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Phänomenaler Unterricht

Finnland wird die landeseigenen Schulen reformieren. Dem Horrorwort Frontalunterricht wird in der Reform wenig Bedeutung zugemessen…

An dieser Stelle schreibt unsere Reporterin Genna-Luisa Thiele regelmäßig eine Kolumne über aktuelle Gedanken, die sie sich macht. Irgendwo zwischen Provokation, Schönmale und -Musikerei, Mitteilungswahn und Poesie sollen sich die Themen, Artikel und Dinge, die hier landen bewegen – von euch beurteilt und kommuniziert werden!

Finnland sagt nun hei hei! zur alten Schule        
Die Fächer von anno dazumal bleiben erhalten, werden jedoch nicht strikt voneinander getrennt. Die Inhalte sollen vielmehr aufeinander bezogen werden, um das Verständnis für Zusammenhänge über den Tellerrand hinaus zu ermöglichen. Unterrichtet wird weiterhin mit der Basis, die Schule seit jeher ausmacht, wobei die SchülerInnen verstärkt über die Fächergrenzen hinaus gestupst werden.

Die Bildungseinrichtungen, Lehrschaffenden und auch die finnische Bevölkerung sollen das Konzept positiv aufgenommen haben. Bereits 2016 sollen die Schulen reformiert unterrichten. An dem längeren Prozess der Reform sind jene Schulen und die Lehrerschaft ebenso beteiligt gewesen wie die Städteräte.

Über 300 Personen haben laut Ms Irmeli Halinen (Direktorin für die Weiterentwicklung des Bildungsplans) an dem neuen Lehrplan mitgewirkt. Ihre Hauptmotivation ist es, eine Umwelt zu schaffen, in der gerne und zukunftsorientiert gelernt wird.

Auf die Interessen setzen
„The Finnish National Board Of Education“ will den Interessen der SchülerInnen deshalb mehr Aufmerksamkeit widmen. Den Rahmen bilden praxisnahe Themen und nicht allein die typischen Fächer, die nur in den Grundlagen lebensverbunden sind. In diesem geplanten Teil des Konzepts bearbeiten die SchülerInnen gesonderte, auf aktuelle Phänomenen bezogene Aufgaben in größeren Gruppen.

Die Stärke, selbständig Lösungen für Probleme zu finden, rückt dabei zusammen mit anderen Kompetenzen in den Fokus. Moderne Herausforderungen wie Nachhaltigkeit, die voranschreitende Globalisierung und die Digitalisierung sind einige Beispiele für den roten Faden der Projektphase. Für den Anfang gilt der Rahmen, diesen Schwerpunkt einmal jedes Schuljahr umzusetzen.

Damit können sich SchülerInnen künftig nicht mehr auf die anleitende Stimme verlassen, die von der Tafel herüberschallt. Dafür gilt es, sich mehr denn je als Teil einer funktionierenden Gemeinschaft zu fühlen, in der jeder seinen Platz und seine Daseinsberechtigung hat.

Ein ganzeinheitliches Bildungsbild        
Frau Halinen sagt in ihrem Statementvideo klar, dass Können in Mathe und Co. essentiell ist. Aber es reiche eben nicht aus. Zur erfolgreichen Bildung eines jeden Bürgers in Finnland gehören ebenso Werte und eine gute Haltung, Willenskraft und die Fähigkeit,  sich das eigene Wissen und die Einzigartigkeit zu Nutze zu machen: im alltäglichen Leben, für die Gemeinschaft und um die Welt als Ganzen zu verstehen.

Die sieben Kernkompetenzen
Für die Reform haben sie gemeinsam sieben unverzichtbare Kernkompetenzen festgehalten:

  1. Über das Lernen nachdenken können und die eigene Lernkraft erkennen.
  2. Achtsam mit sich selbst umgehen.
  3. Den Alltag gut bewältigen können.
  4. Kulturelle Kompetenz und sich artikulieren können
  5. IT-Verständnis
  6. Unternehmertum
  7. Eine nachhaltige Umwelt schaffen

Kann man das ernst nehmen?
Man kann jetzt zweifeln, ob die das schaffen, auch wenn Testläufe viel versprechen. Kann sich bedroht fühlen von dem plötzlichen Aufschrei in den Medien. Kann auf andere Länder verweisen, wo alles noch soviel schlechter ist, auf Orte ohne Schulen oder dunkle Flecken auf der Landkarte, wo lernen in Gefahr leben bedeutet.

Man kann aber auch dankbar sein. Dankbar dafür, dass die obere Instanz der finnischen Bildung auf die Kritik hört, die an dem Schulsystem in ihrem Land laut geübt wurde. Diese Aktion formt mein das Gefühl: so eine aktive Bildungsministerin wünsche ich mir auch.

