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Deutsche Rezepte im Ausland – über Eier, Mehl und Zucker

Man stellt sich ja immer vor, einkaufen sei leicht. Und wenn es in einer Sprache ist, die man nur spärlich beherrscht, dann ist ja zwar kompliziert, aber nicht unmöglich. Denkste!

IMG_0781.JPGVon Benjamin Lewerenz / Helsinki

Ich musste nämlich heute Zutaten für einen Kuchen einkaufen, den ich morgen backen muss. Eigentlich, so dachte ich mir, kann es ja gar nicht so schwer sein; schließlich habe ich iPad und das Internet in meiner Tasche. Und es gibt eine Art Online-Langescheidt, der mir alles direkt vom Deutschen ins Finnische übersetzt. Denn der Kuchen, den ich backen wollte, war nach einem Rezept meiner deutschen Mutter – auf Deutsch. Aber ich kann ja lesen und das Internet bemühen.
Das habe ich auch gemacht. Im Supermarkt habe ich erstmal mit den einfachen Sachen angefangen, solche, die ich schon wusste. Zucker zum Beispiel (Sokeri). Aber statt Sokeri stand dort nur Taloussokeri – trotzdem war er keine 10 Sekunden später in Korb, das Internet sagt nämlich talous — Haushalt (und Haushaltszucker klang gut). Nächster Schritt, Mehl. Mehl, so erinnerte ich mich, war im Finnischen Jauho. Aber natürlich wäre es zu einfach, wenn es nur Mehl gäbe…der vorbei war, die eine Marke war vergriffen, das heißt, ich musste zum Puolikarkea vehnäjauho greifen. Was das ist? Keine Ahnung, aber einfach rein in den Korb (Beim Schreiben dieses Artikels habe ich dann doch mal nachgeschaut…). Dann war ich auf dem Weg zur Sahne, die ich für den Kuchen brauchte. Auf dem wie lagen dann auch gleich die Eier, von denen ich dann gleich mal eine Packung mitgenommen habe. Hui – das war tatsächlich einfach. Saure Sahne stand auf meinem Plan als nächstes — Hapankerma. Im Kühlregal steht aber nur Ruokakerma, Kuohokerma, Creme fraîche, etc… Aber keine saure Sahne…

Also habe ich meine (deutsche) Mutter angeschrieben, gefragt was denn als Ersatzmittel geht. Muttern hat das Telefon aber natürlich nicht in der Nähe. Also Alternative: iPad. Aus der Schultasche gekramt, FaceTime und sie angerufen. „Mama ist vorübergehend nicht auf FaceTime erreichbar“. Mist.

Also raten wir halt einfach mal: ruoka = Essen, Speise (so viel hatte ich schon gelernt), kerma heißt ganz offensichtlich Sahne – also Speisesahne; aber ne, das ist keine saure Sahne. Creme fraîche? Ne, das ist was ganz anderes, kenne ich ja aus Deutschland… Kuohokerma wird schon passen. Glücklich über meine Entscheidung gehe ich zur Kasse und dann nach Hause. Was sich dann auch als kompliziert herausgestellt hat, weil hier nämlich momentan ständig Temperaturen zwischen -4 und +4 Grad herrschen und dadurch der Schnee geschmolzen, dann wieder gefroren, geschmolzen und wieder gefroren ist; was zur Folge hat, dass es mittlerweile nur noch große, glatte Eisflächen sind… Und ich hatte Eier in der Tasche. Der Weg ist (laut Karte) 600 Meter lang… Für gewöhnlich brauche ich nicht länger als 5 Minuten – heute mit den Eiern waren es plötzlich 20. Zuhause überglücklich angekommen und kurz abgestellt um mich auszuziehen, als ich einen Anruf aus Deutschland bekomme. „Ja, Mama?“ Die Sahne, die ich gekauft hatte, war Schlagsahne (kuoho = Schaum) – für den Kuchen unbrauchbar – und wir hatten keinen (Back) Kakao Zuhause, genauso wenig wie Backnatron… Verflixt nochmal und zugenäht. Also iPad in die Jackentasche (Ja, meine Jacke ist groß genug um das ein iPad Air da reinpasst) und mit Knopf im Ohr zurück zum Supermarkt. Ab in die Backwaren-Abteilung. Dem Schwedischem sei Dank, das Backpulver sofort gefunden (Bakpulver im schwedischen), aber wo ist der Kakao? Fünf Minuten stehe ich vor dem Regal, nehme jedes einzelne Teil in die Hand um sicher zu gehen, dass ich ihn nicht übersehe… Ich finde ihn nicht.
Also hat Mutti, immer noch per Knopf im Ohr, die geniale Idee, ich solle erstmal Sahne kaufen. Erwidere die habe ich beim ersten Mal schon nicht gefunden. Sie meint, ich könne auch Schmand oder Creme fraîche nehmen. Ich seufze und laufe zielstrebig zum Creme fraîche. Auf dem Weg zurück zu den Backwaren entdecke ich eine Abteilung, Inder der ich „Kaffe, Filterpapier, Tee, Kakao“ finde… Meine Mutter lacht, als ich ihr das erzähle. Verstehe nicht warum.
Stehe wieder vor einem großen Regal und eine Stimme in meinem Kopf erklärt mir, wie die Verpackung aussieht. Lache verzweifelt und erwidere, dass ich in Finnland und nicht in Deutschland bin… Entdecke dann einen großen braunen Karton: „Cacao – bak & desert“. Selig sei das Schwedische…

Stimme im Ohr gratuliert mir, meint das ich jetzt alles habe und erklärt mir, dass das Abendbrot kalt wird und verschwindet.

Für mich kein Problem mehr. Ich gehe direkt zu den Süßwaren und nehme mir eine Tafel Schokolade (in Finnland traditionell 200g statt wie in Deutschland 100g). Laufe grinsend zur Kasse und bezahle. Beim Verlassen des Supermarktes überlege ich, wo es denn noch Routen ohne Eis gäbe… Und plötzlich liege ich auf der Nase. Naja, die Eier waren ja schon Zuhause. Und den Einkauf habe ich überstanden, da werde ich den Weg nach Hause auch noch überstehen. Schließlich habe ich Finnisch überstanden. Da kann mir das Eis doch nichts mehr…

Guten Appetit!

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Invented in Finnland

„Das ist Finnisch? Nein!“ – „Doch!“ – „Oh!“
Finnen haben vieles erfunden, was heute selbstverständlich ist… Was ohne die Finnen aber nie bekannt geworden wäre. Und ich wette, bei einigen der Sache werdet ihr genau so reagieren, wie oben beschrieben:

10. Der Molotowcocktail

Gut, es gab sowas ähnliches schon ein wenig früher, aber die Finnen haben es in seiner heutigen Form erfunden. Und zwar im Jahr 1939/40 im Krieg gegen die damalige Sowjetunion. Benannt ist das ganze nach Wjatscheslaw Molotow, den damaligen sowjetischen Regierungschef und Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten.
Dazu gibt es übrigens eine lustige Geschichte: Der Herr Molotow behauptete, dass die russische Bomber Brot bringen würden – in Wirklichkeit hat er aber Finnland annektieren wollen. Fanden die Finnen nicht so lustig und entwickelten das „Getränk passend zum Essen“. Die Dinger zündeten massig russische Panzer an und haben im sogenannten Winterkrieg so gut funktioniert, dass der stattliche Alkoholvertreiber „Alko“ die Dinger im professionellen Maßstab hergestellt hat…

9. Der Weihnachtsmann

Der echte Weihnachtsmann, seine Frau (ja, er ist verheiratet. Sonst hätte er ja das ganze Jahr über nichts zu tun) und die ganzen kleinen Elfen Leben in Finnland! Nicht in einem Coca Cola-Truck.
Er lebt in Korvatunturi (Zu Deutsch: Ohrenberg), einem Wald im Norden Finnland (mit Schneegarantie). Gemäß den finnischen Märchen ist irgendwo dort in diesem Gebiet die geheime Werkstatt des Weihnachtsmannes. In dieser Werkstatt wird alles von kleinen Gnomen verpackt, die übrigens auch die Wetterbedingungen für des Weihnachtsmannes Trip um die Welt analysieren. Der Name kommt übrigens davon, dass die Bergformation ein wenig wie ein Ohr aussieht.
Übrigens heißt der Weihnachtsmann im finnischen joulupukki – zu Deutsch: Weihnachtsziege… Finnischer Humor…

