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Gute Hühner – Schlechte Hühner?

 

Was ist in unserem Essen eigentlich überhaupt noch drin? Egal ob gut oder schlecht, Fakt ist, besonders Hühner haben es in sich und haben in den letzten Tagen in den Medien prächtig die Federn aufgewirbelt. In Massentierhaltungen wurden antibiotikaresistente Keime, wie z.B. der Krankenhaus-Keim MRSA, welcher unter anderem Wunden langsamer regenerieren lässt, auf jedem zweiten Huhn gefunden.

Das neue Fleischproblem kurz von Caro und Doro illustriert:

 

 

Und bei euch? Bleibt das Frisch-mh-Antibiotika-Fleisch in den Fächern liegen oder haut ihr rein trotz der Meldungen? Nur Panikmache? Wie muss die Regierung handeln? Sollen wir gleich alle Vegetarier werden? Viele Hühner, viele Fragen.

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The Subways im Ramones Museum

Vorhin war ich auf dem kleinen akustischen Auftritt von der britischen Indie-Rock Band, The Subways. Sie spielten in den kleinen Räumen des Ramones Museum  nähe der Oranienburger Straße: Eine größere Bar mit Fotos, T-Shirts, Schallplatten und Socken (für 39Euro) von der alten und legendären Punk-Rock Gruppe Ramones.

Es war heiß und stickig und die Leute tummelten sich drinnen und draußen wie ein riesiger Haufen Pinguine im Antarktischen Winter. Kein Wunder,  denn das Konzert war für Umme. Die eigentliche Anfangszeit war auf 21 Uhr gesetzt. Angefangen zu spielen haben sie aber erst um 22 Uhr. Uns allen war so warm, dass wir es fast nicht ausgehalten haben, während unsere Hosen zu einer zweiten Haut wurden.

Es wurde das neue Lied  „It’s a Party” von ihrem noch nicht im Handel erhältlichen Album, „Money and Celebrity“ gespielt, das euch schon als LP zum herunterladen  auf ihrer Webside zur Verfügung gestellt wurde.

Offizielle Webside: www.thesubwys.net

„Wir müssen reden“ – Wenn Dichtung zuschlägt

… oder eine Moment-diese-Aufführung-dauert-drei-Stunden-Aufnahme. Im Heimathafen Neukölln fand am 19. Juli mit dem „Saalslam“ wieder Neuköllns größter Poetry-Slam statt.

Ein prachtvoller Saal ist es, das warme Licht in den goldenen Verzierungen der bequem anmutenden Stühle gefangen. Nur die Bühne ist etwas stärker beleuchtet und muss den Vorhang nur anstrahlen, anstatt farblich zu kaschieren; im weltgewandten Rot gehalten ist er der perfekte Hintergrund für die Künstler, die diesen Abend ihre Werke präsentieren. Sie bemühen sich um Kontrast, um Leben, um Vielfalt, bittere Wahrheiten und humorvolle Anekdoten – es scheint egal, ob sie über Raufasertapeten oder Hamster in Afghanistan reden. Es ist die Sprache die fesselt, die Stimme mit der gearbeitet wird und die Performance ist geschliffen bis auf den letzten Buchstaben.

Auf der prunkvollen Bühne tragen die Slammer ihre Werke vor.

Auf der prunkvollen Bühne tragen die Slammer ihre Werke vor.

 

Für Svenja nicht? „Ich wollte eigentlich üben, aber das hat sich irgendwie nicht ergeben..“ Die Worte der jungen Slammerin verwirren mich. Ihr „Gedicht“ vereinte Ruhe und den Drang alles so schnell wie möglich zu erledigen, die Wärme einer Beziehung und einen Pfefferminztee der kalt geworden war. Auch wenn sie kaum geübt hatte, ihre präzisen Betongen und ihr versatiler Sprachgebrauch haben überzeugt. „Ich habe schon immer geschrieben.. Aber ich wurde erst durch eine Freundin, die mit einer Slammerin zusammenlebt, auf diese Sache aufmerksam“, erzählt sie mir. Sie ist schon seit anderthalb Jahren im Geschäft, im Körper eines Poetry-Slammers.Die Zuschauer gehen in die Pause – letzte Überlegungen werden getroffen. Für welchen Slammer werden sie stimmen?

Die Zuschauer gehen in die Pause - letzte Überlegungen werden getroffen. Für welchen Slammer werden sie stimmen?

Die Zuschauer gehen in die Pause - letzte Überlegungen werden getroffen. Für welchen Slammer werden sie stimmen?

Poetry-Slams sind Dichterwettstreite. Doch vor allem sind Poetry-Slams eine Bühne für Gedanken, Ideen und Worte die irgendwann zu viel in den Köpfen waren. In einer Welt die sich in den rasenden Bahnen der neuen Technologien bewegt wird der Wunsch danach, den Worten ihre Fremdheit zu nehmen immer größer. In Deutschland allein fanden im Jahr 2009 über 100 regelmäßige Poetry-Slam Veranstaltungen statt.