Es war nicht alles schlecht                                        
…doch mehr schlecht als recht, wenn ich mich an meiner Oberstufenzeit zurückerinnere. Eine Bildung, die ihre Wurzeln in dem industriellen 19. Jahrhundert schlägt, heute noch so strikt zu unterrichten – nur in verkürzter Zeit und in übervollen Klassen – ist keine Bildung, die sich die Mehrheit der Lernenden (und Lehrenden) wünscht. Dieser Eindruck entstand auch hierzulande mit dem Tweet einer siebzehnjährigen Schülerin über den mangelnden Nutzen ihrer Ausbildung. Bis auf die öffentliche Debatte aber ist davon noch nichts in die Praxis gelangt.

Vorreiter Europas: der skandinavische Norden                        
Manchmal habe ich mich schon gewundert, warum mich Skandinavien beeindruckt. Weshalb die Dänen Jahr für Jahr als die weltglücklichsten Menschen bezeichnet werden. Ich habe auch pflichtbewusst an mein rostiges Fahrrad im Keller gedacht, als Kopenhagen zur Hauptstadt der umweltbewussten Fahrradfahrer wurde.

Bewunderte im Studium die schwedische Bevölkerung dafür, gemeinschaftlich monatelangem Dunkel zu trotzen und staunte, dass mich ihre Sprache allein irgendwie entspannt. Habe stumm und andächtig registriert, dass ein dänischer Professor das Fach Pornografie an allen öffentlichen Oberschulen vorschlägt und wahrscheinlich durchsetzt. Ziel: Kindern als Aufklärung in der Schule Pornos zeigen, um so sagen: so geht echter Sex nicht.

Finnland auf dem Radar
Als ehemaliger Guide für Junggesellenabschiede war mein einziger finnischer Berührungspunkt bisher eine Gruppe à zwanzig Finnen in einem Steak&Strip-Restaurant. Nach diesem Abend habe ich mich mit diesem Land nicht weiter beschäftigt. Die Flüche meiner Mitstudis über die komplizierte finnische Sprache und Grammatik in den Nordeuropastudien haben mich in meinem Desinteresse eher weiter bestätigt.
Bis jetzt.

Der oben angeführte Artikel wurde nachträglich aktualisiert, nachdem sich die deutschen Medienquellen als fehlerhaft herausgestellt haben. An der Meinung der Autorin zu der Bildung in Deutschland und an dem Daumen hoch zu der Idee Finnlands hat sich jedoch nichts geändert.

Hier gehts zu Gennas facebook-Kolumne! 

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Deutsche Rezepte im Ausland – über Eier, Mehl und Zucker

Man stellt sich ja immer vor, einkaufen sei leicht. Und wenn es in einer Sprache ist, die man nur spärlich beherrscht, dann ist ja zwar kompliziert, aber nicht unmöglich. Denkste!

IMG_0781.JPGVon Benjamin Lewerenz / Helsinki

Ich musste nämlich heute Zutaten für einen Kuchen einkaufen, den ich morgen backen muss. Eigentlich, so dachte ich mir, kann es ja gar nicht so schwer sein; schließlich habe ich iPad und das Internet in meiner Tasche. Und es gibt eine Art Online-Langescheidt, der mir alles direkt vom Deutschen ins Finnische übersetzt. Denn der Kuchen, den ich backen wollte, war nach einem Rezept meiner deutschen Mutter – auf Deutsch. Aber ich kann ja lesen und das Internet bemühen.
Das habe ich auch gemacht. Im Supermarkt habe ich erstmal mit den einfachen Sachen angefangen, solche, die ich schon wusste. Zucker zum Beispiel (Sokeri). Aber statt Sokeri stand dort nur Taloussokeri – trotzdem war er keine 10 Sekunden später in Korb, das Internet sagt nämlich talous — Haushalt (und Haushaltszucker klang gut). Nächster Schritt, Mehl. Mehl, so erinnerte ich mich, war im Finnischen Jauho. Aber natürlich wäre es zu einfach, wenn es nur Mehl gäbe…der vorbei war, die eine Marke war vergriffen, das heißt, ich musste zum Puolikarkea vehnäjauho greifen. Was das ist? Keine Ahnung, aber einfach rein in den Korb (Beim Schreiben dieses Artikels habe ich dann doch mal nachgeschaut…). Dann war ich auf dem Weg zur Sahne, die ich für den Kuchen brauchte. Auf dem wie lagen dann auch gleich die Eier, von denen ich dann gleich mal eine Packung mitgenommen habe. Hui – das war tatsächlich einfach. Saure Sahne stand auf meinem Plan als nächstes — Hapankerma. Im Kühlregal steht aber nur Ruokakerma, Kuohokerma, Creme fraîche, etc… Aber keine saure Sahne…

Also habe ich meine (deutsche) Mutter angeschrieben, gefragt was denn als Ersatzmittel geht. Muttern hat das Telefon aber natürlich nicht in der Nähe. Also Alternative: iPad. Aus der Schultasche gekramt, FaceTime und sie angerufen. „Mama ist vorübergehend nicht auf FaceTime erreichbar“. Mist.

