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Fulminantes DJ-Set am Geburtsor der Berliner Techno-Szene: Tresor!


BiP-Reporter Louis checkt für euch die Berliner Club-Szene. An diesem Wochenende war er für euch in der Ipse!

Wenn einer gerne feiert und sich irgendwann mal in das bumm-bumm-bumm des elektronischen Viervierteltaktes verliebt hat, dann kommt er nicht umhin, sich mit der Geschichte des Techno in Berlin auseinanderzusetzen. Tut man dies, dauert es nicht lange, bis man sich mit einer Institution namens „Tresor“ konfrontiert sieht.

1991 auf der Suche nach einer neuen Location, entdeckt sich dieser Tresorraum eines alten Kaufhauses als erster Technoclub Berlins und avanciert im Zeichen der revolutionären Brise nach der Wende zum Sinnbild der neuen Technoszene: Kalte, spartanische Einrichtung trifft auf harte, mechanische Musik und kreiert den neuen Sound der Hauptstadt.

Der Tresor fungierte als Startrampe für viele neue DJs und erlangte nicht zuletzt durch sein eigenes Label Tresor Records (Jeff Mills, Juan Atkins etc.) internationale Berühmtheit. Gründe genug, sich irgendwann mal einen Einblick zu verschaffen, sei es auch nur aus musikhistorischen Interessen…

Ein freier Samstag und ein glückliches +1 auf der Gästeliste überzeugten, um halb 4 waren wir nun drin. Versprach man mir von manchen Seiten leicht sarkastisch, ein Publikum aus EasyJet- Touristen und Brandenburg-Prolls, war doch hier ein vielfältiger Mix aller Subkulturen beim Feiern zu beobachten. Ein Pluspunkt.

Der Weg in den Keller führt durch einen rustikalen Korridor, der gutes erahnen lässt, begleitet von den Klängen kompromisslosem Technos. Betritt man das Gewölbe, erwarten einen erst einmal ein verwirrender Mix aus Dunkelheit und Strobos, sowie gefühlte 40 Grad Raumtemperatur. Die Drums knallen auf einen ein, die Menge tanzt, es ist auf jeden Fall Atmosphäre im Raum.

Nach ausgiebigem Tanzen beschließen wir, uns mal weiter kundig zu tun. Jede Treppe scheint überall hinzuführen, die drei Ebenen sind gut vernetzt mit einem Gefüge aus mehreren Korridoren und Gängen. Oben erwartet einen ein Areal, was wenig mit dem industriellen Flair des Kellers zu tun hat. Die Bar ist hübsch beleuchtet, es gibt einen großen Loungebereich und einen weiteren Floor. Der DJ spielt deepen, treibenden House, man tanzt auf Parkett. Die restlichen Stunden der Nacht verbringen wir hier oben und lassen uns von einem überragenden 4-Stunden DJ-Set verzaubern.

Gegen Ende wagen wir nochmal den Sprung in den Keller. Die Leute wurden merklich weniger, es ist jetzt halb 9. Der DJ beendet sein Set furios, das Licht geht an, die Party ist vorbei. Für einen Club, bei dem 3-Tages-Parties früher zum guten Ton gehörten, zwar ungewohnt früh, nichtsdestotrotz war es einige der guten Stunden des Nachtlebens hier.

Als Fazit kann ich sagen, dass es ohnehin mal jeden, der sich von Leidenschaftswegen her mit elektronischer Musik und ihren Ursprüngen befasst, in den Tresor ziehen muss. Meine Kulturaufarbeitung der anderen Art war es auf jeden Fall wert, und sollte mich eines Abends ein außergewöhnliches Lineup noch einmal in dieses Etablissement locken, werde ich mich wahrscheinlich nicht zieren. Daumen hoch!

Club: Tresor

Event: Beats & Boats: Tresor Meets Secretsundaze

Eintritt: 15,-

https://www.facebook.com/tresorberlin

bip szene check

Sonntags neue Gefilde – die Ipse


BiP-Reporter Louis checkt für euch die Berliner Club-Szene. An diesem Wochenende war er für euch in der Ipse!

In Berlin wird der Sonntag ja zelebriert, wie in keiner anderen Stadt. Statt Katerfrühstück, Mittagsschlaf und Tatortabend dreht hier die Feierszene nochmals auf. Afterhour, Sonntagsschoppen, Montagskrankheit, dir werden zahlreiche Gründe an den Kopf geworfen, wenn man dich überzeugen will, Gottes Feiertag außerhalb deiner Komfortzone zu genießen.

Diesen Sonntag dürstete es uns nach angenehmen Ambiente, Outdoor Feeling und Mellow House. Ruhe statt raven hieß heute die Devise, die letzte Nacht war lang. Die Wahl zwischen dem Club der Visionäre und der Ipse gewann letztere schließlich durch den günstigeren Eintritt und die Möglichkeit, Neues zu entdecken.

