Jaakko & Jay – “Rauha” (Fullsteam / VÖ: 20.09.13)

Alternative der Woche: Jaakko & Jay

 

 von Frank Segert

Jaakko & Jay – “Rauha” (Fullsteam / VÖ: 20.09.13)

Die Welt ist ungerecht. Viel zu viele Bands gehen völlig unverdient durch die Decke. Jaakko & Jay habe ich vor vier Jahren als Support von Frank Turner zum ersten Mal gesehen. Seitdem hat sich ihr Bekanntheitsgrad nicht sonderlich geändert. Und das obwohl sie regelmäßig in Deutschland touren.

Dass sie ein Stück weit in der Rolle des ewigen Toursupports stecken, hindert die beiden Finnen aber nicht daran, jedes Mal volle Pulle durchzuziehen. Denn a) gibt es weit schlechtere Rollen, als die des ewigen Toursupports, in der man allerlei Ecken Europas erkunden kann und b) will die Prügelei von den Platten niemand hören, wenn sie mit angezogener Handbremse kommt.
Jaakko & Jay spielen Akustik-Gitarre und ein reduziertes Drum-Set aus Snare Drum und Hi-Hat. Gut möglich, dass auf dem Album mehr Becken und Trommeln zu hören sind, aber mal ehrlich, das interessiert doch eh keine Sau. Rauha wurde auf der jüngsten Tour mit den finnischen Label-Mates Disco Ensemble schon verkauft und mit dem einen oder anderen Song im Live-Set bedacht. Wer die alten Platten schon kannte, kann bedenkenlos zugreifen. Es gibt nur sehr wenig, was von dem Dreiklang Akustik-Gitarre, Schlagzeug und volle Kanne abweicht.

Ein Filter hier, eine sensiblere Gitarrenlinie da. Aber die Energie überträgt sich ohne Umwege. Wer der Instrumentierung wegen die Ernsthaftigkeit und den Klang von klassischem Folk erwartet, liegt gleich ganz falsch. Es ist laut, das Tempo hoch bis sehr hoch. “Rauha” heißt “Frieden” auf Finnisch und es ist durchaus vorstellbar, dass die beiden Finnen aus der Ferne betrachtet auf Tour schnell in die Hippie-Schublade gesteckt werden. Die richtige Schublade ist wohl eher: Punkrock.

 

Wir danken Frank Segert von www.akkordarbeit.wordpress.com für diesen Gastbeitrag!

 

 

 

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VAlternative der Woche: Mit dem FC Bayern

Grafik: Wikipedia

Grafik: Wikipedia

 

„Mia san Meister.“ „Coming dahoam.“ und so weiter. Die Wortwitze über den Tripelsieg der Münchener erreicht ein ähnlich tiefes Niveau wie (damals) beim Pferdefleisch. Aber das ist kein Hindernis, sich mal musikalisch mit dem FC Bayern zu beschäftigen.

Dabei gibt es die zwei Seiten der FC Bayern-Mucke zu beachten. Zum einen die, den Verein hochleben lassen und die, die den Verein in Grund und Boden singen. Und dann gibt es auch noch die Stadionhymnen, aber die sind noch wieder ein anderes Kapitel.

 

Ich habe mich mit beiden ein wenig beschäftigt und dafür tief in der Plattenkiste gegraben. Herausgekommen sind Antiquitäten; Viel Spaß dabei!

Euer Benny

cultus

VAlternative der Woche: Cultus Ferox – Beutezug

Foto: Katja Gruber (elfenstaub82.de) (CasparJones at de.wikipedia)

Foto: Katja Gruber (elfenstaub82.de) (CasparJones at de.wikipedia)

 

Wie immer finden wir in dieser Kategorie Künstler und Bands, die man typischerweise nicht so häufig im Radio oder TV finden kann. Also eine wirkliche Alternative zu den Charts und Fahrstuhlgedudel der Formatradios. Diesmal wird es spannend, denn wir erleben einen Mix aus Mittelaltermusik und Rock.

Cultus Ferox – Beutezug

Cultus Ferox (lat. „wilde Lebensart“, „wilder Lebensstil“) ist eine Berliner Musikgruppe. Sie ist dem sogenannten „Dudelsack-Rock-Stil“ der Mittelalterszene-Musik zuzuordnen, wobei die Band sowohl die akustische, von Marktsackpfeife und Schlagwerk beherrschte Variante als auch die mit Rockinstrumenten angereicherte Variante dieser Musik (Mittelalterrock) spielt.
Die Lieder von Cultus Ferox sind teilweise instrumental, teilweise mit Gesang. Die Texte beschäftigen sich mit Themen aus der mittelalterlichen Lebensweise, aus Sagen und Mythen, aus heidnischer Religion und in jüngster Zeit verstärkt mit Piraterie und damit verwandten Themen… [weiter lesen]

 

Was ist zur Zeit Deine Alternative der Woche? Schreib uns und gewinne mit etwas Glück einen Auftritt bei BerlinImPuls: jugendredaktion@berlinimpuls.de

lesblaq

VAlternative der Woche: Les Blaque Pearlz

 

 

Unsere Redakteure sind jede Woche unterwegs und suchen fieberhaft nach Alternativen zum langweiligen Gedudel des Formatradios. Das ist unsere Serie: Die Alternative der Woche.

