Foto: about blank

Eine Nacht im Blank und was mich störte…

Als feierfreudiger Nachtmensch möchte ich ein paar Worte über meinen letzten Aufenthalt im Club ://about blank verlieren.

Foto: about blank

Foto: about blank

Von Louis

Club: ://about blank
Event: Soliparty
Eintritt: 10,-

Direkt am Ostkreuz beheimatet zählt das Blank zu meinen Lieblingslocations, ausgezeichnet durch eine faire, aber bestimmte Türpolitik, eine nette Aufmachung und ein bunt gemischtes Publikum. An sich ein Ort zum Wohlfühlen also, rein vom Flair. Als letztes Event stand eine Soliparty an, um das Leipziger Clubprojekt Institut für Zukunft (IfZ) zu beschleunigen, gehostet und gelabelt von der Berliner abyss-Partyreihe. Angekündigt war ein audiovisuelles Aufgebot des Technos, das Line-Up des Abends lockte mit Milton Bradley und anderen, eher der dunklen, treibenden Sparte der elektronischen Tanzmusik zugehörigen DJs. Ein guter Grund folglich, um dem Laden mal wieder einen Besuch abzustatten. Ankunft gegen 2 Uhr, Schlange 10 minuten lang, alles wie gewohnt. Doch prompt gabs den ersten Dämpfer; als wir auf Nachfrage des Türstehers nicht mehr den Namen der Party parat hatten, wurde uns nahegelegt, unser Glück heute abend nochmal „woanders zu probieren“. Das warf uns erst einmal aus der Bahn, da man diese Art der Türpolitik eigentlich nicht vom Blank kennt. Doch was hilft da alles klagen, wenn der Raver sich in den Kopf gesetzt hat, eine Party zu feiern, dann setzt er dies auch mit allen Mitteln durch. Also, 20 min warten, neu anstellen, Partynamen einprägen, problemlos reinkommen. 10 Euro für ein nettes Fleckchen Tinte am Handgelenk sind okay, da möchte man nicht meckern. Die beiden Floors gerammelt voll, überall leute am trinken, rauchen, tanzen, die Stimmung stimmt. Doch irgendwie will die Vorfreude nicht der eigentlichen Euphorie weichen. Die Bässe drücken zwar, das Bier auch, irgendwas fehlt. Ich fange an zu tanzen, werde aber nicht mitgerissen. Der DJ verhaut einen Übergang ganz grausam, ich hole mir ein Bier. 2 Euro Fuffzig, fairer Preis. Zeit für einen Raumwechsel. Auf dem zweiten Floor legt mittlerweile Milton Bradley auf, fieser Techno mit Acid Einflüssen. Eigentlich was für die ganz verschickten Stunden, doch der Beat verfehlt seinen Zweck, ich ermüde.

Bei einer Zigarette im Außenbereich merk ich, was mich stört. Die Musik.

Ich vermisse verspielte Harmonien, deepe Sounds, Abwechslung im Set; ein bisschen mehr als das stetige Knallen der Drums und die Absenz von Melodie. Auch Techno kann überraschen, entzücken und gleichzeitig kompromisslos vorantreiben. Ich versuche noch hier und da ein wenig zu tanzen, trinke ein paar Bier mit meinen Freunden und bestaune die Visual Effects bei einer Pause im Außenzelt. Gegen 6 machen wir uns heim, in der S-Bahn verfall ich dann in Sekundenschlaf. Es wäre sicher noch mehr drin gewesen. Ich bezweifel nicht, dass viele Leute heute einen wundervollen Abend gehabt haben, nur hat es halt nicht so ganz meiner sein sollen. Nichtsdestotrotz ist und bleibt das about blank einer meiner Lieblingsclubs, mit dem Potential, immer für eine gute Party offen zu sein und einem so unkomplizierten Publikum wie selten wo. Definitiv einen Besuch wert!