Gegen 14 Uhr öffneten sich die Tore und da wir eh schon seit geraumer Zeit davor rumhingen, waren wir auch die ersten Gäste. Das bescherte uns nicht nur verbilligten Eintritt (3,-), sondern auch die Chance, direkt den besten Platz der Location ausfindig zu machen und zu belegen.

Sucht man einen Afterhour Platz zum Wohlfühlen, ist man hier sicherlich richtig, zumindest solange die Sonne scheint. Direkt am Seitenarm der Spree gelegen, hat man nicht nur die Gelegenheit, die Party im direkt gegenüberliegenden Club der Visionäre zu beobachten, sondern auch die von Samstag Nacht durchgetanzten Füße im Wasser zu kühlen. Generell überzeugt in der Ipse die liebevoll angebrachte Deko sowie der Fakt, dass quasi alles aus Holz ist. Das gibt dem Ganzen nicht nur einen gewissen Natur-Touch, sondern fühlt sich auch einfach gut an.

Einmal gründlich umgeschaut, springt mir auch direkt der Leder gewordene Traum eines jeden Sitzravers ins Auge: Ein schwarzes Sofa, irgendwie plattgedrückt, freischwingend, leer. Geil. Unnötig zu sagen, dass wir unsere neugewonnene Burg die nächsten 6 Stunden gegen die immer zahlreicher hereinströmenden Gäste verteidigen wollten und somit wenig Bewegung an den Tag legten. Muss man auch nicht, wenn man gepolsterte Perfektion bewohnt.

Gegen 20 Uhr war dann auch Schluss mit Genuss, die Tanze hatte sich moderat gefüllt, der Tatort ruft und auch der Schlaf möchte sich bald mal zu Wort melden. Alles in allem bin ich sehr überzeugt, die Ipse hat sich schnell zwischen dem Chalet und dem Club der Visionäre etabliert, die Leute sind nett und der Flair stimmt.

Wer treibende Beats und Vorwärtsbewegung sucht, muss sich eventuell wo anders umschauen, doch als Sonntagsoption mit Openair-Feeling hat mich die Ipse durchaus abgeholt. Top.

 

 

Club: [ipsə]

Event: Heat Facilities Open AIR

Eintritt: 3,-

https://www.facebook.com/ipse.offline

 

boxi

Kulinarisches Friedrichshain: Lecker Crepes und echte Kochbananen!

 

Rund um den „Boxi“ kann man ganz schön viele internationale Spezialitäten genießen. Es muss auch nicht teuer sein. Hier sind schon mal zwei Beispiele: Traditionelle französische Crepes und echte kolumbianische Kochbananen. Hunger bekommen? Nix wie los nach Friedrichshain – in die Gärtnerstraße! Guten Appetit

 

 

 

interview

New York vs. Berlin!

interviewAnna- Sophie Harling (20) lebt schon ihr ganzes Leben in New York City. Zu Berlin hat sie allerdings eine besondere Verbindung: Sie war schon oft in der Hauptstadt zu Besuch! Kommunikationsprobleme gibt es nicht. Annas Eltern sind beide Deutsche. Sie wuchs zweisprachig auf. Für viele ist es sicherlich ein Traum in New York zu leben, doch was sagt Anna selbst? Berlin oder New York City? BiP-Redakteurin Marie Greiner hat mit ihr darüber gesprochen…

Marie: Was findest du ist der krasseste Unterschied zwischen dem Leben in New York City und dem Leben in Berlin?

Anna-Sophie: In New York sind viel mehr Menschen auf den Straßen, dir fehlt teilweise richtig die Luft zum Atmen. Berlin empfinde ich im Vergleich hingegen eher als „leer“. Das finde ich nicht schlecht, hier ist alles viel ruhiger, langsamer und die Leute sind auch entspannter. In NYC ist alles viel schneller und hektischer.

Marie: Was ist ähnlich in beiden Städten?

Anna-Sophie: Beide Städte sind sehr „multikulti“, man hört eine Menge unterschiedliche Sprachen auf der Straße und sieht viele verschiedene Kulturen. So wie in Berlin gibt es auch in NYC die sogenannten „multikulturellen Spots“, wie zum Beispiel Chinatown. In beiden Metropolen gibt es vor allem viele junge Leute, das kommt vielleicht daher, das man in beiden Städten die „Chance auf ein besseres Leben“ hat.

Marie: Wie groß ist der Unterschied zwischen arm und reich in NYC?

Anna-Sophie: Ich denke, es ist ähnlich wie in Berlin. Es gibt die teuren Hochhäuser in Queens und auch wieder gefährlichere und ärmere Gegenden wie Bronx. Eigentlich wird der Unterschied zwischen Arm und Reich hauptsächlich durch die extrem vermögende Oberklasse deutlich.

