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Alles mit dem Mund – die Wise Guys zu Gast in Berlin

Alles mit dem Mund – die Wise Guys zu Gast in Berlin

Erfolgreiche Acapella-Musik! Die Kölner Wise Guys sind super erfolgreich und dennoch finden sie in der breiten Öffentlichkeit kaum statt. Warum eigentlich? Sie waren in Berlin mit einem besonderen Konzert und waren dabei!

 

Wir konnten mit Eddi, einem Sänger der Band Wise Guys, sprechen. Im Gespräch beleuchtet wir die Musik der Band, das aktuelle Album und wie sie sich erklären, dass die Medien ihnen keine große Aufmerksamkeit spenden.

 

 

Foto: Marie Greiner

„Teilen. Hauptsächlich teilen.“ Ein Interview mit dem türkischen Schauspieler Batuhan Yalcin

„Oh nein! Auf keinen Fall!! Das wäre mir zu langweilig, zu normal.“, antwortete Batuhan Yalcin auf meine Frage, ob er sich vorstellen könnte irgendwann in seinem Leben, einen „normalen“ Beruf auszuüben.

Ein Interview von Marie Greiner (17) (see english version below)

Foto: Marie Greiner

Fotos: Marie Greiner

Der 28-Jährige aus Ankara ist Schauspieler am türkischen Staaststheater in Van. Damit hat er es bis ganz an die Spitze geschafft und hat somit für türkische Verhältnisse einen gut bezahlten Beruf. Doch der Weg dahin, war alles andere als einfach. Im Gegensatz zu Deutschland sind die Theater in der Türkei zentral organisiert, d.h. alle Theater gehören zusammen, stehen unter der Leitung des Intendanten in Ankara und werden staatlich finanziert. In den Aufnahmeprüfungen um Theaterschauspieler zu werden, muss man neben dem Beherrschen von Singen und Tanzen auch Fragen zur Theatergeschichte und Theatertechnik beantworten können. Wenn man dann einer unter den 40 Auserwählten und ca. 800 Bewerbern ist, spielt man mindestens die nächsten sechs Jahre an einem kleinem „armen“ Theater, von dessen Gehalt man eigentlich nicht leben kann. Danach ist man sozusagen „Schauspieler auf Lebenszeit“. All das hat Batuhan geschafft und ist nun bereits seit vier Jahren festangestellter Schauspieler am größten Theater der Türkei.
Nun muss man allerdings nicht denken, das die Schauspieler in der Türkei die selbe Beachtung genießen, wie in Deutschland. Die gesellschaftliche Anerkennung gegenüber Schauspielern in der Türkei ist teilweise sogar sehr schlecht. Batuhan erzählt: „In einem Gespräch erzählte ich mal, das ich Schauspieler werden möchte. Da sagte die Frau zu mir: ‚Oh du Armer! Ich bin mir sicher diese dunkle Zeit wird vorüber gehen, glaub mir!‘ Sie redete über meinen Wunsch, wie man sonst vielleicht über eine schlimme Krankheit spricht. Über sowas muss man dann einfach stehen.“ In einigen tiefreligiösen Städten gelten Schauspieler sogar als „Sünder“, da es nach dem Koran verboten ist, Abbilder von anderen Menschen darzustellen. „Natürlich ist es manchmal schwierig die Balance zwischen Tradition und Moderne zu finden. Über das was wir spielen, dürfen wir zwar selber entscheiden, wir kritisieren auch, gehen aber mit Themen wie Religion und Tradition sensibel und respektvoll um, wir wollen niemanden verletzen oder angreifen.“, sagt Batuhan. Allerdings muss man sagen, das so radikal nur ungefähr 10 Prozent der türkischen Bevölkerung denken. Der 28-Jährige meint: „ Ich finde diese Menschen, die so denken sehr interessant. Auf der einen Seite verabscheuen sie Künstler wie mich und auf der anderen Seite, sind es ganz genau die Menschen, die jeden Abend Klatschsendungen sehen und sich für Künstler der westlichen Welt interessieren. Ihren eigenen Kindern würden sie niemals erlauben Schauspieler zu werden, das wäre undenkbar. Auch ich hatte diese Probleme, von einem Teil meiner Familie habe ich auch nicht die Unterstützung bekommen, die ich mir erhofft habe.“
Foto: Marie GreinerDafür gab es aber andere Menschen in Batuhans Umfeld, die ihn schon früh dazu ermutigt haben, seinem Traum zu folgen und an sein Talent zu glauben. „Angefangen hat alles in der zweiten Klasse. In den Pausen habe ich immer kleine Improvisationen für meine Freunde aufgeführt, irgendwann wurde dann meine Klassenlehrerin auf mich aufmerksam und war total begeistert. Ab da an hat sie mir jeden Tag die letzten zwei Stunden vom Unterricht gegeben, wo ich die anderen dann mit meinen Improvisationen unterhalten sollte. Das war eine tolle Zeit.“ Zu diesen Ursprüngen musste der Schauspieler auch während seiner Ausbildung am „Hacettepe University Ankara State Conservatory“ zurückkehren. „Einer meiner Ausbilder am Konservatorium sagte mal zu mir: ‚Wenn du wirklich ein Schauspieler werden willst, geh in die Grundschule, erzähl den Kindern Geschichten oder spiele ihnen was vor. Wenn sie aufmerksam sind und dir zuhören, komm wieder und wir machen weiter.‘ Das ist auch der Grund warum ich so gerne mit Kindern arbeite. Ihre Reaktionen sind immer echt, sie zeigen dir wenn, das was du machst langweilig ist.“ Das veranlasste Batuhan auch dazu nach Berlin zu kommen. Ein Mitarbeiteraustausch der „European Theatre Convention“ machte dies möglich. Sein Ansprechpartner in Deutschland, Lasse Scheiba (Theaterpädagoge am jungen Deutschen Theater), tritt nächstes Jahr den „Rückbesuch“ nach Van an.