Les Blaque Pearlz – happy go FUCK YOU

Eine kleine Klarstellung gleich zu Beginn: Der Bandname Les Blaque Pearlz bedeutet nicht etwa ‚Die Scherzperlen‚ (auf diese Variante kommt man, wenn man Übersetzungswebseiten vertraut), sondern ist vielmehr zufällig entstanden. Rückblende: Ein paar Musiker befanden sich damals in der Karibik, auf einem Schiff und gründeten spontan eine Band, die vom ersten Tag an verschiedene Musikrichtungen vereinen wollte: Les Blaque Pearlz waren geboren.
Nader Rahy ist der Kopf dieser Band und verdient sich seine Brötchen nebst Aufschnitt z.B. als Gitarrist bei Nena oder als Schlagzeuger bei der Band Kingdom Come und er legt manchmal in Berlin als DJ Platten auf.
Das vorliegende Album ist das Ergebnis von 3 Jahren Arbeit, die sich gelohnt haben. Jedenfalls ist das unsere Meinung. Also: Reinhören, Sportfreunde!

http://www.lesblaquepearlz.de/
https://www.facebook.com/naderandtheblackpearls?fref=ts

 

Und was ist DEINE Alternative der Woche? Was hörst Du gerade so? Schreib uns und gewinne mit etwas Glück einen Auftritt in unserer Alternative der Woche. Schreib an: jugendredaktion@berlinimpuls.de

Pressebild IBERIA

Die Alternative der Woche… mit IBERIA

Schule ist Stress. Stress weil alles so anstrengend ist. Anstrengend heißt, man muss irgendwie mal entspannen. Heißt nach der Schule: Hirn ausschalten und gute Musik genießen.  Im meinem Beispiel funktioniert immmer: Bässe – die einem das Hirn wehämmern.

Genau so’ne Musik haben wir heute. Denn IBERIA aka Maja Mathé Milner & Alexander Palmestål aus Gotheburg machen beide leicht psychodelisch anmutenden Electro. Ja – ihr habt eben richtig gelesen: Sie kommen aus Gotheburg; auch wenn der Bandname nicht so klingt (Für alle, die nicht so super in Geo sind: Die iberische Halbinsel ist das Fleckchen Erde hinter den Pyrenäen, also Spanien & Portugal). Und mittlerweile leben beide in Berlin. Ist die Verwirrung perfekt?

Pressebild IBERIA

Machen wir einfach mit der Musik weiter. Ihre neue Single „Everyday“ ist einfach nur bester Schweden-Electro, was bedeutet, dass sofort faszinierenden klar gemacht wird, wie das Leben da draußen im Rampenlicht ist. Es macht einen irgendwie unruhig – reibt auf – schafft es aber trotzdem echt gut, einem das Hirn durchzupusten.

Manch einem mag das alles zu psychodelisch sein – aber gerade das macht es echt schön. Wenn man das vor einer Klausur, einer Arbeit oder einer Präsentation hört, kann anschließend gar nichts mehr schief gehen. Man ist angenehm wach – aber trotzdem entspannt. Scheinbar niemand kann einem mehr was.

Achso, solltet ihr jetzt mehr von der Band hören wollen und tippt einfach nur IBERIA in die Suchmaschine eurer Wahl ein – dann werdet ihr nichts finden, was mit Musik zu tun hat. Die ersten Seiten gehören alle zu einer spanischen Airline.

In diesem Sinne bis nächste Woche
Euer Benny

Pressefotos

Die Alternative der Woche… mit Knorkator

 

 

Heute mehr der ‚Insider der Woche‘, weil Leute die sich sich in der Szene auskennen, kennen auch diese Musik. Bezeichnen diese Band auch als Deutschlands meiste Band der Welt. Andere würden die Band ein Haufen Spinner nennen – und die Musik sinnfreies Rumgegröhle. Ich nenne es Einschlafmusik und die Band sehr merkwürdig.

Pressefotos

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Denn wie eine Rockband liest sich die Biografie der Bandmitglieder nicht. „Stumpen“ ist klassischer Sänger und hat an Staatsoper Unter den Linden hier in Berlin gesungen – ganz nebenbei kann er auch beeindruckend hoch singen. Alf Ator ist das Kind einer deutsch-mongolischen Freundschaft. Er kommt 1966 in der Nähe von Govi-Altai (Mongolische Volksrepublik) zur Welt. Im Alter von 14 Jahren wird er mit einer jüngeren Mongolin verheiratet. Die Ehe wird in beiderseitigem Einverständnis gegen ein Entgeld von 240.000 mongolischen Tugriek annulliert. Das einzig rockige scheint zu sein, dass sie von Rod von Die Ärzte entdeckt wurden.

