Foto: Universal Music

Alternative des Monats – Iggy Azalea

Billige Nicki Minaj Kopie? Never! Die australische Rapperin Iggy Azalea macht den Hip Hop stilvoll. Ihr kennt sie nicht?  Dann wird es ja mal Zeit!

von Patricia Neumann 

Herzlich Willkommen zur Wiederauferstehung der Alternative der Woche! Die letzte ist ja schon eine ganze Weile her. Unser Reporter Benny kann sich leider nicht mehr diesem Thema widmen, da er ja, wie treue Leser wissen, jetzt für ein Jahr in Finnland ist. Deswegen übernehme ich ab jetzt das Themenfeld und mache prompt die Alternative des Monats draus.

„Laufe eine Meile in diesen Louboutins, aber trage diese Schuhe nicht dort wo ich herkomme“ – so beginnt der Song in dem Iggy Azaela erzählt, wie sie von einer Stripperin zu einer Rapperin wird. Sie kommt aus dem fernen Australien, wo es so gut wie unmöglich war, Rapperin zu werden. Deswegen ist sie mit 16 nach Miami gezogen, um dort ihrem Lebenstraum nachzugehen. Der auch nicht grade unbekannte Rapper T.I. hat die schöne Künstlerin dann entdeckt und unter Vertrag genommen. Seitdem arbeitet sie mit zahlreichen Künstlern wie Rita Ora, Ariana Grande oder Carli xcx zusammen. Hier zu Lande kennt man sie leider völlig zu unrecht noch nicht so gut.

Faszinierend an ihrer Musik ist, dass es volkommen anders klingt als einfacher Rap. Ihre Musik verbindet elektronische Beats mit Hip Hop.Sie hat auch etwas für jeden Geschmack in ihrer Musik. Wem zum Beispiel ihre Debutsingle „Bounce“ zu schnell ist, kann sich garantiert mit anderen Liedern wie „Fancy“ gut finden. Zu dem ist sie einer der wenigen Frauen die die Gabe besitzen, wirklich rappen zu können. Leider gibt es ja nicht viele Frauen, die (zu Musik) so schnell sprechen können wie sie.

Anderen, denen vielleicht Nicki Minaj ein Begriff ist, sie aber nicht mögen, weil sie zu oft ihren Po in die Medien hält, werden sie lieben. Die gute Frau setzt nämlich ihre Reize gezielt ein und hält nicht ihr Hinterteil und Dekolteé direkt in die Kamera. Dazu sind ihre Texte auch oft sehr sinnvoll. Wer sich davon selbst überzeugen will, sollte sich vielleicht folgende Clips anschauen:

 

More than friendship PR-Bild 7

Filmkritik: „More than Friendship“

Gleich zwei Herausforderungen

von Patricia Neumann & Djamal Saidov

 „More Than Friendship“ behandelt die Dreiecksbeziehung zwischen Mia, Lukas & Jonas, die von der schweren Krankheit von Jonas überschattet wird. Sie treten ihre letzte gemeinsame Reise an, die eine ungeahnte Wendung nimmt.

27. Juli, Pressevorstellung vom Film „More Than Friendship“. Der Film beginnt mit der Reise des Trios, bei dem es nicht ganz klar ist, ob sie nur Freunde oder Liebende sind. Voller Elan starten sie in ein Abenteuer, das zuerst wie ein heiterer Urlaub scheint. Sie genießen die gemeinsame Zeit zu dritt. Doch spätestens hier wird dem Zuschauer klar, dass diese Beziehung weit über normale Freundschaft hinaus geht. Nach und nach verdichten sich die Anzeichen, dass irgendetwas nicht stimmt. Jonas isst kaum noch, steht Nachts auf und muss sich übergeben. Mia und Lukas machen sich zwar Sorgen um Jonas, aber versuchen die Symptome auszublenden, um diese Reise so fröhlich wie möglich zu gestalten. Als es Jonas immer schlechter geht, gibt es keinen Ausweg mehr. Jeder hat erkannt, dass man sich nun einem sehr schwierigen Thema stellen muss…

