Die Alternative der Woche: Heyerdahl

 

Foto: Red Eye Transit

Norwegen, das Land der Fjorde und des Nordkreises – des (mehr oder weniger) großen Durchbruchs der deutschen Musik und des guten Essens – wenn man auf Fisch steht. Aber Norwegen hat nochmehr – beispielsweise unsere Alternative der Woche.
Heyerdahl sind vier Jungs aus Oslo (Das war die Stadt, in der Lena den ESC gewonnen hat). Die haben vorher alle anderweitig Musik gemacht und sich hierfür zusammengeschlossen. Aber das ist alles, was man zu den Jungs rausfindet.
Deswegen nun zur Musik. Denn nach dem langen Nebelhorn hüpfen Synthies und eine Drum quer durcheinander um dann in den Gesang zu münden. Die zwei Hauptgesangsstimmen scheinen gegeneinander anzusingen, nur um dann im Kampf vom Nebelhorn unterbrochen zu werden. All das wird in einem wunderbaren Ende zusammengeführt, bei dem einem das Herz im Takt schlägt. Indieelectro in seiner besten Form!

https://soundcloud.com/redeyetransit/03-shadows-m

Zugegeben, sicher ist das nicht jedermans Geschmack, aber ich find es toll. Und was ich auch zugeben muss: Sie sind nicht immer so übertrieben elektrisch. In den anderen Tracks ihres Albums ist eine weichere Stimme, die aber hervoragend zum rockigeren Stil passt. Klingt komisch? Ist aber so.

Nicht nur die Band ist neu – auch das Label. Red Eye Transit bezeichnet sich selbst als „Independent record label seeking inspiration in the unknown.“. Sie sitzen in Austin – in Texas – in der Wüste. Sie haben auch irgendwie nur zwei Bands unter Vertrag – die Brückenbauer zwischen den USA und Norwegen.

Ich denke, dass ist mal eine Brücke, auf die man bauen sollte. Hoffen wir, dass sowohl die Band als auch das Label weiter so Indie bleiben.

In diesem Sinne bis nächste Woche

Euer Benny

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