Nun aber zur Musik, zumindest irgendwie: Knorkators Markenzeichen sind ihre satirischen Texte, der schwer tätowierter Sänger Stumpen und die Live-Shows, bei denen das Publikum oft mit Gemüse und Toastbrot beschossen wird, gerne angekündigt als „vegetarische Flugverköstigung“. Ihr Song „Ick wer zun Schwein“ kam beim Vorentscheid 2000 nicht über die Vorrunde hinaus, aber der Auftritt der Band war geil… Kommentar der Bild: „Wer ließ diese Irren ins Fernsehen?“

Ich denke das beschreibt die Band genauso wie sie ist…vollkommen bescheuert bis heute. Aber ich habe mich mit einer guten Freundin unterhalten, die sich viel mit Musik beschäftigt, und sie beschreibt die Musik so: „Also es ist Metal mit Einflüssen aus Allem – keine Ahnung, aber die Texte sind sehr tiefgründig und poetisch; man muss nur versuchen das zu erkennen. Und ansonsten muss man sich das einfach anhören. Ist schwer zu beschreiben, weil das so alles ist…“.
KNORKATOR-Es-werde-nicht

Das aktuelle Album ist übrigens „Knorkator – Es werde Nicht“ (VÖ: 16.09.2011)

Ich hoffe damit ist euch ein wenig mehr geholfen als ich mit meinem kritischem Blick…

 

www.knorkator.de

In diesem Sinne bis zum nächsten mal
Euer Benny

Pressebild The Lumineers

Alternative der Woche… mit The Lumineers

 

„Sag mal, es gibt da ’ne recht coole Band auf YouTube – magst du die nicht mal als Alternative der Woche nehmen?“ Reingehört und für gut befunden gehe ich nach Hause und überlege, was ich schreiben könnte. Zuhause angekommen mache ich die Tür auf – und was höre ich? „Ho Hey. Ho Hey“. Ja – auch mein Papa hatte es schon entdeckt.

The Lumineers

Pressebild The Lumineers

Die drei Köpfe aus Denver machen lustigen Folk-Rock und ihr letztes Prunkstück habt ihr vielleicht schonmal irgendwo gehört… so eingängig wie es ist. Bekannt geworden sind sie in zwei Stufen. Zuerst durch die Werbung. Nachdem sie als Hintergrundmusik für einen Bing-Werbespot benutzt wurden, interessierten sich die Macher der US-Fernsehserie „Hart of Dixie“ für sie, die sie in ihrer Serie auch gleich benutzten. Die Serie läuft auf CBS – dementsprechend populär ist es auch.

Aber nun zur Band. Wesley Schultz, Jeremiah Fraites & Neyla Pekarek machen in dieser Formation seit 2005 Musik – davor haben nur Wesly und Jeremiah Musik gemacht. Dann brauchten die beiden Unterstützung, die sie auch bald bekamen. Der Rest ihrer Geschichte ist bekannt.

Aber was ist das eigentlich für Musik, die sie machen? Also das wohl bekannteste Stück was sie spielen ist irgendwas zwischen Indie und Folk. Sie erfinden aber nichts von beidem neu – sie verfeinern es nur. Die inhaltliche Grundidee ist einfach – aber dafür umso feinfühliger umgesetzt. Die Lumineers haben einmal über sich selbst gesagt „Jeder der ein Instrument spielen kann, kann auch einen Lumineers-Song spielen“. Dabei ist einfach nicht gleichzusetzen mit primitiv oder anspruchslos; man kann es eher vergleichen mit unangestrengt oder ungekünstelt. Aber was schreib ich hier so viel – hört es euch lieber selber an:

Ich hoffe die drei kommen irgendwann nochmal nach Berlin – aber vorerst erstmal nicht. Aber sie kommen zum Dockville-Festival in Hamburg; im August…

In diesem Sinne bis nächste Woche

Euer Benny

Und hier könnt ihr den Autor mal hören, wie er sich zu der Band äußert:

Quelle: http://www.avicii.com/photos/

Die Alternative der Woche… mit Avicii

 

Es gibt Musiker, die man eigentlich nur sehen sollte. Weil sie einfach mal gut aussehen. Und in Skandinavien scheint es nur solche Musiker zu geben. Zumindest soweit ich das aus männlicher Sicht beurteilen kann. Avicii alias Tim Berling ist genauso einer – auch wenn ich hier jetzt nur auf seine musikalischen Qualitäten eingehen will, weil nur die kenne ich…

Aber wer ist dieser Avicii überhaupt? Nun, dahinter steckt der

Quelle: http://www.avicii.com/photos/

schwedische DJ Tim Berling, der nebenbei auch noch remixt und produziert. Dem ein oder anderen von euch ist er vielleicht sogar bekannt – denn 2011 wurde sein Song Penguin von Leona Lewis als Instrumental für ihr Comeback benutzt.  Im selben Jahr wurde er dann auch weltweit bekannt mit seinem Song Levels, womit er in Deutschland Platz 6 der Charts erreichte, in seiner Heimat Schweden sogar Platz 1. Anschließend wurde es ruhig um ihn, abe er ist trotz allem immernoch aktiv. Übrigens, sowohl vorher als auch danach regelmäßig in den Charts – trotzdem scheint er für viele nur ein One-Hit-Wonder zu sein…