8. Benezol

Was ist das? Nun, der Grundstoff für Cholesterinreduzierte Margarine. Warum das unbekannte Ding vor dem Weihnachtsmann landet? Nun, weil die Margarine das ausbaden darf, was das Weihnachtsfest angerichtet hat – damit auch der Weihnachtsmann.
Ich will euch jetzt nicht mit dem chemischen Feinheiten aufhalten (dafür empfehle ich Wikipedia), sondern euch noch erzählen, dass man das hier in echt jedem Produkt findet, in das man das irgendwie Pumpen kann: Jogurt, Jogurtdrinks, Brot, Aufstrich – und das ist noch längst nicht alles… Fast so beliebt wie Salmiak…

7. Salmiak

Und da sind wir auch schon bei Nummer 7 in der Liste – Salmiak. Bei uns eher bekannt als Lakritz. Also ist jetzt nicht exakt dasselbe (oder das gleiche), aber sehr ähnlich. Kennt leider außerhalb Finnlands niemand, bei dem speziellen Geschmack auch irgendwie nicht verwunderlich, aber zumindest probiert haben sollte man es mal.
Denn hier ist der Kram ungefähr so beliebt wie die Sauna und hat hier wirklich jeder dabei (außer ich, ich mag das Zeug nicht). Die Verpackung sieht aus wie Zigaretten, was besonders verwirrt, wenn man kleine Kinder damit rumrennen sieht…

6. Internet Relay Chat

Internet Relay Chat, kurz IRC, bezeichnet ein rein textbasiertes Chat-System. Es ermöglicht Gesprächsrunden mit einer beliebigen Anzahl von Teilnehmern in so genannten Channels (Gesprächskanälen), aber auch Gespräche zwischen zwei Teilnehmern. Neue Channels können üblicherweise jederzeit von jedem Teilnehmer frei eröffnet werden, ebenso kann man gleichzeitig an mehreren Channels teilnehmen. Hat Wikipedia geholfen?
Nein? Nun, kurz gesagt: sie haben Chats erfunden. Übrigens ganz nebenbei kann man die Dinger auch als Datenbanken benutzen.

5. Nokia

Naja, muss ich dazu was sagen? Einst Hersteller unzerstörbarer Handys, die mit einer Akkuladung länger leben als der Besitzer- heute tot. Sorry, das kam unvermittelt… Nokia hat seine Telefonsparte (quasi sein Herz) an Microsoft verkauft und die Tablets, die es veröffentlicht, sind iPad-Kopien…
Angefangen als Holzmühle nahe Tampere am Nokianvirta (ein Fluss), dann Gummiwarenfabrik (die Nokian Gummistiefel und Reifen kann man heute noch kaufen), dann Telefonhersteller… Die Geschichte ist ein Tick länger und spannender und kann aus dem Kopf von jedem beliebigen Finnen erzählt werden, dass habe ich in einem Feldversuch ausprobiert…

4. Die SMS

Ungefähr auf einem genauso absteigenden Ast wie Nokia, aber irgendwie hält es sich noch am Leben… Auch wenn ich auf den Tag warte, an dem das erste Telefon ohne SMS-Funktion ausgeliefert wird. Wahrscheinlich passiert das am selben Tag, an dem auch die klassische Telefon-Funktion gegen eine VoiceOverIP-Lösung ausgetauscht wird…
Das Traurige an der gesamten Geschichte ist aber, dass der Entwickler der SMS an der gesamten Entwicklung nicht einen einzigen Cent verdient hat. Schade…

3. Schlittschuhe

Schlittschuhe? Nein! – Doch! – Oh! Seit 5000 (!) Jahren kennen die Finnen die Dinger schon. Naja, im Land der tausend Seen und des ewigen Winters auch kein Wunder, ist der Nachbar doch in einigen Teilen Finnlands näher wenn er am anderen Ufer wohnt, als wenn man einmal durch die Küste entlang zum nächsten Nachbarn läuft…
Auch hier wieder ein zynischer Haken – heutzutage ist der Erfinder der Schlittschuh in keinem Sport mit Schlittschuhen einer der besten… Nur im Eishockey sind sie gut (hinter Norwegen, Schweden, Russland, den USA und Kanada).

2. Angry Birds

Eines der Spiele mit der wohl beklopptesten Story der Welt kommt aus Finnland. Jap. Tatsache. Der Entwickler Rovio Entertainment kommt hier aus Finnland, hat seinen Sitz Espoo, der zweitgrößten Stadt Finnlands bei Helsinki und sowas wie das Silicon Valley von Finnland. Warum das Spiel so erfolgreich ist, weiß ich nicht. Ist es aber…

1. Clash of Clans

Die am besten verdienensten Finnen momentan sind die beiden Besitzer von Supercell, dem Entwickler von eben jenem Spiel. Sie haben nebenbei auch noch andere Spiele entwickelt (Hay Day, Boom Beach), aber Clash of Clans ist einfach die Gelddruckmaschine… Na gut, das Unternehmen verdient 2,4 Millionen Euro am Tag, aber trotzdem. Beeindruckend…
Beeindruckende Liste, oder? Habt ihr dazu noch Ideen oder denkt ihr, die Reihenfolge ist stellenweise nicht nachvollziehbar? Schreibt es in die Kommentare.
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Das erste Viertel

Lokführer streiken in Deutschland- alles liegt lahm. Meine Freunde regen sich auf, bilden Fahrgemeinschaften. Lese ich in der Bahn in Richtung Innenstadt. Es wirkt irgendwie so weit weg. Dabei bin ich doch noch gar nicht lange hier. Nur zweieinhalb Monate. Aber immerhin ist damit das erste Viertel meiner Zeit hier schon vorbei…

… Leider, muss ich sagen. Denn ich möchte hier wirklich nicht mehr weg. Aber warum eigentlich? Ich weiß es nicht. Ja, gut – ich habe eine Vorliebe für Städte, die eigentlich nicht liebenswert sind. Meine erste große (Städte)Liebe war Berlin. Groß, anonym, gefährlich usw. Es gibt so viele negative Klischees über Berlin. Trotzdem ist diese Stadt meine Heimat.

Aber jetzt, hier in Helsinki, verhält es sich ganz ähnlich. Ich habe Helsinki bis jetzt nur im Herbst erlebt – also kalt und verregnet, grau. Helsinki ist unemotional wie seine Bewohner. Anonym. Jeder geht seine Wege, Kontakt mit anderen wird vermieden; man ist halt Finnisch. Selbst Linnanmäki, der Freizeitpark, liegt still und star neben der Eisenbahngleisen. Klar, wer würde bei diesem Scheißwetter denn auch in den Freizeitpark gehen?

Außer mir wahrscheinlich die ganzen anderen Bekloppten, die hier leben. Die Finnen sind, auch wenn sie es nie zugeben würden, total liebe Menschen. Sie wirken immer sehr kühl und abweisend auf den Rest Europas (ich übrigens auch schon), aber das auch nur, weil die Finnen sehr darauf bedacht sind, ihre Umgebung nicht mit ihrer schlechten Laune zu stören bzw. Menschen mit schlechter Laune nicht mit ihrer guten Laune zu belästigen. Es wird ja schließlich einen Grund für die schlechte Laune geben.

Nun sind die Finnen genau deswegen sehr schüchtern. Sie möchten keinen schlechten Eindruck machen – immer perfekt sein. Sie sprechen perfekt Englisch, hören einen anderen Finnen sehr gut Englisch reden und sind beeindruckt. Hat zur Folge, dass sie beim nächsten Gespräch, dass sie auf Englisch führen müssen, sich für ihr schlechtes Englisch entschuldigen. Vor mir, der im Englisch-Abi mit Ach und Krach eine Drei bekommen hat…

Finnen sind ungeheuer stolz auf ihr Land und darauf, Finnen zu sein – können aber nicht verstehen, warum man hierher kommen sollte. Finnland habe ja nichts, heißt es dann immer. Das denken ja auch die Deutschen, sonst würde man ja nicht immer so schockiert reagieren, wenn ich erzähle, ich bin in Finnland. Sicher hatte ich vorher auch meine Bilder im Kopf. Hier habe ich festgestellt, das ist es nicht.