Foto: Marie GreinerIm jungen Deutschen Theater hatte der Schauspieler die Möglichkeit, die Theaterarbeit mit Jugendlichen einen Monat lang zu begleiten und auch selber Workshops zu geben. Schnell konnte der 28-Jährige hier Unterschiede zu seiner Jugendarbeit in der Türkei feststellen: „Den Jugendlichen hier in Deutschland fällt es leichter sich beim Spielen fallen zu lassen, sie sind offener, probieren viel Neues. In der Türkei ist das anders, die Kinder und Jugendlichen sind viel schüchterner, da spürt man dann wieder den Druck der Gesellschaft. Das ist Schade, denn Spielen bedeutet für mich auch immer ein bisschen ‚Menschsein‘. Schauspielern bedeutet einfach nur schauspielern. Es geht nur um einen selbst, um den eigenen Körper und die Gefühle, wenn man es schafft, auf das alles zu hören, ist es eigentlich das Einfachste was man machen kann. Spielen liegt in der Natur jedes Menschen. Wenn wir klein sind spielen wir; Mutter, Vater, Kind zu Beispiel, wir entwickeln uns in anderen Charakteren weiter. Wenn wir älter werden, verlieren wir diese Fähigkeit. Grade für einen Schauspieler ist es so wichtig daran festzuhalten, auch allgemein, es ist der einfachste Weg um sich weiterzuentwickeln.“ Als ich den Schauspieler dann nach seinen Absichten und Zielen beim Spielen fragte, antwortete er: „Teilen. Hauptsächlich teilen. Geschichten zu erzählen. Ich zum Beispiel, glaube an Geschichten, an Märchen. In ihnen steckt so viel Hoffnung, außerdem ermöglichen sie es dir in andere Welten abzutauchen, viel zu lernen, ein besserer Mensch zu werden. Hoffnung, das ist das was ich weitergeben möchte. Für zwei, drei Stunden, eine Welt die fern ab von der Realität liegt.“ Für den 28-Jährigen Schauspieler kommt als Darstellungsform, allerdings nur die Bühne in Frage. „Ich könnte es mir nicht vorstellen Filmschauspieler zu sein. Ich brauche einfach diese Atmosphäre, die „Livereaktionen“ der Leute. Ich möchte für Menschen spielen, nicht für Plastik und Glas. Filmschauspieler und Theaterschauspieler, sind für mich zwei verschiedene Berufe- genauso wie Innen- und Außenarchitekt.“
In Berlin war es dann grade die Außenarchitektur die Batuhan begeisterte. „Ich hatte zwar für meine Zeit in Berlin eine SBahn-Fahrkarte, diese habe ich jedoch sehr selten benutzt. Die meisten Strecken habe ich zu Fuß zurückgelegt, die Stadt ist ein einziges Museum für Künstler. Die Architektur, besonders die des Reichstages hat mir sehr gut gefallen.“ Natürlich war der Schauspieler auch selber viel im Theater, insgesamt fünfzehn Stücke guckte sich der 28-Jährige an. „Das war eine ganz neue interessante Erfahrung für mich. Hier in Deutschland haben die Theater alle ihre eigene Ausrichtungen und Stile, das ist anders als in der Türkei, da ja bei uns alle Theater zusammengehören. Zu den deutschen Schauspielern ist mir aber auch etwas aufgefallen. Sie denken zu viel, wenn sie auf die Bühne gehen und können dadurch erst relativ spät Gefühle zeigen. Das ist bei türkischen Schauspielern anders, wir denken nicht, wir machen einfach. Damit will ich ihre Arbeit nicht abwerten, es ist nur einfach anders, anders gut. Am besten haben mir die Stücke „Schnee“ am Maxim Gorki Theater und „Verwandlung“ am jungen Deutschen Theater gefallen.“
OLYMPUS DIGITAL CAMERANach dem Statement über die deutschen Schauspieler, fragte ich Batuhan, wo er die Unterschiede in der Mentalität von Türken und Deutschen sieht, die Antwort war mir eigentlich schon klar. Der 28-Jährige musste lachen: „Auf diese Frage habe ich die ganze Zeit gewartet. Ich denke die Deutschen sind zu ernst. Sie arbeiten zu viel und denken zu viel. Außerdem denke ich, das ihr ein Generationenproblem habt. Die älteren Menschen sind nicht so gut in die Gesellschaft integriert wie bei uns. Ab 48 ist bei euch ja mit den meisten Leuten nicht mehr viel los (muss lachen). Bei uns ist das ganz anders. Ich denke wir sind liebevoller und offener im Umgang mit fremden Menschen, so eine Art ‚Nachbarschaftsgesellschaft‘. Wir haben zwar keinen Plan von der Zukunft, aber leben dafür im Hier und Jetzt. Das ist auf der einen Seite gut, auf der anderen Seite schlecht. Bei uns wird nicht so viel für die kommenden Generationen getan, das ist hier in Deutschland viel viel besser und organisierter.“ Batuhan möchte auf jeden Fall nochmal nach Berlin kommen oder sogar vielleicht hier her ziehen. „Die Stadt bietet so viele Möglichkeiten für junge Leute auf einen Neuanfang, besonders als Künstler hat man hier viele Chancen sich weiterzuentwickeln.“ Gleich der erste Tag des Schauspielers in Berlin, der 1. Mai., war für ihn ein besonderes Erlebnis:“Bei uns, in der Türkei, wird am Tag der Arbeit fast nur demonstriert und die Polizei geht dann dazwischen und zerschlägt alles. Hier in Berlin, waren so viele fröhliche Menschen auf der Straße, die getanzt und gefeiert haben. Als dann ein Polizeiauto vorbeifuhr, habe ich mich schon ein bisschen erschreckt, aber auf einmal fing der eine Polizist an, mit den anderen Leuten zu tanzen. Das war so verrückt! Es war das erste Mal, das ich einen Polizisten habe tanzen sehen.“
Das überraschendste für mich in dem insgesamt zweistündigen Interview mit Batuhan war, als er mir erzählte, das er keine Schauspieler mag. „Die meisten Schauspieler sind mir zu selbstsüchtig und egoistisch. In meinem Freundeskreis habe ich nur normale Menschen, mit anderen Schauspielern kann ich nur sehr wenig anfangen.“

 

Sharing. Firstly sharing.