Was man bei seiner Musik nicht verstehen kann – sie ist clubreif, der Bass ist angenehm voll und man wird unwillkürlich zum mitwippen animiert (Was in der Bahn immer für verwirrte Blicke sorgt, aber sonst nicht weiter stört). Er kombiniert Höhen und Tiefen, dass man poetische Rückschlüsse auf das Leben ziehen könnte. Meistens kommt auch noch Gesang dazu, der durch das Instrumental begleitet wird wie ein guter Film.

Eigentlich macht er House, aber immerwieder hört man auch mal andere Einschläge, beispielsweise wenn er andere Bands oder Künstler featured. Aber selbst das klingt wunderbar rund und ist eine Massage für die Ohren – für jeden, der elektronische Musik liebt.

Auf jeden Fall ist das wieder der Beweis, dass elektrische Musik mehr ist als Dubsteb, Techno und die Kalkbrenner-Brüder.

In diesem Sinne bis nächste Woche

Euer Benny

Professor Kliq

Die Alternative der Woche! mit Professor Cliq

 

Nun – zunächst einmal: Nach langer Abstinenz herzlich willkommen zurück! Außerdem: NEIN – ich bin nicht Rim, habe mich aber bereit erklärt ihr Erbe anzutreten. So – jetzt endlich zur Musik:

Electro in einer anderen Form; mal nicht in Form von Dubstep oder Clubsounds. Er macht Elektromusik auf seine Weise – flimmernd und schimmernd – bei der er sich aber immer an das Thema des Albums/des Songs hält – und die sind so verdammt unterschiedlich. Mal macht er Imposantes, mal stilles; mal Big Beat, mal Klavier mit leichter Begleitung.
Aber halt, vielleicht sollte ich erst mal klären, wer er überhaupt ist: Er ist Mike (besser bekannt als Professor Cliq), kommt aus Chicago und er macht Musik. Hauptberuflich! Er hat Musik studiert und nebenher macht er seine eigene Musik – die man sich anschließend for free runterladen kann; weil er so alle seine Lieblingskünstler entdeckt hat.
Wer seine Lieblingskünstler sind, habe ich noch nicht rausgefunden, das liegt vielleicht auch daran, dass seine Musik nirgendwo zuzuordnen ist – also jetzt außer das unglaublich allgemeine „Electro“. Aber das klingt immer sehr nach Club, was auf ihn ja auch nicht zutrifft. Ach man – was macht er es mir so schwer?

Also als erstes möchte ich euch an sein aktuellstes Musikstück vorstellen – ein entspanntes, rhythmisches Stück – gleichzeitig sein aktuellstes.

Eigentlich ist er auch nicht wirklich neu – bekannt geworden ist Professor Cliq bei vielen Deutschen durch die Intromusik zur Fernsehserie „Walulis sieht fern“ – das eine ganz andere Art von Musik ist. Es ist rasant, rein elektronisch. Und ich habe jedes Mal das Intro im Kopf – aber das passt, oder?

Das beste an ihm ist aber immer noch, dass er  in die elektronische Musik auch reale/ normale Geräusche einbaut, wodurch er es immer schafft, dass man seinen ganz eigenen Film im Kopf hat. Und das schafft bei mir sonst eigentlich kaum einer…
Also bis nächste Woche
Euer Ben

http://www.professorkliq.com/

sue

Die Alternative der Woche! mit Sue

Wenn man bei Sue ein Indiz für deutsche Musik suchen möchte, kann sich das schon als Herausforderung erweisen:

Die vier Herren aus Hamburg machen es einem nämlich nicht gerade leicht, sie in die typischen deutschen Schubladen wie Hamburger Schule, Krautrock oder einfachem deutschen Indie-Rock einzuordnen, ergeben aber eine schöne Mischung aus allem – dank kühler Stimmen á la Django Django, elektronischen bits and pieces in Songs wie „You“ und Piano Pop, der Kristoffer Ragnstam alle Konkurrenz machen könnte.

Im August dieses Jahres erschien nun drei Jahre nach ihrem Debüt ihr zweites Album „YOU“, in dem Sue einen Hauch von Miike Snow und ironisch essentielle Gespräche über Schuhe vereinen.