://about blank
Markgrafendamm 24c, Nähe S-Bhf Ostkreuz,  B-Friedrichshain
http://aboutparty.net/

Quelle: http://www.avicii.com/photos/

Die Alternative der Woche… mit Avicii

 

Es gibt Musiker, die man eigentlich nur sehen sollte. Weil sie einfach mal gut aussehen. Und in Skandinavien scheint es nur solche Musiker zu geben. Zumindest soweit ich das aus männlicher Sicht beurteilen kann. Avicii alias Tim Berling ist genauso einer – auch wenn ich hier jetzt nur auf seine musikalischen Qualitäten eingehen will, weil nur die kenne ich…

Aber wer ist dieser Avicii überhaupt? Nun, dahinter steckt der

Quelle: http://www.avicii.com/photos/

schwedische DJ Tim Berling, der nebenbei auch noch remixt und produziert. Dem ein oder anderen von euch ist er vielleicht sogar bekannt – denn 2011 wurde sein Song Penguin von Leona Lewis als Instrumental für ihr Comeback benutzt.  Im selben Jahr wurde er dann auch weltweit bekannt mit seinem Song Levels, womit er in Deutschland Platz 6 der Charts erreichte, in seiner Heimat Schweden sogar Platz 1. Anschließend wurde es ruhig um ihn, abe er ist trotz allem immernoch aktiv. Übrigens, sowohl vorher als auch danach regelmäßig in den Charts – trotzdem scheint er für viele nur ein One-Hit-Wonder zu sein…

Was man bei seiner Musik nicht verstehen kann – sie ist clubreif, der Bass ist angenehm voll und man wird unwillkürlich zum mitwippen animiert (Was in der Bahn immer für verwirrte Blicke sorgt, aber sonst nicht weiter stört). Er kombiniert Höhen und Tiefen, dass man poetische Rückschlüsse auf das Leben ziehen könnte. Meistens kommt auch noch Gesang dazu, der durch das Instrumental begleitet wird wie ein guter Film.

Eigentlich macht er House, aber immerwieder hört man auch mal andere Einschläge, beispielsweise wenn er andere Bands oder Künstler featured. Aber selbst das klingt wunderbar rund und ist eine Massage für die Ohren – für jeden, der elektronische Musik liebt.

Auf jeden Fall ist das wieder der Beweis, dass elektrische Musik mehr ist als Dubsteb, Techno und die Kalkbrenner-Brüder.

In diesem Sinne bis nächste Woche

Euer Benny

Streetdance-Meisterschaft Berlin

Hallöchen allerseits!

Ich habe mir schon ewig vorgenommen, diesen Artikel zu schreiben, und das Ereignis, über das ich schreiben möchte, liegt auch schon eine Weile zurück, aber leider hatte ich in letzter Zeit so viel zu tun (Praktikum, Klassenarbeiten, etc.), dass ich einfach nicht dazu gekommen bin. Aber besser spät als nie…

Am 5.6.2011 war ich bei der Streetdance-Meisterschaft Berlin – natürlich nur als Zuschauerin. Ich tanze zwar in meiner Freizeit, aber so gut bin ich dann doch nicht…Doch bevor ich zu meinen Erlebnissen komme, hier erstmal ein paar Hintergrundinfos zur Meisterschaft und zu Streetdance im Allgemeinen:

Streetdance ist ein Oberbegriff für Tänze, die ursprünglich auf der Straße getanzt wurden – z.B. Breakdance, Locking und Popping. Es gibt viel Improvisation und zahlreiche Einflüsse aus anderen Tanzrichtungen wie Jazz Dance, Oriental Dance oder auch Salsa. Ebenso ist oft Akrobatik enthalten. Die meisten Tänzer entwickeln mit der Zeit ihren ganz eigenen Stil, z.B. indem sie schon bestehende Moves abändern oder weiterentwickeln. Oft tanzt man nach Choreographien – und die können impulsiv und kraftvoll, aber auch sanft oder auch aggressiv sein. Mit anderen Worten: Streetdance ist vielseitig!

