IMG_0816.JPG

Invented in Finnland

„Das ist Finnisch? Nein!“ – „Doch!“ – „Oh!“
Finnen haben vieles erfunden, was heute selbstverständlich ist… Was ohne die Finnen aber nie bekannt geworden wäre. Und ich wette, bei einigen der Sache werdet ihr genau so reagieren, wie oben beschrieben:

10. Der Molotowcocktail

Gut, es gab sowas ähnliches schon ein wenig früher, aber die Finnen haben es in seiner heutigen Form erfunden. Und zwar im Jahr 1939/40 im Krieg gegen die damalige Sowjetunion. Benannt ist das ganze nach Wjatscheslaw Molotow, den damaligen sowjetischen Regierungschef und Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten.
Dazu gibt es übrigens eine lustige Geschichte: Der Herr Molotow behauptete, dass die russische Bomber Brot bringen würden – in Wirklichkeit hat er aber Finnland annektieren wollen. Fanden die Finnen nicht so lustig und entwickelten das „Getränk passend zum Essen“. Die Dinger zündeten massig russische Panzer an und haben im sogenannten Winterkrieg so gut funktioniert, dass der stattliche Alkoholvertreiber „Alko“ die Dinger im professionellen Maßstab hergestellt hat…

9. Der Weihnachtsmann

Der echte Weihnachtsmann, seine Frau (ja, er ist verheiratet. Sonst hätte er ja das ganze Jahr über nichts zu tun) und die ganzen kleinen Elfen Leben in Finnland! Nicht in einem Coca Cola-Truck.
Er lebt in Korvatunturi (Zu Deutsch: Ohrenberg), einem Wald im Norden Finnland (mit Schneegarantie). Gemäß den finnischen Märchen ist irgendwo dort in diesem Gebiet die geheime Werkstatt des Weihnachtsmannes. In dieser Werkstatt wird alles von kleinen Gnomen verpackt, die übrigens auch die Wetterbedingungen für des Weihnachtsmannes Trip um die Welt analysieren. Der Name kommt übrigens davon, dass die Bergformation ein wenig wie ein Ohr aussieht.
Übrigens heißt der Weihnachtsmann im finnischen joulupukki – zu Deutsch: Weihnachtsziege… Finnischer Humor…

8. Benezol

Was ist das? Nun, der Grundstoff für Cholesterinreduzierte Margarine. Warum das unbekannte Ding vor dem Weihnachtsmann landet? Nun, weil die Margarine das ausbaden darf, was das Weihnachtsfest angerichtet hat – damit auch der Weihnachtsmann.
Ich will euch jetzt nicht mit dem chemischen Feinheiten aufhalten (dafür empfehle ich Wikipedia), sondern euch noch erzählen, dass man das hier in echt jedem Produkt findet, in das man das irgendwie Pumpen kann: Jogurt, Jogurtdrinks, Brot, Aufstrich – und das ist noch längst nicht alles… Fast so beliebt wie Salmiak…

7. Salmiak

Und da sind wir auch schon bei Nummer 7 in der Liste – Salmiak. Bei uns eher bekannt als Lakritz. Also ist jetzt nicht exakt dasselbe (oder das gleiche), aber sehr ähnlich. Kennt leider außerhalb Finnlands niemand, bei dem speziellen Geschmack auch irgendwie nicht verwunderlich, aber zumindest probiert haben sollte man es mal.
Denn hier ist der Kram ungefähr so beliebt wie die Sauna und hat hier wirklich jeder dabei (außer ich, ich mag das Zeug nicht). Die Verpackung sieht aus wie Zigaretten, was besonders verwirrt, wenn man kleine Kinder damit rumrennen sieht…

6. Internet Relay Chat

Internet Relay Chat, kurz IRC, bezeichnet ein rein textbasiertes Chat-System. Es ermöglicht Gesprächsrunden mit einer beliebigen Anzahl von Teilnehmern in so genannten Channels (Gesprächskanälen), aber auch Gespräche zwischen zwei Teilnehmern. Neue Channels können üblicherweise jederzeit von jedem Teilnehmer frei eröffnet werden, ebenso kann man gleichzeitig an mehreren Channels teilnehmen. Hat Wikipedia geholfen?
Nein? Nun, kurz gesagt: sie haben Chats erfunden. Übrigens ganz nebenbei kann man die Dinger auch als Datenbanken benutzen.

5. Nokia

Naja, muss ich dazu was sagen? Einst Hersteller unzerstörbarer Handys, die mit einer Akkuladung länger leben als der Besitzer- heute tot. Sorry, das kam unvermittelt… Nokia hat seine Telefonsparte (quasi sein Herz) an Microsoft verkauft und die Tablets, die es veröffentlicht, sind iPad-Kopien…
Angefangen als Holzmühle nahe Tampere am Nokianvirta (ein Fluss), dann Gummiwarenfabrik (die Nokian Gummistiefel und Reifen kann man heute noch kaufen), dann Telefonhersteller… Die Geschichte ist ein Tick länger und spannender und kann aus dem Kopf von jedem beliebigen Finnen erzählt werden, dass habe ich in einem Feldversuch ausprobiert…

4. Die SMS

Ungefähr auf einem genauso absteigenden Ast wie Nokia, aber irgendwie hält es sich noch am Leben… Auch wenn ich auf den Tag warte, an dem das erste Telefon ohne SMS-Funktion ausgeliefert wird. Wahrscheinlich passiert das am selben Tag, an dem auch die klassische Telefon-Funktion gegen eine VoiceOverIP-Lösung ausgetauscht wird…
Das Traurige an der gesamten Geschichte ist aber, dass der Entwickler der SMS an der gesamten Entwicklung nicht einen einzigen Cent verdient hat. Schade…

3. Schlittschuhe

Schlittschuhe? Nein! – Doch! – Oh! Seit 5000 (!) Jahren kennen die Finnen die Dinger schon. Naja, im Land der tausend Seen und des ewigen Winters auch kein Wunder, ist der Nachbar doch in einigen Teilen Finnlands näher wenn er am anderen Ufer wohnt, als wenn man einmal durch die Küste entlang zum nächsten Nachbarn läuft…
Auch hier wieder ein zynischer Haken – heutzutage ist der Erfinder der Schlittschuh in keinem Sport mit Schlittschuhen einer der besten… Nur im Eishockey sind sie gut (hinter Norwegen, Schweden, Russland, den USA und Kanada).

