ROCKIT

They Will Rock You! Rock It! – das Musical

Vor fünf Jahren lief der deutsche Jugendfilm Rock It! in unseren Kinos an. Jetzt kommt in Berlin ein Musical.

Eine deutsche Variante der amerikanischen Teenie – Musical Filme, deren Beliebtheit High School Musical und Camp Rock zu verdanken ist. Junge, unbeschwerte Schauspieler brachten die zwei Kontrahenten Klassik und Rock in einem Film zusammen. Das diente dem Projekt TAMUTHEA + Friends als Anlass, um mit über 80 Kindern, Jugendlichen und jung gebliebenen Erwachsenen ein großes Musical aus der Filmvorlage zu basteln.

Ein Bericht von Janina Wildermuth und Julia Tilk

Man könnte jetzt annehmen, die Proben dazu finden in einem angemietetem großen Saal statt. Stattdessen führte uns der Weg in die Turnhalle eines Berliner Gymnasiums. Eine einfache Sporthalle, die genügend Platz für  das Schauspiel, sowie ein Zuschauerabteil bietet. Der provisorischen Bühne saßen Vertreter des TAMUTHEA, die Produktionsleitung, sowie der engagierte Regisseur Daniel Axt gegenüber. Als Hauptdarsteller Nick in der Filmfassung kann er genauestens sagen, wie was auszusehen hat. Haltung, Aussprache, Bewegung, Gestik und Mimik. Neben seinem Studium coached er die vier verschiedenen Gruppen und bringt sie als perfektes Zusammenspiel auf die Bühne.

„na logo – aber so was von 100pro!“, dachten sich wohl das Schostakowitsch-Orchester und der Kinder- und Jugendchor CANZONETTA, als sie dem jungen TanzMusikTheater TAMUTHEA bei der Umsetzung eines solchen Jugendprojektes im Herbst 2013 zusagten. 1 ½ Jahre ist es her, dass sich auch die Band ROCK IT aus echten Berliner Musikern zusammengestellt hat.

Musik und Liebe

Im Film, wie auch im Musical geht es um die 15-jährige Julia, die kurz vor der Aufnahmeprüfung am klassischen Musikinternat Amadeus steht. Als sie dann von dem Aufruf der Band ROCK IT zur Suche eines Keyboarders erfuhr, bewarb sie sich wagemutig bei ihnen. Nick, der Leadsänger wirkt auf Julia unglaublich anziehend, und so kommt es, dass sie sowohl den Jungen, als auch die Rockmusik der Klassik am Internat vorzieht. Doch neben der Geheimnistuerei vor ihren Eltern, gibt es noch ein Problem. Betty, ihre Duettpartnerin fürchtet um ihre Karriere und versucht Julia mit allem Mitteln auffliegen zu lassen.

„Vorhang auf, die Welt ist unsere Bühne“
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Man fragt sich jedoch, was unterscheidet das Musical vom Film? Wieso sollte man sich die Bühnenaufführung anschauen? Zusätzlich zu den bekannten Musikstücken werden neue sitautionsangepasste Songs präsentiert. Auch die Klassik soll mehr in den Fokus rücken. Während im Film vieles einfach geschnitten werden kann, muss dies beim Theater ohne Patzer hintereinander weg ablaufen.

„Momentan fehlt noch etwas der Flow“

Eine enorme Herausforderung ist die Koordination von Bühnenbild, Musik und der Szenerie. Die Sets sind noch etwas statisch, doch es wird daran gearbeitet, die Übergänge dynamischer wirken zu lassen.

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Ohne Casting zum Cast

Die Schauspieler des Musicals wurden nicht etwa, wie bei der Filmproduktion gecastet, nein das Angebot stand jedem offen, aber vor allem unter den Mitgliedern des TAMUTHEA wurde nach passender Besetzung gesucht.
Aus dem Gespräch mit den schulpflichtigen Mitwirkenden haben wir erfahren, dass der zusätzliche Lernfaktor ertragbar ist. Die Proben finden 2x die Woche statt, zur Endphase hin auch an den Wochenenden. Auch die jungen kommen mit der Mehrbelastung klar. „Normaler Schulalltag, und in den Pausen wird halt gelernt.“ – erklärt Kira Vanessa Hauß, Darstellerin der Julia.
„Lebe deinen Traum“ – lautet das Motto. So gibt es natürlich einige, die auch nach Rock It! eine Laufbahn als Schauspieler, Tänzer oder Sänger verfolgen wollen. Der 21-jährige zweit- Darsteller des Protagonisten Nick, Sebastian Kremkow, studiert beispielsweise Eventmanagement, und schaut, was nach Rock It! geschehen wird.