Also raten wir halt einfach mal: ruoka = Essen, Speise (so viel hatte ich schon gelernt), kerma heißt ganz offensichtlich Sahne – also Speisesahne; aber ne, das ist keine saure Sahne. Creme fraîche? Ne, das ist was ganz anderes, kenne ich ja aus Deutschland… Kuohokerma wird schon passen. Glücklich über meine Entscheidung gehe ich zur Kasse und dann nach Hause. Was sich dann auch als kompliziert herausgestellt hat, weil hier nämlich momentan ständig Temperaturen zwischen -4 und +4 Grad herrschen und dadurch der Schnee geschmolzen, dann wieder gefroren, geschmolzen und wieder gefroren ist; was zur Folge hat, dass es mittlerweile nur noch große, glatte Eisflächen sind… Und ich hatte Eier in der Tasche. Der Weg ist (laut Karte) 600 Meter lang… Für gewöhnlich brauche ich nicht länger als 5 Minuten – heute mit den Eiern waren es plötzlich 20. Zuhause überglücklich angekommen und kurz abgestellt um mich auszuziehen, als ich einen Anruf aus Deutschland bekomme. „Ja, Mama?“ Die Sahne, die ich gekauft hatte, war Schlagsahne (kuoho = Schaum) – für den Kuchen unbrauchbar – und wir hatten keinen (Back) Kakao Zuhause, genauso wenig wie Backnatron… Verflixt nochmal und zugenäht. Also iPad in die Jackentasche (Ja, meine Jacke ist groß genug um das ein iPad Air da reinpasst) und mit Knopf im Ohr zurück zum Supermarkt. Ab in die Backwaren-Abteilung. Dem Schwedischem sei Dank, das Backpulver sofort gefunden (Bakpulver im schwedischen), aber wo ist der Kakao? Fünf Minuten stehe ich vor dem Regal, nehme jedes einzelne Teil in die Hand um sicher zu gehen, dass ich ihn nicht übersehe… Ich finde ihn nicht.
Also hat Mutti, immer noch per Knopf im Ohr, die geniale Idee, ich solle erstmal Sahne kaufen. Erwidere die habe ich beim ersten Mal schon nicht gefunden. Sie meint, ich könne auch Schmand oder Creme fraîche nehmen. Ich seufze und laufe zielstrebig zum Creme fraîche. Auf dem Weg zurück zu den Backwaren entdecke ich eine Abteilung, Inder der ich „Kaffe, Filterpapier, Tee, Kakao“ finde… Meine Mutter lacht, als ich ihr das erzähle. Verstehe nicht warum.
Stehe wieder vor einem großen Regal und eine Stimme in meinem Kopf erklärt mir, wie die Verpackung aussieht. Lache verzweifelt und erwidere, dass ich in Finnland und nicht in Deutschland bin… Entdecke dann einen großen braunen Karton: „Cacao – bak & desert“. Selig sei das Schwedische…

Stimme im Ohr gratuliert mir, meint das ich jetzt alles habe und erklärt mir, dass das Abendbrot kalt wird und verschwindet.

Für mich kein Problem mehr. Ich gehe direkt zu den Süßwaren und nehme mir eine Tafel Schokolade (in Finnland traditionell 200g statt wie in Deutschland 100g). Laufe grinsend zur Kasse und bezahle. Beim Verlassen des Supermarktes überlege ich, wo es denn noch Routen ohne Eis gäbe… Und plötzlich liege ich auf der Nase. Naja, die Eier waren ja schon Zuhause. Und den Einkauf habe ich überstanden, da werde ich den Weg nach Hause auch noch überstehen. Schließlich habe ich Finnisch überstanden. Da kann mir das Eis doch nichts mehr…

Guten Appetit!

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Vorweihnachtszeit in Finnland…

Der Weihnachtsmann ist keine Erfindung von CocaCola, sondern eine aus Finnland… Wie also wird man im Lande des Weihnachtsmannes auf Weihnachten eingestellt? Nun, um es vorweg zu nehmen, nicht so gut wie in Deutschland.
Denn die Deutschen sind die Weltmeister in der Vorweihnachtsstimmung. Auch wenn jetzt die Konsumkritiker wieder aufmucken: „Ja, aber das auch nur weil die Konzerne uns mit Weihnachtsspots drauf einstimmen und alles Verweihnachtet wird“. Durchaus richtig, deutsche Vorweihnachtszeit ist unglaublich konsumorientiert (z.B. Weihnachtsmarkt), verbunden mit einer Handvoll Traditionen für die ganze Familie.
Das mag jetzt mürrisch und knapp bringen, aber weil es jetzt nicht um Deutschland gehen soll, wollte ich mich auf das wesentliche konzentrieren. Soll am Ende nicht heißen, dass ich die Vorweihnachtszeit gerade in Deutschland nicht von ganzem Herzen liebe! Wirklich!
Die Finnen können den Deutschen in Sachen Vorweihnachtszeit auch nicht wirklich das Handtuch reichen, wir Deutschen sind einfach ungeschlagen. Obwohl die Finnen von Natur aus einen großen Vorteil haben: Schnee! Im Norden mehr, im Süden weniger. Aber immer mit Garantie.
Hier in Helsinki hatte ich diesen Winter zweimal deutschen Winter. Ich habe mich total gefreut, bis mich die Finnen auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt haben und meinten: Öhm, das war noch kein Winter. Das war ein bisschen Schnee. Winter gibt es schon im Norden – und mit Norden meine ich alles nördlich von Helsinki und ungefähr 100 Kilometer von der Küste entfernt. Denn da liegt schon sehr sehr viel Schnee und der Weg zur Schule wird auf Skiern zurückgelegt. Klingt komisch, ist aber so. Weckt einen am Morgen wohl auch gleich auf, was besonders wichtig ist, weil man hier ja kaum noch Sonne hat.