Svenja ist auf sich allein gestellt. Ein Poetry-Slammer darf keine Kostüme, Freunde, keine Instrumente mit in die Schlacht nehmen. Doch die höchsten Töne werden mit der wichtigsten Waffe angeschlagen. Dem eigenen Kopf, der eigenen Sprache. „Ich dichte hauptsächlich anspruchsvolle Lyrik“, klärt Svenja. Eine wichtige Aussage, denn man findet häufig nur zwei Texttypen in den Schlachten – humorvolle Texte, die mit intelligenten Pointen den Lachmuskeln der Zuschauer keine Pause gestatten und emotionale, sehr menschliche Texte in denen man sich wiederfindet und dessen Worte einen noch lange begleiten werden. „Es variiert sehr“, antwortet das Mädchen auf die Frage, wie ihre Dichtungen entstehen, „meist ist es eine Idee oder ein Satz der mir in den Sinn kommt, die ich dann zu einem längeren Text ausbaue.“ In den anderthalb Jahren ihres Slammerdaseins konnte sie schon Erfahrungen auf zahlreichen Berliner Slams sammeln, trat auch schon im Team mit anderen Slammern auf.

In die zweite Runde des Saalslams „Wir müssen reden“ schafft es Svenja nicht. Das durchwachsene Publikum, jung und alt, zwischen Menschen deren deutsch so hoch ist, dass man es kaum versteht und Menschen die gar kein deutsch sprechen hat mit ihren Chips für andere Künstler gestimmt. Sergio, der erste Finalist, stellt ein Chatgespräch in vielen verschiedenen Sprachen dar. Aber Sergio hat sich des Humor wegens einen Freund zur Seite gestellt – und wird trotz begeisterten Publikums diqualifiziert. „Poetry-Slams finden ohne Zusätze wie Instrumente, andere Personen oder Kostüme statt“, erklären die Moderatoren Tilman Birr und Maik Martschinkowsky, „Wir können da keine Ausnahmen machen.“ Der nächste Kandidat, Sudan, schreibt einen unverblümten Text mit unerwarteter Pointe an seine Exfreundin, welcher ebenfalls beim Publikum auf großes Wohlwollen stößt. Obwohl der nächste Slammer, Daniel Hoth, in der ersten Runde auf eine humorvolle Improvisation gesetzt hatte, wartet er in dieser Runde mit einem emotionalen Text auf. Die Reaktionen des Publikums sind in solchen Fällen schwerer abzusehen, das Thema schwer exakt zu fassen – vielleicht nimmt Klarheit dem Ganzen die Magie – aber der enorme Applaus danach ist mehr als gerechtfertigt. Sarah kämpte in der ersten Runde gegen eine Mücke in ihrem Schlafzimmer, nun kämpft sie gegen „Es“ – die inneren Bedürfnisse, die Gier, die Lustlosigkeit, die Lust und immer mit einer Flasche Vodka an den Lippen beschreibt sie die inneren Dämonen die einen im Alltag bedrängen.

Die Finalisten Daniel und Sarah verteilen Flyer, um Zuschauer für andere Slam-Shows zu gewinnen.

Die Finalisten Daniel und Sarah verteilen Flyer, um Zuschauer für andere Slam-Shows zu gewinnen.

Sudan und Sarah können mit ihren menschlich greifbaren Texten gewinnen. Sie sehen nicht glücklicher oder trauriger als vor der Bekanntgabe aus. Vielleicht ist der Kampf Routine geworden. Mit blauen Flecken übersäht fühlt man nichts mehr.

Svenja wirkt etwas bedrückt, gar melancholisch. „Ich hätte mehr üben sollen.“ Sie wirkt enttäuscht von sich selbst, doch sie starrt gedankenvoll in die Leere und man weiß, dass sie bereit ist hart an sich zu arbeiten. Sie willigt ein, in der BerlinImPuls-Sendung über Sprache aufzutreten, die auch einen Bericht über einen Saalslam enthält. Was wird sie vortragen? „Das wird eine Überraschung. Mal schauen.“ Ich bin mir sicher, dass die Überraschung positiv sein wird.

Eure BerlinImPulserin Doro

Interessiert? Lasst auch versprechen:
Saalslam im Heimathafen Neukölln
Die Slam-Show im Kaffee Burger (mit Finalisten Daniel Hoth und Sarah Bosetti)
Couchpotatoes – die sesshaftte Nomadenlesebühne

Und natürlich in einer baldigen BerlinImPuls-Sendung…


 

 

 

 

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Die Band Shaun

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In jeder BerlinImPuls-Sendung möchten wir eine Berliner Band vorstellen. Bei unserer ersten Sendung war es die Band SHAUN!

Schon die ersten Gespräche am Telefon mit ihnen waren angenehm und sie wirkten schlagfertig: Tim, der Gitarrist, ein junger Mann mit langen Haaren und originellem Musikgeschmack. Der Schlagzeuger, Richard, der keine Mühe scheute, sich die Location ganz genau unter die Lupe zu nehmen und gründlich nachzufragen. Jakob, der Bassist, der  seinen Viersaiterinstrument perfekt beherrschte und zum guten Schluss Alex, der Sänger, der unser Wohnzimmerstudio mit fabelhaften Klängen füllte.