An interview with the Turkish actor Batuhan Yalcin

„Oh no! No way!! That would be too boring, too normal.”, answered Batuhan Yalcin whether he could imagine to practice an “normal” job, at some point in his life. The 28-year-old from Ankara is an actor at the Turkey Statetheatre in Van. Having reached the top, his job is well-paying compared to the Turkish average income. But the way, which lead there, was anything but easy. In contrast to Germany, all  theatres in Turkey are state-subsidised and supervised by the artistic director in Ankara. In the auditions one has to take, to become a stage actor, are several examinations. Only when mastering singing, dancing, historical and technological aspects of theatre, the applicant be offered one of the 40 available places. Having succeeded out of 800 applicants one plays at least six years in a small and rather poor theatre which’s payment is not fully covering living costs. Afterwards one is an “actor for lifetime”. Since four years Batuhan is a salaried actor at the largest theatre in Turkey. But do not assume, that actors in Turkey enjoy the same admiration like actors in Germany. The social appreciation towards actors is quite bad. Batuhan reports: “In a conversation I once told, that I want to be an actor. Then the woman replies:‘ Oh, you poor! I am sure, that this dark time in your life will pass! Believe me!‘ She talked about acting like a fatal illness.” In some devoutly religious cities, actors considered as “sinners”, because it is prohibited by the Koran, to represent images of other people. “Of course, sometimes it is difficult to find the balance between tradition and modernism. We can decide ourself whether we want to play, we also criticize, but we deal sensitively with topics like religion and tradition, we don’t want to attack or hurt anyone.”, Batuhan said. However, it must be said that only about ten percent of the Turkish population thinks radically. The actor suppose: “ I my mind, people thinking like that, are very interesting. On the one hand they hate actors like me and on the other hand, they watch gossip shows every evening. They would never allow their kids to become an actor, it would be unthinkable. I had these problems too. From a part of my family I did not get the support I hoped for.” But there were other people in Batuhan’s environment who have encouraged him early to follow his dream and to believe in his talent. “Everything began in second class. During the breaks I’ve made small improvisations for my friends, at some point my teacher became aware of and was totally thrilled. Subsequently, she gave me the last two classes of every day, where I should entertain the others with my improvisations. It was a great time.” To these roots Batuhan had to return during his studies at the “Hacettepe University Ankara State Conservatory. “One of my instructors once said to me: ‚If you really want to be an actor, go to an elementary school, tell stories to the children or play for them. If they pay attention and listen to you, come back and let’s go.‘ That is one of the reasons why I like to work with children. Their reactions are always pure, they show you if it is boring.” This also led Batuhan to come to Berlin. A staff exchange of the “European Theatre Convention” gave him the possibility. His contact person in Germany, Lasse Scheiba ( theatre teacher at the “Junges Deutsches Theater”), will return the visit next year. At the “Junges Deutsches Theater”, the actor had the opportunity to accompany it’s work for a month and to give workshops. The 28-year-old could quickly identify differences to his youth work in Turkey: “For the youngsters in Germany it’s easier to “get lost” while playing, they are more open-minded, they try many new things. That’s really different in Turkey, the teenagers are often more shy, you can feel the pressure from the society. It’s a pity! Playing in my mind is source of being human. Acting is acting. It’s just about yourself about your body and your soul , if you succeed to listen to yourself acting is the simplest thing you can do. Playing is human nature. When we are little children we play. Mother, Father and Child for example. We develop ourselves in other characters. We get older and we lost that skill. But especially for actors it’s important to hold on this, but also in general, it’s the easiest way to develop ourselfes.” When I asked the actor about his intentions and goals while playing, he replied: “Sharing. Firstly sharing. To tell stories. I believe in stories, in fairy tales. There is so much hope in it. Moreover it’s a possibility to dive into other worlds, to learn so many new things, to become a better human. Hope is what I want to share, to create a world far away from reality for two or three hours.” But Batuhan only consider the stage as display format: “I couldn’t imagine to be a film actor. I need the atmosphere, the “live reactions” from the people. I want to play for humans and not for plastic and glass. For me film actor and stage actor are two different jobs- like interior decorator and outdoor architect.”
But the unknown architecture of Berlin fascinated Batuhan. “Actually I had an “SBahn ticket” for my time in Berlin, but I haven’t used it that much. I went most of my ways by walking. The city is a unique museum for artists. I really like the architecture, especially the one from the ‚Reichstag‘.” Of course he visited many theatres, a total of fifteen plays he watched while his time in Berlin. “That was a totally new and interesting experience for me. In Germany there are more “theatre styles” and they all have their own focus. That’s different to Turkey, in course of all theatres belong together. Among the German actors something caught my attention. They think to much, when they are on stage. That’s why they cannot show feeling easily and fast. That’s different with Turkish actors, we don’t think, we simply do it. I do not devalue their work it is just different, but good. I mostly liked the plays “Schnee” at the “Maxim Gorki Theater” and “Verwandlung” at the “Junges Deutsches Theater.” After his statement about the German actors I asked Batuhan about the differences in the mentality of Turkish and German people. He laughed: “I waited for this question all the time! I think German people are too serious. They think and work too much. Also, I think that you have a generation gap. The older people aren’t so well integrated in society as it is in Turkey. From 48 years, not much is going on here with the people (laughs again). In Turkey its very different, I think we are more caring and more open-minded in contacts with strangers, its like a big ’neighbourhoodcomunity‘. We have no plan for the future, but we live in the here and now. That’s good on the one hand, but bad on the other hand. Back home there is not a lot done for the following generation, in Germany it is better and more organized.” Batuhan definitely wants to visit Berlin again and could possibly imagine to live here. “The city offers so many opportunities for a fresh start, especially as an artist Berlin is great to develop oneself.” Equally to the first day of the visit, the 1st of May was a special experience: “In Turkey there are always demonstrations on this day and the police act’s aggressively against the people. And in Germany? Party everywhere!! I was sitting in a bar, as a police-car passes through, I was a bit scared. But then, the policemen started dancing. That was so crazy!! I’ve never seen a policemen dancing.”
The most surprising statement of the almost two hour lasting interview for me, was when Batuhan told me, that he don’t like actors. “The most actors are so selfish and egoistic, that’s not me. At my circle of friends are only normal people. No actors.”