Marie: Wie gut sind die Ausbildungsmöglichkeiten in Amerika?

Anna-Sophie: Auf jeden Fall gut, aber auch sehr sehr teuer. Ich selber studiere seit zwei Jahren an der „Yales University“ und weiß, wovon ich spreche. Viele junge Leute nehmen Kredite auf , um ihre Ausbildung zu finanzieren. Im Prinzip ist es so: Um so mehr Geld – um so besser die Ausbildung.

Marie: Wie stehen die Chancen, in NYC einen guten Arbeitsplatz zu finden?

Anna-Sophie: Es ist sehr schwer, in NYC einen guten Arbeitsplatz zu finden. Außerdem sind die Lebenshaltungskosten sehr hoch, viele junge Leute könnten es sich so oder so nicht leisten, in NYC zu leben.

Marie: Wie würdest du die Mentalität der Menschen in Berlin bzw. der Menschen in NYC beschreiben?

Anna-Sophie: Ich schätze die Menschen in Berlin lässiger und entspannter von ihrer Lebensweise aus ein. In NYC sieht man überwiegend Karriere- und Businessleute. Die Menschen arbeiten sehr hart, nehmen selten Urlaub und arbeiten auch oft an Wochenenden, schon allein um den Lebensstandard zu halten. Allgemein geht alles ziemlich stressig zu.

 

Marie: Was findest du in NYC schlechter/besser als in Berlin?

Anna-Sophie: Ich finde, dass in NYC die Leute zu sehr aufs Geld fokussiert sind. An Berlin mag ich die vergleichsweise vielen grünen Parks, die auch mehr „wild“ sind als in NYC. Zudem gefällt mir, dass man ihm näheren Umland so viele Wälder und Seen hat, wo man auch mal vom städtischen Leben abschalten kann.

Marie: Was gibt es für Freizeitangebote für die Jugendlichen in NYC?

Anna-Sophie: Ich denke, alles was es hier in Berlin auch gibt, also Kinos, Clubs, ect. Allerdings wird das allgemein in den USA mit dem Alkohol- und Tabakkonsum bei Minderjährigen viel strenger kontrolliert und bestraft. Die typischen „Houseparties“ gibt es aber natürlich auch in NYC.

Marie: In New York City leben ja sehr viele Stars. Bist du schon mal welchen begegnet und wie verhalten sich die Menschen, wenn sie welche sehen?

Anna-Sophie: Natürlich sieht man oft Stars in NYC, ich kann jetzt allerdings keine Namen nennen, da ich in der Richtung nicht so bewandert bin. Es ist aber so, dass sich die Prominenten in NYC nicht verstecken müssen. Sie führen ein ganz „normales Leben“. Dadurch, dass es so ziemlich Normalität ist, das man mit den Stars Haus an Haus wohnt, kenne ich von den „Einheimischen“ keinen, der ausrastet, ein Foto oder Autogramm will. Es ist einfach ganz normal.

Marie: Was muss man als Reisender in NYC unbedingt gesehen haben?

Anna-Sophie: Auf jeden Fall den Time Square, die 5th Avenue und den Central Park, also die typischen Touristenplätze, wo die Einheimischen auf Grund der vielen Touristen fast so gut wie nie sind. Außerdem ist es sehr beeindruckend mit dem Boot um die Insel von Manhattan zu fahren, von wo aus man die Freiheitsstatue sehen kann. Wer das nötige Kleingeld hat, der sollte sich die Broadwayshow auf keinen Fall entgehen lassen! Es empfiehlt sich aber nicht nur die touristischen Sachen zu machen, sondern auch mal selber ein bisschen auf Entdeckungstour zu gehen. Die High Line, eine nicht mehr genutzte Hochbahnstraße im Westen von Manhattan, die jetzt in eine Parkanlage integriert wurde, ist auch einen Besuch wert und liegt nicht so im Touristengebiet.

Marie: Was ist dein persönlicher Lieblingsort in NYC?

Anna-Sophie: Mein Lieblingsort ist der Park am East River in Long Island City. Von hier hat man einen wundervollen Blick auf Manhattan, außerdem sind hier nicht so viele Touristen.

Marie: Möchtest du dein ganzes Leben in NYC leben? Wenn nicht, was wäre die Alternative?

Anna-Sophie: Die einzige Stadt, in der ich es mir noch vorstellen könnte zu leben, wäre Berlin. Aber: Ich liebe New York City und möchte nach Möglichkeit mein ganzes Leben hier leben.

Das Interview führte Marie Greiner.

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Was ist… Tricking?

