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„Praktisches Praktikum“ – Mit Praktika zum richtigen Beruf

 

Immer wieder wird einem gesagt, dass man nicht für die Schule lernt, sondern für das Leben. Doch all das Lernen kann einen nur begrenzt auf das Berufsleben vorbereiten. Angehäuftes Wissen hilft einem nicht bei den zahlreichen Entscheidungen, die man auf dem Weg in den Beruf treffen muss. Praktika sind daher eine gute Gelegenheit, sich schon in der Schulzeit zu informieren und zu orientieren.

von Katja Niklas

Der Schulabschluss. Viele Jugendliche arbeiten darauf und auf einen guten Durchschnitt hin, damit sie bei der Arbeitssuche möglichst gute Chancen haben. Aber irgendwann hat man das Abitur in der Tasche und fragt sich „Und nun?“. Studieren. Aber was? Duales Studium oder Universitätsstudium? Oder doch lieber eine Ausbildung? Aber was? Und bei wem? Wie soll man all diese Fragen beantworten, wenn man bisher von keiner der Möglichkeiten einen Einblick bekommen hat?

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Praktika sind die Lösung, denn entgegen geläufiger Klischees bestehen sie nicht nur aus Kaffee holen, dem Kopieren von Dokumenten und dem Sortieren von Akten.

Hier also 3 gute Gründe für ein Praktikum:

1.) Man kann sich beruflich orientieren

Während einem Praktikum bekommt man Einblicke in ein Unternehmen, kann Gespräche mit Mitarbeitern und Auszubildenden führen und sich so ein Bild über den Arbeitsalltag machen.

„Sie schnuppern in zukunftsorientierte Ausbildungs- und Studienberufe hinein. Sie packen selbst mit an erfahren so, ob Ihre Vorstellung von einem Beruf mit der Wirklichkeit übereinstimmt. Sie bekommen von Fachexperten oder Auszubildenden Infos aus erster Hand und finden ein offenes Ohr für alle Ihre Fragen. Sie können sich über Einstiegsmöglichkeiten bei uns informieren und erste Kontakte knüpfen.“

Mit diesen Angeboten wirbt Bosch für ein Schülerpraktikum im Unternehmen.

 

2.) Praktika bessern den Lebenslauf auf

Praktika zeigen, dass man sich bereits informiert hat und bereit ist, Zeit zu investieren, um ideal auf den Berufseinstieg vorbereitet zu sein.

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Praktika sind aus diesem Grund nicht nur für Schüler wichtig, sondern auch für die Unternehmen. Viele Unternehmen bieten Ausbildungen und Duale Studiengänge an und haben ein großes Interesse daran, dass die Schüler genau wissen, was sie von der Ausbildung/dem Studium zu erwarten haben und nicht nach kurzer Zeit abbrechen, weil ihre Erwartungen an den Fachbereich enttäuscht wurden. Von daher bieten immer mehr Unternehmen explizit Schülerpraktika an und versuchen, diese interessant und spannend zu gestalten und Schüler für ihr Unternehmen zu begeistern.

Auch Siemens wirbt auf seiner Webseite für ein Schülerpraktikum: „Im Rahmen eines Schülerpraktikums erlangen Sie einen ersten Einblick in die Arbeitswelt und können in die technischen bzw. kaufmännischen Arbeiten hineinschnuppern. Bei Aufgaben, die Sie zum Teil selbstständig lösen dürfen, sammeln Sie erste Erfahrungen in einem der zahlreichen Arbeitsgebiete der Siemens AG. Nutzen Sie das Praktikum als Ihre persönliche Chance, das von Ihnen bevorzugte Arbeitsgebiet vorab kennen zu lernen. Durch ein Praktikum zeigen Sie Ihrem zukünftigen Arbeitgeber, dass Sie bereits während der Schulzeit Interesse an der Praxis gezeigt haben und Engagement für das spätere Arbeitsleben mitbringen.“

 

3.) Ein Praktikum verbessert die Chancen auf eine Einstellung

Wenn ein Unternehmen in den Bewerbungsunterlagen sieht, dass man bei ihnen schon ein Praktikum absolviert hat, kann es davon ausgehen, dass man über das Unternehmen auch etwas weiß. Womöglich erinnern sie sich sogar an einen und den positiven Eindruck, den man hinterlassen hat. So weist die Sparkasse explizit darauf hin, dass ein Schülerpraktikum bei ihnen „Bessere Chancen bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz“ bringt.

 

Praktika erfüllen also viele Nutzen und sind  für beide Seiten, Schüler und Unternehmen, oftmals ein Gewinn. Man kann sich beruflich orientieren, eine schon getroffene Wahl überprüfen oder dem zukünftigen Arbeitseber einfach nur zeigen, dass man weiß, was man möchte. Praktisch, das Praktikum! Oder was sind eure Erfahrungen?