Seit 8 Jahren gibt es die Berliner Streetdance-Meisterschaft nun schon, auch wenn ich dieses Jahr zum ersten Mal da war :) Es gibt keinerlei Vorschriften für eine Teilnahme am Wettbewerb: Jede Tanzgruppe (Crew) kann teilnehmen und das mit dem Tanzstil, der ihr gefällt. Eine Jury bewertet die Gruppen nach ihrem Auftritt und vergibt zum Ende hin die Plätze.

Die Meisterschaft war an zwei Tagen, dem Samstag und dem Sonntag. Am Samstag waren die Anfänger und die Mittelstufe…und ich nicht im Zuschauerraum. Schließlich haben wir am Samstag für euch unsere erste Fernsehsendung produziert. Aber am Sonntag, wo die Fortgeschrittenen und die Profis getanzt haben, war ich da! Und ich muss sagen: Es war sehenswert!

Klar, die Räumlichkeiten (Sömmeringhalle) waren nicht so berauschend und ich war echt froh, in der letzten Reihe zu sitzen, da ich dort wenigstens noch eine kleine Lehne hatte, aber im Laufe der Veranstaltung bemerkte ich die ungemütliche Sitzhaltung gar nicht mehr – ich war zu gefesselt von den Tänzern.

Nur in den „Pausen“ (Zeit, die die Jury zum Bewerten brauchte), wenn das Publikum sich wieder von den zwei endlos quatschenden Moderatoren volltexten lassen durfte, bereute ich, kein Kissen mitgebracht zu haben.

Ja, die Moderatoren. Die waren schon eine Klasse für sich. Ich hatte noch nie das „Vergnügen“, zwei so viel Schrott redende Leute kennenzulernen… Die beiden Moderatoren spielten sich wie Rivalen auf und teilten die Halle in Gedanken in der Hälfte: Jeder hatte seine Publikumsseite und versuchte, seine als die bessere darzustellen.

Später artete diese „Rivalität“ auch noch in einen Battle zwischen den beiden aus! Triumphierend bemerkte ich, dass unser Quatschtante besser tanzen konnte, als der Quatschkopf von gegenüber.

Während der Tänze war die Stimmung einfach toll – bei irgendwelcher Akrobatik wurde einstimmig die Luft angehalten, für die Crew betend, dass alles klappen würde, und danach begeistert gejubelt. Es wurde versucht im Takt zu klatschen und die Tänzer einfach voll und ganz zu unterstützen.

Ich habe euch mal 2 Videos eingefügt von den beiden Gruppen, die mir besonders gut gefallen haben: BattleCats, einer riesigen Crew, die bei den Fortgeschrittenen den 1.Platz belegte und Stalklin, eine akrobatikorientierte Crew, die leider nur den 6. Platz machte.

Aber am meisten beeindruckend fand ich, wie leise es wurde, als ein besonderer Gast die „Bühne“ betrat: Der taubstumme Tänzer Tobias Kramer!

Einige werden ihn bestimmt aus der Sendung „Das Supertalent“ kennen und sich erinnern, dass das Publikum absolute Stille wahren musste, damit er die Vibrationen der Musik fühlen und somit zum Beat tanzen konnte. Genauso lief es bei der Streetdance-Meisterschaft ab! In der Halle wurde es für Streetdance-Meisterschaften-Verhältnisse mucksmäuschenstill, statt mit der Stimme jubelte man mit seinen Händen. Immer, wenn Tobias Kramer einen besonders tollen Move machte, hob das Publikum die Arme und machte mit den Händen eine Bewegung, die aussah, als ob man jemanden winken würde.

Es war einfach genial! Im nächsten Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei und ich kann euch nur nahelegen, euch das einmal anzusehen!

Eure BerlinImPulserin

Katja