Tricking ist eine Trendsportart, die ihren Weg nach Berlin gefunden hat, es ist eine Mischung aus Capoeira, Akrobatik, Woschu, Taek-Won-Do, Breakdance/Tanz und Bodenturnen. Du hast immer noch keine Ahnung? BerlinImpuls Reporterin Laura hat sich mit dem Berliner Tricking Trainer Fabian getroffen und mehr darüber herausgefunden…

von Laura Hanisch

 

Fabian, woher kommt Tricking?

20140530-212452.jpgEs entstand mitten in den 90er Jahren in der USA, man mischte verschiedene Kampfsportarten, aus der sich nachher eine einzige entwickeln sollte. Die eigentlich ohne Gegner ausgeführten Übungen würden zu freien Formen entwickelt, indem man sie spektakulärer gestaltete. Den Sportlern war die einfache Krampfsportart zu langweilig, deshalb fügten sie Sprünge und Saltos ein. Dies verselbständigte sich aus Spaß und es entwickelte sich somit die Sportart Tricking. Außerdem kommt es von „Extrem Material Arts“ oder auch von der abgeschwächten Form „Material Arts“. Demnach ist Tricking ja auch benannt: Material Arts Tricking.

 

Warum kennt es niemand?

Kennen tun es eigentlich sehr viele, aber nicht unter dem Namen Tricking. Man sieht Tricking oft von Stuntmen ausgeführt, sogar in Videospielen und in Filmen findet man es wieder. Viele Leute kommen zum Tricking, weil sie zum Beispiel einen Jacky Chan Film gesehen haben. Mir ging es genauso.

 

Kann jeder Tricking machen oder muss dafür bestimmte Voraussetzungen mitbringen?

20140530-212433.jpgEs kommt drauf an, auf welchem Level man es machen möchte. Eine gewisse Portion Grundfitness ist aber auf jeden Fall hilfreich. Natürlich ist es mit viel Training verbunden und man braucht ein gutes Verständnis über seine eigene körperliche Motorik. Es versteht sich von selbst, dass es nicht nur aufs regelmäßige Training ankommt, sondern auch auf den Willen, seinen Körper an seine eigenen Leistungsgrenzen zu bringen. Und je nachdem, wie viel man trainiert, kann man alles schaffen. Letztlich kann jeder entscheiden, wie weit er oder sie trainieren möchte – prinzipiell kann es aber wirklich jeder ausprobieren.

 

Gibt es eine Art Mindestalter?

Bei uns im Verein kann man immer öfters jüngere Leute antreffen, umso früher man halt anfängt, umso einfacher ist es. Das Alter spielt beim Tricking aber eigentlich keine große Rolle, da man eigentlich nur die geistige Reife haben muss, um zu wissen, was man will und wo seine eigenen Grenzen liegen. Nur man selbst kann seine eigenen Leistungen richtig einschätzen. Tricking ist, ich mache etwas tausend Mal, bis es aussieht, wie ich will, dass es aussieht. Man muss also hartnäckig an einem Kick oder Trick dran bleiben um ihn zu schaffen. Ganz egal, welches Alter man erreicht hat. Trainieren musst du mit 14 genauso wie mit 30.

 

Wo kann man es ausüben?

20140530-212417.jpgAm schönsten und ohne viel Aufwand ist Tricking draußen, wenn es warm ist. Für Anfänger ist das aber nicht unbedingt zu empfehlen,, da der Rasen im Garten oder im Park oft nicht so gut abfedert wie eine Matte in der Halle. Die Wiese ist aber gut für Tricks, die man schon kann und einfach nur verbessern möchte. Man kann nicht nur trainieren, sondern man findet auch oft schaulustige Passanten, die einem zusehen und die man begeistern kann. Dann macht es noch viel mehr Spaß, zu trainieren. Einige Leute, die aus der Kampfsportrichtung kommen trainieren grundsätzlich in ihren Hallen. Manch ein anderer versucht sich in eine Turnhalle einzumieten, dies ist sehr schwierig in Berlin, da man bei den Turnern verpönt ist. Es gibt nämlich Turner, die denken „Was machen die denn da unsauberes Bodenturnen?” Auf der anderen Seite gibt es aber auch Turner, die zu uns wechseln, die schon eine gute Grundvoraussetzung haben, weil sie schon über eine gute Körperspannung verfügen.

 

Weshalb übst du den Sport aus?

Weil es eine Herausforderung ist, herauszufinden was man mit seinem Körper alles anstellen kann. Außerdem hat Tricking einen großen künstlerischen Aspekt, denn durch die Freiheit und die eigenen Ideen, die man alleine oder auch im Team umsetzten kann, kann man sich sehr entfalten. Der Reiz besteht auch darin, dass einem niemand sagt, wie man es machen soll, man muss es für sich selbst ausprobieren und rausfinden. Ich gebe in meinem Trainings natürlich immer Tipps und Impulse – doch letztlich entscheidet jeder selbst, was funktioniert und zum eigenen Körper passt.