2. Angry Birds

Eines der Spiele mit der wohl beklopptesten Story der Welt kommt aus Finnland. Jap. Tatsache. Der Entwickler Rovio Entertainment kommt hier aus Finnland, hat seinen Sitz Espoo, der zweitgrößten Stadt Finnlands bei Helsinki und sowas wie das Silicon Valley von Finnland. Warum das Spiel so erfolgreich ist, weiß ich nicht. Ist es aber…

1. Clash of Clans

Die am besten verdienensten Finnen momentan sind die beiden Besitzer von Supercell, dem Entwickler von eben jenem Spiel. Sie haben nebenbei auch noch andere Spiele entwickelt (Hay Day, Boom Beach), aber Clash of Clans ist einfach die Gelddruckmaschine… Na gut, das Unternehmen verdient 2,4 Millionen Euro am Tag, aber trotzdem. Beeindruckend…
Beeindruckende Liste, oder? Habt ihr dazu noch Ideen oder denkt ihr, die Reihenfolge ist stellenweise nicht nachvollziehbar? Schreibt es in die Kommentare.
Runescape_04

Was sind… MMORPGs?

Hallihallo! Ich melde mich mal wieder zu Wort!

Momentan arbeiten wir in unserer Redaktion an dem Thema „Computerspiele“ und auch ich möchte meinen Anteil dazu leisten. Denn in meiner Freizeit (jener, die ich nicht mit Tanzen oder in der Redaktion verbringe) spiele ich gerne ein MMORPG namens RuneScape.
Nun werden sich vielleicht einige von euch fragen, was denn bitte ein MMORPG ist (Die Frage „Was ist RuneScape?“ verbannt ihr erstmal aus eurem Kopf, ja? Dazu komme ich nämlich erst später.). MMORPG ist die Abkürzung für die englischen Wörter ‚Massively Multiplayer Online Role-Playing Game‘, welche für Computerspiele stehen, bei denen man als ein bestimmter Charakter online Abenteuer erlebt  und die Möglichkeit besitzt, mit anderen Spielern (die teilweise über die ganze Welt verstreut sind) zu kommunizieren.

Viele dieser MMORPGs sind nicht unbedingt eine realistische Angelegenheit, es sei denn, man findet es  völlig normal, von einem Goblin angegriffen oder einem Einhorn über den Haufen gerannt zu werden. Besonders positiv an diesen Multiplayer-Spielen finde ich genau dieses „Multiplayer“ – besonders, wenn die Spieler aus aller Welt kommen. So ist mir z.B. schon mal ein Engländer über den Weg gelaufen und ich war gezwungen, meine bescheidenen Englischkenntnisse anzuwenden…wobei mir einige Wörter, die ich schon längst vergessen glaubte (die 5. Klasse ist schon etwas her… :)) wieder einfielen. Erst letztens habe ich mit einem spanischsprachigen Spieler gechattet und bemerkt, dass mein Spanisch echt grottig ist.

Gut, diese beiden Begegnungen klingen jetzt vielleicht leicht demotivierend, aber das waren sie nicht. Mir ist nur aufgefallen, dass ich in der Schule noch so viel lernen kann (nicht dass das der Fall wäre), ich werde doch nicht so gut Englisch oder Spanisch lernen, wie ich es mir wünsche. Denn ich vergesse viel zu viel, wenn ich es nicht auch mal anwende. Aber nehmen wir einmal an, ich würde mich dazu durchringen, mal auf einer englischsprachigen Welt zu spielen, dann könnte ich meine Sprachkenntnisse mit Spaß festigen. (MMORPGs haben verschiedene „Welten“ – so wie es auf anderen Seiten mehrere Chatrooms gibt.) So, ich habe zugegebenermaßen eine Menge um den heißen Brei herumgeredet. Was ich eigentlich sagen wollte: Auch beim Spielen von MMORPGs kann man etwas lernen.

Doch nun zu der Frage, die euch zu Anfang möglicherweise kurz in den Sinn kam: Was ist RuneScape? Ihr müsst euch RuneScape wie eine mittelalterliche Welt vorstellen, in der Magie, Skelette in der Nachbarschaft und redende Lamas zum Alltag gehören. Zu Anfang gestaltet man sich einen eigenen Avatar, gibt diesem einen Namen und beginnt dann sein Leben als „RuneScaper“. Es gibt jede Menge Abenteuer, die man bestreiten kann, Fertigkeiten, die darauf warten, trainiert zu werden, Gebiete, die erforscht werden müssen und Monster, die nicht auf eine Kampfeinladung warten, sondern einfach angreifen. Mit am schönsten ist jedoch die liebevolle, detailreiche Animation von Lebewesen, Gebäuden und Pflanzen – sie haucht RuneScape irgendwie richtig Leben ein! Damit ihr euch das selbst zumindest ein bisschen vorstellen könnt, habe ich mal ein Video von YouTube eingebunden, das von einem Spieler gemacht wurde.

 

Lust bekommen, auch MMORPGs auszuprobieren?

Viel Spaß wünscht BerlinImPulserin

Katja