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Aber ja, wie bekommen die Finnen sonst noch Weihnachtslust? Im Prinzip kann man das auf Sachen runterbrechen: Musik, Kerzen und Pikkujoulut.
1. Musik Continue reading

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Invented in Finnland

„Das ist Finnisch? Nein!“ – „Doch!“ – „Oh!“
Finnen haben vieles erfunden, was heute selbstverständlich ist… Was ohne die Finnen aber nie bekannt geworden wäre. Und ich wette, bei einigen der Sache werdet ihr genau so reagieren, wie oben beschrieben:

10. Der Molotowcocktail

Gut, es gab sowas ähnliches schon ein wenig früher, aber die Finnen haben es in seiner heutigen Form erfunden. Und zwar im Jahr 1939/40 im Krieg gegen die damalige Sowjetunion. Benannt ist das ganze nach Wjatscheslaw Molotow, den damaligen sowjetischen Regierungschef und Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten.
Dazu gibt es übrigens eine lustige Geschichte: Der Herr Molotow behauptete, dass die russische Bomber Brot bringen würden – in Wirklichkeit hat er aber Finnland annektieren wollen. Fanden die Finnen nicht so lustig und entwickelten das „Getränk passend zum Essen“. Die Dinger zündeten massig russische Panzer an und haben im sogenannten Winterkrieg so gut funktioniert, dass der stattliche Alkoholvertreiber „Alko“ die Dinger im professionellen Maßstab hergestellt hat…

9. Der Weihnachtsmann

Der echte Weihnachtsmann, seine Frau (ja, er ist verheiratet. Sonst hätte er ja das ganze Jahr über nichts zu tun) und die ganzen kleinen Elfen Leben in Finnland! Nicht in einem Coca Cola-Truck.
Er lebt in Korvatunturi (Zu Deutsch: Ohrenberg), einem Wald im Norden Finnland (mit Schneegarantie). Gemäß den finnischen Märchen ist irgendwo dort in diesem Gebiet die geheime Werkstatt des Weihnachtsmannes. In dieser Werkstatt wird alles von kleinen Gnomen verpackt, die übrigens auch die Wetterbedingungen für des Weihnachtsmannes Trip um die Welt analysieren. Der Name kommt übrigens davon, dass die Bergformation ein wenig wie ein Ohr aussieht.
Übrigens heißt der Weihnachtsmann im finnischen joulupukki – zu Deutsch: Weihnachtsziege… Finnischer Humor…

8. Benezol

Was ist das? Nun, der Grundstoff für Cholesterinreduzierte Margarine. Warum das unbekannte Ding vor dem Weihnachtsmann landet? Nun, weil die Margarine das ausbaden darf, was das Weihnachtsfest angerichtet hat – damit auch der Weihnachtsmann.
Ich will euch jetzt nicht mit dem chemischen Feinheiten aufhalten (dafür empfehle ich Wikipedia), sondern euch noch erzählen, dass man das hier in echt jedem Produkt findet, in das man das irgendwie Pumpen kann: Jogurt, Jogurtdrinks, Brot, Aufstrich – und das ist noch längst nicht alles… Fast so beliebt wie Salmiak…

7. Salmiak

Und da sind wir auch schon bei Nummer 7 in der Liste – Salmiak. Bei uns eher bekannt als Lakritz. Also ist jetzt nicht exakt dasselbe (oder das gleiche), aber sehr ähnlich. Kennt leider außerhalb Finnlands niemand, bei dem speziellen Geschmack auch irgendwie nicht verwunderlich, aber zumindest probiert haben sollte man es mal.
Denn hier ist der Kram ungefähr so beliebt wie die Sauna und hat hier wirklich jeder dabei (außer ich, ich mag das Zeug nicht). Die Verpackung sieht aus wie Zigaretten, was besonders verwirrt, wenn man kleine Kinder damit rumrennen sieht…

6. Internet Relay Chat

Internet Relay Chat, kurz IRC, bezeichnet ein rein textbasiertes Chat-System. Es ermöglicht Gesprächsrunden mit einer beliebigen Anzahl von Teilnehmern in so genannten Channels (Gesprächskanälen), aber auch Gespräche zwischen zwei Teilnehmern. Neue Channels können üblicherweise jederzeit von jedem Teilnehmer frei eröffnet werden, ebenso kann man gleichzeitig an mehreren Channels teilnehmen. Hat Wikipedia geholfen?
Nein? Nun, kurz gesagt: sie haben Chats erfunden. Übrigens ganz nebenbei kann man die Dinger auch als Datenbanken benutzen.