Ich danke Phoebe Janssen, welche mich bei der Übersetzung des Artikels tatkräftig unterstützt hat.

Marie Greiner, 17

SCHOEN

„Gut, dass meine Eltern nicht hier sind!„ – schönste SängerInnen und schönstes Publikum…

„Mit Vergnügen“ wird 5 – und beschert uns einen vergnüglichen Abend!

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Ein Bericht von den schönsten Reportern Celine und Julia

 

Wenn das Online-Magazin „Mit Vergnügen“ zu seinem 5-jährigen Jubiläum einlädt, kann man sich auf ein kleines Spektakel gefasst machen. Schließlich hat sich die Seite zum fancy Hauptstadtmagazin durch einen bunten Mix an Veranstaltungstipps, stilvollen Ratgebern und humorvollen Kolumnen avanciert.

Bildschirmfoto 2015-05-19 um 11.44.58Fancy war auch der Veranstaltungsname: Die „21 schönsten Sängerinnen und Sänger der Stadt“ sollten der Volksbühne ein wenig Sex-Appeal verleihen. Viel mehr wurde im Vorraus allerdings nicht verraten, sodass man eine visuelle Reizüberflutung durchaus erwarten konnte. Schon beim Eintreffen haben wir festgestellt, dass das Publikum mindestens genauso schön wie die Sänger/innen selbst sein muss. Mindestens die Hälfte aller erspähten Anziehsachen hätten wir auch gerne in unserem Kleiderschrank hängen sehen.
Die Optik stand beim heutigen Abend klar im Vordergrund. Aber auch musikalisch wurde uns allerhand geboten:

Bildschirmfoto 2015-05-19 um 11.42.06Eingeleitet wurde das Konzert von der Einmannband Graham Candy; mit rauchiger Stimme, Gitarre und Bassdrum hat er einen Mordsanfang gemacht. „Ein Hoch auf uns“ von Andreas Bourani hat berührend fortgesetzt.
Ein weiteres Highlight bildete Judith Holofernes in Kombi mit Bonaparte; zwei Künstler, die sich darüber streiten, wer für die Hässlichkeit der gemeinsamen Kinder verantwortlich ist und ein „Hallo Volk“ zur Begrüßung.
Dann kam Lary. Sexbombe. Mordsstimme. Und ein Lied über Jungs, die keine Männer sind.
Ben Ivory, der gerne mal auf Fashion-Weeks performt, brachte mit DJ-Set Partystimmung in die Bude.
Mit elfengleichen Outfits aber rockiger Stimme sangen Laing („Morgens immer müde“) ihren Song „Ich bin pleite“. Davon könnten wir auch ein Lied singen, wahrscheinlich nur nicht so lässig wie die dreiköpfige Girlband.
Mieze Katz von der Band MIA, „die sogar Dieter Bohlen überlebt hat“ fragt mit großem Lächeln: „Bist du mode?“ und versüßt uns mit einem spontanen Gruppenselfie die Pause.
Danach ging es weiter mit einem herzergreifenden Stück über einen Fleck: „Schwamm drüber; mit Seife geht das vielleicht“: Balbinas Auftritt in einem Traum von weiß.

Zu erwähnen ist die Band Gong Gang und der Berliner Kneipenchor, die alle oder die meisten musikalisch sehr kompetent und mit sichtlich großem Spaß Bildschirmfoto 2015-05-19 um 11.41.33begleitet haben.

Elif überbrückte technische Komplikationen mit einem schmutzigen Witz und ist dann doch ganz froh darüber, dass (ihre) Eltern nicht da sind, nachdem der ehemalige Viva-Moderator mit dem nächsten dreckigen Joke kommt: „Was sagt der Junkie, wenn man bei ihm klopft? Heroiiiin?!“
Zur musikalischen Abwechslung zum restlichen Konzert kam nun die metall- angehauchte Band Milliarde. „Alles muss[te] brennen“ und ein politisches Statement war auch drin denn „Politiker schaffen es einfach nicht, ihre Ideen gescheit zu verkaufen.
Ähnliches von Rap- und Techno-Band Romano, die uns von „Scheiß Banken“ ein Liedchen singen konnten.
Aber Miss Platinum wischte alle Sorgen weg denn sie hat „99 Probleme aber keins mit ihrem Mann“.
Ein italienischer Schlager, gesungen von Franceso Wilkings, krönte das musikalische Miteinander, mit vielen Luftballons und einem äpfel-verteilenden Bonaparte im Publikum.

 

 

Bis zur Aftershowparty sind wir jedoch nicht geblieben, obwohl Elif uns auf dem Flur „Morgen Arbeiten? Würd’ ich schwänzen!“ zurief und wir fast mit Wilson Gonzales Ochsenknecht zusammengestoßen wären, der zum Gästelisten-Eingang mit Gipsbein humpelte. Alles in einem war es ein sehr gelungener Abend. Vielleicht ein bisschen deutschlastig, aber eins muss man den Sängern lassen – schön waren sie allesamt! Und wir haben viele neue und interessante Künstler kennengelernt. Und wer weiß, vielleicht wird beim 10-jährigen Jubiläum eine trällernde Heidi Klum auf der Bühne stehen?

http://mitvergnuegen.com/

MODEL-MIT-18

Traumberuf Model? Oder Alptraumberuf Model?