Besonders gefallen hat uns die rührende Geschichte des Films und die außergewöhnliche Beziehung der drei Figuren untereinander. Unserer Meinung nach ist der Film „More Than Friendship“ gefühlvoller und tiefer als so mancher Blockbuster, weil man als Zuschauer sofort viel Mitgefühl für die Situation und Charaktere entwickelt. Uns hat die Geschichte noch Tage später zum Nachdenken gebracht. Was würde man selbst in so einer Situation tun? Würde ich es auch zu Stande bringen, gleichzeitig eine Frau und einen Mann zu lieben? Könnte man sich trennen, wenn man weiß, dass ein nahestehender Freund vielleicht bald stirbt? Außerdem war die schauspielerische Leistung ziemlich gut. Die Schauspieler hatten auf jeden Fall mehr drauf als manch anderer im deutschen Fernsehen. Was auch noch erwähnenswert ist, dass in dem Film keine Effekte zu sehen sind. Das macht es zwar für das „Blockbuster gewöhnte Auge“ etwas ungewohnt, aber es macht den Film ehrlicher, purer und irgendwie auch intensiver.

Also wir können euch „More Than Friendship“ nur ans Herz legen, da er sehr emotional, spannend und ehrlich ist. Ab Oktober 2013 könnt ihr euch den Film dann auch in augewählten Programmkinos anschauen. Wir vergeben 4 von 5 Punkten, da er zwar wirklich gut ist, aber das Ende der Geschichte hätte man in unseren Augen anders gestalten können. Trotzdem ist es kein Grund, sich diesen Film entgehen zu lassen. Ganz im Gegenteil. Unsere Empfehlung: Anschauen! Viel Spaß!

Die Seite zum Film

 

Foto: BerlinImPuls

Unser Selbsttest – Ein Tag als Blattfresser, wenn man eigentlich Tiertöter ist

 

Foto: BerlinImPuls

Foto: BerlinImPuls

 

Für alle die, die Überschrift nicht verstanden haben – Ich, Patricia Neumann, die eigentlich aus einer Fleischerfamilie kommt, habe einen Tag lang Vegan gegessen. Und ich habe es überlebt!

Das Frühstück war ja noch sehr lecker. Haferbrei mit Hafermilch und Erdbeeren. Ein übliches Frühsück bei mir, wenn ich nicht grade Bacon mit Rührei esse, was auch sehr selten passiert.

Danach wird es schon etwas schwieriger. Wenn man nämlich  kurz nach einer Gemüsepfanne mit Tofu, die absolut eklig war (und ja ich kann kochen!), alle neben dir beim Public Viewing ein Steak oder Fleischsalat in der Hand haben, ist das ziemlich scheiße. Als dann mitten im Fußballspiel des Jahres alle Chips essen und die dann auch noch auf mein T-Shirt verschüttet haben, war dann meine Laune endgültig vorbei. Ich stand nämlich mit meinen Reiswaffeln mit Schnittlauchblüten direkt in der Mitte.

Die Kirsche auf meinen veganen Eisbecher, war, als ich nach Hause kam und meine Mutter mit ihrem Freund schön auf dem Sofa saßen, mit ner Pizza Salami auf dem Schoß, die in der ganzen Wohnung roch. Meine Mutter sagte in diesem Moment (ich zitiere): „Du kannst ja den Salat essen!“. Um den Tag schnell zu beenden, bin ich dann auch schnell ins Bett gegangen.

Hubble2008 / pixelio.de

Hubble2008 / pixelio.de

Mein nächster Tag nach diesem Essens-Schock bestand dann aus Fleisch zum Frühstück, Fleisch zum Mittagessen und Fleisch zum Abendbrot. Im Endeffekt war das einzigst Positive, meine entdeckte Liebe zu Reiswaffeln mit Pflanzenmagarine und Zwiebelblüten. Außerdem hab ich nachgezählt und ca. 3 Euro mehr ausgegeben als an einen ganz normalen, unveganen Tag.