Unser Fazit? Ein super Musical-Konzept, mit talentierten Jugendlichen aus den Bereichen Tanz, Gesang und Schauspiel, was man sich definitiv ansehen sollte! Die Uraufführung ist am 27. März im Theater am Kurfürstendamm. Na dann, let’s rock it!

Klingt doch ziemlich cool oder? Wenn ihr Bock habt selber mal auf der Bühne zu stehen und euer Star-Potenzial zu beweisen, könnt ihr jeden Freitag von 17-20 Uhr zum Probetraining ins Tanzstudio „La Caminada“ in Kreuzberg vorbeikommen. Wenn du Spaß am Schauspielen hast und mal ins Showgeschäft reinschnuppern möchtest, ist das genau das Richtige für dich. The stage is yours!

Das Musical ist vom 27.03. bis 02.04.2015 jeweils 19 Uhr im Theater am Kurfürstendamm, Berlin zu sehen.

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Rock It! – Das Musical

just the fun 2013

Just De Fun 2013 – Breakdance Festival Neukölln

Das Medienkompetenzzentrum Szenenwechsel stellt Euch in diesem Beitrag das Just de Fun Battle 2013 in Neukölln vor. Dort treffen sich verschiedene Breakdance- und HipHoptänzer um gegeneinander anzutreten. In kurzen Interviews geben Euch einige der Tänzer ihr Statement zu dieser Veranstaltung ab. Viel Spaß beim Schauen !

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Rollend durch Berlin – Barrieren aus der Sicht eines Rollstuhlfahrers

Kontrastprogramm !

Viele Wege führen durch Berlin – aber nicht alle sind für jeden zugänglich. Alle reden von Inklusion, Barrierefreiheit bla bla bla. Ein Blick in die reale Welt da draussen zeigt: Das alles existiert an vielen Orten noch nicht…Das Medienkompetenzzentrum Barrierefrei-kommunizieren zeigt euch in diesem gut gemachten Horror-Trailer die Schranken der Stadt…

Und nun genau das Gegenteil. Es gibt sie schon, die wenigen Orte in Berlin, in denen jeder vorwärts kommt und ans Ziel kommt. Dann ist echte Gleichberechtigung und Teilhabe möglich. Eine zweite BerlinImPuls-Produktion vom Medienkompetenzzentrum „barrierefrei kommunizieren“ – viel Spaß mit diesem „Glücks“-Trailer :-)

 

 

Postkarten aus der ganzen Welt

Trend-Check: Postcrossing

 

In unserer frühen Geschichte wurden Waren und Güter hauptsächlich aus der Not heraus getauscht. Auch in Krisenzeiten ist diese Art des Handels erneut aufgegriffen worden. Brennholz gegen Salz, Brot gegen Kleider. Heutzutage jedoch hat man dafür Geld. Einige scheinen sich damit dennoch nicht ganz arrangieren zu wollen und greifen teils auf das alte historische Prinzip zurück, wenn auch nicht auf dieselbe Art: BerlinImPuls stellt euch Postcrossing vor!