„Ich esse auch Burger. Ganz normal!“

Ein Beitrag von: Lennard, Julia, Celine und Oliver für BerlinImPuls

Welche junge Frau träumt nicht davon? Ein grosser Star zu sein auf dem Catwalk und sich regelmäßig auf den Titelseiten der Illustrierten wieder zu finden. Doch ist dieser Traubjob wirklich das was er verspricht? Welche Clichés stimmen und welche nicht? Die beiden Profis in spe , Naima Abt und Vicenca Petrovic, beantworten die Fragen vieler Jugendlicher.

 

Würdest du auch gerne als Model arbeiten? Wäre das ein Traumjob für dich?

 

 

FREITAGISTDERBESTE VERSPAETUNGNERVT

Wir bitten um Entschuldigung…. NOT!

Manche Sachen nerven. Total. Und dann müssen sie raus.

Ein Kurzkommentar von Thea-Sophie Torsz

Bildquelle: Dirk Kruse, Pixelio

Bildquelle: Dirk Kruse, Pixelio

Jeder kennt es: Du stehst am Bahnhof, hast eigentlich gerade total Stress, weil Du zu einem Termin musst. Plötzlich passiert es:„Aufgrund technischer Probleme hat der folgende Zug (so und soviel) Minuten Verspätung. Wir bitten um Entschuldigung.“ oder auch „Wegen Probleme im Betriebsablauf hat der Zug (so und so viel) Minuten Verspätung. Wir bitten um Entschuldigung.“

Wenn man es aber absolut dringend hat, sogar schon zur Bahn gesprintet ist wie ein Wahnsinniger, dann passiert meist das: „ Der Zug fällt auf Grund technischer Störungen aus! Wir danken für Ihr Verständnis“. Und ich glaube absolut jeder hätte Verständnis dafür, wenn einmal eine Bahn 5-10 Minuten Verspätung hat, ja ok vielleicht kann man auch gerade noch so 20 Minuten Verspätung hinnehmen. Aber wenn das fast jede Woche passiert, hört das „Wir bitten um Entschuldigung.“ langsam auf.

Laut einer Statistik der Website www.news.de hatte die Deutsche Bahn 2014 ganze 7,2 Jahre Verspätung!!! Hallo ? Wie geht das denn bitte?
Aber hey, hätten wir die Deutsche Bahn nicht, würden wir nicht so einfach durch Berlin fahren. Klar es gibt auch die BVG, aber diese würde nicht ganz Berlin-Brandenburg abdecken. Außerdem feiert die Deutsche Bahn AG dieses Jahr 21. Jubiläum und durch sie wurden nach dem Mauerfall in Deutschland zwei Eisenbahnen- und damit zwei Schienennetze vereint.

Ach, aber wisst Ihr was? Das ist mir grade egal. Ich habe kalte Füße und mein Termin ist nun auch futsch. Danke Bahn!

jetztmitmachen

Ran an den Speck! Hauptstadtreporter werden…

Neues Jahr = neues Glück!

BerlinImPuls sucht wieder neue Mitglieder für die wohl coolste Jugendredaktion des gesamten Universums. Willst du mal Reporter werden? Oder später als Redakteur arbeiten? Hinter der Kamera stehen oder davor moderieren? Bei uns kannst du das alles schon jetzt lernen und damit deinen Einstieg in Studium oder Ausbildung perfekt machen. Oder einfach nur Spaß haben. Bewerb dich jetzt mit einer Mail an: jugendredaktion@berlinimpuls.de. Wir freuen uns auf dich!

 

 

 

Bild: Wilhelmine Wulff / Pixelio.de

Die einfachen schweren Dinge – Interview mit einem Flüchtling

Die einfachen schweren Dinge
Miteinander reden, Vorurteile vermeiden

Mahdi Ahmadi ist ein ehrgeiziger, intelligenter junger Mann. Zur Zeit macht er sein Abitur und möchte einmal Medizin studieren und dann Arzt werden. Soweit nichts ungewöhnliches. Doch Mahdi ist ein Flüchtling, kommt aus Afghanistan und wohnt in einem Übergangswohnheim in Berlin. Durch die Kooperation „gemeinsam.“ zwischen dem jungen deutschen Theater und dem Heim, hatte BerlinImPuls-Reporterin Marie die Möglichkeit, mit ihm zu sprechen und ein paar Gedanken einzufangen.

Von Marie Greiner (16)

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Foto: Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) / pixelio.de

Es war ein sehr spontanes Interview, ich hatte keine Fragen dafür vorbereitet und mein Interviewpartner dementsprechend auch keine Antworten. Es fing sehr stockend an, ich hatte mich noch nie intensiver mit der Thematik „Flüchtlinge“ beschäftigt und wollte natürlich auch keine „dummen Fragen“ stellen oder in irgendein Fettnäpfchen treten. Mit der Verständigung gab es dahingehend allerdings keine Probleme, Mahdi hat sein Deutschkurs auf Anforderungsniveau B2 fast fertig und ich musste so nicht „überaufmerksam“sein, um alles zu verstehen, sondern konnte einfach ganz normal mit ihm sprechen. Wir fingen erstmal mit den Basics an und Mahdi erzählte mir, das er zur Zeit ein Praktikum im Kindergarten mache und in einem Vorkurs sein Abitur. Sein Abitur hat er eigentlich schon in Afghanistan gemacht, doch in Deutschland wird dies nur als mittlerer Schulabschluss anerkannt. Allein dafür zollte ich ihm schonmal größten Respekt, da ich als Schülerin, die selber grade Abitur macht, weiß, wie anstrengend das ist und alles dann gleich zwei Mal? Sehr ehrgeizig. Aber Mahdi möchte eben Medizin studieren und dann Arzt werden. Ein großes Ziel.