Habt ihr eine andere Erfahrung zum Thema veganes Essen gemacht? Dann schreibt sie uns doch bitte :)

Eure Patricia

Foto: Lupo / pixelio.de

Blick in die Glaskugel – Unsere Potentiellen Sommerhits für 2013

 

Foto: Lupo / pixelio.de

Foto: Lupo / pixelio.de

Endlich wieder gutes Wetter! Leider sah es ja in den letzten Wochen da nicht so gut aus. Da kann man ja fast denken,dass der Liebe Gott da oben zu oft „Please don’t stop the rain“ von James Morrison gehört hat. Aber endlich wird es besser. Und was fehlt da noch? Genau! Ein paar richtig gute Sommerhits.

Mein absoluter Liebling ist grade von Macklemore & Ryan Lewis „And we danced„. Ich bin mir verdammt sicher, dass der ganz oben in den Charts sein wird.

Ein weiterer echt cooler Hit um in der schönen Sommernacht die Sterne anzuschauen ist von One Republic „Counting Stars“.

In der deutschen Musikszene gibt es auch ein paar gute Hits. Zum Beispiel sind die Sportfreunde Stiller zurück! Unzwar mit ihrer neuen Single „Applaus,Applaus„.

Leider folgt nicht jeder Künstler deren Beispiel. Zum Beispiel ist auch „Prince“ Kay One zurück mit seiner Single „V.I.P.„. Also mein Geschmack ist es auf keinen Fall.

Außerdem kommt auf jeden Fall diesen Sommer der Retro-Sound zurück. Super Singles für den Sommer aus der Kategorie von Robin Thicke ft. T.I. und Pharell Williams „Blurred Lines“. Ein absoluter Ohrwurm! Auch der Song von Daft Punk ft. Pharell Williams „Get Lucky“. Also in der BiP-Redaktion sind die Lieder sehr beliebt.

Und mitten in der Welttour von Beyoncé hat es die gute auch noch geschafft, was gutes aufzunehmen. „Standing on the Sun“ kann man aber gerade nur im H&M Werbespot hören.  Apropos Werbespots, bei Pro 7 kann man ja demnächst die Show „Got to dance“ sehen. Im Teaser der Serie ist im Hintergrund ein guter Song von den Newcomern Woodkid „Run Boy Run“ zu hören. Kann ein Sommerhit werden, muss aber nicht.

Ich hoffe das ihr mit meiner kleinen Prognose euch jetzt erst einmal ne gute Sommer-Playlist zusammenstellen könnt ;-). Was sind Deine größten die Sommerhit-Kandidaten ?

Patricia

fanta4

Pro & Contra Musikgeschmack: Fanta4 vs. Justin Timberlake

 

PRO Die Fantastischen Vier

Ein Kommentar von Benjamin Lewerenz

Bildquelle: Alexander Gnädinger

Street Credibility. Glaubwürdigkeit des Sängers/ der Band. Kommt von: authentisch sein. Das bedeutet: Sein eigenes Ding drehn – nicht auf andere Leute zu achten. „Wer weiß schon wofür das hier gut ist. Es gibt nun mal nichts Gutes außer man tut es. Ist es dir wichtig bisschen besser zu sein? Dann mach’s richtig oder lass besser sein!“.

Street Credibility. Geprägt durch über 20 Jahre Erfahrung. Gereift wie ein guter Wein. Eine der erfolgreichsten deutschen Bands. Im Hip Hop sollte Street Credibilty das wichtigste sein. „Und das alles ohne Kirmes-Pistolen und das jemand in den Arsch gefickt wird“. Sie waren die Ersten – die, die Hip Hop nach Deutschland gebracht haben. „Du sagst du liebst jetzt ’ne andere Band? I’m sorry – I don’t understand!“. Die wohl beste Band der Welt (im Hip Hop): Die Fantastischen Vier!