Sue wird wohl leider meine letzte Alternative der Woche für euch sein, zumindest auf berlinimpuls. Denn aus der deutschen Hauptstadt hat es mich nach London verschlagen, meine Leidenschaft für Musik blieb aber trotz der kulturellen Umstellung glücklicherweise gleich. Jeder england- oder musikbegeisterte Leser ist auf meinem nun ganz eigenen Blog herzlich willkommen! http://rysmusic.tumblr.com/

Cheers,

Jasmin

Lucy-Rose

Die Alternative der Woche! mit Lucy Rose

London, Marylebone Station – ein hageres Mädchen klettert aus dem Zug. Ihr blondrotes Haar verdeckt leicht die schüchternen Rehaugen, mit denen sie sich in der riesigen Halle umblickt. Sie wirkt ein wenig verloren, während sie mit einer Hand den Griff eines Gitarrenkastens umklammert.
So ungefähr muss es ausgesehen haben, als Lucy Rose Parton sich aus ihrer Heimat Warwickshire aufmachte und in London ihren großen Durchbruch suchte.

London – Olympiastadt, Stadt des skurrilen Humors, aber vor allem der Dreh und Angelpunkt für musikalische Talente und kreative Köpfe. Doch sie ist eine von vielen, wirklich vielen unter ihnen, und man weiß in der britischen Hauptstadt nur zu gut: einzig wer schnell genug ist, seine Chancen nutzt und Kontakte knüpft, schafft es mit Glück irgendwie unter Umständen, Teil von Londons pulsierender Musikszene zu werden.
Die Vorraussetzungen sind gut, und der Ehrgeiz erst recht da: auf dem heimischen Klavier komponiert sie früh erste Stücke, als Teenie kauft sie sich eine Gitarre und flott hat sie mit 16 schon die ersten Stücke fertig, welche die schüchterne Engländerin aber bis dahin kaum jemanden hören lässt.
Erst auf Open-Mic Veranstaltungen offenbart sie ihr Talent und ihren sensiblen Indie-Folk Pop á la Joni Mitchell der breiteren Öffentlichkeit: mithilfe ihrer zarten Stimme und einer Gitarre, zu der sie eine intensive Busenfreundschaft pflegt. Es könnte gar nicht besser kommen, als sie auch noch auf Jack Steadman trifft, Frontmann der britischen Indie-Rocker „Bombay Bicycle Club“.

Ihr fragt euch, was danach kam?
Eine gemeinsame Single („Flaws“), ein Dutzend eigene Tracks, die Mitwirkung am dritten Bombay Bicycle Club Album „A Different Kind Of Fix“, die eigene Band, sogar eine eigene Teesorte! Ja, ihr habt richtig gehört: ‚Builder Grey‘ ist eine von Lucy Rose entwickelte Teesorte (2 part english breakfast tea:1 part Earl Grey).
Die Vogue jedenfalls hält sie für „one of indie music’s breakout stars for 2012“, wovon sich die meisten am 24. September selbst überzeugen können – dann nämlich erscheint ihr Debütalbum „Like I Used To“.

klingt für mich nach… hauchfeinem, subtilem Folk für das Indie-Ohr

würde sich gut verstehen mit… Feist, Noah and The Whale, Mumford & Sons

am besten zu hören… bei typischem Londoner Regenwetter und einer Tasse ‚Builder Tea‘

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Die Alternative der Woche! mit San Cisco

Da geben sich San Cisco schon alle Mühe, ihr Musikvideo möglichst innovativ zu gestalten, ein wenig Kritik an den Mann zu bringen und Multitasking-Drumming zu betreiben. Und das einzige, worüber sich in Youtube-Video Kommentaren aufgeregt wird, sind Skinny Jeans! Höchstwahrscheinlich die des Gitarristen auf 00:18 Minuten…

Obwohl solche Tweets amüsant zu lesen sind, sollte man die vier Australier nicht unterschätzen. Jordi Davieson, Josh Biondillo, Nick Gardner und Scarlett Stevens, die sich schon aus Highschoolzeiten kennen, sind nicht nur „Just another Indie-Band“, sonst wären sie kaum so schnell die Erfolgsleiter hochgeklettert.
Bei ihrem eingängigen Indie-Pop Track „Awkward“ setzen sie auf das unterschätzte Weniger-Ist-Mehr Prinzip: schlichte Basslinie, eingängige Gitarrenakkorde und natürlich, der obligatorische Schellenkranz.
Doch sie können auch ganz anders. Zwischen feinem, mathematischem Uhrwerk-Pop á la Vampire Weekend über Balladen wie „Reckless“ schmeißen sie auch locker flockig ein geniales Cover der Psychadelic-Rocker Tame Impala hinterher, wobei das meiste 2010 als bunte Mischung auf ihrer ersten EP „Golden Revolver“ landet. Die breite Palette der Surfer sorgt für gute Laune und die typisch lässige Festival Stimmung – was ihnen 2011 unter anderem Auftritte in halb Australien inklusive Phillip Island sichert.