5. Nokia

Naja, muss ich dazu was sagen? Einst Hersteller unzerstörbarer Handys, die mit einer Akkuladung länger leben als der Besitzer- heute tot. Sorry, das kam unvermittelt… Nokia hat seine Telefonsparte (quasi sein Herz) an Microsoft verkauft und die Tablets, die es veröffentlicht, sind iPad-Kopien…
Angefangen als Holzmühle nahe Tampere am Nokianvirta (ein Fluss), dann Gummiwarenfabrik (die Nokian Gummistiefel und Reifen kann man heute noch kaufen), dann Telefonhersteller… Die Geschichte ist ein Tick länger und spannender und kann aus dem Kopf von jedem beliebigen Finnen erzählt werden, dass habe ich in einem Feldversuch ausprobiert…

4. Die SMS

Ungefähr auf einem genauso absteigenden Ast wie Nokia, aber irgendwie hält es sich noch am Leben… Auch wenn ich auf den Tag warte, an dem das erste Telefon ohne SMS-Funktion ausgeliefert wird. Wahrscheinlich passiert das am selben Tag, an dem auch die klassische Telefon-Funktion gegen eine VoiceOverIP-Lösung ausgetauscht wird…
Das Traurige an der gesamten Geschichte ist aber, dass der Entwickler der SMS an der gesamten Entwicklung nicht einen einzigen Cent verdient hat. Schade…

3. Schlittschuhe

Schlittschuhe? Nein! – Doch! – Oh! Seit 5000 (!) Jahren kennen die Finnen die Dinger schon. Naja, im Land der tausend Seen und des ewigen Winters auch kein Wunder, ist der Nachbar doch in einigen Teilen Finnlands näher wenn er am anderen Ufer wohnt, als wenn man einmal durch die Küste entlang zum nächsten Nachbarn läuft…
Auch hier wieder ein zynischer Haken – heutzutage ist der Erfinder der Schlittschuh in keinem Sport mit Schlittschuhen einer der besten… Nur im Eishockey sind sie gut (hinter Norwegen, Schweden, Russland, den USA und Kanada).

2. Angry Birds

Eines der Spiele mit der wohl beklopptesten Story der Welt kommt aus Finnland. Jap. Tatsache. Der Entwickler Rovio Entertainment kommt hier aus Finnland, hat seinen Sitz Espoo, der zweitgrößten Stadt Finnlands bei Helsinki und sowas wie das Silicon Valley von Finnland. Warum das Spiel so erfolgreich ist, weiß ich nicht. Ist es aber…

1. Clash of Clans

Die am besten verdienensten Finnen momentan sind die beiden Besitzer von Supercell, dem Entwickler von eben jenem Spiel. Sie haben nebenbei auch noch andere Spiele entwickelt (Hay Day, Boom Beach), aber Clash of Clans ist einfach die Gelddruckmaschine… Na gut, das Unternehmen verdient 2,4 Millionen Euro am Tag, aber trotzdem. Beeindruckend…
Beeindruckende Liste, oder? Habt ihr dazu noch Ideen oder denkt ihr, die Reihenfolge ist stellenweise nicht nachvollziehbar? Schreibt es in die Kommentare.
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Das erste Viertel

Lokführer streiken in Deutschland- alles liegt lahm. Meine Freunde regen sich auf, bilden Fahrgemeinschaften. Lese ich in der Bahn in Richtung Innenstadt. Es wirkt irgendwie so weit weg. Dabei bin ich doch noch gar nicht lange hier. Nur zweieinhalb Monate. Aber immerhin ist damit das erste Viertel meiner Zeit hier schon vorbei…

… Leider, muss ich sagen. Denn ich möchte hier wirklich nicht mehr weg. Aber warum eigentlich? Ich weiß es nicht. Ja, gut – ich habe eine Vorliebe für Städte, die eigentlich nicht liebenswert sind. Meine erste große (Städte)Liebe war Berlin. Groß, anonym, gefährlich usw. Es gibt so viele negative Klischees über Berlin. Trotzdem ist diese Stadt meine Heimat.