Michael B. Schmidt, Michael Beck, Thomas Dürr und Andreas Rieke sind Pioniere in Deutschland. Seit 1992 sind die vier mit allen ihren Alben & Singles immer in den Charts. Egal womit. „Sieben Tag in der Woche hör ich Hip-Hop. Mit dem Mikro in der Hand, denn das geht ab!“. Dabei haben sie sich von den Spaßrappern zu Hip-Hoppern gemacht, die sich nicht scheuen, sich auch mal ernste Themen zuzuwenden. „Was noch? – Was meinst du damit: Was noch?“.

Also eine Betrachtung der Musik ist komplizert – aber immer schön. Betrachtet man alte Songs, dann hört man Sprechgesang, fette und basslastige Beats und regelmäßig auch eingebaute Zitate, sei es aus dem Highlander („Es kann nur einen geben!“) oder aus der Sesamstraße („Wenn du die Glocke drückst, dann läutet sie!“). Textlich geht es um alle Themen – strotzend von Selbstbewusstsein. „Wir sind die Fantastischen Vier – und sind hier – mit jeder Menge Bier und viel Fraun“.

Im Laufe der laaaaaangen Geschichte hat sich aber auch die Musik sehr geändert. Die Themen werden ernster (zumindest meistens) „Ichisichisichisich“. Die Musik wird vielfältiger, bleibt aber meistens humorvoll. Übrigens sind die Vier in Deutschland „Erwachsen“ geworden, nachdem sie ihre Single „Frohes Fest“ indizieren lassen mussten wegen der Textzeile „Mein Bruder sagt er hat die Nase voll – der Schnee in diesem Jahr ist ganz besonders toll!“. Also nichts da mit Spaßgesang… Anders als bei Herrn Timberlake, der seit Jahren scheinbar jedes Jahr den selben Sülz ablässt und dabei kein bisschen Entwicklung zeigt.

„Alles klar, jetzt gibt’s Megastress. Ihr wolltet grade gehn, ahah, vergesst’s. Wir wollen doch mal sehen, wer hier wen verlässt“ Eine Sache gibt es noch bevor ihr geht! In all den Jahren in denen ich die Fantas jetzt schon Troy begleite muss ich noch eins loswerden: „Du hattest gute Zeiten – Wir waren mit dabei. Wir werden dich begleiten. Wir bleiben troy.“ Das sagt keine Band über seine Beziehung zu den Fans – erst Recht nicht Mr. Boyband-Timberlake…

In diesem Sinne bis zum nächsten Mal

Euer Benny

 

PRO Justin Timberlake- The 20/20 Experience

Ein Kommentar von Patricia Neumann

Bildquelle: www.justintimberlake.com – Official Presserelase

Senorita, I feel for you you deal with things, that you don’t have to He doesn’t love ya, I can tell by his charm But you could feel this real love 
If you just lay in my ah, ah, arms…. Ja ihr habt richtig gehört! Justin Timberlake taucht aus der Versenkung auf und nimmt noch ein Album auf!

Der erste Song Suit & Tie mit Jay-Z ist auch schon im Netz zu hören. Das Album wird (Gott sei Dank!) von Timberland produziert. Und was der anfässt, wird zu Gold! Für die, die sich bei amerikanischen Produzenten nicht auskennen: Timbaland hat Leute und Bands wie One Republic, Nelly Furtado oder Missy Elliot produziert und hat seit den 90’ern sehr großen Einfluss auf die weltweite Musikbranche (insbesondere was Hip-Hop angeht). Also ich finde diesen Typen genial. Erst recht was er mit J.T. aufgenommen hat. Von ihm kommt auch Senorita, Sexy Back, Lovestoned, Summer Love (mein persönlicher Favorit) und andere. Außerdem wird es nicht nur bei Timbaland und Jay-Z als Feature bleiben. Ne-Yo will auch mit ihm aufnehmen.Und wer kann da schon in der Disko widerstehen, nicht bei einer der Lieder wenigstens mit dem Fuß zu wackeln? Also ICH nicht! Und wer tut das schon bei einen neu-alten Unplugged Song von Fanta4? Na Gut, ich muss zugeben, dass er bei seinen Songs nicht gerade an seine Oma gedacht hat, sondern an „die Reize einer attraktiven Frau“ – und das ist nicht immer ganz kinderfreundlich. Aber Gott sei Dank leben wir in einem Land, wo kleine Kinder so etwas nicht verstehen.Trotzdem sind die Beats geil, meine Füße wackeln immer, und den Typen in einem guten Musikvideo zu sehen schadet ja auch keinem Mädchen 😉 Bei den Jungs von Fanta 4 finden höchstens unsere Mütter die Jungs attraktiv. Und wer oder was schafft es schon, jeden in Bewegung zu bringen? Also Fanta 4 hat das damals geschafft…? Nein, ich denke nicht.