„King George“ hießen sie damals. Doch das und die Festivalauftritte des Sommers waren erst der Anfang. Sie nannten sich in „San Cisco“ um und sicherten sich ihre Weltherrschaft mit Fernsehauftritten in Neuseeland und dem Musiksender BalconyTV. Im gleichen Jahr folgt auch noch die Nominierung für den Unearthed J Award. Und beim australischen Radiosender Triple J findet sich „Awkward“ plötzlich im Hottest-100-Countdown auf Platz 7 wieder. Trotz ihrem Erfolg, vornehmlich in Down Under, haben sie ihr Nischen-Dasein als flippige Hipster nicht aufgegeben.
Und mal ehrlich, wen stören da die Skinny Jeans?

klingt für mich nach… do do do doo, do do doo do do!

würden sich gut verstehen mit… The Jungle Giants, Two Door Cinema Club, Vampire Weekend

am besten zu hören… beim Wellenreiten im hautengen Neoprenanzug

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Die Alternative der Woche! mit Hot Chip

Mit Hot Chip ist es so eine Sache. Auf der einen Seite ist da ist dieser düstere Elektro Pop, der sich fast so psychedelisch anhört, dass man sich schon um den Geisteszustand der fünf Londoner sorgen möchte. Aber andererseits besitzt dieser basslastige, kleinteilige, gleichzeitig auch entspannte Synthie Pop ein Suchtpotenzial wie eine Flasche Club Mate: der erste Schluck ist gewöhnungsbedürftig, aber danach kannst du einfach nicht mehr aufhören. Zwar vielleicht keine Musik mit Sofortwirkung, doch mit schweren Folgen: Meine Hot Chip-Sucht war so groß, dass ich fast mein gesamtes Erspartes für alle fünf Alben der im Jahre 2000 gegründeten Band geopfert hätte.

So ging es wahrscheinlich nicht nur mir, denn Hot Chip stürmten mit ihren letzten vier Alben die britischen Charts und wurden außerdem für den Mercury Music Prize nominiert. Naja, wenn auch noch die renomierteste britische Musikzeitschrift, das NME Magazine, ihre Single „Over and Over“ als beste Single des Jahres 2006 auszeichnet, können die Begründer und Sänger der Band Alexis Taylor und Joe Goddard mitsamt Instrumentalisten mit ihrer verschrobenen Art schonmal nichts falsch gemacht haben.

„Night And Day“ ist ihre aktuelle Single, die auf ihrem 2012 neu erschienenen Album „In Our Heads“ zu hören ist. Der vorgestellte Song „One Pure Thought“ hingegen ist etwas gemächlicher, schöner, „harmloser“ und erschien 2008 auf dem Album „Made In The Dark“.

klingt für mich nach… Musik von Hipstern für Hipster

würden sich gut verstehen mit… LCD Soundsystem, Cut Copy, Metronomy

am besten zu hören… als Hot Chip-Einstiegsdroge

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Die Alternative der Woche! mit Lykke Li

Dass die Skandinavier gute Musik machen, ist eigentlich nichts Neues: The Hives, Mando Diao, The Knife oder WhoMadeWho – sie sind allesamt Experten auf ihrem Gebiet und schipperten mit ihren Beats und Melodien vom Norden Europas durch die ganze Welt. Auch die Melodien und ungewöhnliche Percussion-Besetzung der jungen schwedischen Sängerin Lykke Li Timotej Zachrisson, auch bekannt als Lykke Li, fanden den weiten Weg bis ganz oben in die Hitlisten.

Nachdem sich Lykke Li’s erstes Album „Youth Novels“ 2008 ganze zwanzig Wochen auf Platz 3 der schwedischen Charts hielt, erreichte sie 2011 mit ihrem zweiten Albums „Wounded Rhymes“ sogar internationale Erfolge. Vielleicht lag das aber auch ein ganz kleines bisschen an der Tatsache, dass Lykke Li auf dem Soundtrack von „New Moon“ in Possibility zu hören ist.
Die Masche? Eine charismatische Persönlichkeit, eine wirklich außergewöhnliche Stimme und Melodien, die man nur ganz grob unter dem Genrebegriff Independent einordnen kann.

Der Song „I Follow Rivers“ erschien 2011 und existiert außerdem in einem, wie ich finde, großartigen Remix von The Magician. Ob nun durch die Verwendung des Songs bei der UEFA Champions League 2011/2012 oder in den vielen Clubs und Diskos weltweit, „I Follow Rivers“ ruderte in den I-Tunes Charts flott nach oben.

klingt für mich nach… der coolsten Aussprache des Wortes „Baby“, die ich bisher gehört habe…

würde sich gut verstehen mit… Oh Land, The xx, Florence + The Machine

am besten zu hören… definitiv im Club oder irgendwo, wo man ausgelassen das Tanzbein schwingen kann.

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Die Alternative der Woche! mit Team Me

Passend zum sonnigen Wetter spielt Team Me in ihrem Song „Show Me“ mit der Dangerous Flame und gibt mit ihren fröhlich hüpfenden Klaviertönen und dem ihnen hinterher hechtenden Schlagzeug den Ton an.