Du musst auf die Fragen, die ich jetzt stelle nicht antworten“, sagte ich, weil ich absolut keine Ahnung hatte, ob das was ich frage dumme Vorurteile sind oder einfach nur sinnlos ist. Ich fragte als erstes nach seiner Aufenthaltsgenehmigung. Alle 6 Monate muss der 30-jährige seine Aufenthaltsgestattung verlängern, es kann aber jeden Tag die Nachricht kommen, dass sein Asylverfahren abgelehnt wird und er zurück nach Afghanistan muss. „Wie?“, fragte ich, „Das heißt alles, was du hier grade machst, dein Abitur, der Deutschkurs, das Praktikum. Alles umsonst?“. „Nein, nicht umsonst. Ich spreche dann Deutsch. Ich muss mit dieser Gewissheit leben, ich versuche nicht jeden Tag daran zu denken und mich auf mein Ziel zu konzentrieren“. Bewundernswert, da war ich erstmal sprachlos.

Zur Zeit ist die Diskussionen um Religionen wieder groß wie lange nicht mehr, besonders der Islam steht hierbei im Mittelpunkt. Da lag es nah, das ich auch Mahdi nach seiner Religion fragte und Mahdi ist Muslim. Doch was haben wir für ein Bild vom Islam, nach den jüngsten Anschlägen in Paris und PEGIDA ( Patrioten Europas gegen die Islamisierung des Abendlandes) ? Ich habe Mahdi mit allen Vorurteilen konfrontiert, Vorurteile die nicht von mir kommen, aber die man doch ab und zu in seinem Umfeld mitbekommt oder in den Nachrichten hört. Unwissenheit. Mahdi erzählt: „Natürlich gucke ich Nachrichten und höre Radio, natürlich habe auch ich von dem Anschlag in Paris erfahren. Ganz klar möchte ich mich, sowie ein Großteil der Muslime, von diesen Leuten distanzieren. Das sind keine Muslime, das sind andere Menschen deren Ideen ich nicht verstehe. Entweder haben sie den Koran nie gelesen oder haben ihn nicht verstanden und machen daraus, was sie wollen. Was ich nicht verstehe ist, das die Darstellung, dass Muslime in Paris gemordet haben wichtiger ist, als die Tatsache das es doch Terroristen sind. Egal welcher Religion man angehört: Glaube darf niemals über Gerechtigkeit stehen.“ Ich musste schlucken und ärgerte mich, das ich ein solches Gespräch nicht schon viel früher geführt habe. Er redete weiter: „Das ist einfach nicht der Sinn von Religion. Ich kann nicht verstehen, warum Menschen nicht einfach miteinander reden können, was anderes machen wir beide doch grade auch nicht. Es kann doch nicht wichtiger sein, ob Muslim und Christ, als Mensch und Mensch. Wir sind doch alle gleich.“

Es waren die Dinge, die wir alle wissen, die er nur ausgesprochen hat und doch trotzdem die Dinge, die uns doch offensichtlich so schwer fallen. Ich war überrascht, über soviel Offenheit und Lockerheit mit der mir Mahdi entgegengetreten ist. Obwohl…Was heißt überrascht? Habe ich was anderes erwartet, habe ich mich auf Vorurteile verlassen? Ja, bemerke ich. Ich hatte Vorurteile und Mahdi hat mir geholfen, diese zu beseitigen.

Ich empfehle jedem sich seine eigene Meinung zu bilden, egal in welcher Hinsicht. Was wäre es für eine schöne, unkomplizierte Welt, wenn alle ein Stück mehr so wie Mahdi denken würden. Denn im Endeffekt sind wir doch alle gleich: Wir alle sind Menschen.

 

Fotos: Wilhelmine Wulff  / pixelio.de und F.M. / pixelio.de

 

 

Foto: Dennis Kummer // Theater Strahl

Eingreifen oder Weglaufen? Theater Strahl Berlin inszeniert wichtige Frage des Alltags

Foto: Dennis Kummer // Theater Strahl

Foto: Dennis Kummer // Theater Strahl

Alles nur Theater?
„Weißbrotmusik am Theater Strahl Berlin“

Von Marie Greiner

München, 20.12.2007. Ein 76-jähriger wird am S-Bahnhof zusammengeschlagen, weil er zuvor zwei Jugendliche (einen Griechen und einen Türken) bittet in der Bahn ihre Zigarette auszumachen. Keiner hilft ihm. „Das gibt’s doch nicht!“, werden jetzt einige denken, „Es kann doch nicht sein, das keiner hilft, wenn jemand in der Öffentlichkeit fast totgeprügelt wird!“. Was würde man selber in so einer Situation machen? Eingreifen? Oder läuft man einfach weiter aus Angst, selber ins Visier der Schläger zu geraten? Spannende Fragen mit denen sich das Theaterstück „Weißbrotmusik“ am Theater Strahl beschäftigt. Die drei Jugendlichen Aaron (Bardo Böhlefeld), Sedat (Randolph Herbst) und Nurit (Christine Smuda) sind die drei Hauptfiguren in dem Stück. Sie sind alle in Deutschland geboren und aufgewachsen, fühlen sich aber trotzdem nicht so richtig heimisch. Themen wie Einwanderungsgesellschaft, Integration und Heimat, Zugehörigkeit, Identität, Liebe, Freundschaft und Partnerschaft spielen ebenfalls eine Rolle. Das Theaterstück ist für Jugendliche ab dem 14. Lebensjahr geeignet, ab da an gibt es dann aber keine Altersgrenze mehr. Das Stück ist ohne Frage auch für Erwachsene interessant. Jeder kommt vielleicht mal in eine Situation in der man sich genau diese Fragen stellen, oder sich mit genau diesen Thematiken auseinander setzen muss. „Weißbrotmusik“ regt zum Nachdenken an, sorgt für Diskussionsstoff und zwingt einen Stellung zu beziehen. Was ist richtig, was falsch? Teilweise vergisst man sogar das man im Theater sitzt, weil alles doch so realitätsnah ist. Die Schauspieler leisten also ausgezeichnete Arbeit. So gewann das Stück auch 2012 den „Ikarus“ eine Auszeichnung für hervorragende Berliner Theaterinszenierungen für Kinder und Jugendliche.

