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Mit Breakdance in die Nacht – die Lange Nacht der Familie

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Erkennt man den Baby-Freeze? :D


Uff…der 5.4.2013 war schon ein anstrengender Tag. Es fand nicht nur der Avon-Frauenlauf statt, sondern auch die 3. Lange Nacht der Familie.

Gleich nach dem 5km-Lauf machte ich (Katja) mich also auf zu meinem Treffpunkt mit Patricia. Aus dem breiten Angebot der Langen Nacht der Familie, bei dem von Sportvereinen hin zu sozialen Projekten im Grunde alles vertreten war, hatten wir uns als tanzbegeisterte Mädels D!`s Dance School rausgesucht.

Dort angekommen, schauten wir uns erst mal etwas um. Irgendwann bekamen wir dann mit, dass verschiedene Schnupperkurse geboten wurden, bei denen man einfach mitmachen konnte. Da der HipHop-Kurs schon so voll aussah, überredete ich Patricia, bei dem Breakdance-Kurs mitzumachen. Der Trainer erzählte uns dann zunächst ein bisschen über diese Tanzart, was sie von anderen unterscheide und woher bestimmte Bewegungen kommen.

So weiß ich nun z.B., dass auch eine Breakdance-Choreographie aus Einleitung – Hauptteil – Schluss besteht. Bei der Einleitung wird unter anderem dieser Schritt verwendet. Der hat eine bestimmte Herkunft: Früher hatte man oft den Namen der Crew auf dem T-Shirt und hat ihn mit diesem Schritt erst einmal allen Zuschauern präsentiert. Natürlich sollten wir in diesem Kurs mehr lernen als nur Theorie, weshalb er uns dann ein paar dieser „Einleitungsschritte“ beibrachte. Danach ging es dann zum Hauptteil: Er zeigte uns den 6-Step und den 3-Step.

Im Hauptteil werden oft spektakuläre Bewegungen oder komplizierte Schritte gezeigt, damit der Zuschauer aber weiß, wann er klatschen soll, muss man ein klares Ende setzen. Für den Schluss bieten sich z.B. Freezes an, also sozusagen eine Pose. Uns wurde der Baby-Freeze gezeigt, womit wir genug Bewegungen gelernt hatten, um eine ganz simple Choreo zusammenstellen zu können.

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Da habe ich mich mal an einem Shoulder-Freeze probiert.

Zum Abschluss lieferte uns der Trainer uns noch die Antwort auf eine Frage, die ich mir schon ewig gestellt habe: Wie um Himmels willen kam es zu diesen Hosen, deren Schritt auf Höhe der Kniekehlen hängt? Früher war es in armen Familien normal, dass die Kleidung des ältesten Kindes an die jüngeren Kinder weitergegeben wurde. Und wenn die Hose eben nicht passte, wurde sie mit einem Gürtel passend gemacht. In den armen Gebieten kam es auch öfter zu Verbrechen und im Knast wurden einem die Gürtel abgenommen, damit man damit nicht versuchen konnte, zu entkommen oder sich zu erhängen. Die Hose rutschte also wieder runter. Die Jugendlichen, die in den Gefängnishof reinschauten und die „Gangster“ sahen, machten diese aus ihrer Sicht „coole“ Art, sich zu kleiden, nach. Dass die die Hose nur auf der Hose hängen hatten, weil man ihnen die Gürtel weggenommen hatte, interessierte sie wenig.

D!`s Dance School hat sich viel Mühe dabei gegeben, die Kinder zu begeistern und ich wäre gern noch länger dort gewesen, um noch andere Kurse auszuprobieren.

Ich (Patricia) hatte das Glück noch ein paar andere Eindrücke als Katja zu gewinnen. Weil ich noch mit einer Fußverletzung zu kämpfen habe, konnte ich die experimentell aussehenden Breakdance Übungen nicht mitmachen.Trotzdem habe ich versucht, ein zwei Sachen mitzumachen.  Katja hat das auf jeden Fall besser hinbekommen, deswegen hab ich dass denn auch überlassen.