Dass hinter dieser Band sechs Skandinavier stehen, war aber nicht immer so, was uns schon der Name der Band verrät.
Marius Drogsås Hagen, der vor der Band bereits zwei anderen angehörte, startete Team Me eigentlich als Nebenprojekt und bewarb sich mit seinen Songs bei einem Bandcontest eines norwegischen Radiosenders. Um sich dort erfolgreich behaupten zu können, suchte er sich fünfköpfige Verstärkung, woraufhin Team Me gegründet war.
Seitdem kletterte die norwegische Indie-Pop Gruppe, wie bereits der Name ihres Albums „To The Treetops“ sagt, die Erfolgsleiter hoch. Sei es als Support auf die Bühne der Wombats, oder sei es auf Platz 1 der norwegischen I-Tunes Charts für ihre letztes Jahr erschienene selbtsbetitelte EP.

„Show Me“ stammt von dem Februar 2012 erschienenen Album „To The Treetops“.

klingt für mich nach… einem, trotz Januar erschienenen, Indie-Pop-Sommerhit

würden sich gut verstehen mit… Lukestar, Kristoffer Ragnstam, Pony the Pirate

am besten zu hören… bei einem Regen-vertreibenden Tanz in den Sommer

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Die Alternative der Woche! mit Sound Of Rum

Wenn Kate Tempest und die Musik zusammentreffen… dann kann ja nur etwas gutes dabei herauskommen.

Miss Tempest ist die Sängerin des Londoner Trios „Sound Of Rum“ und schreibt die poetischen Texte der Band, mit reichlich Poetry Slam Erfahrung im Gepäck, welche die Songs der Hip-Hop Combo mit so unglaublicher Tiefe ausstattet. Nicht schon genug des Guten, knallen Sound Of Rum auch noch atmosphärische Jazz Akkorde unter ihre Songs, die alles noch einmal abrunden.
Und das alles mit einem Repertoire nur bestehend aus Schlagzeug, Gitarre, und Kate Tempest eben.

Nun gut, Unterstützung bei der Produktion des 2011 erschienenen Albums „Balance“ gab es reichlich. Unter anderem von Dan Carey, der bereits für Hot Chip und La Roux produzierte, oder auch von John Dent (Bob Marley und PJ Harvey).
Das Ergebnis lässt sich sehen bzw. hören – viel Spaß mit „So Low“!

klingt für mich nach… der Cafeteria-Szene aus „Fame“, als alle spontan zu Kuhglocke und Instrument greifen und Rapper auf den Tischen tanzen

würden sich gut verstehen mit… A. Skillz, Dan Le Sac, Scroobius Pip

am besten zu hören… wenn man seine Rap-Fähigkeiten durch Karaoke Rappen verbessern will – man wird jämmerlich scheitern

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Die Alternative der Woche! mit We Are Augustines

Die New Yorker von We Are Augustines hatten es nicht einfach.

Erst zerbricht das erste Bandprojekt „Pela“ zweier Augustines, Billy McCarthy und Eric Sanderson, kurz nach der Veröffentlichung ihres ersten Albums „Anytown Graffiti“, gerade als sie auf dem Weg nach oben waren. Sie waren damals noch zu viert unterwegs und erfreuten sich, hochgelobt von Kritikern, großer Beliebtheit, bis sie dem Druck der Musikindustrie nicht mehr standhalten konnten.
Doch Frontmann Billy McCarthy und Bassist Sanderson machen weiter. Nachdem Schlagzeuger Rob Allen gefunden war, gings unter dem Namen „We Are Augustines“ an die musikalische Fortsetzung von „Anytown Graffiti“.
Und dann folgt auch noch ein schwerer Schicksalsschlag für Frontmann McCarthy: Während der Studioaufnahmen nimmt sich sein Bruder James das Leben. Einflüsse, die auf dem ersten Album „Rise Ye Sunken Ships“ deutlich zu hören sind. In dem Song „Book Of James“ erzählt McCarthy von der psychischen Erkrankung seines Bruders, die letztlich zu dessen Selbstmord führte. Er möchte kein Mitleid heischen, aber die Tragik ist der tiefen, markanten Stimme des hartgesottenen Rockers immer noch anzuhören.

„Chapel Song“ ist eines der Prunkstücke von „Rise Ye Sunken Ships“. Der Song baut sich langsam auf und klingt, vor allem in Verbindung mit dem warmen, dramatischen Gesang McCarthys, nach einem „nein, wir geben nicht auf!“.

klingt für mich nach… einem Aufschrei McCarthys gegen die Übel der Welt. Insbesondere, wenn Mann in der Chapel sein Mädchen mit einem anderen vor den Altar treten sieht

würden sich gut verstehen mit… Fanfarlo, Interpol, Zulu Winter

am besten zu hören… bei einem emotionalen Gemisch aus guter Laune und Melancholie

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Die Alternative der Woche! mit WhoMadeWho

Ein Mann, ein Wort? Nein, bei WhoMadeWho sind es drei Worte, und drei Männer: Jeppe Kjellberg, Tomas Hoffding und Tomas Barfod sind die dänischen Hipster, die einen Albumtitel von AC/DC zu ihrem Bandnamen gemacht haben.

Sie sind es auch, die die an sich unkomplizierten Songs mit den kleinen, aber feinen Details, welche jedem Stück einen individuellen Touch verleihen, zu einem absoluten Ohrwurm machen. Disco-Pop für jeden Anlass. Kein Wunder also, dass das Trio mit ihrem im Februar erschienenen Album „Brighter“ sowohl im Club als auch bei Kritikern außerordentlich gut ankommt.

„Inside World“ – einer der besten, ja man könnte schon fast sagen, Hits der neuen Platte. Der Mix aus Pop und Dance-Punk vermischt mit aufsteigenden Basswellen zeigt, dass WhoMadeWho nicht umsonst den Ruf als „eine der meistgeschätzten Dance/Indie-Crossoverbands Europas“ haben. Auch der Wechsel zum Electro-Label „Kompakt“ hat dabei eine nicht unbedeutende Rolle gespielt. Durch ihn wurden die Dänen „brighter“ und machen nun für ein größeres Publikum Musik, ohne ihre verträumte Individualität zu verlieren.

klingt für mich nach… düsterem, aber fesselndem Disco-Sound

würde sich gut verstehen mit…
When Saints Go Machine, We Have Band, Kaspar Bjørke

am besten zu hören… wenn man nachts mal wieder mit dem Fahrrad durch Berlin kurvt

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Die Alternative der Woche! mit Casper

„Zu viele Scheißbands – zu viel Hype!“ krächzt die heisere Stimme von Rapper Casper in dem Song „Die Letzte Gang der Stadt“.

Doch von zu viel Hype kann man bei Benjamin Griffey, alias Casper, eigentlich nicht reden: es könnte wohl kaum weniger hypen um ein Ausnahmetalent wie den Halb-Amerikaner mit deutschen Wurzeln. Wieviele deutsche Rapper schaffen es schon, den Geschmack so vieler Zielgruppen außerhalb des Genres zu treffen? Kommentare wie „bin sonst echt kein Rap-Fan, aber der Casper trifft meinen Geschmack!“ sind daher nicht selten unter seinen Musikclips zu finden. Auch ich, die ich CDs deutscher Rapper ansonsten eher von mir fernzuhalten versuche, wurde casper-isiert und musste mir das Album holen.

Wahrscheinlich ist es der Mix aus allem, der dem 30-jährigen zum Erfolg half: die raue Stimme, die schönen Melodien und die gefühlvollen, poetischen Texte, weswegen er, besonders in der Deutsch-Rap Szene, oft als einfacher „Emo-Rapper“ abgetan wird. Doch die Inhalte seiner Songs sind intelligent, gut getextet und handeln vom „Hundeleben“, von der Perspektivlosigkeit der Jugend, vom Außenseitersein und der Flucht aus dem Alltagstrott.
Vieles davon hat Casper selbst erlebt und es passiert nicht selten, dass man sich beim Hören seiner Songs mit ihm identifiziert, so real klingen die Geschichten, die er es schafft in 3 Minuten unterzubringen – Melancholie und Euphorie ganz nah beieinander.

„Auf und davon“ stammt von seinem zweiten Album „XOXO“, mit dem der Rapper 2011 absolut ins Schwarze getroffen hat.

klingt für mich nach… Dymamit, das die herkömmlichen Grenzen des Hip-Hop sprengt

würde sich gut verstehen mit… Prinz Pi, Thees Uhlmann, Kollegah

am besten zu hören… bei allgemeiner Überforderung und dem Bedarf, sich intelligent abzuregen

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Die Alternative der Woche! mit Les Yeux Sans Visage

Les Yeux Sans Visage – bei den Filmspezialisten unserer Leserschaft sollte es jetzt klingeln. Hmm… War das nicht dieser Horrorfilm aus den 60ern? Ganz richtig!

„Augen Ohne Gesicht“, wie der Filmtitel ins Deutsche übersetzt heißt, ist zugleich auch der Name der dreiköpfigen Post-Punk Formation, die sich ganz prima mit Joy Division verstanden hätte. Warum die Band so heißt? Naja, Parallelen zwischen dem Namen der Band und ihrem Aussehen oder der Musik kann man vergeblich suchen. Vermutlich haben die Schweizer Jungs von Les Yeux Sans Visage auch einfach „Eyes Without A Face“ von Billy Idol gehört, während sie über ihren Bandnamen gegrübelt haben.

Auch wenn der Bandname „Augen ohne Gesicht“ erstmal einen Gruselfaktor hat, ist doch die Musik schön, wenn auch dunkel – eine Reminiszenz an Dark-Wave Bands aus den 80ern. „Oblivion“ stammt nun von ihrer neuen Platte „Tomorrow Is A Million Years“, die letzten Monat erschienen ist.

Wie findet ihr’s?

klingt für mich nach… einem verregneten Tag an einem Fenster in London

würden sich gut verstehen mit… The Sound, Joy Division, The Chameleons

am besten zu hören… wann man eben Post-Punk hört – in allen Lebenslagen