von Janina Wildermuth

Bildschirmfoto 2014-03-13 um 10.37.41Sie schicken ein Buch um die Welt und erhoffen, jemanden damit zu erfreuen. Im Gegenzug dazu bekommen sie von irgendjemand anderem auch ein Schriftstück zurück. Dieselbe Verfahrensweise gibt es auch mit Postkarten. Jeder kennt es, die Freunde oder Bekannten fahren in den Urlaub und ein paar Wochen später kommt dann eine bunte Karte mit kurzem Überblick über die bereits gesehenen Sehenswürdigkeiten oder einem Ausdruck der Freude über den wunderbaren Strand an. Doch halt: das erwartet euch bei der 2005 online gegangenen Plattform POSTCROSSING nicht. Ein Portugiese kam auf die Idee, bei seinem Hobby, Postkarten zu sammeln, je skurriler desto besser, die ganze Welt mit einzubeziehen. „POSTCROSSING hat viele Menschen zusammengebracht, sodass sich die Welt ein Stückchen näher gekommen ist.  Das klein-angefangene Online Portal fand schnell Anklang und hat mittlerweile schon über 460 000 Mitglieder aus 221 verschiedenen Ländern (Stand 08.03.2014). Das Prinzip ist leicht. Verschicke eine Postkarte (Adresse wird zufällig gewählt) und bekomme von einem ebenso zufällig ausgewählten Mitglied eine zurück. Sprich: heute einen Gruß nach China, nächste Woche eine Karte aus den Niederlanden. Dabei kann es manchmal ziemlich kreativ zu gehen. Man bekommt beispielsweise einen selbst gezeichneten Comic auf der Rückseite der Postkarte. Und wenn längerfristiges Interesse an Brieffreundschaften besteht, dann kann man das mit einem Häckchen in dem Feld „direct swap“ angeben. Registrieren, Karte schreiben und ab geht die Post.

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Foto: Lea Neumeyer

Klaviermusik im neuen Stil – BIP trifft Newcomer auf der Fashion Week

Wohin das Auge blickt: Messehallen, Werbebanner, Menschenmengen. Es ist Fashion Week in Berlin! Mittendrin: Ein musikalischer Newcomer an einem Klavier. BiP hat mit Nicolai Jan Hübner ein Interview gemacht, der mit leisen Tönen für die musikalische Untermalung im Messetrubel gesorgt hat. Er ist ein Pianist, der Chill-out Musik mit romantischen Einflüssen spielt. Eigentlich wohnt er in Achern (Baden Württemberg), doch er reiste extra nach Berlin, um ein kleines Konzert zu geben. Unsere BerlinImPuls Reporterinnen Lea Neumeyer und Janina Wildermuth haben sich für euch mit ihm getroffen…

von Lea Neumeyer und Janina Wildermuth

plakatierte Werbeblöcke am Eingang so weit da Auge reicht

plakatierte Werbeblöcke am Eingang so weit da Auge reicht

 

BIP: Wie entstehen deine Kompositionen?

Nicolai: Ich schreibe eigentlich immer Nachts. So zwischen 23 und 2 Uhr kann ich richtig arbeiten. Meine Musik ist auch tagesabhängig, d.h ist der Tag gut verlaufen, klingt das Stück auch meist fröhlich und  wenn ich einen schlechten Tag hatte, ist das Stück auch dementsprechend schwermütiger.

BIP: Was wolltest du vorher werden?

Nicolai: Ich habe 10 Jahre lang Fußball gespielt, bevor ich von meiner Mutter zum Klavierunterricht verdonnert wurde. Also eigentlich strebte ich eine Karriere als Fußballprofi an. Nun hat es aber mit der Musik geklappt, dennoch habe ich vor 2 Jahren eine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann angefangen, der Sicherheit halber. Man weiß ja nie, was im Leben kommt.

BIP: Hast du vor deinen Konzerten Lampenfieber?

Nicolai: Eine gewisse Anspannung ist immer da, aber das finde ich auch wichtig, denn dann bin ich konzentrierter.

BIP: Strebst du eine bestimmte Zielgruppe mit deiner Musik an?

Nicolai: Nein, ich habe keine bestimmt Zielgruppe im Sinn. Meine Musik soll jeder hören können. Ja, es ist nicht unbedingt Alltagsmusik, aber das ist ja das Besondere. Man soll sich bei meiner Musik entspannen können.

BIP: Du bezeichnest deine Musik ja als Chill-Out Kompositionen mit romantischen Einflüssen. Bist du denn auch selber ein Romantiker?

Nicolai: Ja, ich bin schon romantisch. Ich mag es, wenn man bei angezündeten Teelichtern ein schönes Essen genießt.

Foto: Lea Neumeyer

Foto: Lea Neumeyer

BIP: Wie hast du dein erstes Album „Future“ rausgebracht?

Nicolai: Ich habe das alles selber organisiert, mit einem Musikerfreund. Wir haben die ganze Produktion auch selber bezahlt und geregelt. Die entstandenen CDs verkaufe ich immer auf den Konzerten. (schmunzelnd)

BIP: Wohin möchtest du noch gelangen? Was sind deine Ziele?

