AVON-Frauenlauf

Am vergangenen Samstag habe ich, Katja, am 28. AVON-Frauenlauf teilgenommen. Da dies meine erste Teilnahme war, möchte ich euch meine Erlebnisse schildern.

„Lustig“ war schon die Anreise. Die Teilnahme wurde von meiner Schule aus organisiert. Soll heißen, wir (die Schüler) gaben unsere Anmeldungen in der Schule ab und von dort aus wurden sie dann – wohin auch immer – weitergeleitet. Am Samstag fuhr jemand vor, um unsere Startnummern abzuholen und begab sich dann zum vereinbarten Treffpunkt. Allerdings war es etwas schwer, eine einzige Person zwischen über  Tausend anderen zu finden, selbst wenn sie einsam und allein an einem sich an einer Kreuzung befindenden Baum stand. Denn leider gab es mehrere Wegkreuzungen. Und mehrere Bäume. Ganz zu schweigen von den schon erwähnten Tausenden von Leuten. Ich kam zudem mit denkbar schlechter Laune an, da schon die Anreise in der überfüllten S-Bahn zusammen mit einer kompletten „Schulklasse“ (ich habe mal etwas abgerundet) absolut entnervend war.

Gegen 16.15 Uhr begaben wir uns zum Start und machten mit mehr oder weniger Motivation (ich eher mit weniger) bei der Erwärmung mit. Im Nachhinein bin ich ganz froh, dass ich mich etwas zurückgehalten habe, da mir dank des Wetters schon warm genug war. Auf diese Weise verbrachten wir die 15 Minuten bis zum Startschuss.

Um 16.30 Uhr ging es dann los: Ich schaltete meine Musik an und joggte los. Und joggte, und joggte weiter, kam bei der ersten Wasserstation an und… joggte daran vorbei. Klar, ich hatte ziemlichen Durst, aber selbst der konnte mich nicht davon überzeugen, dass das Wasser wie Apfelsaft schmecken würde, wenn ich nur fest genug daran glauben würde.

Irgendwann – nachdem ich an einer weiteren Wasserstation vorbei gejoggt war, und dabei fast etwas von dem Wasser abbekommen hätte, dass ein Mädchen seiner Freundin als Abkühlung über den Kopf kippte – kam ich auf der Strecke zwischen dem Schild „4 km“ und dem Ziel an.

War eventuell noch jemand beim AVON-Lauf und hat dieses Mädchen mit dem blauen T-Shirt, das sich hechelnd und knallrot im Gesicht ins Ziel geschleppt hat, gesehen? Das Mädchen, das als vermutlich einzige Teilnehmerin eine JEANS getragen hat?!? Nun, das war ich. Wobei ich zu meinem Stolz sagen kann, dass ich auf der Zielgeraden noch mal meine letzten Kräfte mobilisiert und so eine Art Sprint hingelegt habe – trotz meiner langen Jeans.

Wie auch immer, ich bekam eine Medaille und machte mich auf die Suche nach dem Treffpunkt, wo wir unsere Sachen gelassen hatten. Dort angekommen, griff ich nach der Apfelsaftpackung und… kippte mir den Saft nicht über den Kopf. Ich trank ihn – wie man das mit Saft normalerweise so macht. Dann setzte ich mich hin, und wartete darauf, dass ich wieder das Gefühl bekam, des Laufens mächtig zu sein. Als dann auch meine Freundin auftauchte, packte ich meine Sachen und machte mich auf den Weg nach Hause, diesmal ohne Schulklasse. Natürlich – wie sollte es auch anders sein – fing es, kurz bevor ich aus der S-Bahn aussteigen wollte, zu regnen an.

Heute, am Sonntag, habe ich zwar keinen Muskelkater, wie eigentlich erwartet, weiß aber trotzdem, was ich gestern geschafft habe. Mir hat es auf jeden Fall Spaß gemacht, und wer weiß, vielleicht mache ich nächstes Jahr wieder mit – wenn auch mit Sporthose.

Eure BerlinImPulserin Katja

 

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