 

Wie tauscht man sich international aus?

Am meisten wird das Internet und besonders YouTube genutzt. Aber auch außerhalb des Internets werden Treffen organisiert, so genannte Gatherings. Bei diesen Treffen trifft man sich ein Wochenende, bei dem man zusammen trainiert und an den meisten Veranstaltungen werden Workshops für Anfänger angeboten, die man zum Weiterbilden oder auch zum reinfinden in den Sport nutzten kann. Vor zwei Jahren war das z.B. hier in Berlin.

 

Was hat man davon, wenn man Tricking macht?

´Nen Haufen blauer Flecken und natürlich der Spaß. Außerdem verbessert man seine Motorik und man erlangt mehr Selbstbewusstsein, da man sich ein hohes Ziel setzt und dieses nach langem Training schafft. Durch die Treffen überall auf der Welt erhält man automatische internationale Kontakte und Freunde. Selbst beim Tricking Training in Berlin kommen Leute aus allen verschiedenen Sportrichtungen und Ländern zum Training, sodass eine bunte Mischung entsteht.

 

Du findest Tricking interessant und möchtest an einem Probe Training teilnehmen, klick einfach auf diese Web-site: http://twistedgravity.de/ 

 

Foto: Dennis Kummer // Theater Strahl

Eingreifen oder Weglaufen? Theater Strahl Berlin inszeniert wichtige Frage des Alltags

Foto: Dennis Kummer // Theater Strahl

Foto: Dennis Kummer // Theater Strahl

Alles nur Theater?
„Weißbrotmusik am Theater Strahl Berlin“

Von Marie Greiner

München, 20.12.2007. Ein 76-jähriger wird am S-Bahnhof zusammengeschlagen, weil er zuvor zwei Jugendliche (einen Griechen und einen Türken) bittet in der Bahn ihre Zigarette auszumachen. Keiner hilft ihm. „Das gibt’s doch nicht!“, werden jetzt einige denken, „Es kann doch nicht sein, das keiner hilft, wenn jemand in der Öffentlichkeit fast totgeprügelt wird!“. Was würde man selber in so einer Situation machen? Eingreifen? Oder läuft man einfach weiter aus Angst, selber ins Visier der Schläger zu geraten? Spannende Fragen mit denen sich das Theaterstück „Weißbrotmusik“ am Theater Strahl beschäftigt. Die drei Jugendlichen Aaron (Bardo Böhlefeld), Sedat (Randolph Herbst) und Nurit (Christine Smuda) sind die drei Hauptfiguren in dem Stück. Sie sind alle in Deutschland geboren und aufgewachsen, fühlen sich aber trotzdem nicht so richtig heimisch. Themen wie Einwanderungsgesellschaft, Integration und Heimat, Zugehörigkeit, Identität, Liebe, Freundschaft und Partnerschaft spielen ebenfalls eine Rolle. Das Theaterstück ist für Jugendliche ab dem 14. Lebensjahr geeignet, ab da an gibt es dann aber keine Altersgrenze mehr. Das Stück ist ohne Frage auch für Erwachsene interessant. Jeder kommt vielleicht mal in eine Situation in der man sich genau diese Fragen stellen, oder sich mit genau diesen Thematiken auseinander setzen muss. „Weißbrotmusik“ regt zum Nachdenken an, sorgt für Diskussionsstoff und zwingt einen Stellung zu beziehen. Was ist richtig, was falsch? Teilweise vergisst man sogar das man im Theater sitzt, weil alles doch so realitätsnah ist. Die Schauspieler leisten also ausgezeichnete Arbeit. So gewann das Stück auch 2012 den „Ikarus“ eine Auszeichnung für hervorragende Berliner Theaterinszenierungen für Kinder und Jugendliche.

Wer sich selbst von der Schauspielkunst der Darsteller überzeugen und selbst herausfinden möchte wie man selbst handeln würde, hat am 6. Mai 2014 um 11Uhr oder 19. 30Uhr Gelegenheit dazu. Tickets und weitere Informationen gibt es unter www.theater-strahl.de.

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Kiez-Check: Schöneberg

Schon mal was von der „Roten Insel“ gehört? Oder vom „Gleisdreieck“? Aber dann von der „Julius-Leber-Brücke?“ Okay. Höchste Zeit, diesen Teil von Schöneberg mal abzuchecken.

Ein Gastbeitrag vom Kinder- und Jugendparlament Tempelhof-Schöneberg und dem Medienkompetenzzentrum netti.

Und wir bleiben in Schöneberg. Ja. Kreuzkölln und Prenzelding hin oder her: Die Goltzstrasse in Schöneberg ist eine dieser Berliner Strassen, die einfach Geschichte hat. Und Charakter. Und nette Menschen. Glaubste nicht? Dann gucks dir an – und sag danach nicht, dass du jetzt nicht auch ins „Café M“ willst :-)

Auch das ein Gastbeitrag vom Kinder- und Jugendparlament Tempelhof-Schöneberg und dem Medienkompetenzzentrum netti.

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TV-Sendung: Typisch Jungs. Typisch Mädchen.

Jungs hören nie zu und Mädchen reden viiiiiiiel zu viel. Stimmt das?

In dieser Sendung gibt es:
– Interview mit Prof. Dr. Kai Ne Ahnung
– Sexismusbegriffe im Alltag
– Interview mit der Rapperin Mila Highlife
– Bericht vom Breakdance-Event Just De Fun
– Erlebnisse eines Rollifahrers in Berlin
– u.v.m.

Lust mitzumachen? Schreib an: jugendredaktion@berlinimpuls.de

Quelle: Facebookseite "Stattbad Berlin"

Clubcheck: STATTBAD Wedding

Auf einen Sprung ins Stattbad.
Menschen tanzen in einem Schwimmbecken, zwischen Fliesen, Plastikschalensitzen und Spinden…

Von Louis

Quelle: Facebookseite "Stattbad Berlin"

Quelle: Facebookseite „Stattbad Berlin“

Club: STATTBAD Wedding
Event: Stattnacht
Eintritt: 13,-

Hinter dem eindrucksvollen Club Stattbad verbirgt sich – Nomen est Omen – das ehemalige Stadtbad Wedding. Anfang des 20. Jahrhunderts designed und erbaut, diente es knappe 100 Jahre zur Freude aquaphiler Familien und Schwimmfetischisten, seit Anfang Mai 2009 fungiert es als Kulturzentrum sowie Club und kann dank seiner Aufmachung und der oft hochkarätigen Line-ups als „Watergate des Weddings“ gesehen werden.

Kurzum, ein Laden, den man nicht außen vor lassen dürfte, hätte man es sich zur Aufgabe gesetzt, die Club- und Technolandschaft Berlins einer subjektiven Prüfung zu unterziehen.
Es lockten ein freier Samstag Abend, kein Vakuum im Portemonnaie, sowie der potentielle Genuss, ein DJ-Set von Ewan Pearson und der NZ-Newcomer Mount Kimbie und zu erleben. In einem Schwimmbad. Wer würde da schon widersprechen.

Als ich um halb 1 ankam, war die Schlange derart beschaulich, dass wir keine Minute anstehen mussten. Nach kurzer Beäugung unserer Personalien wurden uns der Einlass in den Schwimmtempel gewährt. Hat man sich an der Kasse vorbeigezahlt, steht man erst einmal so da, und wundert sich. Nach Club siehts hier noch nicht so aus, eher nach…mh, naja…Schwimmbad halt irgendwie. Zwischen Fliesen, Plastikschalensitzen und Spinden hindurchgehangelt, sieht man sich plötzlich mit dem Pool konfrontiert, und spätestens jetzt weiß man, was das Stattbad ausmacht.
Ein Floor tut sich halb vor, halb unter einem auf. Menschen tanzen in einem Schwimmbecken, andere Menschen stehen oben an der Brüstung und tanzen ebenfalls. Wer das noch nie gesehen hat, dem könnte es erst mal kurz die Sprache verschlagen. Ich hangele mich eine steile Metalltreppe runter und tauche per Kopfsprung ein ins Vergnügen.
Die Besonderheit am Pool-Floor ist die Schräglage. Bühnengleich schaut man, wenn man hinten steht, hinunter auf den DJ und die sich dazu bewegende Crowd. Ein Festivaleffekt, der den Raum und das Publikum größer erscheinen lässt.
Manch einem fällt das Tanzen schwer auf schrägem Boden, und auch ich muss zugeben, dass es erst ungewöhnlich war, jedoch macht für mich persönlich die Atmosphäre alles wett, nicht zuletzt erreicht durch die erstaunlich gut abgestimmten Lichteffekte.

Quelle: Facebookseite "Stattbad Berlin"

Quelle: Facebookseite „Stattbad Berlin“

Nach einer Weile tanzen und feiern entschied ich mich, noch den anderen Floor aufzusuchen. Hier finden immerhin immer die berühmt-berüchtigten BOILER ROOM Parties statt. Passend dazu heißt der Floor auch Boiler und ist ein Heizkeller. Bravo.
Von seiner Quadratmeterzahl eher auf Wohnzimmerfeeling limitiert, besticht der Heizungsraum durch seine industrielle, rohen Aufmachung und die grandios beleuchteten Heizungsrohre, die sich neben einem Zaun mehrere Meter tief auftun und für einen unheimlichen Warehouse-Charme der 90er sorgt.
Da an diesem Abend allerdings vermehrt Gummistiefelbrettertechno zur Abwechslung vom MainFloor gegeben wurde, verbrachte ich den Rest meiner Nacht im Planschbecken und ließ mich von Ewan Pearsons traumhaften Set in Ekstase schießen.

Als Fazit kann ich sagen, dass das Stattbad Wedding für jeden ernsthaften Clubbesucher eine Reise wert ist. Der teils hohe Eintritt ist durch das meist überdurchschnittliche LineUp gerechtfertigt, und die Aufmachung lohnt sich einfach. Wer auf abgefahrene Lichteffekte und ein außergewöhnliches Rave-Feeling steht, ist in der alten Badeanstalt auf jeden Fall nicht verkehrt.

https://www.facebook.com/STATTBAD
Adresse: Gerichtstraße 65, 13347 Berlin
Telefon: 030 46797350

sexismus in der sprache sexismus mile highlife

Rapperin Mila Highlife im Portrait – „Mein Leben ist toll, aber manchmal auch sehr anstrengend…“

„Melodisches Sprechen“ – so beschreibt Mila Highlife Rap. Ein Team vom CIA Spandau interviewte die Newcomer-Rapperin und erfuhr u.a., dass die Nächte von Künstlern sehr kurz sein können…

just the fun 2013

Just De Fun 2013 – Breakdance Festival Neukölln

Das Medienkompetenzzentrum Szenenwechsel stellt Euch in diesem Beitrag das Just de Fun Battle 2013 in Neukölln vor. Dort treffen sich verschiedene Breakdance- und HipHoptänzer um gegeneinander anzutreten. In kurzen Interviews geben Euch einige der Tänzer ihr Statement zu dieser Veranstaltung ab. Viel Spaß beim Schauen !

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Rollend durch Berlin – Barrieren aus der Sicht eines Rollstuhlfahrers

Kontrastprogramm !

Viele Wege führen durch Berlin – aber nicht alle sind für jeden zugänglich. Alle reden von Inklusion, Barrierefreiheit bla bla bla. Ein Blick in die reale Welt da draussen zeigt: Das alles existiert an vielen Orten noch nicht…Das Medienkompetenzzentrum Barrierefrei-kommunizieren zeigt euch in diesem gut gemachten Horror-Trailer die Schranken der Stadt…

Und nun genau das Gegenteil. Es gibt sie schon, die wenigen Orte in Berlin, in denen jeder vorwärts kommt und ans Ziel kommt. Dann ist echte Gleichberechtigung und Teilhabe möglich. Eine zweite BerlinImPuls-Produktion vom Medienkompetenzzentrum „barrierefrei kommunizieren“ – viel Spaß mit diesem „Glücks“-Trailer :-)

 

 

Bildschirmfoto 2014-04-18 um 11.14.29 arghhh

„Liebling, jetzt bitte nicht, okay?“ – warum Kommunikation nicht immer einfach ist…

Jungs hören nie zu und mit Mädchen kann man viel besser reden!?

 

Ist es wahr oder nicht? Sind Jungs die schlechteren Gesprächspartner? Oder haben sie einfach nur eine andere Vorstellung von einer „Unterhaltung“ ? Was denkst du?

Foto: about blank

Eine Nacht im Blank und was mich störte…

Als feierfreudiger Nachtmensch möchte ich ein paar Worte über meinen letzten Aufenthalt im Club ://about blank verlieren.

Foto: about blank

Foto: about blank

Von Louis

Club: ://about blank
Event: Soliparty
Eintritt: 10,-

Direkt am Ostkreuz beheimatet zählt das Blank zu meinen Lieblingslocations, ausgezeichnet durch eine faire, aber bestimmte Türpolitik, eine nette Aufmachung und ein bunt gemischtes Publikum. An sich ein Ort zum Wohlfühlen also, rein vom Flair. Als letztes Event stand eine Soliparty an, um das Leipziger Clubprojekt Institut für Zukunft (IfZ) zu beschleunigen, gehostet und gelabelt von der Berliner abyss-Partyreihe. Angekündigt war ein audiovisuelles Aufgebot des Technos, das Line-Up des Abends lockte mit Milton Bradley und anderen, eher der dunklen, treibenden Sparte der elektronischen Tanzmusik zugehörigen DJs. Ein guter Grund folglich, um dem Laden mal wieder einen Besuch abzustatten. Ankunft gegen 2 Uhr, Schlange 10 minuten lang, alles wie gewohnt. Doch prompt gabs den ersten Dämpfer; als wir auf Nachfrage des Türstehers nicht mehr den Namen der Party parat hatten, wurde uns nahegelegt, unser Glück heute abend nochmal „woanders zu probieren“. Das warf uns erst einmal aus der Bahn, da man diese Art der Türpolitik eigentlich nicht vom Blank kennt. Doch was hilft da alles klagen, wenn der Raver sich in den Kopf gesetzt hat, eine Party zu feiern, dann setzt er dies auch mit allen Mitteln durch. Also, 20 min warten, neu anstellen, Partynamen einprägen, problemlos reinkommen. 10 Euro für ein nettes Fleckchen Tinte am Handgelenk sind okay, da möchte man nicht meckern. Die beiden Floors gerammelt voll, überall leute am trinken, rauchen, tanzen, die Stimmung stimmt. Doch irgendwie will die Vorfreude nicht der eigentlichen Euphorie weichen. Die Bässe drücken zwar, das Bier auch, irgendwas fehlt. Ich fange an zu tanzen, werde aber nicht mitgerissen. Der DJ verhaut einen Übergang ganz grausam, ich hole mir ein Bier. 2 Euro Fuffzig, fairer Preis. Zeit für einen Raumwechsel. Auf dem zweiten Floor legt mittlerweile Milton Bradley auf, fieser Techno mit Acid Einflüssen. Eigentlich was für die ganz verschickten Stunden, doch der Beat verfehlt seinen Zweck, ich ermüde.

Bei einer Zigarette im Außenbereich merk ich, was mich stört. Die Musik.

Ich vermisse verspielte Harmonien, deepe Sounds, Abwechslung im Set; ein bisschen mehr als das stetige Knallen der Drums und die Absenz von Melodie. Auch Techno kann überraschen, entzücken und gleichzeitig kompromisslos vorantreiben. Ich versuche noch hier und da ein wenig zu tanzen, trinke ein paar Bier mit meinen Freunden und bestaune die Visual Effects bei einer Pause im Außenzelt. Gegen 6 machen wir uns heim, in der S-Bahn verfall ich dann in Sekundenschlaf. Es wäre sicher noch mehr drin gewesen. Ich bezweifel nicht, dass viele Leute heute einen wundervollen Abend gehabt haben, nur hat es halt nicht so ganz meiner sein sollen. Nichtsdestotrotz ist und bleibt das about blank einer meiner Lieblingsclubs, mit dem Potential, immer für eine gute Party offen zu sein und einem so unkomplizierten Publikum wie selten wo. Definitiv einen Besuch wert!

://about blank
Markgrafendamm 24c, Nähe S-Bhf Ostkreuz,  B-Friedrichshain
http://aboutparty.net/

ban ban kitchen

Imbiss mal anders – Korean Soulfood

ban ban kitchen

Foto: Ban Ban Kitchen

Auf meiner letztlichen Erkundungstour durch die Neuköllner Straßen und Alleen fiel mir zwischen den zahlreichen Dönerbuden, Spätis und Gebrauchtwagenhändlern etwas Neuartiges ins Auge.

Von Louis

Eine kleine Hütte, um einen Baum gebaut, lädt ein zum Magen füllen und Hunger stillen. Da ich mich nicht zu den Kostverächtern zähle, ließ ich mich ködern und langte mal tatkräftig zu. Als Korean Soulfood wird betitelt, was den hungrigen Gast erwartet bei BAN BAN KITCHEN. Günstig gelegen zwischen U-Bahnhof Boddinstraße und Leinestraße erregt die ungewöhnlich anmutende Koreaküche schon durch ihr buntes Aussehen Aufsehen und bietet, einmal reingeschaut, gerade genug Platz für eine Hand voll Leute. An der Theke angekommen sieht man sich mit einer kleinen, aber absolut ausreichenden Speisekarte konfrontiert. Unter anderem gibt es einen koreanischen Burger, mit Reis gefüllte Seetang-Tacos oder Kimchi-Fries, wählen kann man zwischen Hühnchen, Rind und Soja. Die sehr netten Besitzer bereiten jedes Mahl frisch vor, abholen muss man es sich selbst an der Theke, was aufgrund der gefühlten 3 qm Nutzfläche keine allzu weiten Wege nach sich zieht.

Preislich bewegen sich die Gerichte alle um die 5-Euro-Grenze herum.

Alles in allem besticht Ban Ban Kitchen vor allem durch seine Aufmachung, außergewöhnliches Essen und ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis. Als bekennender Vielfraß habe ich mich mittlerweile durch die ganze Speisekarte durchgearbeitet und muss sagen, dass ich bis jetzt noch nicht enttäuscht wurde. Aber geht doch lieber selbst los und bildet euch eure eigene Meinung! Auch, wenn sich ein paar Ewighungrige vielleicht zwei Portionen zur vollkommenen Sättigung bestellen müssen, bietet das koreanische Soulfood durchaus Suchtgefahr, und einmal angefixt fällt es schwer, durch den Hermann-Kiez zu schlendern, ohne an einen kleinen Abstecher in die Imbissbude der etwas anderen Art zu denken.

https://www.facebook.com/banbankitchen