In der Zeit habe ich mitbekommen, dass es ja nicht nur Breakdance Kurse gibt, sondern auch Hip-Hop und Lateinamerikanische Tanzkurse. Also für jeden Geschmack etwas da. Und wie ihr vielleicht schon bei Katja bemerkt habt, sind viele interessante Informationen über das Thema inklusive. Für jeden Tanzbegeisterten ein Besuch wert. :)

Eure BerlinImPulserin Katja und Patricia

Streetdance 2

Filmrezension „Streetdance 2“

 

Titel: Streetdance 2

Länge: 88 Minuten

Filmstart: 7. Juni 2012

Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=StQTfkNTDUs

Heute, am 7.6.2012 erschien der Tanzfilm Streetdance 2 in den deutschen Kinos – und ich als begeisterter Tanzfan habe ihn mir natürlich sofort angesehen.

Wie auch schon bei den Step Up-Filmen sind die Hauptpersonen in diesem Film andere, als die im Teil davor. Allerdings tauchen einige schon bekannte Leute aus Teil 1 wieder auf: Eddie und die Tanzcrew „The Surge“.

Auch diesmal geht es – wie überraschend – um einen entscheidenden Battle gegen eine scheinbar unschlagbare Crew. Und natürlich braucht man auch dafür wieder eine leistungsstarke Gruppe, mit der man diese Crew doch schlagen könnte.

Die männliche Hauptperson von Streetdance 2 ist Ash, ein Streetdancer, der von der Gruppe „Invincible“ öffentlich gedemütigt wurde und nun eine Revanche will. Dafür reist er quer durch die Welt und sucht sich die besten Tänzer zusammen – unter ihnen auch die Salsa-Tänzerin Eva. (Ich schätze, dass Ash und Eva sich auch außerhalb des Tanzparketts näher kommen, aber das brauche ich erst gar nicht zu erwähnen^^.)

Im ersten Streetdance Teil wurde eine Kombination aus Street und Ballett angestrebt, in Streetdance 2 eine Fusion aus Street und Salsa.

Dass das nicht von vornerein glatt läuft und die Crewmitglieder nicht von Anfang an ein Herz und eine Seele sind, erklärt sich von selbst.

Alles in allem hat mir der Film gut gefallen. Die Story fand ich zwar etwas „hohl“ und Ash konnte ich nicht wirklich leiden, aber ich schaue mir ja keine Tanzfilme an, weil ich eine tiefgründige Story erwarte – schließlich geht es ums Tanzen. Und das kam wahrlich nicht zu kurz! Vor allem die Salsa-Szene zu Beginn des Filmes fand ich atemberaubend.

Wenn ihr also nur an guten Moves interessiert seid und eine seichte Story nicht ablehnt, kann ich euch Streetdance 2 nur empfehlen…aus Sicht des Geldbeutels ist der Film allerdings nicht die ideale Wahl, da er in 3D gezeigt wird und die Kinos damit wieder saftige Aufpreise verlangen.

Empfehlung: 4/5 Fernsehtürme

KreaTiefität: 5/5 Fernsehtürme

 

Eure BerlinImPulserin Katja

 

Bildquelle: streetdancethemovie.co.uk

Streetdance-Meisterschaft Berlin

Hallöchen allerseits!

Ich habe mir schon ewig vorgenommen, diesen Artikel zu schreiben, und das Ereignis, über das ich schreiben möchte, liegt auch schon eine Weile zurück, aber leider hatte ich in letzter Zeit so viel zu tun (Praktikum, Klassenarbeiten, etc.), dass ich einfach nicht dazu gekommen bin. Aber besser spät als nie…

Am 5.6.2011 war ich bei der Streetdance-Meisterschaft Berlin – natürlich nur als Zuschauerin. Ich tanze zwar in meiner Freizeit, aber so gut bin ich dann doch nicht…Doch bevor ich zu meinen Erlebnissen komme, hier erstmal ein paar Hintergrundinfos zur Meisterschaft und zu Streetdance im Allgemeinen:

Streetdance ist ein Oberbegriff für Tänze, die ursprünglich auf der Straße getanzt wurden – z.B. Breakdance, Locking und Popping. Es gibt viel Improvisation und zahlreiche Einflüsse aus anderen Tanzrichtungen wie Jazz Dance, Oriental Dance oder auch Salsa. Ebenso ist oft Akrobatik enthalten. Die meisten Tänzer entwickeln mit der Zeit ihren ganz eigenen Stil, z.B. indem sie schon bestehende Moves abändern oder weiterentwickeln. Oft tanzt man nach Choreographien – und die können impulsiv und kraftvoll, aber auch sanft oder auch aggressiv sein. Mit anderen Worten: Streetdance ist vielseitig!