Finnland ist unglaublich schön. Allerdings ist es eine versteckte Schönheit. Die man hier auch für sich behalten haben will… Deswegen verziehen sich die Finnen im Sommer (wenn die ganzen Touristen kommen) auch in ihre einsamen Sommerhäuser. Denn es gibt für Finnen exakt drei Gruppen von Menschen: enge Freunde, Freunde und den Rest. Mit dem Rest möchte man eigentlich nichts zu tun haben, der existiert nicht, wird ignoriert.

Landschaft

Man muss schon einen guten Grund haben, um mit einem Fremden Kontakt aufzunehmen. Die Standardfrage im ersten Gespräch war immer: warum Finnland? Nun, ich wusste es lange selber nicht. Es war einfach eine spontane Entscheidung aus dem Bauch heraus. Aber mittlerweile kann ich es euch erklären.

1) Die Natur

Auch wenn ich in Helsinki lebe, ist es nicht weit, bis ich in der Natur bin. Streng genommen muss ich nur den Bus nehmen und nach 30 Minuten bin ich im größten Dorf Finnlands (ja, sie sind stolz auf diesen Titel) und damit in der Natur. Und die Landschaften sind wirklich wunderschön. Aber seht selbst…

2) Das Wetter

Es ist Anfang November und ich habe in Helsinki(!) schon mehr Schnee gehabt als im gesamten vergangenen Winter in Deutschland. Und dabei kommt Helsinki immer recht schlecht mit Schnee weg. Eine Freundin, die ein Stück weiter im Norden lebt, schickte mir folgendes Bild… Einfach nur wunderschön…

3) Die Sauna

Damit meine ich echte Sauna, nicht die deutsche Interpretation. Besonders wenn es draußen kalt ist, gibt es nichts Schöneres als die Sauna. Manch einem scheint es ein wenig extrem, nachdem man draußen (-4 Grad) war direkt in die Sauna zu gehen (unter Umständen 90 Grad). Aber es hilft einem stark gegen den Herbst-Blues…

Finnland ist sicher kein klassisches Land, dass man wählt, für ein Auslandsjahr. Aus vielen Gründen. Es ist speziell, hat eine komplizierte Sprache und macht es Neuankömmlingen nicht besonders einfach. Dazu kommt, dass es nicht mal 2000 Kilometer von Deutschland ist.

Also, warum zur Hölle sollte man herkommen? Eben genau deswegen. Es ist anders. Komplett. Menschlich, landschaftlich und klimatechnisch. Eine Bastion der Unabhängigkeit inmitten einer einheitlichen Welt. Und darauf ist es stolz – und vollkommen zurecht. Denn auch wenn in Deutschland die Welt untergeht, tollen wir hier in Finnland noch im Schnee rum. Denn Deutschland ist so nah dran – aber so weit weg!

 

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Erste Finnland-Eindrücke

Oh je, jetzt bin ich schon Wochen hier… Aber wie sieht das denn hier überhaupt aus? Nun, so:

 

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Saksalainen Suomessa

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„Minä olen Benjamin ja olen Saksalainen. Asun Berliinissä Marzahnissa. Puhun saksaa, englantia ja vähän suomea.“ Nein, die Redaktion nimmt keine Drogen. Das war Finnisch.
Aber wie kommt unsere Redaktion auf Finnisch? Immerhin heißen wir ja BerlinImPuls und nicht nicht FinnlandImPuls. Nun, das hat einen ganz einfachen Grund: Ich, Benjamin, gehe für ein Jahr nach Finnland. Also genau genommen nur 10 Monate, aber ich finde, man sollte das jetzt mal nicht so streng sehen – das ist doch schon sehr Deutsch…
Ich gehe also für ein Jahr nach Finnland und werde hier regelmäßig von dem berichten, was ich so alles erlebe. Und das wird eine ganze Menge werden; es fängt bei der Sprache an und wird beim Abschied enden. Also wie gesagt, eine ganze Menge.

Nun, aber um gleich mal die Frage vorweg zu nehmen, die einem echt alle stellen: Warum Finnland?
Nun, dass ist ganz einfach: Finnland ist einfach cool! So ein bisschen wie das kleine gallische Dorf, in dem Asterix und Obelix wohnen. Jahrtausende lang gemobbt von den Schweden und den Russen, beide haben Finnland nicht gut getan. Und das prägt die Finnen (und ihre Kultur) bis heute, auch in Kleinigkeiten. Der Unabhängigkeitstag ist einer der wichtigsten Termine im finnischen Kalender. Zufällig ist der am 6. Dezember, ist halt die Frage, ob die Unabhängigkeitserklärung bei einem wichtigen Politiker im Stiefel gefunden wurde (Ja, der Witz war sehr flach).
Außerdem ist die Natur in Finnland einfach der Hammer. Wälder, Nordlichter, Rentiere und der Weihnachtsmann sind in Finnland zu finden, und die Menschen achten die Natur sehr und legen sehr großen Wert darauf, dass das auch die Gäste beachten. Aber wenn man es tut, ist man bei den Finnen jederzeit willkommen.
Außerdem ist der sind die Menschen in Finnland charakterlich sehr nett. Die meisten Männer sind ruhig (was mir wahrscheinlich auch mal gut tut) und die Frauen sind stolz auf ihre Emanzipation. So stolz, dass man Tanz meist erwartet, von der Dame aufgefordert zu werden. Mach das in Deutschland und du wirst schräg angeguckt.
So, dass war erstmal genug für heute, ich muss jetzt weiter finnisch lernen. Eine sehr komplizierte Sprache. Näkeminen..

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Apple-Check: 12 Tage Geschenke – Tag 12

Hui – da ist die „Nachweihnachtszeit“ auch schon wieder vorbei und heute gibt es das letzte Geschenk aus dem Hause Apple. Aber zunächst muss ich mich noch entschuldigen, dass es gestern aus technischen Gründen keinen Test gab. Aber wie mir einige erzählt haben, soll das Spiel eh nicht besonders gewesen sein.
Aber heute gibt es nochmal Musik. Und zwar den Sweet Summer Sun, Live in Hyde-Park von den Rolling Stones. Drei Lieder gibt es für lau.
Die klingen gut und man merkt, wie die alten Herren auf der Bühne richtig abgehen, aber naja. Es sind die Rolling Stones – die schon gefühlte hundert Jahre alt sind, was man der Musik und der Band auch anhört. Aber es soll ja Leute geben, die auf solche alten Männer stehen. Und die haben sicherlich Spaß an dem Album, denn ansonsten ist an dem Album nichts zu bemängeln.
Auch der Hyde Park macht als Konzertlocation echt Spaß und hat eine klasse Akustik. Aber vielleicht hätte man nicht unbedingt das Konzert der Rolling Stones nehmen sollen. Aber ich denke, dass ist ein Generations- und Zielgruppenproblem, denn Apple kann nicht nur Geschenke für eine Zielgruppe raushauen. Und das merkt man. Deswegen auch hier wieder mein Urteil: wenn man auf die Musik steht, dann kann man es sich gerne Downloaden, aber man verpasst nichts, wenn man es nicht runterlädt.

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Apple-Check: 12 Tage Geschenke – Tag 10

Huch, es ist ja schon der 10. Tag in der Apple-Geschenkeaktion 12 Tage Geschenke – es geht also dem Ende entgegen. Anscheinend hat sich Apple vorgenommen, da zum Schluss nochmal richtig eins rauszuhauen.
Denn heute haut Apple Kokowääh mit Till Schweiger für Umme raus. Der Film ist teuer und verhältnismäßig aktuell, also auf jeden Fall ein Schnäppchen. Aber gleichzeitig sind 4 Gb auch eine menge Speicherplatz. Bei dem man erstmal überlegen muss, ob es das einem wert sind.
Ich könnte jetzt ganz pauschal sagen: es ist ja nur ein Till Schweiger-Film, also könnt ihr euch selbst denken, ob ihr euch das downloadet, denn in Deutschland scheint es nur zwei Typen von Menschen zu geben: die, die Till Schweiger lieben und die, die ihn nicht leiden können. Ab hier könnte ich euch alleine lassen.
Mache ich aber nicht, denn das wäre schlichtweg doof und unter Bild-Niveau.ganz kurz zur Handlung: Henry ist ein Frauenheld und Drehbuchautor, der sich eigentlich von einer Liebschaft zur nächsten hangelt, bis er das Angebot bekommt, das Drehbuch zu einem Bestseller zu schreiben – zusammen mit seiner großen Liebe. Dann bekommt er aber plötzlich von einer seiner (Ex-) Liebschaften ein Kind vorgesetzt, dass angeblich von ihm sein soll und Henry vor ein großes Problem stellt, weil sie bei ihm ja alles durcheinander bringt.
Es ist auf jeden Fall kein schlechter Film, aber jetzt auch nichts, was unbedingt auf jeden Fall haben muss. Besonders, wenn. Man nur 16 Gb Speicherplatz auf seinem iPhone/ iPod/ iPad hat, ist das nichts… Urteil heute also: kann man machen, muss man aber nicht.

