer noch nicht verstanden, wer wen wie jetzt in den USA gewählt hat, nur dass Endergebnis Obama sehr gefreut hat – das habe ich verstanden.

Aber immerhin gab es da mal was anderes als das ständige Gemecker über unseren deutschen Athleten (Okay – zugegeben dazwischen gab es schon noch was anderes, aber darauf komme ich später noch mal zurück). Erst bei der EM, danach bei Olympia 2012 in London – dabei war es doch ein voller Erfolg. Bei der EM, gut da sind wir schon im Halbfinale (wieder mal gegen Italien) ausgeschieden, aber bei Olympia haben wir mehr Medaillen geholt als in Peking. Aber was passiert in den deutschen Medien: Es wird nur gemeckert, dass man meinen könnte, unseren Athleten würde der Himmel auf den Kopf fallen.

Gut, der ist uns nun nicht auf den Kopf gefallen, dafür ist Felix Baumgartner aus allen Wolken gefallen und hat sein Hirn aber oben vergessen – wieso sonst sollte er kurze Zeit nach seinem Absturz – äh, pardon: Absprung aus dem All in einem Interview sagen, dass die beste Regierungsform auf der Welt eine gemäßigte Diktatur sei…? Und warum schafft Red Bull Sachen, für die sich die NASA den Arsch aufreißen müsste? Vielleicht sollte man diese Privatisieren – nach dem Motto: Herzlich Willkommen bei der Landung von Red Bull Curiosity. Ja – auch die NASA hatte nach langer Zeit mal wieder einen Erfolg, den ihr weder die Chinesen, noch die Russen klauen konnten. Ein Erfolgserlebnis für die Ewigzweiten USA. Und glücklicherweise wurde Curiosity auch von Amerikanern entwickelt und geflogen, und nicht von Italienern. Sonst hätte man in der Kapsel wahrscheinlich Bunga Bunga gemacht und anschließend eine Bruchlandung hingelegt – wobei man bei der Gelegenheit auch fast noch das halbe Mittelmeer verseucht hätte. Aber eben nur fast!

War sonst noch was? Ach ja – ARTE hat sein 20. Jubiläum gefeiert, Brad Pitt war auf der dOCUMENTA und der FC Bayern hat das Finale Dahoam versemmelt. Bleibt eigentlich nur noch zu sagen, dass einige Menschen kurz vor dem vermeintlich echten Ende der Welt dann noch vollkommen durchgeknallt sind und entweder in einer Grundschule wahllos getötet haben oder aber noch dringend eine Bank überfallen müssen…

Bleibt uns (der Redaktion) nur noch zu sagen: Auf das 2013 besser wird! Und das Kate Middleton & Prinz William hoffentlich einen Jungen bekommen!

Euer Benjamin Lewerenz

Bildquelle Artikelbild: iwona golczyk  / pixelio.de