Seit 8 Jahren gibt es die Berliner Streetdance-Meisterschaft nun schon, auch wenn ich dieses Jahr zum ersten Mal da war :) Es gibt keinerlei Vorschriften für eine Teilnahme am Wettbewerb: Jede Tanzgruppe (Crew) kann teilnehmen und das mit dem Tanzstil, der ihr gefällt. Eine Jury bewertet die Gruppen nach ihrem Auftritt und vergibt zum Ende hin die Plätze.

Die Meisterschaft war an zwei Tagen, dem Samstag und dem Sonntag. Am Samstag waren die Anfänger und die Mittelstufe…und ich nicht im Zuschauerraum. Schließlich haben wir am Samstag für euch unsere erste Fernsehsendung produziert. Aber am Sonntag, wo die Fortgeschrittenen und die Profis getanzt haben, war ich da! Und ich muss sagen: Es war sehenswert!

Klar, die Räumlichkeiten (Sömmeringhalle) waren nicht so berauschend und ich war echt froh, in der letzten Reihe zu sitzen, da ich dort wenigstens noch eine kleine Lehne hatte, aber im Laufe der Veranstaltung bemerkte ich die ungemütliche Sitzhaltung gar nicht mehr – ich war zu gefesselt von den Tänzern.

Nur in den „Pausen“ (Zeit, die die Jury zum Bewerten brauchte), wenn das Publikum sich wieder von den zwei endlos quatschenden Moderatoren volltexten lassen durfte, bereute ich, kein Kissen mitgebracht zu haben.

Ja, die Moderatoren. Die waren schon eine Klasse für sich. Ich hatte noch nie das „Vergnügen“, zwei so viel Schrott redende Leute kennenzulernen… Die beiden Moderatoren spielten sich wie Rivalen auf und teilten die Halle in Gedanken in der Hälfte: Jeder hatte seine Publikumsseite und versuchte, seine als die bessere darzustellen.

Später artete diese „Rivalität“ auch noch in einen Battle zwischen den beiden aus! Triumphierend bemerkte ich, dass unser Quatschtante besser tanzen konnte, als der Quatschkopf von gegenüber.

Während der Tänze war die Stimmung einfach toll – bei irgendwelcher Akrobatik wurde einstimmig die Luft angehalten, für die Crew betend, dass alles klappen würde, und danach begeistert gejubelt. Es wurde versucht im Takt zu klatschen und die Tänzer einfach voll und ganz zu unterstützen.

Ich habe euch mal 2 Videos eingefügt von den beiden Gruppen, die mir besonders gut gefallen haben: BattleCats, einer riesigen Crew, die bei den Fortgeschrittenen den 1.Platz belegte und Stalklin, eine akrobatikorientierte Crew, die leider nur den 6. Platz machte.

Aber am meisten beeindruckend fand ich, wie leise es wurde, als ein besonderer Gast die „Bühne“ betrat: Der taubstumme Tänzer Tobias Kramer!

Einige werden ihn bestimmt aus der Sendung „Das Supertalent“ kennen und sich erinnern, dass das Publikum absolute Stille wahren musste, damit er die Vibrationen der Musik fühlen und somit zum Beat tanzen konnte. Genauso lief es bei der Streetdance-Meisterschaft ab! In der Halle wurde es für Streetdance-Meisterschaften-Verhältnisse mucksmäuschenstill, statt mit der Stimme jubelte man mit seinen Händen. Immer, wenn Tobias Kramer einen besonders tollen Move machte, hob das Publikum die Arme und machte mit den Händen eine Bewegung, die aussah, als ob man jemanden winken würde.

Es war einfach genial! Im nächsten Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei und ich kann euch nur nahelegen, euch das einmal anzusehen!

Eure BerlinImPulserin

Katja