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Apple-Check: 12 Tage Geschenke – Tag 9

Apple macht gerne alles anders als die anderen. Das wird gerne bemängelt, kann aber auch echt gut sein. Beispielsweise macht Apple nicht als 10.000ste Firma einen Adventskalender – nein, sie verteilen Geschenke nach Weihnachten und verpacken das dann hübsch in eine App.
Diese App heißt 12 Tage Geschenke und ist kostenlos im App Store erhältlich. Und hier wird getestet, was die Geschenke taugen und ob man sich den Speicherplatz lieber sparen sollte, denn zum Teil sind auch Blockbuster dabei – zumindest wenn man in Cupertino so großzügig ist, wie in den letzten Jahren.
Heute gibt es das neunte Geschenk: die Single von Max Herres Kahedi Radio Show. Zwei Lieder plus Videos plus ein making of. Klingt gut? Ist es auch.
Es ist qualitativ so hochwertig wie Justin Timberlake oder Helene Fischer (auch wenn ich das nur ungern zugebe).
Also brauche ich gar nicht viel schreiben, nur: Downloaden!

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Apple-Check: 12 Tage Geschenke – Tag 8

Apple macht gerne alles anders als die anderen. Das wird gerne bemängelt, kann aber auch echt gut sein. Beispielsweise macht Apple nicht als 10.000ste Firma einen Adventskalender – nein, sie verteilen Geschenke nach Weihnachten und verpacken das dann hübsch in eine App.
Diese App heißt 12 Tage Geschenke und ist kostenlos im App Store erhältlich. Und hier wird getestet, was die Geschenke taugen und ob man sich den Speicherplatz lieber sparen sollte, denn zum Teil sind auch Blockbuster dabei – zumindest wenn man in Cupertino so großzügig ist, wie in den letzten Jahren.
Heute gibt es das achte Geschenk: das iBook Wassermelone – laut Apple ein Roman, der zuerst in London und später in Dublin spielt. Es geht kurz gesagt um folgendes:

    Claire liegt im Krankenhaus und erfährt direkt nach ihrer Geburt, dass ihr Mann sie verlässt. Da sie dachte, dass das die richtig echte große Liebe zwischen den beiden war, bricht für sie die Welt zusammen – denn jetzt ist sie eine übergewichtige, hässliche Wassermelone in Stiefeln; die von ihrem Mann für die Nachbarin verlassen wurde und nebenbei auch noch ein Kind großziehen muss. Doch irgendwann überrascht sie ihr Mann und dann ist das Chaos perfekt.

Klingt zwar erstmal nicht so toll, ist aber ein süßes Buch, dass echt Spaß macht zu lesen, weil die Charaktere toll gestaltet sind und die Schreibweise einen mitnimmt. Alles in allem eine komplette Leseempfehlung.
Aber genauso wie beim erstes Gratisbuch Kälteschlaf gilt auch hier die Einschränkung: auf einem iPhone ist das Lesen kompliziert und man ist mehr mit umblättern als mit lesen beschäftigt. Und auf dem iPhone hat das Buch über 1000 Seiten, auf dem iPad nur knapp 400…

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Apple-Check: 12 Tage Geschenke – Tag 7

Apple macht gerne alles anders als die anderen. Das wird gerne bemängelt, kann aber auch echt gut sein. Beispielsweise macht Apple nicht als 10.000ste Firma einen Adventskalender – nein, sie verteilen Geschenke nach Weihnachten und verpacken das dann hübsch in eine App.
Diese App heißt 12 Tage Geschenke und ist kostenlos im App Store erhältlich. Und hier wird getestet, was die Geschenke taugen und ob man sich den Speicherplatz lieber sparen sollte, denn zum Teil sind auch Blockbuster dabei – zumindest wenn man in Cupertino so großzügig ist, wie in den letzten Jahren.
Heute gibt es das siebte Geschenk: das Spiel: Rayman Jungle Run. Eigentlich ein Klassiker der Konsolen, aber als Neujahrsgeschenk von Apple heute auch mal für Umme.
Rayman ist eins der letzten klassischen Jump’n’Run-Games, bei dem aber (im Gegensatz zu Mario) der Hauptaugenmerk beim Run -und nicht beim Jump – liegt. Dadurch ist das Spiel schneller und Action reicher.
Und dank der liebevoll gezeichneten Umgebung und der flüssigen Spielsteuerung macht das ganze auch noch richtig Spaß, bei dem sich der eine oder andere vielleicht ein wenig an seine erste eigene Konsole zurück erinnern. Denn da war Raymond Pflicht. Genau so, wie es jetzt auch wieder der Fall sein sollte!

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Apple-Check: 12 Tage Geschenke – Tag 6

Apple macht gerne alles anders als die anderen. Das wird gerne bemängelt, kann aber auch echt gut sein. Beispielsweise macht Apple nicht als 10.000ste Firma einen Adventskalender – nein, sie verteilen Geschenke nach Weihnachten und verpacken das dann hübsch in eine App.
Diese App heißt 12 Tage Geschenke und ist kostenlos im App Store erhältlich. Und hier wird getestet, was die Geschenke taugen und ob man sich den Speicherplatz lieber sparen sollte, denn zum Teil sind auch Blockbuster dabei – zumindest wenn man in Cupertino so großzügig ist, wie in den letzten Jahren.
Heute gibt es das sechste Geschenk: die Single „Unser Tag“ von Helene Fischer. Und die dann in der speziellen „iTunes-Version“, bestehend aus dem Song Unser Tag und drei Videos von ihrem Auftritt in München.
Helene Fischer, wer war das doch gleich? Das ist eine der erfolgreichsten deutschen Schlagersängerinnen Deutschlands, die nicht nur singt, sondern nebenbei auch noch diverse Sendungen auf ARD & ZDF moderiert. Und das schon seit 2005. Dabei ist sie eigentlich gelernte Musicaldarstellerin.
Es ist dasselbe, wie mit Justin Timberlake, es sieht alles gut aus und klingt gut, aber Helene Fischer macht Musik, die (wahrscheinlich) weniger Fans in unserer Altersgruppe hat als JT.
So ist dann auch meine Einschätzung: downloaden sollte man es nur, wenn man auf Helene Fischer steht. Sollte dem nicht so sein, kann man sich den Speicherplatz getrost sparen.

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Apple-Check: 12 Tage Geschenke – Tag 5

Apple macht gerne alles anders als die anderen. Das wird gerne bemängelt, kann aber auch echt gut sein. Beispielsweise macht Apple nicht als 10.000ste Firma einen Adventskalender – nein, sie verteilen Geschenke nach Weihnachten und verpacken das dann hübsch in eine App.
Diese App heißt 12 Tage Geschenke und ist kostenlos im App Store erhältlich. Und hier wird getestet, was die Geschenke taugen und ob man sich den Speicherplatz lieber sparen sollte, denn zum Teil sind auch Blockbuster dabei – zumindest wenn man in Cupertino so großzügig ist, wie in den letzten Jahren.
Heute gibt es das vierte Geschenk: den Film Kevin allein zu Haus, der ab 12 Jahren freigegeben ist.
Die Handlung lässt sich ganz kurz zusammenfassen: bei den McAllisters bricht wie jedes Jahr zu Weihnachten die große Panik los, sodass man den jüngsten Spross daheim vergisst. Also muss Kevin Weihnachten alleine zuhause verbringen und das Haus vor zwei Bösewichtern verteidigen.
Das wird zu einem urkomischen Schlagabtausch – zu dem mir nicht viel mehr zu sagen bleibt als: den musst du downloaden!
Der Film ist einfach nur urkomisch und zum totlachen, aber jede Sekunde lohnt sich. Einziger Wehmutstropfen: der Download hat bei mir extrem lange gedauert, also rechnet nicht damit, dass ihr den Film sofort gucken könnt. Aber ihr könnt ja in der Zwischenzeit lesen oder spielen oder eine Tierdoku schauen…:-)