Wer sich selbst von der Schauspielkunst der Darsteller überzeugen und selbst herausfinden möchte wie man selbst handeln würde, hat am 6. Mai 2014 um 11Uhr oder 19. 30Uhr Gelegenheit dazu. Tickets und weitere Informationen gibt es unter www.theater-strahl.de.

Quelle: Facebookseite "Stattbad Berlin"

Clubcheck: STATTBAD Wedding

Auf einen Sprung ins Stattbad.
Menschen tanzen in einem Schwimmbecken, zwischen Fliesen, Plastikschalensitzen und Spinden…

Von Louis

Quelle: Facebookseite "Stattbad Berlin"

Quelle: Facebookseite „Stattbad Berlin“

Club: STATTBAD Wedding
Event: Stattnacht
Eintritt: 13,-

Hinter dem eindrucksvollen Club Stattbad verbirgt sich – Nomen est Omen – das ehemalige Stadtbad Wedding. Anfang des 20. Jahrhunderts designed und erbaut, diente es knappe 100 Jahre zur Freude aquaphiler Familien und Schwimmfetischisten, seit Anfang Mai 2009 fungiert es als Kulturzentrum sowie Club und kann dank seiner Aufmachung und der oft hochkarätigen Line-ups als „Watergate des Weddings“ gesehen werden.

Kurzum, ein Laden, den man nicht außen vor lassen dürfte, hätte man es sich zur Aufgabe gesetzt, die Club- und Technolandschaft Berlins einer subjektiven Prüfung zu unterziehen.
Es lockten ein freier Samstag Abend, kein Vakuum im Portemonnaie, sowie der potentielle Genuss, ein DJ-Set von Ewan Pearson und der NZ-Newcomer Mount Kimbie und zu erleben. In einem Schwimmbad. Wer würde da schon widersprechen.

Als ich um halb 1 ankam, war die Schlange derart beschaulich, dass wir keine Minute anstehen mussten. Nach kurzer Beäugung unserer Personalien wurden uns der Einlass in den Schwimmtempel gewährt. Hat man sich an der Kasse vorbeigezahlt, steht man erst einmal so da, und wundert sich. Nach Club siehts hier noch nicht so aus, eher nach…mh, naja…Schwimmbad halt irgendwie. Zwischen Fliesen, Plastikschalensitzen und Spinden hindurchgehangelt, sieht man sich plötzlich mit dem Pool konfrontiert, und spätestens jetzt weiß man, was das Stattbad ausmacht.
Ein Floor tut sich halb vor, halb unter einem auf. Menschen tanzen in einem Schwimmbecken, andere Menschen stehen oben an der Brüstung und tanzen ebenfalls. Wer das noch nie gesehen hat, dem könnte es erst mal kurz die Sprache verschlagen. Ich hangele mich eine steile Metalltreppe runter und tauche per Kopfsprung ein ins Vergnügen.
Die Besonderheit am Pool-Floor ist die Schräglage. Bühnengleich schaut man, wenn man hinten steht, hinunter auf den DJ und die sich dazu bewegende Crowd. Ein Festivaleffekt, der den Raum und das Publikum größer erscheinen lässt.
Manch einem fällt das Tanzen schwer auf schrägem Boden, und auch ich muss zugeben, dass es erst ungewöhnlich war, jedoch macht für mich persönlich die Atmosphäre alles wett, nicht zuletzt erreicht durch die erstaunlich gut abgestimmten Lichteffekte.

Quelle: Facebookseite "Stattbad Berlin"

Quelle: Facebookseite „Stattbad Berlin“

Nach einer Weile tanzen und feiern entschied ich mich, noch den anderen Floor aufzusuchen. Hier finden immerhin immer die berühmt-berüchtigten BOILER ROOM Parties statt. Passend dazu heißt der Floor auch Boiler und ist ein Heizkeller. Bravo.
Von seiner Quadratmeterzahl eher auf Wohnzimmerfeeling limitiert, besticht der Heizungsraum durch seine industrielle, rohen Aufmachung und die grandios beleuchteten Heizungsrohre, die sich neben einem Zaun mehrere Meter tief auftun und für einen unheimlichen Warehouse-Charme der 90er sorgt.
Da an diesem Abend allerdings vermehrt Gummistiefelbrettertechno zur Abwechslung vom MainFloor gegeben wurde, verbrachte ich den Rest meiner Nacht im Planschbecken und ließ mich von Ewan Pearsons traumhaften Set in Ekstase schießen.

Als Fazit kann ich sagen, dass das Stattbad Wedding für jeden ernsthaften Clubbesucher eine Reise wert ist. Der teils hohe Eintritt ist durch das meist überdurchschnittliche LineUp gerechtfertigt, und die Aufmachung lohnt sich einfach. Wer auf abgefahrene Lichteffekte und ein außergewöhnliches Rave-Feeling steht, ist in der alten Badeanstalt auf jeden Fall nicht verkehrt.

https://www.facebook.com/STATTBAD
Adresse: Gerichtstraße 65, 13347 Berlin
Telefon: 030 46797350

BerlinImPuls_kapow

Vorbei kommen. Medien machen. Spass haben.

Willst du später einmal selbst in den Medien arbeiten? Dann ist das der perfekte Start für dich!

Dienstags, alle 2 Wochen trifft sich die Jugendredaktion bei unserem Partner ALEX. Dort werden u.a. neue Ideen entwickelt und Beiträge produziert oder geschnitten. Die Redakteure arbeiten entweder allein und selbstständig oder im Team. Alles geht! Du kannst dich unter professionellen Rahmenbedingungen ausprobieren und dabei noch Spaß haben!