Die Kooperation mit den musikalisch-kreativen Jungs war ein fabelhaft lustiges Erlebnis. Dazu schafften wir es gemeinsam, ihren Gig innerhalb von fast 24 Stunden zu planen und umzusetzen. Ihre Spontanität, Zuverlässigkeit und persönliche Vertrauenswürdigkeit überzeugte uns davon, ein Fan ihrer Stoner Grunge 70’s Rock Klänge zu werden. Mit schnellen Rhythmen  lassen sie es frisch klingen und der dazugehörige alte Sound macht einfach Spaß und animiert zum wach werden. In drei Adjektiven: authentisch, derbe, rockig.

Ihr Liveauftritt in unserer Fernsehsendung wurde zum Erfolg. Hier könnt Ihr sehen, wie der Auftritt war:

Im Internet sind sie rund um die Uhr zu erleben auf myspace.com/shaunausberlin

Bei uns seht ihr sie hier in der Sendung.

Und jetzt: Rocken!

Eure BerlinImPulserin

Ágnes

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„Making Of“ BerlinImPuls-Radio

Nach langen Vorbereitungen war es am 3.6.2011 endlich so weit:  Der Tag, um unsere erste Radiosendung aufzuzeichnen, war gekommen. Alle waren gespannt, ob sich die lange Vorbereitung auszahlt. Den ganzen Schweiß, den wir vergossen haben – die vielen Stunden, die wir investiert haben, einfach alles, was wir in den 3 Wochen so gemacht haben…

Aber bevor es überhaupt losgehen konnte, wurde zuerst über den Ablauf der Sendung diskutiert und viel Zeit investiert, damit alles miteinander verbunden ist und ein roter Faden entsteht. Als sich alle einig waren, haben unsere Moderatoren David und Lisa einen kleinen Spickzettel angefertigt, auf dem jede Menge Schlüsselwörter draufstanden, damit man nicht vergisst, was man als nächstes sagen soll. Anschließend folgte die Durchlaufprobe, bei der man checkt, ob man das mit der Technik hinbekommt und das erste Mal unter realen On-Air-Bedingungen richtig seinen Text übt.

Als dies auch geschafft war, wurde es bitter ernst, denn die Zeit reichte nicht mehr für eine Generalprobe und dadurch waren die Verantwortlichen umso aufgeregter. Aber wenigstens konnten sie für eine kurze Zeit aufatmen, denn der Studiogast (Martha von Greenpeace) kam zum Glück noch rechtzeitig und die Moderatoren konnten mit ihr den Ablauf kurz durchgehen. Es wurden nochmal fleißig Texte und der Abläufe geübt. 30 Minuten später war dann der große Augenblick gekommen es wurde aufgezeichnet. Das rote Licht ging an und BerlinImPuls Radio zeichnete auf.

Nach 30 Minuten guter Musik, spannenden Diskusionen und guter Führung durch die Show war es dann geschafft und wir alle waren erleichtert, dass die erste Sendung im Kasten war.

Hören könnt Ihr BerlinImPuls Radio am 25.06.2011 um 18:00 Uhr auf 88.4 – ALEX Offener Kanal Berlin und als Podcast dann auch bald hier.

Ohren auf – wir kommen!

Euer BerlinImPulser

Dennis

Greenpeace

Greenpeace-Jugend: Gipfelsturm

„Die Jugend von Heute..!“ so und nicht anders soll das Thema unseres ersten Radio- und Fernsehbeitrags lauten. Was macht die Jugend von heute eigentlich? Wo und inwiefern engagiert sie sich? Und trifft das Klischee „damals war alles besser“ auch auf die Jugend zu? All das wollen wir klären!

In Anlehnung an dieses Thema wollen wir euch schon jetzt einmal auf eine Protestaktion aufmerksam machen. Die Greenpeace-Jugend hat unter dem Motto „Deutschland ist erneuerbar“ zum „Gipfelsturm“ aufgerufen. Am 14.Mai 2011 werden in 16 Bundesländern jeweils die höchsten Punkte der Region erklommen, um das „Zeitalter der erneuerbaren Energie“ auszurufen und der Atomenergie endgültig den Gar aus zu machen. Hier in Berlin wird der 114,7 Meter hohe Müggelberg bestiegen. Für alle alteingesessenen Atomgegner, Protestneulinge oder Hobbykletterer, die sich spontan angesprochen fühlen – die Aktion startet am Samstag um 11.30 Uhr direkt auf dem Müggelberg.

Allen die am Samstag dabei sein werden, wünschen wir viel Erfolg, gebt der Jugend eine Stimme und zeigt, dass wir nicht tatenlos zusehen!

Eure BerlinImPulserin Lara-Sophia

Ihr wollt wissen, wie solch eine Greenpeace-Aktion aussieht? Na, so: