Filmrezension „Die Tribute von Panem“

Titel: Die Tribute von Panem

Länge: 142 Minuten

Filmstart: 22. März 2012

Am Donnerstag war ich zusammen mit 7 Freunden im Kino und habe mir den Film „Die Tribute von Panem“ angesehen. Doch auch Doro hat sich diesen angesehen, weshalb wir diese Rezension zu zweit machen und euch somit zwei Sichtweisen bieten werden.

Die Tribute von Panem spielen in den USA der Zukunft, welche durch einen Aufstand besiegt wurden: Die Städte waren zerstört und viele Menschen getötet worden. Aus der Asche erhob sich das Land Panem, in welchem alljährlich die Hungerspiele veranstaltet werden, die die Bevölkerung unter Kontrolle halten und sie daran erinnern sollen, was passiert, wenn man nicht gehorcht.

Bei diesen unmenschlichen Spielen werden aus jedem District ein Mädchen und ein Junge ausgewählt, die zusammen mit den anderen „Tributen“ in eine Arena geschickt werden. Dort sind sie gezwungen, sich gegenseitig zu töten – denn nur einer darf überleben und somit gewinnen.

Als ihre kleine Schwester als Tribut ausgelost wird, meldet sich die weibliche Hauptperson Katniss freiwillig als Ersatz. Zusammen mit Peeta, dem männlichen Tribut aus ihrem District, rüstet sie sich für den grausamen Kampf…

Dass der Film Überlänge hatte, habe ich gar nicht bemerkt (von dem etwas teureren Eintritt mal abgesehen) – so gespannt habe ich auf die Leinwand gestarrt. Zusätzlich zu der ohnehin spannenden Story, wurde durch die unruhige Kameraführung die nie ganz abnehmende Nervosität von Katniss noch verstärkt. Was mich jedoch am meisten beeindruckt hat, war das Feuerwerk der Gefühle, das die Darsteller so überzeugend rübergebracht wurde. Liebe, Hass, Schmerz, Trauer, Wut…zum Glück hatte ein Freund Taschentücher mit –  bei mir flossen die Tränen in Strömen 😀

Was mir jedoch nicht ganz so gefallen hat, war die Brutalität des Gemetzels. Damit meine ich nicht, dass Jugendliche sich gegenseitig abschlachten, was man ja schlecht weglassen könnte, da das ja im Grunde das Hauptproblem der Geschichte darstellt. Vielmehr meine ich solche Szenen, in denen gezeigt wird, wie auf einen Jungen immer wieder eingestochen wird. Hätte ein Hieb nicht auch gereicht?

Auch ich, Doro, sehe die Gewalt als ein Problem des Films, allerdings auf eine andere Weise als Katja. Dadurch, das man den Film für eine großen Zuschauerraum bereitstellen wollte, wirken die Szenen, in denen Blut zu sehen ist, sehr gewollt chaotisch in der Kameraführung. Als Buchleserin empfand ich den Weg, den die Regie nahm sowie dessen Unterstützung durch die Kameraführung allgemein jedoch sehr gelungen – der Zuschauer wechselt ständig zwischen der überzogenen zukünftigen Vision eines Zuschauers einer Fernseh-Inszenierung namens Panem und dem Mädchen, was in das Spiel der Medien- und Regierungsmächte hinein geraten ist. Genau wie die Gewaltszenen sind diese Mittel kaum zu übersehen und sehr auffällig, könnten aber für jüngere Zuschauer genau richtig sein, um einen ersten Schritt in die Welt der Dystopien zu nehmen. „Die Tribute von Panem“ ist ein abwechslungsreicher Mix aus „1984“ „Battle Royale“ und für die jüngere Generation.

Empfehlung: 4,5/5 Fernsehtürme

KreaTiefität: 5/5 Fernsehtürme

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