Aber jetzt, hier in Helsinki, verhält es sich ganz ähnlich. Ich habe Helsinki bis jetzt nur im Herbst erlebt – also kalt und verregnet, grau. Helsinki ist unemotional wie seine Bewohner. Anonym. Jeder geht seine Wege, Kontakt mit anderen wird vermieden; man ist halt Finnisch. Selbst Linnanmäki, der Freizeitpark, liegt still und star neben der Eisenbahngleisen. Klar, wer würde bei diesem Scheißwetter denn auch in den Freizeitpark gehen?

Außer mir wahrscheinlich die ganzen anderen Bekloppten, die hier leben. Die Finnen sind, auch wenn sie es nie zugeben würden, total liebe Menschen. Sie wirken immer sehr kühl und abweisend auf den Rest Europas (ich übrigens auch schon), aber das auch nur, weil die Finnen sehr darauf bedacht sind, ihre Umgebung nicht mit ihrer schlechten Laune zu stören bzw. Menschen mit schlechter Laune nicht mit ihrer guten Laune zu belästigen. Es wird ja schließlich einen Grund für die schlechte Laune geben.

Nun sind die Finnen genau deswegen sehr schüchtern. Sie möchten keinen schlechten Eindruck machen – immer perfekt sein. Sie sprechen perfekt Englisch, hören einen anderen Finnen sehr gut Englisch reden und sind beeindruckt. Hat zur Folge, dass sie beim nächsten Gespräch, dass sie auf Englisch führen müssen, sich für ihr schlechtes Englisch entschuldigen. Vor mir, der im Englisch-Abi mit Ach und Krach eine Drei bekommen hat…

Finnen sind ungeheuer stolz auf ihr Land und darauf, Finnen zu sein – können aber nicht verstehen, warum man hierher kommen sollte. Finnland habe ja nichts, heißt es dann immer. Das denken ja auch die Deutschen, sonst würde man ja nicht immer so schockiert reagieren, wenn ich erzähle, ich bin in Finnland. Sicher hatte ich vorher auch meine Bilder im Kopf. Hier habe ich festgestellt, das ist es nicht.

Finnland ist unglaublich schön. Allerdings ist es eine versteckte Schönheit. Die man hier auch für sich behalten haben will… Deswegen verziehen sich die Finnen im Sommer (wenn die ganzen Touristen kommen) auch in ihre einsamen Sommerhäuser. Denn es gibt für Finnen exakt drei Gruppen von Menschen: enge Freunde, Freunde und den Rest. Mit dem Rest möchte man eigentlich nichts zu tun haben, der existiert nicht, wird ignoriert.

Landschaft

Man muss schon einen guten Grund haben, um mit einem Fremden Kontakt aufzunehmen. Die Standardfrage im ersten Gespräch war immer: warum Finnland? Nun, ich wusste es lange selber nicht. Es war einfach eine spontane Entscheidung aus dem Bauch heraus. Aber mittlerweile kann ich es euch erklären.

1) Die Natur

Auch wenn ich in Helsinki lebe, ist es nicht weit, bis ich in der Natur bin. Streng genommen muss ich nur den Bus nehmen und nach 30 Minuten bin ich im größten Dorf Finnlands (ja, sie sind stolz auf diesen Titel) und damit in der Natur. Und die Landschaften sind wirklich wunderschön. Aber seht selbst…

2) Das Wetter

Es ist Anfang November und ich habe in Helsinki(!) schon mehr Schnee gehabt als im gesamten vergangenen Winter in Deutschland. Und dabei kommt Helsinki immer recht schlecht mit Schnee weg. Eine Freundin, die ein Stück weiter im Norden lebt, schickte mir folgendes Bild… Einfach nur wunderschön…

3) Die Sauna

Damit meine ich echte Sauna, nicht die deutsche Interpretation. Besonders wenn es draußen kalt ist, gibt es nichts Schöneres als die Sauna. Manch einem scheint es ein wenig extrem, nachdem man draußen (-4 Grad) war direkt in die Sauna zu gehen (unter Umständen 90 Grad). Aber es hilft einem stark gegen den Herbst-Blues…

Finnland ist sicher kein klassisches Land, dass man wählt, für ein Auslandsjahr. Aus vielen Gründen. Es ist speziell, hat eine komplizierte Sprache und macht es Neuankömmlingen nicht besonders einfach. Dazu kommt, dass es nicht mal 2000 Kilometer von Deutschland ist.

Also, warum zur Hölle sollte man herkommen? Eben genau deswegen. Es ist anders. Komplett. Menschlich, landschaftlich und klimatechnisch. Eine Bastion der Unabhängigkeit inmitten einer einheitlichen Welt. Und darauf ist es stolz – und vollkommen zurecht. Denn auch wenn in Deutschland die Welt untergeht, tollen wir hier in Finnland noch im Schnee rum. Denn Deutschland ist so nah dran – aber so weit weg!