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Apple-Check: 12 Tage Geschenke – Tag 4

Apple macht gerne alles anders als die anderen. Das wird gerne bemängelt, kann aber auch echt gut sein. Beispielsweise macht Apple nicht als 10.000ste Firma einen Adventskalender – nein, sie verteilen Geschenke nach Weihnachten und verpacken das dann hübsch in eine App.
Diese App heißt 12 Tage Geschenke und ist kostenlos im App Store erhältlich. Und hier wird getestet, was die Geschenke taugen und ob man sich den Speicherplatz lieber sparen sollte, denn zum Teil sind auch Blockbuster dabei – zumindest wenn man in Cupertino so großzügig ist, wie in den letzten Jahren.
Heute gibt es das vierte Geschenk: die App Toca House, das ist ein Spiel für kleine Kinder – denn Apple gibt als Altersgrenze/ Zielgruppe „5 Jahre oder Jünger“ an.
Das merkt man auch an der Machart: alles spielt sich in einem Haus ab und dreht sich um ganz alltägliche Aufgaben wie die Post sortieren oder Wäsche waschen; und das alles in einer unglaublich süßen Grafik.
Meine Freundin (17) fand das Spiel sehr niedlich und extrem süß, allerdings die Aufgaben sehr einfach. Sie denkt aber auch, dass die Zielgruppe richtig gewählt ist und damit keine Probleme haben dürfte.
Das bestätigte mir dann auch mein Bruder (6), der zwar schon knapp aus der Zielgruppe raus ist, aber trotzdem viel Spaß an dem Spiel hatte.
In diesem Sinne – auf jeden Fall downloaden. Das Spiel ist besonders gut geeignet um nach der Schule auf andere Gedanken zu kommen, da man den Kopf nicht braucht und unglaubliche süße Bilder sieht. Und ganz nebenbei auch die Hausarbeit mal Spaß macht.
Ist übrigens besonders gut bei Eltern. Wenn die sich beschweren, man solle mal was im Haushalt machen, kann man einfach antworten: wasche gerade die Wäsche…

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Apple-Check: 12 Tage Geschenke – Tag 3

Apple macht gerne alles anders als die anderen. Das wird gerne bemängelt, kann aber auch echt gut sein. Beispielsweise macht Apple nicht als 10.000ste Firma einen Adventskalender – nein, sie verteilen Geschenke nach Weihnachten und verpacken das dann hübsch in eine App.
Diese App heißt 12 Tage Geschenke und ist kostenlos im App Store erhältlich. Und hier wird getestet, was die Geschenke taugen und ob man sich den Speicherplatz lieber sparen sollte, denn zum Teil sind auch Blockbuster dabei – zumindest wenn man in Cupertino so großzügig ist, wie in den letzten Jahren.
Heute gibt es das dritte Geschenk: das iBook Kälteschlaf – laut Apple ein Island-Krimi, der an einem isländischen See spielt. Es geht kurz gesagt um folgendes:

    Eine Frau wird von ihrer besten Freundin in ihrem Ferienhaus gefunden – erhängt. Die Polizei geht natürlich erstmal von Selbstmord aus, da es überhaupt keine Hinweise auf äußere Einwirkungen gibt, durch die man auf ein Verbrechen schließenden. Doch dann bekommt der ermittelnde Kommissar eine Kassette, auf der zu hören ist, wie sich die Tote an ein „Medium“ wendet, dass durch das es Kontakt zu einem verstorbenen Verwandten aufnehmen will. Das veranlasst die Polizei zum Umdenken…

Das macht Spaß zu lesen und ist spannend, aber die Story ist nicht besonders einfallsreich. Es ist ein beliebiger Krimi, wie man ihn auch ständig im Fernsehen sieht; es könnte genauso gut auch eine Folge Navy-CIS oder eine Tatort-Folge auf Island sein. Das macht die Story zwar nicht viel spannender, ist aber auch nicht schlecht, da es sonst echt gut geschrieben ist.
Aber auch hier wieder eine klare Einschränkung: sowas auf dem iPhone zu lesen ist gewöhnungsbedürftig, auf dem iPad ist es definitiv einfacher – insofern man digitale Bücher überhaupt mag.

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Apple-Check: 12 Tage Geschenke – Tag 2

Apple macht gerne alles anders als die anderen. Das wird gerne bemängelt, kann aber auch echt gut sein. Beispielsweise macht Apple nicht als 10.000ste Firma einen Adventskalender – nein, sie verteilen Geschenke nach Weihnachten und verpacken das dann hübsch in eine App.
Diese App heißt 12 Tage Geschenke und ist kostenlos im App Store erhältlich. Und hier wird getestet, was die Geschenke taugen und ob man sich den Speicherplatz lieber sparen sollte, denn zum Teil sind auch Blockbuster dabei – zumindest wenn man in Cupertino so großzügig ist, wie in den letzten Jahren.
Heute gibt es das zweite Geschenk: die BBC-Dokumentation Kalahari – Im Bann der roten Wüste, bei der man wirklich entscheiden sollte, ob man sie downloadet oder nicht, denn mit 1,6 Gb ist sie alles andere als klein.
Sicherlich werden viele jetzt denken: „Warum sollte ich mir eine Naturdoku runterladen?“ Nun, aus zwei Gründen:

    1) Man kann mit dieser Doku sicherlich viele Mädchen beeindrucken, denn zum einen erfährt man sehr viele interessante Fakten über Afrika (und mit sowas kann man immer angeben) und zum anderen sind da so viele niedliche Tiere drin, dass die Mädchen während dieser Doku dahinschmelzen werden.
    2) Strahlt diese Doku die ganze Zeit eine so konstante Wärme aus, das sie an einem Nass-kaltem Winter-Herbst-Kuddelmuddel-Tag genauso gut durchwärmt, wie ein warmer Kakao.

Unterm Strich kann man mit dem Video also nichts verkehrt machen und diese 1,6 Gb guten Gewissens investieren, es sei denn, man hat ein iPhone, da kommen die Bilder nicht ganz so gut zur Geltung wie auf einem iPad. In großem und ganzen aber eine klare Download-Empfehlung.

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Apple-Check: 12 Tage Geschenke – Tag 1

Apple macht gerne alles anders als die anderen. Das wird gerne bemängelt, kann aber auch echt gut sein. Beispielsweise macht Apple nicht als 10.000ste Firma einen Adventskalender – nein, sie verteilen Geschenke nach Weihnachten und verpacken das dann hübsch in eine App.
Diese App heißt 12 Tage Geschenke und ist kostenlos im App Store erhältlich. Und hier wird getestet, was die Geschenke taugen und ob man sich den Speicherplatz lieber sparen sollte, denn zum Teil sind auch Blockbuster dabei – zumindest wenn man in Cupertino so großzügig ist, wie in den letzten Jahren.
Heute gibt es das erste Geschenk: einen Livemitschnitt des iTunes-Festival-Auftritt von Justin Timberlake. Das heißt vier Lieder haut Apple einfach mal so raus. Diese vier Lieder sind SexyBack, Take back the Night, True blood und TKO, wobei letztere sogar Musikvideos sind.
Das iTunes-Festival gilt als eins der vielfältigsten Musikfestivals der Welt, da Apple damit das Ziel hat, die Vielfalt seines iTunes-Store anzupreisen. Dieses Jahr waren auf dem Festival unter anderem Kings of Leon, Avicii, Robin Thicke und eben Justin Timberlake. und sonst heißt das iTunes-Festival: 30 Tage – 60 Konzerte vom who is who des Musikbuisness.
Bei Festival-/ Livemitschnitten kann man viel verkehrt machen. Zu viel Publikum, zu wenig Hintergrundgesang, zu leiser Sänger etc. Gibt es aber nicht – es klingt hervorragend und sieht gut aus. Man merkt, das Justin Timberlake viel Spaß hatte, sonst hätten nicht alle vier Lieder Überlänge.
Leider hallt es phasenweise ein wenig, aber auch damit kann man sich nach und nach arrangieren. Man kann sich also nicht beschweren – zumal es kostenlos ist. Und auf jeden Fall ist der Mitschnitt nicht schlecht, um die eigene Justin Timberlake-Sammlung zu vergrößern.

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Eifrig am Diskutieren

Pro & Contra: Was bitte ist am Winter so schlimm?