Wir suchen ständig (m,w):
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Treffpunkt der Jugendredaktion:
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toddterje its album time

Todd Terje weiß wie spät es ist – It’s Album Time

Tood-Terje_Press_1-Für alle Funk und Discofans der skandinavischen Gefilde gibt es zur Zeit nur eine Antwort auf die Frage „What time is it?“.

Von Louis

It’s Album Time“ heißt der lang erwartete Longplayer des norgwegischen Discohouse Produzenten Todd Terje, und wer sich allein das Cover anschaut, kann in etwa ahnen, dass sich der abgefunkte Techniknerd wieder so einiges hat einfallen lassen, um die Dancefloors und WG-Wohnzimmer dieser Welt in Ekstase wallen zu lassen: Ein Schnurrbartträger mit Travolta-Charme vor dem mit Cocktails bestückten Piano zeigen, dass der selbsterklärte Analogfetischist keinen Deut seiner Liebe zu den Sounds der 70er Jahre und der Saturday Night Fever Zeit eingebüßt hat. Man darf also gespannt sein auf funkige Gitarrensamples, housige Kickdrums und den tiefen Basslines der von Terje so favorisierten Analoggeräte.
Das Tracklisting verspricht einiges Altbekanntes, vermischt mit unreleasten Tracks. So sind zum Beispiel die auf der „It’s the Arps EP“ zu hörenden Swing Star Stücke drauf, als auch der Disco Sommerhit „Inspector Norse“.
Interessant wird auch sicherlich das angekündigte Feature mit Jazz Legende Bryan Ferry, ein Cover von Robert Palmers „Johnny and Mary“.
Man darf sich also voll und ganz auf den 7. April freuen, wenn sich die analogen Subbässe schelmisch durch die Speaker schleichen und es endlich heißt „It’s Album Time“.

 

Foto: Marvel

Filmcheck: The Return Of The First Avenger

 

Es gibt sie noch, die großen Filmhelden. Irgendwie braucht sie die Welt auch. Und manchmal kommen sie sogar wieder. Wir decken auf, ob „Captain America 2“ gelungen ist

Von Kaj Hoffmann

Foto: Marvel

Foto: Marvel

Inhalt
Steve Rogers (Chris Evans), ist Superheld und nicht irgend einer – er ist Captain America.
Er entscheidet sich seine Arbeit mit dem Sicherheitsunternehmen S.H.I.E.L.D. und der Agentin Natasha Romanoff alias Black Window (Scarlett Johansson) fortzusetzten. Er lebt zurückgezogen in Washington und tut sein Bestes, sich an die moderne Welt zu gewöhnen. Doch als ein S.H.I.E.L.D.-Agent unter Beschuss gerät, wird Rogers in ein Netz von Intrigen verwickelt, das eine Gefahr für die ganze Welt darstellen könnte. Mit Black Widow an seiner Seite versucht Captain America verzweifelt, die sich weiter verdichtende Verschwörung aufzudecken. Dabei muss er sich immer wieder gegen professionelle Attentäter wehren, die ihn zum Schweigen bringen sollen. Als sich die gesamte Tragweite des teuflischen Plans offenbart, finden Captain America und Black Widow in dem Falken (Anthony Mackie) einen neuen Verbündeten. Gemeinsam sehen sie sich schon bald einem so unerwarteten wie gefährlichen Gegner gegenüber – dem Winter Soldier.

Bewertung
Da der Film an die Ereignisse vom Marvel-Film „Marvel’s The Avenger“ anknüpft empfehle ich jedem, auch wenn es kein Muss ist um die Handlung zu verstehen, sich diesen vorher anzugucken. Der Film ist in 3D, mit Effekten die eigentlich gut gemacht wurden, ich persöhnlich hätte mir in einem 3D Action-Superhelden-Film Objekte gewünscht die auf den Zuschauer fliegen und dieser zusammenzuckt, damit man mehr in die Geschichte integriert wird. Die Kameraarbeit wurde recht gut gemacht, auch die hin und wieder erscheinenden Aufnahmen von Washington. Von Schauspielern wie Chris Evans (Captain America – The First Avenger), Scarlett Johansson (Her), Robert Redford (All is Lost) und Samuel L. Jackson (Django Unchained) erwartet man natürlich die Crème de la Crème, die man auch bekommt.

Foto: Marvel

Foto: Marvel

Fazit
Aus dem Kino, in das ich als Captain America Fan und mit großen Erwartungen reingegangen bin, kam ich glücklich wieder raus. Bis auf das keine Autotüren oder ähnliches durch den Kinosaal geflogen sind, war ich sehr zufrieden. Deshalb auch meine Bewertung: 9 von 10 Punkten!

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In Bildern gesprochen: So wird die Große Koalition

 

BerlinImPuls Reporterin Jana macht gerade ein Freiwilliges Politisches Jahr und was liegt da näher, als sich mit der möglichen Großen Koalition zu befassen… Einen Text drüber schreiben? Das machen schon genug andere – Jana sagt euch in Bildern, wie CDU und SPD miteinander arbeiten werden…

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Gastbeitrag: Der Hurborukkus (beee.tv)

Nur wenige haben ihn auf den Straßen Berlins bereits gesehen. Oft geistert er fast nicht erkennbar durch die dünn bewaldeten Stellen und versetzt die ortsansässigen Spatzen in Angst und Schrecken. Wer vermag das Mysterium um den Hurborukkus zu ergründen? Diese Dokumentation soll endlich Licht in das Dunkel über den ominösen Hurborukkus bringen. Unser qualifiziertes Team von Fabelwesen-Experten wird der Legende auf den Grund gehen und auf den Spuren dieses faszinierenden Wesens wandern.

Ein Beitrag für BerlinImPuls von beee.tv.

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