Eure Patricia

 

Die coolen Büsse

Willkommen im Land der Klischees: Halloween, Fast Food und Obama in den United States of America!

 

Der Traum aller Jugendlicher: Ein Schüleraustausch in Amerika. Und das über Halloween und die Präsidentschaftswahl. Stellt sich die Frage: Essen Amis wirklich Pizza auf dem Sofa und Chicken im Auto? Sind die Schulbusse gelb und Witze über Bomben nicht so witzig? Passen da die Klischees oder ist Amerika doch einfach… anders? BiP Reporterin Patricia Neumann war da und hat es für euch herausgefunden…

Die coolen Busse

14 Uhr. Als ich in Chicago am Flughafen zu meinen Austausch nach Milwaukee (Wisconsin) angekommen bin, war ich einfach nur geschafft und überfordert von all den Eindrücken. Als dann auch noch die superfreundlichen Sicherheitsleute (Klischee Nr. 1) einen auf Herz und Nieren durchchecken, ist man absolut fertig. Also bitte, wenn einer von euch mal in dieUSA fliegt, macht auf gar keinen Fall irgendwelche Scherze über Bomben, Terroristen oder aehnliches!!! Aber weiter im Thema…

Als wir dann endlich die Sicherheitskontrolle passiert hatten und da waren, hat uns erst mal (Klischee Nr. 2) ein knallgelber Schulbus in Empfang genommen. Der erste Tage ging schnell vorbei und am Abend habe ich dann endlich meine Gastfamilie kennengelernt. Wir haben dann erst einmal (Klischee Nr. 3) Pizza vor dem Fernseher gegessen. Im amerikanischen TV kann man so ziemlich alles finden, was es auch in Deutschland gibt. Von Dancing with the Stars (Lets Dance) bis zu dem sogenannten „Assi TV“ und natürlich auch Serien wie Glee, Vampire Diaries, Castle und so weiter. Gott sei Dank ging es dann auch ins Bett.

Eine der vielen Deutsch-Klassen

Am nächsten Tag fuhren meine Austauschpartnerin und ich dann (natürlich) wieder mit einem gelben Schulbus zur Schule. Und hier wartete auch schon Klischee Nr. 4: Die Schule sieht genau so aus, wie man es aus den Filmen kennt! Schliessfächer ohne Ende und komische Stuehle. Als ich dann mit meiner Austauschpartnerin am Nachmittag wieder zu Hause war, haben wir Fernsehen gesehen. Was hier cool ist, das die amerkanischen Talkshows keinesfalls ramschig sind wie bei uns, sondern echt interessant und mit echten Promis. Am Abend habe ich das sogenannte „Trick & Treating“ ausprobiert, was hier die ganze Woche um Halloween gemacht wird. Trick and Treating bedeutet eigentlich das gleiche wie „Süsses oder Saures“, was die kleinen Kinder an Halloween bei uns machen, nur das es in Amerika jeder macht. Die Leute haben auch die Häuser die ganze Zeit dekoriert gehabt. An fast jedem Abend (und Tag)- besonders aber am Wochenende -sitzen die Leute draussen mit Lagerfeuer und sind mit Süssigkeiten bewaffnet. Die Leute gehen dann einfach mit einem Kostüm hin und bekommen Süsses, wenn man „Trick or Treat“ sagt. Wir haben natürlich mitgemacht und meine Tüte war danach voll mit Süsses. Kommen wir zu Klischee Nr. 5: Mein Abendessen war an dem Tag auch „typisch amerikanisch“, wie meine Austauschpartnerin gesagt hatte: Kentucky Fried Chicken im Auto!

Gruhuhuselig :-D

Am Wochenende waren wir in einem Freizeitpark mit ganz viel Halloweendeko. Die Freizeitparks sind eigentlich wie bei uns (denke ich zumindest). Und danach waren wir zum Abendessen in einem (Klischee Nr. 6) McDonalds, was aber etwas anders ist als bei uns. Eben mit fettigeren, aber etwas besser schmeckenden Sachen. Am Sonntag habe ich mal „typisch amerikanisch“ – Achtung Klischee Nr. 7 –  mit Bacon & Egg und Pancaces Frühstück gegessen und ich sag euch: Das war verdammt lecker! Obwohl einem ein wenig der Appetit vergehen kann, wenn man sieht, wie manche es dort mischen…

In der Woche hatten wir auch das Vergnügen, ein paar Schulstunden mit zu erleben. Die sind eigentlich wie bei uns, mit dem Unterschied, das die dort viel respektvoller miteinander umgehen, daran könnte sich Deutschland echt mal ein Vorbild nehmen!

Chicago

Was das Thema „Shoppen“ in Amerika angeht, sollte man wissen, das manche Markenprodukte dort viel billiger sind. Also wer scharf drauf ist, sollte sich viel Geld mitnehmen um eins der in Amerika verdammt beliebten Apple-Produkte (Klischee Nr. 8) oder ähnliches mitzunehmen. Man muss bloß hinterher mit dem Zoll aufpassen… Sonst gilt: Wer mal in Amerika landet, sollte UNBEDINGT zu Target gehen, ich verspreche ihr werdet es nicht bereuen! Dieser Laden hat so ziemlich alles, was das Herz begehrt. Außerdem habe ich noch nie so schnell so viele Kleidungsstücke zu einen verdammt guten Preis in meinem Arm gehabt. Das Paradies gerade für Mädels!

Sucht mal, wo könnte er denn sein?

Besonderes Highlight war für mich Barack Obama zu sehen, da er gerade in den sogenannten „Swing States“ wie Wisconsin viel Werbung mit Promoveranstaltungen für die anstehende Präsidentschaftswahl gemacht hat. Bei der Veranstaltung, wo ich war, war auch Katy Perry als Special Act dabei. Leider hatte ich nur mein kleines, popliges Handy dabei, also kann man ihn nur mit viel Mühe erkennen.

Nach diesen ganzen Eindrücken ging es dann zurück nach Deutschland und ich habe festgestellt: Es stimmen ganz schön viele Klischees, aber das ist ja nicht immer negativ :-)

 

Zum Schluss noch ein paar Tipps für USA-Reisende:

1.NIEMALS Scherze am Flughafen über Bomben machen!

2. Wenn ihr könnt, fahrt lieber in eine Großstadt wie New York oder Chicago, da ist es viel spannnender.

3. Wenn ihr überlegt, einen kurzen Austausch mit der Schule zu machen, würde ich doch lieber zu einer privaten Reise tendieren, da man wirklich Menschen bei so einem Austausch mithaben sollte, denen man nahe steht, was ja bei einem normalen Schüleraustausch meistens nicht möglich ist.

4.Verfallt nicht in den Kaufrausch, meine Lieben 😉

 

Ich wünsche noch weiter viel vergnügen beim Fotos anschauen!

Patricia Neumann

PS: Vielen Dank an Tjark Ingber und die Lehrerin Dagmar Nobereit, die ein großen Teil ihrer Photos zur Verfügung gestellt haben!