 

Die Temperaturen sinken und sie ist wieder da: Die graue Betondecke über Berlin! Es ist Herbst und vorbei ist die Leichtigkeit von Becks und Strandbar, Flip-Flops und Sonnenbrille. Aber ist das eigentlich so schlimm oder kann man dem Herbst und Winter nicht auch etwas Positives abgewinnen? Ein Pro & Contra von unseren Redakteuren Annika Naujokat und Benjamin Lewerenz.

Pro: „Sich aufwärmen ist doch viel leichter, als sich abzukühlen“

Während der Diskusion

BiP Redakteurin Annika in der Diskussion mit ihrem Kontrahenten Benny

Mag sein, dass es etwas mit dem individuellen Temperaturempfinden eines Menschen zu tun hat, dass einige den Winter lieben oder hassen. Sicher sind gefrorene Füße und Hände nicht schön und sie können durchaus auch eine gewisse Behinderung im winterlichen Alltag darstellen, doch nichts desto trotz bin ich ein absoluter Winterfan. Woher das rührt?  Vielleicht daher, dass ich mit dem Sommer und der warmen Jahreszeit ganz einfach noch weniger anfangen kann. Die warme Jahreszeit macht mir tatsächlich in erster Linie als Schülerin zu schaffen. Sobald der Temperaturanstieg sich meldet, heißt es morgens: dicke Jacke anziehen und tagsüber: schwitzen. Klar kann man sich dann nach dem „Zwiebelprinzip“ kleiden, wie einem in jener Zeit ja häufig vorgehalten wird. Aber die ganzen Jacken dann in der Schule mit sich herumzuschleppen, macht auch nicht gerade viel Spaß.

Sportunterricht wird durch den Sommer auch immer lästiger, als ich ihn persönlich sowieso schon empfinde. Die Lehrer kommen ja häufig auf die geniale Idee, bei dem „schönen“ Wetter raus zu gehen, aber ich finde eigentlich, dass das Schwitzen allein durch körperliche Anstrengung schon übel genug ist. Dann wären da noch diese lästigen Viecher, die Frühling und Sommer für gewöhnlich mit sich bringen. Ob am Abend auf der Terrasse zu Hause, oder beim Mittagessen draußen vor einem Restaurant, immer sind es Bienen oder Mücken, die mich stets blitzartig vom Tisch fliehen lassen. Allgemeine Aggression durch jegliche Art von Stichen, oder einem Summen bei einem gemütlichen Essen mit der Familie erlebe ich demnach auch nicht selten.

Und dann ist da noch etwas: Ich für meinen Teil kann nur mit einer Decke schlafen! Dieser Umstand wird natürlich zum Problem, sobald es für das Federbett zu warm wird. Auch ein Laken ist meistens nicht die Lösung. Ich habe es lieber, wenn ich mich warm einkuscheln kann, während es außerhalb des Bettes deutlich kühler ist. Während der Schulzeit tritt dieser Effekt beim Aufstehen als eine „belebende Kälte“ auf und am Wochenende lässt es mich mein Bett umso mehr genießen und wertschätzen. Da ich leider keinen Ventilator besitze, werde ich im Sommer täglich von der quälend heißen Raumtemperatur belästigt. Es ist sehr viel einfacher, einen Raum aufzuheizen, anstatt ihn runterzukühlen. Sich in ein Auto zu setzen, die Klimaanlage einzuschalten und sich aufzuwärmen, empfinde ich als angenehmer, als mich in einen von der Sonne aufgeheizten Wagen begeben zu müssen, um auch dann nur kaum spürbare Abkühlung zu erhalten.

Zudem ist der Winter ja nicht immer nur kalt und grau. Es scheint ja oft genug auch die Sonne und das beschert einem ja die schönen Wintertage, an denen man raus geht, um Schlitten zu fahren und Schneemänner zu bauen. Nicht dass ich das im vergangenen Winter getan hätte, doch man sieht an solchen Wintertagen ja allzeit die rundum bespaßten Familien, die zusammen allerlei dieser winterlichen Aktivitäten an der frischen Luft ausüben. Über alle dem steht aber natürlich des Winters schlagkräftigstes Argument: Weihnachten! Verbunden damit sind Lebkuchen, Plätzchen-backen, Zeit mit der Familie, ein schöner Weihnachtsbaum und nicht zu vergessen: die Geschenke.

Mein Fazit: Ganz ehrlich – Was bitte ist so schlimm an der kalten Jahreszeit?

Contra: „Sich aufwärmen ist doch viel leichter, als sich abzukühlen“

BiP-Redakteuer Benny argumentiert mit Händen und Füßen um Annika zu überzeugen

BiP-Redakteuer Benny argumentiert mit Händen und Füßen um Annika zu überzeugen

Ach ja – der Winter… Was ist daran gut? Dass man sich den Hintern entweder abfriert oder ihn in der Straßenbahn wegge“kuschelt“ bekommt…? Jetzt mal ehrlich: Das ist doch nicht schön, oder? Denn im Winter gibt es nur zwei Extreme: Entweder man steht draußen, umgeben von ´ner Menge Schnee und bibbert vor sich hin, oder man ist irgendwo drinnen und ringt um Luft bei viel zu heißen Heizungen und trockener Luft. Und das macht das Bekleiden so kompliziert: Jacke, Pullover, Pullover, T-Shirt, T-Shirt, Unterhemd & Thermounterwäsche. Das muss man immer anziehen, wenn man raus will und immer anziehen, wenn man in ein Haus geht. Ergo ist man sich eigentlich nur am umziehen. Im Sommer – also der warmen Jahreszeit – braucht man maximal ein T-Shirt… Morgens angenehme 20 °C und mittags sind es schöne 27 °C. Das ist doch sehr viel einfacher!

Aber nicht nur das: Im Sommer kann man viel mehr Sport machen als im Winter. Der wohl bekannteste Sport: Schwimmen. Die Freibäder haben offen, das Wasser ist eine angenehme Abkühlung und die Mädels (und Typen) können ihre Reize zeigen… Und ganz ehrlich: Ein Mädchen im Bikini sieht doch viel besser aus als ein Michelin-Mädchen mit 10 Schichten Klamotten. Selbiges geht auch bei Jungs – das Sixpack ist doch viel schicker als die Jacke überm Pulli überm Pulli überm T-Shirt überm T-Shirt übern Hemd.

Außerdem ist die ganze Welt bunt! Die Blumen blühen, die Bäume sind grün, die Welt ist hellwach – denn die Sonne ist bis 22 Uhr aktiv und nicht schon um 18 Uhr untergegangen. Beispiel Schule: Man steht morgens auf – dunkel; man geht zur Schule – dunkel; man kann endlich nach Hause – dunkel; man geht zu Freunden – dunkel. So geht es mir jetzt schon – und es ist gerade erst Herbst! Was ist das dann erst zu Weihnachten – oder im tiefsten Winter…?

Außerdem ist das Wetter im Winter immer schlecht! Entweder ist es bewölkt oder es schneit oder es regnet oder es scheint die Sonne und blendet einen, weil sie so niedrig steht und durch den Schnee reflektiert wird… Man hat das Gefühl, man ist blind! Macht sich super für Auto- oder Radfahrer. Und dann habe ich noch dieses Argument: Nur im Sommer bekommt man eine natürliche, angenehme Bräune und sieht nicht so künstlich-orange-verkokelt aus wie die Nutzer des Solariums.

Und mein Fazit: All together – Im Sommer ist man und Frau einfach schöner, entspannter, sicherer und leichter :-)

 

Das Special: Benny & Annika lachen sich tot – ähm, diskutieren über den Winter…

 

 

 

flickr-Pressealbum FDP

“Die Jugend ist unsere Zukunft..” Was die FDP nach der Wahl mit uns so vor hat! Der BiP Parteien-Check!

Im September ist Bundestagswahl, dann dürfen alle ab 18 offiziell wählen, und alle Jüngeren bei der U18-Wahl ihre Stimme abgeben. Aber für wen? BerlinImPuls hat für euch gecheckt, was die großen Parteien für die Jugendlichen machen. Spielen wir eigentlich eine Rolle? Heute beschäftigen wir uns mal mit der zweiten regierenden Partei – der FDP…

von Benjamin Lewerenz

Heute geht es um die Partei, auf der am meisten rumgehackt wird. Die, die sich jede Woche auf’s neue für die „heute-show“ qualifiziert – die FDP. Aber ist das ständige Rumgehacke verdient oder sind sie vollkommen zurecht an der Macht? Das wollen wir jetzt überprüfen…

CHECK NR. 1: Das Regierungsprogramm

Brüderle

Pressebild FDP

Ich war entsetzt! Denn die liebe FDP hat uns Jugendlichen kein eigenes Kapitel gewidmet. Tja, wir sind ja auch völlig unwichtig (schließlich sorgen wir für eure Rente). Aber nun gut, bleiben wir beim Inhalt, die Form soll ja keine Rolle spielen.