Nicolai: Ein Traum ist es natürlich als Vorprogramm eines Starpianisten gebucht zu sein. Ein anderer ist schon in Erfüllung gegangen: Hier auf der Fashion Week aufzutreten, denn mich interessiert Mode sehr (freudestrahlend) und da macht es mich umso glücklicher hier dabei sein zu dürfen.

BIP: Man sagt ja viel über Berlin, Weltstadt der Medien, Kultur und Politik, aber was hast du für einen Eindruck von unserer Hauptstadt gewonnen?

Nicolai: Mir gefällt Berlin sehr. Ich kann mir sogar vorstellen, später hierher zu ziehen. Die Stadt ist sehr inspirierend.

BIP: Wieso fokussierst du dich nur auf das Piano? Könntest du dir vorstellen in einer Band zu spielen?

Nicolai: Nein, eigentlich nicht. Ich spiele solo, weil ich finde, dass klassische Musik in den Hintergrund geraten ist und möchte den Menschen diese Musikrichtung wieder näher bringen. Mir gefällt meine Musik so, wie sie ist und ich habe Spaß am komponieren. Deshalb spiele ich auch nur eigene Songs, keine Cover Versionen.

Nach den Konzerten in Berlin ging es für ihn gleich weiter nach London. Wenn ihr mehr von dem jungen Pianisten wissen wollt, was er wann so treibt, dann besucht seine Facebook Seite https://de-de.facebook.com/nicolaijhuebner

Lust auf ne Hörprobe? Bitteschön!

Bildquelle: Comedy Club Kookaburra

Das „Kookaburra“ – Ablachen im Wohnzimmerstyle

 

Berlin hat viel zu bieten. Es wird für seinen geballten historischen Wert sowie für eine Menge weiterer Highlights angepriesen. Doch was Berlin für mich ausmacht, sind die zahlreichen kleinen Lokale, Cafés, Shops und Kleinkunstbühnen. Eins davon ist das „Kookaburra“. Warum ihr euch das nicht entgehen lassen solltet, erfahrt ihr hier.

von Janina Wildermuth

Bildquelle: Comedy Club Kookaburra

Bildquelle: Comedy Club Kookaburra

Letztens haben mich meine Wege mal wieder in die „Kultstraße“ schlechthin geführt. In der Schönhauser Allee braucht man nicht nach Berliner Szene zu suchen, man findet sie einfach. Jedenfalls ging ich mit dem Plan hin, mir eine Show im „Kookaburra“ anzusehen. Was lief? Ein Comedian aus Köln.

Das „Kookaburra“ wird von einem Inder und dessen deutscher Frau geleitet. Jeden Abend treten unterschiedliche Comedians auf und bringen die Lachmuskeln der ca. 100 Zuschauer zum Schwingen. Alle, die keine Lust auf große Veranstaltungen à la Mario Barths Auftritt im Olympiastadion oder Bülent Ceylan’s Bühnenshow haben, sei gesagt, dass sie im Kookaburra herzlich willkommen sind. Der Club ist ein kleines süßes Lokal, dass mit so viel Liebe eingerichtet ist, dass ich kein Problem hätte, selber da zu wohnen.

Die Betreiber Sanjay und Svenja Shihora stehen persönlich jeden Abend hinter der Bar und bedienen. Doch der Club ist schon lange kein Insider Tipp mehr. Es kommen Zuschauer aus ganz Deutschland und auch aus dem Ausland. Es kann schon mal passieren, dass sogar ein paar berühmte Comedians selbst vorbeischauen. So auch an dem Abend, an dem ich den Comedy Club besuchte. Aufgrund der Interaktionen des Künstlers mit dem Publikum wusste ich, dass Studenten aus Rheinland Pfalz, eine Familie aus Dresden sowie ein Mann aus Schweden anwesend waren. Später kam dann sogar „Cindy aus Marzahn“ herein, die anscheinend das „Kookaburra“ sehr schätzt.

Bei meinen späteren Nachforschungen bin ich darauf gestoßen, dass das „Kookaburra“ eine eigene TV-Show hat. Zu meiner Überraschung befinden sich auf MyVideo 3 Folgen des Talk und Sitcom Formates  über Sanjay‘s multikultureller Familie und seinen Club.

