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Das erste Mal… in einer Jury!

 

In diesem Jahr war ich in der Jugendjury des Kurzfilmfestivals KUKI. Das Festival findet jedes Jahr im November statt. Diese Jahr ging es vom 11.11. bis zum 17.11.2013. Parallel zum KUKI läuft das Kurzfilmfestival „Interfilm“. KUKI gehört zu Interfilm, ist aber speziell für Kinder bzw. Jugendliche ausgerichtet. Bei dem Festival werden Filme aus aller Welt gezeigt. Welche Filme aber überhaupt abgespielt werden, wählt vor Anfang des Festivals eine Jury aus. Sie entscheidet auch, welche Filme in welchen unterschiedlichen Programmen (6+ oder 8+ oder 12+ oder 14+) laufen…

Von Aline Hafermaas

Nicht alle Filme laufen im Wettbewerb. Die Regisseure können selbst entscheiden, ob ihr Kurzfilm mit den anderen in Konkurrenz treten soll. Für die Filme, die im Wettbewerb ab 6+ beziehungsweise 8+ gezeigt werden, bewertet die Kinderjury. Für die anderen zwei Filmprogramme ist die Jugendjury zuständig. Für die Kinder- und Jugendjury gibt es jeweils nur einen Gewinner aus den zwei Programmen zusammen und einen zweiten Platz. Die Jurys bestehen immer aus 5 Mitgliedern. Im Jugendprogramm gab es 12 Wettbewerbsfilme dieses Jahr. An einem Tag haben wir sie uns alle nacheinander angeschaut. Zwischendurch hat sich jeder Notizen gemacht, um sich später nochmal an den Film zu erinnern. Bei einem gemeinsamen Pizza-Essen haben wir dann unsere Meinungen besprochen und sehr viel diskutiert. Aber das war auch wichtig, denn immerhin haben wir als ersten Preis 1000€ und als zweiten Preis 500€ vergeben. In unserer Besprechungsrunde haben erst alle ihre Einschätzung zu dem Film vorgetragen, dann wurde darüber diskutiert, ob er den ersten bzw. zweiten Platz verdient hätte. Bei manchen Filmen waren wir uns sehr uneinig und haben lange gebraucht, bis wir uns entschieden hatten. Letztlich hatten wir dann unsere Platzierung festgelegt. Am 17. 11., also am letzten Tag, war die Preisvergabe. Wir waren alle super aufgeregt, auch wenn wir eigentlich nur sagen mussten, welche Filme gewonnen hatten. Wir sprachen noch mal unsere Texte durch, dann kamen die ersten Besucher und Zuschauer in den Saal und wir durften keine Filmtitel mehr nennen. Wir verkündeten die Siegerfilme und Zweitplatzierten. Danach wurden kurze Ausschnitte der Filme gezeigt.

Und die Gewinner aus der Kinderjury sind…

1. Platz-„The Other Side“ von Khen Shalem

2. Platz-„Snejinka“ von Natalia Chernysheva

Die Jugendjury hat diese Gewinner auserkoren:

1. Platz-„Qui sont les super-héros?“ von Mathieu Lalande

hierzu haben wir leider keinen Trailer gefunden… :-(

2. Platz-„9 Meter“ von Anders Walter

Es hat sehr viel Spaß gemacht, klar zum einen die Filme zu gucken, aber auch die ganzen netten Regisseure sowie das KUKI-Team kennen zu lernen. Es war eine tolle Erfahrung und es ist jedem zu empfehlen, der gerne Filme guckt und neue Leute treffen will, weil es wirklich sehr interessant ist. Ich bin mit der Wahl der Filme wirklich sehr zufrieden und wie gesagt, es ist nur zu empfehlen.

Hier noch mal ein Link zu der Seite von KUKI:

http://www.interfilm.de/kuki2013/home.html

Die YouTube Szene

Gastbeitrag: 600.000 Klicks im Monat – wir stellen einen YouTuber vor

 

300.000 bis 600.000 Klicks bekommt Klimo im Monat auf seinem YouTube Channel. Er produziert Rap und HipHop Videos und zählt damit zu den erfolgreichen YouTubern in Deutschland. Unsere Gastreporter von Medienkompetenzzentrum „Die Lücke“ in Lichtenberg haben den YouTuber getroffen und mal nachgefragt, wie das eigentlich so ist, ein „YouTuber“ zu sein und damit sogar sein Geld zu verdienen…

 

 

Hier geht zu es zum YouTube Channel von Klimo / Berliner Untergrund TV

 

 

Foto: Alexander Hauk / pixelio.de

Pro und Contra: Die jährliche Oscar Verleihung

 Bald ist es wieder soweit. In jeder Zeitung und in allen Nachrichten wird davon die Rede sein: die neue Verleihung der Oscars in Los Angeles hält die Welt in Atem. BerlinImPuls fragt: ist das überhaupt gerechtfertigt? Haben wirklich alle Filme die gleichen Chancen? Oder ist der Oscar nur eine aufgeblasende Medienattraktion, die mit der Realität nichts zu tun hat? Hier jeweils das Pro und Contra von unseren Redakteuren Kaj und Benjamin.