Den Rest des „Bürgerprogramm“ kann man auf zwei Teile kürzen:

  1. „Wir haben…“ Die FDP lobt sich selber gerne. Mit großen Schritten, die die FDP gemacht hat und zu der die FDP die Regierungskoalition gedrängt, überedet oder überzeugt hat. Ob das alles so stimmt, hat der #ZDFcheck mal überprüft. Die haben auch die CDU/CSU, SPD und alle anderen Parteien auf ihre Aussagen auf Wahrheitsgehalt überprüft. Hört euch einfach ein Rede von Rainer Brüderle an, er zählt immer das auf, was auch hier im Programm steht.
  2. „Wir wollen…“ …rumfloskeln ohne Ende. Es klingt fast genauso wie bei der CDU/CSU nur das es weniger ist. Sehr viel weniger. Besonders was Jugend angeht. Starke Jugendarbeit, starke Jugendverbände, Stärkung der politischen Teilhabe, Bleiberecht für Jugendliche. Es kommen nur solche Stichpunkte. Nicht mehr und nicht weniger.

Unterm Strich bleibt mir nur zu sagen, dass ich zwar schon bei der CDU/CSU schockiert war über die Inhaltslosigkeit, aber die FDP hat das nochmal übertroffen. Jetzt verstehe ich, warum immer alle auf der FDP rumhacken, bei der Leere…

CHECK NR. 2: Die persönliche Stellungnahme

Zwei Wochen! Zwei Wochen! Und sie haben nicht geschafft, was SPD und CDU/CSU in nichtmal 48 Stunden geschafft haben! Ich habe keine E-Mail bekommen und damit keine Antworten auf meine individuellen Fragen! Schade, liebe FDP. Ihr habt es verbockt!

 

FDP-Logo

Der FDP-Check:

Umsetzbarkeit: So naja
Hohle Phrasen-Dichte: Hoch
Populismus: Stellenweise
Qualität der Ideen: Einfallslos
Regierungsprogramm: Grauenvoll
Reaktion der Partei: Gab’s nicht

 

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„Und der Gewinner ist….“ Pro & Contra Preisverleihungen

Erbrechen für den Weltfrieden

Ein Contra von Benjamin Lewerenz

Ich habe mich dagegen entschieden, hier eine schön strukturierte Contra-Meinung zum Thema Preisverleihungen zu veröffentlichen. Ich falle lieber direkt mit der Tür ins Haus und möchte euch und mich mal ein paar Minuten in dieses Thema entführen: „Über die Bedeutung von Champagner-getränkten Floskeln der Selbstbeweihräucherung bei öffentlichen Preisverleihungen“. Seid Ihr bereit?

Floskel # 1: „Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet!“ – Überhaupt nicht, deswegen halte ich auch jetzt erstmal meine wundervoll auswendig gelernte Rede. Halt die Backen, du Spaten!  Schreibe wenigstens eine richtige Rede!

Floskel # 2: „Ich möchte mich bei…“ …all den geldgeilen Säcken bedanken, die mir geheuchelt haben, dass sie mich mögen, nur um meinen unglaublichen Körper zu Geld zu machen! Ach du Scheiße! Gleich geht das Geschleime und die Werbung los!

Floskel #3: „Ihr wart so toll!“ Bei Frauen ist dann immer alles „unglaublich toll!“. Aber Achtung, jetzt sollte man sitzen! Weil sonst rutscht man auf einer Schleimspur aus, die ihres gleichen sucht. Und dann wird noch zehnmal überlegt, ob man wen vergessen hat. Und dann wird weitergeschleimt.

Zugegeben: Eigentlich stört es micht nicht, dass ich ständig denselben Mist hört, dass kenne ich aus der Schule. Nein – mich stört nur diese endlose Heuchelei, die ewig dreisten Lügen und die unendliche Geldverschwendung, die da jedes Mal mit dran hängt. Es wäre doch um Längen unterhaltsamer, wenn die „Preisgekrönten“ einfach mal sagen würden täten dürften könnten, was sie wirklich denken. Wie zum Beispiel so was:

  • „Damit habe ich schon ewig gerechnet! Endlich wird mir offiziell bescheinigt, wie geil ich bin!“
  • „Ja – uhhh – ihr seid toll! Aber ohne mich wärt ihr am Arsch, weil ihr eben an mir euer Geld verdient“
  • „Ich bedanke mich bei mir, weil ich einfach mal der beste bin!“
  • „Warum bekomme ich den Preis erst jetzt? Ich bin schon zum zehnten Mal nominiert, ich hätte ihn jedesmal verdient; ihr Säcke!“

Warum sagt nie jemand die Wahrheit? Nein, es wird gelogen bis sich die Balken biegen! Im Zweifelsfall wird auch der Weltfrieden vorgelogen! Oh – okay. Ich gebe zu, das war eine gemeine und unfaire Lüge. Es ist nicht immer heile Welt. Wenn gerade ein ehemaliger Preisträger (oder eine andere „Größe“) gestorben ist, dann wird dem Verstorbenen die ganze Feier gewidmet. Dann wird am Anfang für den Verstorbenen gesungen, dann wird in den Dankesreden jedes Mal gesagt wie „unglaublich“ und „toll“ der Verstorbene war und der Moderator des Abends macht die berühmteste Nummer des Stars nach oder parodiert sie.

Achso, das wichtigste habe ich vergessen: Wer gewinnt, steht eh immer schon vorher fest. Es sind 50% Stars, 25% die besten ihres Faches, 20% Newcomer und 5% Überraschung. Die Überraschung muss sein, damit man am Tag danach in den Zeitungen steht. Wenn es dann mal nicht möglich ist, eine Überraschung einzubauen, dann muss man eben einen Skandal inszenieren.

So, wenn ihr möchtet, bastelt euch hier ein Trinkspiel draus – aber für die ganzen Alkoholleichen bin ich nicht verantwortlich! Die nächste Preisverleihung kommt bestimmt. Aber ich geh mich jetzt erstmal erbrechen – wenn ich nochmal das Wort Preisverleihung höre!

Selten so gelacht! Peinlichkeiten und Publicity als Win-Win für Stars und Zuschauer

Ein Pro vom Patricia Neumann

Warum sollte man sich nach so einer, wie ich zugeben muss, überzeugenden Meinung noch Preisverleihungen anschauen? Ich erklär euch das jetzt mal am Beispiel der am Montag ausgestrahlten MTV Video Music Awards…

Die Preisverleihungen bestehen heute nicht mehr nur aus langweiligen Dankesreden, sondern aus etlichen Auftritten, Neuvorstellungen von Songs und jeder Menge Peinlichkeiten, über die man herzhaft lachen kann, ohne das es jemanden wehtut. Nicht zu vergessen ist außerdem die Tatsache, das der ganze Schulhof am Tag danach über die Verleihung am Abend zuvor spricht und man sofort mitreden kann.

Nun aber noch mal ein paar mehr Argumente…

Punkt 1: Die Auftritte! Egal ob cool oder peinlich, neues oder altes Lied – die Stars geben sich meist bei den Auftritten sehr viel Mühe, weil das heutzutage bei den Verleihungen der Aufhänger ist. Bei den VMA’s konnte man das wirklich gut sehen. Da wäre der grandiose Auftritt von Justin Timberlake: 20 Minuten am Stück hat der Kerl seine größten Hits mit einer sagenhaften Choreographie gesungen. Und dann hat er es auch noch geschafft, die etwas ins Alter geratene Truppe von N’Sync auf die Bühne zu bringen! Gut – sie haben zusammen nur einen  Song gesungen, aber das lag wohl daran, dass manche von denen ganz schön aus der Form geraten sind.