Das Publikum ist total gemischt und die Preise human. Die Stimmung war absolut entspannt und klasse und das Personal und der Club an sich sind wirklich ein Traum. Wenn ihr nun also bereit für die geballte Ladung Comedy im gemütlichen Rahmen seid, dann geht ins „Kookaburra“ und nehmt eure Freunde mit. Ich bin mir sicher, ihr werdet es lieben!

http://www.comedyclub.de/berlin/start.php

U-Bahn Cabrio Tour

U-Bahn Tunnel Tour Berlin – einmal quer durch die Schächte der Hauptstadt

 

Über 1 Million Menschen benutzen täglich die Berliner U-Bahn. Sie stellt den Weg zur Arbeit, zu Freunden oder auch zu Terminen dar. Doch die Geschichten, die sich hinter den U-Bahnhöfen von Ost und West befinden, wird den wenigsten bekannt sein. Mit der U-Bahn Cabrio Tour lässt sich das leicht ändern… Unsere BerlinImPuls-Reporterin Janina hat es gemacht und das hat sie dabei erlebt…

Foto: Janina Wildermuth

Von Janina Wildermuth

Es ist erstaunlich, wie das Bahnnetz ausgebaut ist. Bestehend aus 173 Bahnhöfen und einer Gesamtlänge von 144 km ist die U-Bahn das schnellste Fortbewegungsmittel in Berlin. Dabei sieht jeder Bahnhof anders aus. Die Haltestelle Osloer Str. ist in den Farben der Norwegischen Flagge bemalt, während der Hermannplatz wie ein prunkvolles Ballhaus gestaltet ist. Die U-Bahn Tunneltour ist ein unbedingtes Muss für U-Bahn Fans, Berlin-Interessierte und einfach jeden, der außergewöhnliche Touren, weit weg vom Mainstream sucht. Nicht nur Touristen haben daran Vergnügen, auch Einheimischen kann ich sie wärmstens empfehlen.

U-Bahn Cabrio Tour

Foto: Janina Wildermuth

Die 2-stündige Fahrt findet in 3 offenen, extra für die Tour konstruierten Wägen statt. Sie umfasst 150 Passagiere und wird von einer Lok und einem Steuerwagen begrenzt. Während der gesamten Fahrt (keine Sorge, es gibt eine Toiletten-Pause) ist Helmpflicht. Da ist der ein oder andere Lacher beim Einfahren in die Bahnhöfe von den nichts erwartenden Passagieren vorprogrammiert.

Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 25 km/h, so dass ihr euern Helm nicht verlieren könnt. Ein sehr engagierter Moderator wird dauerhaft über ein Headset reden. Dafür bekommt ihr ein Empfangsgerät mit einem Kopfhörer. Macht euch beim Einsteigen keine Sorge um den Platz, denn die Fahrtrichtung und demzufolge auch die Seite von der ihr in die Bahnhöfe befahrt, werden öfter gewechselt.

Foto: Janina Wildermuth

In der Zeit durchquert ihr 5 U-Bahnlinien (U5, U6, U7, U8, U9). Vom Gleis 4, der Linie U 5 am Alexanderplatz, geht es los. Die Fahrt führt euch durch Berlin-Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln. Ca. jede 2. Woche (von April – Oktober) findet sie in der Nacht von Freitag auf Samstag statt. Da die Tour entweder 19 Uhr oder 22:20 Uhr beginnt, liegt das Mindestalter bei 18 Jahren, es sei denn, ihr seid in Begleitung eines Erwachsenen. Und das wird auch nötig sein, denn der Preis ist ganz schön happig. 40 € pro Person (unter 14 Jahre 25 €) müsst ihr dafür hinblättern. Aber falls ihr schon immer einmal die Spree und/oder die Panke unterqueren, die U-Bahn-Schächte auch mal bei Licht betrachten und echt gut unter der Erde unterhalten werden wolltet, dann springt auf und reserviert euch für das nächste Jahr einen Platz, denn die Cabrio-Fahrt ist sehr begehrt, sodass sie dieses Jahr bereits vollkommen ausgebucht ist.

Linktipp: http://www.bvg.de/index.php/de/3833/name/Tour+im+U-Bahn-Cabrio.html

Bildquelle: Janina Wildermuth

Deutsch-Amerikanische Freundschaft – hautnah erleben!