Foto: Alexander Hauk / pixelio.de

Foto: Alexander Hauk / pixelio.de

PRO – Die 85. Oscar Verleihung

Sie finden jährlich statt und und jedem sind sie ein Begriff: Die Academy Awards, oder auch besser bekannt als die Oscars. Der Oscar gehört zu den größten Filmpreisen der Welt. Für einen Schauspieler gibt es keine größere Ehrung als den Oscar. Es ist immer schön zu hören, dass Filme, die man sich vor kurzem erst im Kino angesehen hat, plötzlich 3 Oscars gewonnen haben. Die Oscars geben den Produzenten des Filmes das Gefühl, dass sich ihre monatelange Arbeit an dem Film wirklich gelohnt hat. Man sieht während der Oscar-Verleihung aber nicht nur die ganz berühmten Prominenten wie Leonardo DiCaprio, Tom Hanks oder Steven Spielberg, sondern auch immer wieder Menschen, deren Namen man vorher noch nicht kannte. Menschen, die sich während des Drehens um die Kamera, den Ton, die Kostüme, das Szenenbild oder die Maske gekümmert haben. Oder in der Nachbearbeitung zum Beispiel um den Schnitt oder die visuellen Effekte. Es gibt noch viele zahlreiche weitere Kategorien, in denen Menschen aus der Filmbranche für ihre Leistungen geehrt werden. Das Gute daran ist, das die Preisträger nicht von Journalisten oder ähnlichen Leuten gewählt werden, sondern von Leuten aus der Branche die auch Ahnung von der Arbeit der Nominierten haben. In diesem Sinne: ich finde die Oscars gut!

Euer Kaj.

 

 Contra – Warum der Oscar eigentlich Quatsch ist…

„And the oscar goes to… ‚The Artist'“ – „And the oscar goes to… ‚The Artist'“ – „And the oscar goes to… ‚The Artist'“ – „And the oscar goes to… ‚The Artist'“ – okay, ich spar mir das jetzt die restlichen Male. Sonst könnte ich jetzt noch eine ganze Weile weiter machen. Aber das ist langweilig.

Ich denke aber, dass das Problem der Oscarverleihung hier schon sehr klar wird – jedes Jahr ist es dasselbe mit den Gewinnern. Es gibt einen großen Gewinner/ Abräumer – der war im letzten Jahr „The Artist“. Dann gibt es immer einen Überraschungsgewinner – letztes Jahr kann man da „Man or Muppet“. Und dann müssen natürlich immer ganz viele Stars dabei sein – für die dann immer auch diverse Extra-Super-Sinnlos-Kategorien geschaffen werden. Ehrlich, warum sollte man sonst den besten Hairstylist oder den besten Soundediter suchen? Doch bestimmt nicht aus reinem Filminteresse.

Außerdem ist der Oscar sowieso nur da, um das die Stars mal wieder schaulaufen können. Ganz ehrlich – als Beatrice Straight 1977 einen Oscar für die beste Nebenrolle bekam, war das schon merkwürdig; immerhin war sie nur 5 Minuten und 40 Sekunden in einem 121 Minuten langen Film zu sehen war. Nagut, dafür hat sie einen Eintrag im Guiness-Buch.

Zudem kostet das Teil auch eine ganze Menge. Der Oscar selbst, der kostet nur 300 Euro (mal 24 Kategorien, das macht 7 200 Euro) – aber die Organisation, der Saal, der Strom… Dabei kommt die Summe von zusammen, die man statt für dieses Dauergelobe lieber mal für die Filmförderung einsetzen könnte.

Außerdem ist das Teil einfach nur eine Propangandaveranstaltung. Im Prinzip geht es (wie bei allen Preisverleihungen) nur darum, dass man sich gegenseitig dauernd sagt wie toll man doch ist und was für ein tolles Jahr es war. Es sei denn es ist irgendwas dazwischen gekommen – dann avanciert der Oscar immer zum Dauergeheule. Ich errinere mich an ein Jahr, als die Verdienste für die Filmindustrie zurückgegangen waren. Das waren mehr als vier Stunden lang Dauergeheule. Ein Krampf!

Mir fällt gerade auf, ich rege mich über einen Preis auf, den es eigentlich gar nicht gibt. Der Oscar heißt eigentlich „Academy Award of Merit“. Das heißt, ich rege mich über was auf, was gar nicht da ist. Aber das weiß halt kaum einer. Aber auch sonst ist der Preis einfach Schwachsinn. Der einzig wirklich interessanten Preise für uns sind der Emmy und der Putlitzer-Preis. Aber dazu kommen wir noch.

In diesen Sinne

Euer Benny

Lieber Leser, wie ist Deine Meinung zu diesem Artikel? Findest Du die Oscars sinnvoll und bist vlt. sogar ein Fan? Oder ist das für Dich alles langweilig und überholt? Schreib uns oder kommentiere!