Punkt 2: Die Neuvorstellungen! Gerade bei den amerikanischen Preisverleihungen fällt mir das immer wieder auf, dass die da auf der Bühne (oder mein Geheimtipp: im Vorspann der Nominierungen) Songs vorstellen, die in Deutschland noch kaum einer kennt. Aber ein paar Wochen, oder manchmal sogar Monate, später kommen die Songs dann auch bei uns groß raus. So ging mir das ganz besonders Anfang diesen Jahres bei den Grammys mit den „The Lumineers“. Bei den VMA’s geht es mir mit dem neuen Song von Robin Thicke so. „Give it to you“ läuft seit dem bei mir rauf und runter.

Punkt 3: Real-Satire! Jetzt mal ehrlich: In der, wie ich es nenne, „Preisverleihungs-Saison“ gibt es doch nichts besseres, als sich nach einem anstrengenden Tag aufs Sofa zu legen und sich einfach über die zahlreichen Stolperer, Busen-Blitzer oder andere Peinlichkeiten zu belustigen. Wer hat sich denn bitte letzte Woche nicht am Tag nach den VMA´s über diesen maßlos peinlichen Auftritt von Miley Cyrus ausgelassen? Ich habe bisher noch nicht gesehen, das jemand so oft seine Zunge rausstreckt und dann auch noch einen mindestens 10 Jahre älteren Kerl so anmacht. Witzig, aber total peinlich, oder? Das Gute: Wir bekommen eine Art kostenlose Real-Satire, haben Spaß und die Stars erhalten eine Menge Publicity. Und die hat dafür ne Menge Publicity bekommen. Quasi eine Win-Win Situation, oder?

Fazit: Für mich geht es bei den Preisverleihungen überhaupt nicht um die Preise und Dankesreden. Für mich geht es um das, was drum herum passiert. Und das ist wirklich sehenswert, wie man an den VMA’s gesehen hat. Also: Wenn man die höchstens 5% Prozent an gar nicht mal so unglaublich schlimmen Dankesreden aushält, kann man vor dem Fernseher wirklich was erleben. Jetzt mal Hand aufs Herz: Was spricht denn jetzt noch dagegen?

© Susie Knoll / SPD

“Die Jugend ist unsere Zukunft..” Was die SPD nach der Wahl mit uns so vor hat! Der BiP Parteien-Check!

 

Im September ist Bundestagswahl, dann dürfen alle ab 18 offiziell wählen, und alle Jüngeren bei der U18-Wahl ihre Stimme abgeben. Aber für wen? BerlinImPuls hat für euch gecheckt, was die großen Parteien für die Jugendlichen machen. Spielen wir eigentlich eine Rolle? Heute beschäftigen wir uns mal mit der zweiten großen Volkspartei – der SPD…

von Benjamin Lewerenz

Alle Signale auf Angriff – denn die Opposition will zurück an die Macht. Das bedeutet, die SPD sollte alles besser machen als die CDU/CSU. Und sich um uns (zukünftige) Wähler bemühen. Dementsprechend werden wir uns heute mal die SPD anschauen und überprüfen, was Peer Steinbrück  mit uns vorhat, wenn er Kanzler ist. Aber lest selbst:

CHECK NR. 1: Das Regierungsprogramm

© Susie Knoll / SPD

© Susie Knoll / SPD

Ich muss ehrlich zugeben: Ich war positiv überrascht vom Regierungsprogramm der SPD. Denn beginnen tut das Programm mit einer sehr allgemeinen Einleitung – die genauso viele (und fast dieselben) Floskeln enthält wie das Regierungsprogramm der CDU/CSU. ABER: dann kam Besserung!

So erklärt die SPD, dass man die „Gesamtstrategie für ein gutes Aufwachsen junger Menschen unter Einbeziehung aller relevanten Politikfelder und föderalen Ebenen entwickeln“ wolle. Im nächsten Satz wird auf Deutsch erklärt, dass das „Bundesjugendkuratorium 2009“ einen Plan ausgearbeitet hat, den die SPD umsetzen will. „Das sind Schutz- und Unterstützungspolitik, Befähigungspolitik, Teilhabepolitik und Generationenpolitik.“

Außerdem erklärt die SPD, dass man das Wahlalter auf 16 Jahre senken will, damit die „junge(n) Menschen als gleichberechtigte Partnerinnen und Partner“ anerkannt werden. Im selben Absatz wird dann zwar wieder abgefloskelt, dass man „diesen Dialog suchen und führen und hierfür entsprechende Strukturen zur Verfügung stellen“ wolle. Schade – die Idee war gut.

Die SPD scheint in Feierlaune zu sein, legt noch einen drauf und erklärt anschließend auch noch, dass man „gesellschaftspolitisches Engagement in Vereinen und Verbänden bei der Bemessung der Förderzeiten im Rahmen des BAföG dem hochschulpolitischen Engagement gleichstellen“ wolle. Ob das jetzt bedeutet, dass man mehr BAföG bekommt wenn man neben dem Studium engagiert ist oder ob man für Engagement BAföG bekommt, steht leider nicht drin.

Besonders lobenswert finde ich den Gedanken der SPD, die Kinderrechtskonvention der UN im Grundgesetz zu verankern. Eine sehr gute Idee – das da noch keiner vorher drauf gekommen ist…

Damit verbunden ist auch die Forderung, „die strafrechtliche Verfolgbarkeit von Kindesmissbrauch durch Verlängerung der strafrechtlichen Ruhens- und Verjährungsfristen ausweiten“. Außerdem sollen Präventionskonzepte und -maßnahmen gefördert werden.

Unterm Strich bleibt mir nur zu sagen: Herzlichen Glückwunsch SPD, im Wahlprogramm habt Ihr schon mal sehr vieles richtig gemacht. Wenig Floskeln, viele konkrete Pläne, bleibt nur noch abzuwarten, was genau davon auch umgesetzt wird…

 CHECK NR.2: Die persönliche Stellungnahme

Zunächst einmal: HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH SPD! Ihr erkennt (Im Gegensatz zur CDU/CSU) wenn man euch zweimal die selbe Frage stellt. Juhu!

Genau wie beim Check der CDU/CSU habe ich auch der SPD per E-Mail drei Fragen gestellt. Alle drei Fragen beziehen sich auf das Regierungsprogramm und vertiefen noch mal bestimmte Aspekte. Und in der Mail der SPD antwortet man mir auf die Frage, was sie denn z.B. konkret für uns Jugendliche machen wollen, dieses hier:

  • Wir wollen Bildung von der Kita bis zur Hochschule gebührenfrei machen
  • Wir wollen Ganztagsschulen bedarfsgerecht und flächendeckend ausbauen und spätestens 2020 einen Rechtsanspruch auf einen Ganztagsschulplatz für alle Schulformen verwirklichen
  • Wir wollen das Wahlalter bei Kommunal-, Landes- und Bundestagswahlen auf 16 Jahre absenken
  • Wir wollen mit einer Berufsausbildungsgarantie jedem jungen Menschen eine klare und vollwertige Qualifizierungsperspektive geben
  • Wir wollen das Bafög bedarfsgerecht weiter entwickeln und mit einem leistungsfähigen Schüler-Bafög dafür sorgen, dass der Schulbesuch bis zum Abitur nicht am mangelnden Geld scheitert

Toll, oder? Die Sache hat nur einen Haken: Das alles stand schon im Regierungsprogramm genommen – gefragt hatte ich sie aber, was sie noch für Jugendliche machen wollen… Schade, hier hat die SPD ein wenig geschlafen. Und das zieht sich so durch die gesamte Stellungnahme. Auf explizite Verständnisfragen werden mir Textschnipsel aus dem Regierungsprogramm hingeschmissen – und ich bin genauso schlau wie vorher.

Unterm Strich macht die SPD in ihrer Stellungnahme genau da weiter, wo sie im Parteiprogramm aufgehört hat – nur ein paar kleine Fehler erlaubt sie sich.

FAZIT

Alles im Allen hat die SPD also eine Menge vor mit der Jugend und erklärt haargenau wie sie das umsetzen möchte. Gleichzeitig klingen die Versprechen sehr gut – ich werde aber das Bauchgefühl nicht los, das es alles nur lose Wahlversprechen bleiben… Aber das was auf dem Papier steht, ist ganz ohne Frage hervorragend und lässt die SPD sehr gut dastehen.

 

Der SPD-Check:

Umsetzbarkeit: Sehr gut
Hohle Phrasen-Dichte: Niedrig
Populismus: Stellenweise
Qualität der Ideen: Sehr gut
Regierungsprogramm: Beeindruckend
Reaktion der Partei: Mal so, mal so