Deutschland und die USA pflegen eine enge Beziehung. Mit dem Antritt von Obama hat sich das Verhältnis sogar noch verbessert. Erschüttert wurde es jetzt durch den NSA-Spionageskandal. Aktuell findet das 53.Deutsch-Amerikanische-Volksfest in Berlin statt und wir wollen wissen, wie es um diese Freundschaft steht…

Von Janina Wildermuth

Um diese Fragen zu beantworten, begebe ich mich auf das am meisten besuchte Volksfest Berlins. Mit 500 000 Besuchern jährlich liegt das seit  1961 stattfindende Deutsch-Amerikanische-Volksfest ganz hoch im Kurs. Vom 26. Juli bis zum 18. August 2013 kann man angeregt zur Live-Swing-Musik tanzen, sich beim Bingo amüsieren, Fotografien aus dem Alliierten-Museum betrachten, Frauen in Petticoats zuschauen oder am Sandstrand einfach einen original Hotdog verzehren.

Doch was sagen die Besucher zu diesem Fest? Wie amerikanisch ist es wirklich und was denken Deutsche über Amerikaner? Hat die Abhöraffäre ein Keil zwischen die beiden Staaten getrieben? Mit all diesen Fragen habe ich mich beschäftigt und bin dabei selbst auf interessante Fragen gestoßen.

 „Insbesondere in schwierigen Situationen halten sie mehr zusammen als Deutsche“

Bildquelle: Janina Wildermuth

Bildquelle: Janina Wildermuth

So äußerte sich eine Frau über Amerikaner. Sie seien „crazy“ und ziemlich „gechillt“, meinte ein Mann mit gegelten Haaren, ganz like Elvis Presley. Viele Leute trauten sich jedoch nicht über „die Amis“ zu urteilen – aus gutem Grund : Denn wer die Leute nicht kennt, sollte keine voreiligen Schlüsse ziehen. Man kann Menschen nicht rein nach der Herkunft beurteilen. Demnach war es von mir nicht gut überdacht, nach allgemeinen Charaktereigenschaften eines gesamten Volkes zu fragen. Das hat mich zum Nachdenken angeregt…

 

 

großes Angebot mit Kultcharakter

großes Angebot mit Kultcharakter

Was das  Herz begehrt

Als ich über das Fest schlenderte, fiel mir auf einmal ein ziemlich gefüllter, kleiner Stand auf. Von Erdnussbutter, verschiedenen Sirup-Sorten, bis hin zu den guten alten gebackenen Bohnen gab es alles, was das amerikanische Herz begehrt. Das Regal war sehr rustikal und wirkte damit wie aus einem Western. Hmm, am liebsten hätte ich mich einmal durch das Regal gegessen. Gleich nebenan hörte ich Leute kreischen. Die Achterbahn „Teststrecke“, mit mehreren Loopings löste bei mir schon beim zusehen Freude aus und das Adrenalin strömte durch meinen Körper.

2 schnittige Oldtimer

2 schnittige Oldtimer

 

Nicht nur der Traum der Männer

Beliebt sind die zahlreichen Oldtimer. Viele mit Kultstatus, aber auch einige neue Modelle wurden vorgestellt. Gut platziert vor historischen Monumenten, coolen Stränden oder auch auf dem Parkplatz nebenan, konnte ich diese Schlitten betrachten. Ein Paar, dass ich getroffen hatte, kam sogar mit eigenem Wagen auf das Fest. Eine andere Frau hat solch ein Auto bereits seit Jahren auf der Wunschliste.

Eine doch etwas andere Nachbildung der Freiheitsstatue

Eine doch etwas andere Nachbildung der Freiheitsstatue

Wie steht es denn nun um die Freundschaft?

Wenn man fragt, wie weit der NSA-Spionageskandal die zwischenmenschlichen Beziehungen beeinflusst hat, hört man nur: Gar nicht. Vielen Besuchern, die ich angesprochen habe, ist die Wahrheit über die Überwachungsprogramme egal. Sie würden und werden weiterhin so oder so doch bespitzelt. Ihre Daten seien nie absolut sicher gewesen. Damit ist klar, dass auch dieser Skandal die Freundschaft zwischen Deutschland und den USA nicht zerrütteln kann .

Wer den „American Way Of Life“ liebt und lebt ist sicherlich gut auf dem  Deutsch-Amerikanischen-Volksfest aufgehoben. Der Rest natürlich auch. Und nun feiern wir auch gerne mit beim German-American-Day