 

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Erste Finnland-Eindrücke

Oh je, jetzt bin ich schon Wochen hier… Aber wie sieht das denn hier überhaupt aus? Nun, so:

 

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Über die Sauna…

BIP-Reporter Benjamin ist von August 2014 bis August 2015 in Helsinki. Er macht dort freiwillig ein Auslandsjahr und geht dort zur Schule. Obwohl er das Abi grade in der Tasche hat. Was er in Finnland erlebt, wie er klar kommt und was er uns alles beibringen kann – das lest Ihr hier bei BerlinImPuls. Dranbleiben!

IMG_0840.JPGMomentan hört man auf Facebook und Youtube ja ständig irgendwen rumquietschen, weil er / sie sich einen Eimer kaltes Wasser über den Kopf geschüttet hat; Schreien von dem bisschen Eiswasser rum. LAAAAAAAAANGWEILIG!!!! In Finnland ist dieser Trend ein wenig vorbeigegangen (leider nerven mich meine deutschen Freunde damit), weil die Finnen das in einen „extremen“ Form schon seit Ewigkeiten kennen. Nennt sich dann Sauna… Doch bevor ich euch über die finnische Sauna erzähle, vergesst erstmal alles, was ihr in Deutschland über Saunen gelernt oder gehört habt. Auch wenn es sich finnische Sauna schimpft, hat es nichts damit zu tun! Wirklich nicht!
Das fängt bei den Geschlechtern an. Geschlechter werden grundsätzlich getrennt, auch Zuhause oder wenn man bei Freunden ist. Denn man geht nackt in die Sauna, deswegen die Trennung. Und sollte es mal nicht möglich sein, die Geschlechter zu trennen, dann geht man in Badebekleidung in die Sauna… Wenn man dann in die Sauna geht, sitzt man da und unterhält sich über alles mögliche – außer Politik und Religion. Weil sich daran die Gemüter besonders schnell erhitzen können (tut mir leid, aber der musste sein). Zwischendurch macht irgendwer einen Aufguss, wenn es halt gerade wieder „zu kalt“ wird.
Übrigens, die Finnen habe keine ausgefallenen Kräutermischungen als Aufguss, sondern schlicht und ergreifend: Wasser. Meistens frisch gezapft aus der Leitung. Das wird vor dem ersten Saunagang in einen Eimer gefüllt und dann immer auf die heißen Steine geschüttet. Der Dampf, der aufsteigt, ist ein einzigartiges, unbeschreibliches Gefühl! Wenn man dann ein paar Aufgüsse gemacht hat, ist es irgendwann heiß. So zwischen 80 – 90 Grad. Das wird dann unangenehm, wenn das der Fall ist – geht man aus der Sauna. Übrigens ist die Regel, die in Deutschland gerne propagiert wird, man soll aus der Sauna gehen, wenn man schwitzt, vollkommen Blödsinn. Denn viele Duschen sich vor dem Saunagang noch mal eben ab – sodass man eh nicht mehr sehen kann, ob man schon schwitzt. Das andere ist, dass man manchmal auch einfach mit dem Gesprächspartner mitgeht.
Jedenfalls, wenn einem zu heiß ist, verlässt man die Sauna und geht sich abkühlen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten:

1) Man kann einfach in einen See springen. Geht sicher nicht immer, schließlich hat nicht jeder ein Meer / einen See vor der Nase. Deswegen haben viele Finnen einen Pool im Haus, der recht kühl ist (selten über 15 Grad). Dann hüpft man da rein.
2) In den Schnee setzen. Nackt. Oder im Handtuch. Ganz oder halb. So wie man möchte.
3) Wenn es draußen noch kühl ist: einfach rausgehen und auf eine Bank setzen….
Wenn die Haut nicht mehr dampft, geht man wieder in die Sauna. Das wiederholt sich dann so lange, bis man keine Lust mehr auf Sauna hat.
Übrigens ist das nur ein grober Leitfaden. Man kann auch alles anders machen. In die Sauna mit Badeklamotten, Aufguss mit Bier, Abkühlung durch Dusche. Es gibt in Finnland nur eine einzige Regel für die Sauna: Erlaubt ist alles, was Spaß macht!
In diesem Sinne, gehe ich jetzt mal in die Sauna. Nackt. Bis zum nächsten Mal!

Moi Moi!

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Helsinki – ich koooooommme!

BIP-Reporter Benjamin ist von August 2014 bis August 2015 in Helsinki. Er macht dort freiwillig ein Auslandsjahr und geht dort zur Schule. Obwohl er das Abi grade in der Tasche hat. Was er in Finnland erlebt, wie er klar kommt und was er uns alles beibringen kann – das lest Ihr hier bei BerlinImPuls. Dranbleiben!

 

Ach her je, nun ist es so weit. Ich bin tatsächlich in Helsinki angekommen. Die spannendsten 10 Monate haben tatsächlich angefangen.
Die Ankunft war super, muss ich sagen. Der Flug ist planmäßig verlaufen, auch wenn meine Austausch-Organisation ein wenig merkwürdig gebucht hat und ich deswegen statt zwei Stunden fünf gebraucht habe. Aber die Flüge (Tegel – Frankfurt – Helsinki) sind ruhig, ohne Turbulenzen und Stress abgelaufen. Also wirklich super.
Und als ich hier in Helsinki dann gelandet bin, war es erstmal ein wenig verwirrend. Wo ist das Gepäck hin? Ist halt blöd, wenn man sein ganzes Zeug für 10 Monate in einem Koffer hat und der weg kommt. Aber auch den haben wir dann noch bekommen…
Dann raus aus dem Sicherheitsbereich zu meiner Gastfamilie. Die hat schon auf mich gewartet – mich dann aber sofort herzlich begrüßt und freundlich aufgenommen. Mein Papa ist Professor und meine Mama ist Grundschullehrerin; da kann man ja nicht zurückhaltend sein.
Nachdem wir dann eine Weile bis nach Hause gefahren sind, habe ich mich erstmal entpackt und ich habe meiner Gastfamilie mein Gastgeschenk überreicht. Ein „I ❤️ Berlin“-Beutel mit einem Buch über Berlin und zwei Flaschen Berliner Weiße (ganz traditionell in Rosa und Grün). Und genau genau darüber waren sie verwirrt. Bier in Grün? Bier in Rosa? Ist das etwa Kinderbier? Davon waren sie ziemlich verwundert… Habe ihnen daraufhin erklärt, es sei ein spezielles Berliner Bier (Sorry, für mehr Erklärung reichte mein Englisch nicht).
Insgesamt spreche ich momentan noch viel Englisch mit allen. Finnisch ist halt schwer und deswegen nicht sofort zu beherrschen. Und zum Einstand möchte ich deswegen erstmal Englisch reden und dann schnellstmöglich auf Finnisch wechseln… Sollte eigentlich kein Problem sein…
Nach der Berliner Weiße gab es übrigens Abendessen und das war lecker (Lachs mit Reis und Salat). Da haben wir noch einiges an Organisatorischem geklärt. Aber das ist jetzt nicht so wichtig…
Danach habe ich gleich die erste Lektion in Finnisch erhalten. Sauna! Und dazu: vergesst alles, was ihr bisher über Saunen wisst. Deutsche verstehen nichts von Sauna! Warum? Das erkläre ich euch ein anderes Mal! :-)
Für heute ist erstmal Schluss! Hyvää yötä ja moi moi!

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Saksalainen Suomessa

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„Minä olen Benjamin ja olen Saksalainen. Asun Berliinissä Marzahnissa. Puhun saksaa, englantia ja vähän suomea.“ Nein, die Redaktion nimmt keine Drogen. Das war Finnisch.
Aber wie kommt unsere Redaktion auf Finnisch? Immerhin heißen wir ja BerlinImPuls und nicht nicht FinnlandImPuls. Nun, das hat einen ganz einfachen Grund: Ich, Benjamin, gehe für ein Jahr nach Finnland. Also genau genommen nur 10 Monate, aber ich finde, man sollte das jetzt mal nicht so streng sehen – das ist doch schon sehr Deutsch…
Ich gehe also für ein Jahr nach Finnland und werde hier regelmäßig von dem berichten, was ich so alles erlebe. Und das wird eine ganze Menge werden; es fängt bei der Sprache an und wird beim Abschied enden. Also wie gesagt, eine ganze Menge.

Nun, aber um gleich mal die Frage vorweg zu nehmen, die einem echt alle stellen: Warum Finnland?
Nun, dass ist ganz einfach: Finnland ist einfach cool! So ein bisschen wie das kleine gallische Dorf, in dem Asterix und Obelix wohnen. Jahrtausende lang gemobbt von den Schweden und den Russen, beide haben Finnland nicht gut getan. Und das prägt die Finnen (und ihre Kultur) bis heute, auch in Kleinigkeiten. Der Unabhängigkeitstag ist einer der wichtigsten Termine im finnischen Kalender. Zufällig ist der am 6. Dezember, ist halt die Frage, ob die Unabhängigkeitserklärung bei einem wichtigen Politiker im Stiefel gefunden wurde (Ja, der Witz war sehr flach).
Außerdem ist die Natur in Finnland einfach der Hammer. Wälder, Nordlichter, Rentiere und der Weihnachtsmann sind in Finnland zu finden, und die Menschen achten die Natur sehr und legen sehr großen Wert darauf, dass das auch die Gäste beachten. Aber wenn man es tut, ist man bei den Finnen jederzeit willkommen.
Außerdem ist der sind die Menschen in Finnland charakterlich sehr nett. Die meisten Männer sind ruhig (was mir wahrscheinlich auch mal gut tut) und die Frauen sind stolz auf ihre Emanzipation. So stolz, dass man Tanz meist erwartet, von der Dame aufgefordert zu werden. Mach das in Deutschland und du wirst schräg angeguckt.
So, dass war erstmal genug für heute, ich muss jetzt weiter finnisch lernen. Eine sehr komplizierte Sprache. Näkeminen..